Umfrage: Wie siehst Du Autismus?

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    • Umfrage: Wie siehst Du Autismus?

      Wie siehst Du persönlich Autismus? 135

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      Hallo!

      Ich schreibe für mein Abitur eine vorwissenschaftliche Arbeit und habe das Thema Autismus gewählt.
      Ich untersuche, wie Autismus in Gesellschaft, Medizin und von Personen auf dem Spektrum selbst betrachtet wird.
      Dazu würde ich gern Eure Meinung in einer Umfrage festhalten, je mehr teilnehmen, desto besser.

      Es gibt grundsätzlich nur drei Optionen, wer aber noch etwas hinzufügen möchte, kann sich gern in den Kommentaren äußern.
      Alle Menschen sind eingeladen, teilzunehmen, seien sie diagnostiziert oder vermutet autistisch oder neurotypisch.

      [...]

      Herzlichen Dank!
      Robin

      The post was edited 2 times, last by Wüstenblume: Auf Wunsch geändert. ().

    • Antwortmöglichkeit 3 kommt für mich in Frage, schon allein wegen des Wortes "überlegen" nicht. Menschen sollten sich auf Augenhöhe begegnen.

      Antwortmöglichkeit 2: Da ist was dran, vor allem wenn es mir gut geht. Auf jeden Fall kann ich gut verstehen, dass manche Autist*innen so denken.

      Angekreuzt habe ich Antwortmöglichkeit 1.
      "Wir leben vermutlich zum ersten Mal. Wie soll da alles auf Anhieb klappen?"
      (Jürg Halter, Gemeinsame Sprache. Zürich, Dörlemann 2021)
    • Ich finde Antwort1 und 2 richtig, je nachdem, wie stark man betroffen ist.
      Aber da nach der persönlichen Art und Weise gefragt ist - da kann ich zum Glück behaupten, dass "Bestandteil meiner Persönlichkeit" die meiste Zeit meinen Zustand am besten beschreibt. Nur manchmal stört es das Alltagsleben so gravierend, dass ich an diesen Tagen zu 1. tendieren würde.

      Überlegenheit kann mit Autismus ja wohl kaum erreicht werden, bei so vielen Einschränkungen. Bestenfalls kann man die Vorteile, die einige Autisten in manchen Gebieten haben, erkennen und nutzen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ich finde die Antwortmöglichkeiten auch etwas unglücklich gewählt. Da steckt jeweils zu viel mit drin.

      Ich habe 1 angekreuzt, weil das die Antwortmöglichkeit ist, bei der ich mir am sichersten bin, dass ich sie verstanden habe. :roll:
      "Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." ~ Blaise Pascal
    • Abendstern wrote:

      Ich finde die Antwortmöglichkeiten auch etwas unglücklich gewählt. Da steckt jeweils zu viel mit drin.

      Ich habe 1 angekreuzt, weil das die Antwortmöglichkeit ist, bei der ich mir am sichersten bin, dass ich sie verstanden habe. :roll:
      Leider würde es die Ergebnisse verfälschen, wenn ich jetzt noch Änderungen an den Formulierungen vornehmen würde.
      Im zweiten Punkt beziehe ich mich auf die nicht-pathologisierende Betrachtungsweise der Neurodiversitätsbewegung im Gegensatz zur Perspektive, die von der Psychologie vertreten wird, bei Autismus handle es sich grundsätzlich um eine Störung.
    • HCS wrote:

      Mag sein, dass es ein alternatives Betriebssystem ist - aber eines, das nur in manchen Lebenslagen funktional besser ist als das normale, öfter aber schlechter. Also Antwort 1, denn 3 ist Unfug.
      Och, es ist HURD in der Alphaversion :) . Konzeptionell überlegen, nur nicht für den Praxiseinsatz. Aber es wird wirklich großartig, wenn wir es mal ernsthaft zum Laufen kriegen.
    • Das mit der "autistischen Persönlichkeit" finde ich schwierig... wenn ich depressiv bin, habe ich deswegen keine depressive Persönlichkeit; wenn ich blind bin, habe ich deswegen keine blinde Persönlichkeit...
      Also natürlich beeinflusst der Autismus auch meine Persönlichkeit, aber meine Persönlichkeit besteht auch noch aus viel mehr.
    • Neoni wrote:

      Das mit der "autistischen Persönlichkeit" finde ich schwierig... wenn ich depressiv bin, habe ich deswegen keine depressive Persönlichkeit; wenn ich blind bin, habe ich deswegen keine blinde Persönlichkeit...
      Also natürlich beeinflusst der Autismus auch meine Persönlichkeit, aber meine Persönlichkeit besteht auch noch aus viel mehr.
      Mit der Formulierung wollte ich klarstellen, dass gemeint ist: "als integraler Bestandteil der Persönlichkeit von Autist*innen". Einfach nur "als integraler Bestandteil der Persönlichkeit" wäre unpräzise gewesen.
      Ich sehe aber das Problem in der Formulierung "autistische Persönlichkeit", auf das Du hinweist.
    • Es war keine Kritik, dass der Punkt in der Umfrage vorhanden ist, oder wie du ihn formuliert hast, denn es gibt Autisten die das so sehen. Die willst/kannst/sollst du mit der Umfrage ja auch abdecken.
      Mein Kommentar war bloß meine persönliche Meinung zu dieser Sichtweise.
    • Neoni wrote:

