Noten lesen

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    • Ich höre gerne Musik und habe schon zig Versuche gemacht, mich dieser Thematik zu nähern. Mein Problem ist das Notenlesen. Ich kenne die Noten und kann sie den Notenlinien zuordnen, allerdings habe ich Probleme während des Spielens die Noten zu "sehen". Ich sehe dann oft nur eine Note auf einer Linie oder zwischen den Linien aber auch nur das und nicht mehr um welche Linie es sich handelt. Hat jemand ähnliche Probleme und Abhilfe gefunden?

    • Könntest Du die Notennamen denn ohne das Instrument flüssig laut vorlesen?

      Falls dem so ist, könnte das Problem eher darin bestehen, dass Du beim Spielen des Instruments zu sehr mit der Platzierung der Finger beschäftigt bist und Dir in dem Moment dann die Kapazität fehlt noch gleichzeitig auf die Position der Noten zu achten. Vielleicht ist auch der gedankliche Wechsel vom "Notenlesen" zum "Noten auf dem Instrument greifen" das Problem. Ansonsten könnte es auch sein, dass Du für den Anfang ein Stück mit zu großem Tonumfang oder sonstigen Komplexitäten gewählt hast und daher über zu viel auf einmal nachdenken musst.

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    • Bei Kindern malt man die Noten vorher bunt aus.
      So habe ich es damals gelernt und irgendwann die Farben nicht mehr gebraucht.

      c war rot
      d war hellblau
      e war orange
      f war gelb
      g war grün
      a war schwarz
      h war braun
      b war lila

      Wobei ich mir bei den letzten beiden nicht mehr sicher bin, die könnten auch vertauscht sein.

      Solange man noch nichts mit Umgreifen spielt (bei Tasteninstrumenten) hilft auch ganz simpel erstmal der Fingersatz mit Zahlen.
    • Thajanu wrote:

      Könntest Du die Notennamen denn ohne das Instrument flüssig laut vorlesen?
      Das Vorlesen geht flüssig, dabei konzentriere ich mich dann auch nur auf die Sache "Lesen". Es ist vielleicht ein Problem mit dem Multitasking, zwei Sachen gleichzeitig zu machen, lesen und spielen. Ich verrutsche aber auch beim normalen Textlesen oft in den Zeilen und lese eher langsam, mein Lesefluss ist eher Sprunhaft und ich schweife mit dem Blick wieder zurück.

      Thajanu wrote:

      Vielleicht ist auch der gedankliche Wechsel vom "Notenlesen" zum "Noten auf dem Instrument greifen" das Problem.
      Das spielt glaube ich auch mit darein.

      Polarlicht wrote:

      Bei Kindern malt man die Noten vorher bunt aus.
      Ich hatte mir die Notenlinien zur Orientierung schon mal farblich ausgemalt, die Noten selbst farblich zu gestalten ist vielleicht auch eine Hilfe, ich probiere die Variante mal aus.

      Gibt es vielleicht eine Software, mit der man Noten einfärben kann?

    • @Gluon

      Kann es sein, dass Du zuviel auf einmal willst?
      Kannst Du das Instrument (welches?) schon ohne Noten spielen? Dann fehlt Dir möglicherweise die Ruhe bzw. die Geduld, noch einmal ganz von vorne anzufangen.
      Ich habe als kleines Kind - ganz klassisch - mit Blockflöte angefangen, und am Anfang spielt man meist nur ganz einfache Sachen, z. B. " a h a h a h", danach " a c a c a c " usw., das hört sich furchtbar dröge an, aber dadurch prägen sich die Noten und die zugehörigen Instrumentengriffe automatisch ein.
      Falls Du keinen Unterricht hast, empfiehlt sich daher wohl am ehesten ein Lernheft oder -buch für absolute Anfänger. :) Es dauert eben seine Zeit, bis man die Noten und Griffe verinnerlicht hat.
    • Welches Instrument möchtest du denn spielen? Bei Ventilinstrumenten (z. B. Trompete, Horn, Euphonium) notieren sich Anfänger gerne die Griffe über den Noten.
      Es gibt drei Ventile. Man malt drei Kreise über den Noten, und je nachdem welche man drücken muss, sind die Kreise entsprechend ausgemalt.
      Beim notierten "E" drückt man die Ventile 1 und 3 auf der Trompete. Das sieht dann so aus: ausgefüllter Kreis Nr. 1, 2. Kreis unausgefüllt (wird nicht gedrückt), 3. Kreis ausgefüllt.