      Es war keine Kritik, dass der Punkt in der Umfrage vorhanden ist, oder wie du ihn formuliert hast, denn es gibt Autisten die das so sehen. Die willst/kannst/sollst du mit der Umfrage ja auch abdecken.
      Mein Kommentar war bloß meine persönliche Meinung zu dieser Sichtweise.
      Ach so, danke für die Klarstellung. (:
    • Wenn ich könnte, würde ich einen teil von 1. und einen Teil von 2. nehmen.
      Ich stimme zwar den in 1. bestimmten nach ICD Diagnosekriterien zu, aber habe mit der Bezeichnung momentan noch ein Problem, aber ich glaube ab dem ICD11 soll sich das ja ändern.
      Ich habe auf Autismuskultur erst gestern gelesen das im ICD11 ASS keine tiefgreifende Entwicklungsstörung mehr ist sondern zu den neurologischen Störungen gehören soll, wie auch ADHS, Torett und andere.
      Im Moment ist das scheinbar noch nicht der Fall aber so genau weiß ich das auch nicht.
      Ich habe aber auch eher das Gefühl das das besser passt, vorallem nachdem es Studien gab die zeigten das die Gehirne von Autisten ähnlich anders aufgebaut sind wie die von Dementpatienten. Es ist dennoch erstaunlich das Dementpatienten im Verhalten und den Auffälligkeiten so anders sind.


      Autismuskultur wrote:

      Im ICD-11-Entwurf findet man die Autismus-Spektrum-Störung unter Psychische und Verhaltensstörungen in der Kategorie Neurologische Entwicklungsstörungen.
      autismus-kultur.de/autismus/icd-diagnosekriterien.html
      Was man nun von der kompletten Neuerung vom ICD halten will im Bereich ASS ist sicher Gefallenssache. Meine Vermutung geht auch dahinein das man es so macht damit Behörden sich leichter tun zu entscheiden wer mehr oder höhere GdB haben darf und wer nicht.
      Vielleicht ist es ja auch ein positiver Schritt und dadurch bekommen Autisten mehr Hilfe als vorher, weil es nicht mehr pauschal als "psychische Störung" gesehen wird, die nach landläufigen Meinungen weniger Aufmerksamkeit erhalten als andere wie geistige Behinderung, körperliche etc.
      Zurück zu dem was ich eigentlich sagen wollte:
      im ICD11 wird ASS zwar immernoch in die psychischen Bereiche und nicht die körperlichen gesteckt, aber scheinbar gibt es hier auch Unterkategorien, hier eine wo ich denke das ASS dort gut hingehört. Man kann sich zumindest mit dem Begriff neurologische Entwicklungsstörung erklären das es sich dabei um eine andere Form der Gehirnentwicklung darstellt und nicht um ein durch Erziehung oder andere erworbene Einflüsse erlerntes/verlerntes Verhalten.

      Ich kann aber verstehen wenn du das nicht in deine Wertung/Umfrage nicht mit aufnehmen möchtest, weil das wie ich mir das vorstelle noch garnicht offiziell ist.
      Ich stimme dem ICD10 zwar insgesammt recht großstimmig zu, finde aber das er den Autismus als das was er genau ist, nicht gut genug erklärt.
      Wie er hingegen ist und sich zeigt, finde ich aber ganz gut erklärt und finde mich auch gut darin selbst wieder.
    • Autismus ist eine Behinderung, so ist es einfach. Auch wenn manche versuchen das schönzureden.

      Ich hoffe, dass es für diesen Gendefekt möglichst bald ein Heilmittel gibt. Bestimmt würde es auch einiges bringen, wenn sich Autisten dazu entscheiden, sich nicht fortzupflanzen, um den Gendefekt nicht weiter in Umlauf zu bringen, und stattdessen vielleicht ein Kind adoptieren.

      Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der jetzt über meine etwas radikale Meinung empört ist, und sich fragt: "warum?" Weil menschen mit Autismus häufig darunter leiden, und zwar nicht nur unter intoleranten Mitmenschen, sondern an der Störung selbst. Viele Autisten leiden an Reizüberflutungen und sozialer Inkompetenz. Ich selber leide wortwörtlich unter meinem Asperger Syndrom, und möchte nicht, dass mein/e Sohn/Tochter auch darunter leidet, falls ich mal Kinder bekomme. Als NT wäre ich definitv glücklicher.

      Wenn es also zu meinen Lebzeiten ein Heilmittel gibt, dass sich an lebenden Personen anwenden lässt, dann wäre ich sehr froh. Wenn es ein Heilmittel gäbe, dass die weitere Entstehung von Autismus verhindern kann, wäre das auch toll.

      Autisten sind keineswegs weniger wert als andere Menschen, allerdings leiden viele dieser Menschen, und haben in ihrem Leben viele Schwierigkeiten.
    • WannaChangeMyself wrote:

      Autismus ist eine Behinderung, so ist es einfach. Auch wenn manche versuchen das schönzureden.
      Autismus ist für manche eine Behinderung, für andere nicht.
      Wenn es für Dich eine Behinderung darstellt, dann gehörst Du zu denen, die Pech gehabt haben.

      WannaChangeMyself wrote:

      Bestimmt würde es auch einiges bringen, wenn sich Autisten dazu entscheiden, sich nicht fortzupflanzen
      Dann lass es!

      WannaChangeMyself wrote:

      Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der jetzt über meine etwas radikale Meinung empört ist
      Ich zumindest nicht. Deine Meinung ist mir dafür zu egal.

      WannaChangeMyself wrote:

      Als NT wäre ich definitv glücklicher.
      Glaube ich nicht. Du würdest auch als NT jede Menge Dinge finden, die dich runterziehen würden(RW).