      Gitarrengriffe werden auch schon mal über die Noten gezeichnet.
    • Ich überlege noch welches Instrument. Ich hatte auch als Kind Block- und Altblockflöte gelernt. Ich hatte da eben auch das Problem mit dem Notenlesen und habe sehr langsame Fortschritte gemacht, bis ich das Stück dann auswendig konnte und eben ohne die Noten spielen konnte.
      Aber vielleicht bin ich tatsächlich auch zu ungeduldig?

      Ich habe seit längerer Zeit probiert mit Gitarre zurecht zu kommen. Leider kann ich das Gefühl der Hornhaut an den Fingern gar nicht vertragen. Ich finde es so schade, dass mich das dermaßen stört, weil ich Gitarre wirklich sehr gerne höre.

      Also suche ich nun nach einem neuen Instrument, ohne zu viel Frustfaktor. Vielleicht sollte ich es noch mal mit eine Blasinstrument versuchen, dass angehmer als Flöte klingt und mir dann viel Zeit lassen.

    • Ich habe auch ein ähnliches Problem, nämlich, dass ich mit den Augen nicht schnell genug auf den Notenlinien die Noten erfassen kann. Ich versuche, die Noten so schnell es geht zu lesen, damit ich rechtzeitig weiß, welche Note als nächstes kommt, aber das finde ich mega anstrengend. Und ich mache dann leichter Fehler. Kann ich das Stück auswendig, ist es kein Problem.

      Texte lesen kann ich hingegen extrem schnell, ich erfasse ganze Absätze auf einmal.

      Bei mir hängt es wahrscheinlich mit fehlender Multitaskingfähigkeit zusammen. Gleichzeitig lesen und spielen. Dabei kann ich seit der Grundschulzeit Noten lesen, habe Blockflöte, Klavier und Querflöte gelernt. Aber das Problem ist nie weggegangen.
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
    • Es gibt Notenlernbücher für Kinder, wo seitenweise immer nur eine oder zwei Noten behandelt werden und man sie bis zum Umfallen (RW) spielen muss. Sowas wäre wahrscheinlich ideal.
      Wenn du sie mit Wissen nicht überzeugen kannst, verwirre sie mit Schwachsinn.
    • Es kann gut sein, dass es am Multitasking liegt. Dieses Noten lernen bis zum Umfallen ist wahrscheinlich eine gute Strategie, nur bin ich da auch immer etwas ungeduldig und so ein Schneckentempo frustriert mich dann auch.

    • Schneckentanz wrote:

      Problem, nämlich, dass ich mit den Augen nicht schnell genug auf den Notenlinien die Noten erfassen kann. Ich versuche, die Noten so schnell es geht zu lesen, damit ich rechtzeitig weiß, welche Note als nächstes kommt, aber das finde ich mega anstrengend.
      Ja, das habe ich auch schon derart versucht und das ist wie du sagst mega anstrengend, dafür reicht dann meine Konzentration auch nur ganz kurz.

    • @Gluon

      Je nachdem für welches Instrument und welche musikalische Stilrichtung Du Dich entscheidest, ist es ja auch nicht unbedingt zwingend notwendig fließend Notenlesen zu können. Es gibt genügend Profi-Musiker (z.B. im Pop oder Jazz-Bereich), die keine Noten lesen können oder vornehmlich nach Gehör spielen.
    • Gluon, ich kenne das Problem.

      Das mit den Farben hat bei mir nicht funktioniert, da ich Syästhetikerin bin, also bestimmte Noten für mich eh eine Farbe haben, da kam ich durcheinander. Und dass es am Anfang langsam geht mit dem Erkennen der Noten, ist auch normal. Viele Lernhefte haben eine CD dabei, weil es leichter ist, ein Stück zu üben, wenn man die Melodie schon im Ohr hat.

      Dann habe ich das Keyboard entdeckt, erstmal ein einfaches zum lernen für unter 100 Euro. Da gibt es zwei Systeme der Lernmethode, Yamaha und Casio. ich habe mit Casio angefangen, dabei sind im Begleitheft anfangs die Noten mit Zahlen notiert, ebenso die zu brauchenden Finger. Also mit Finger 3 auf Taste 5 etc. Und siehe da, das liegt mir! Bin eh der Zahlen-Aspie-Typ. Dabei die Lernhefte von Anfang an durchgearbeitet, denn die Schwierigkeiten sind aufsteigend, erst geht es mit einem Stückchen von nur drei Tönen los, dann 4 usw.. Inwischen spiele ich seit 17 Jahren, Ich spiele immer noch zur Übung aus Lernheften, aber meist aus Songbüchern. Am Anfang habe ich mir die Zahlen-Kombi mit Bleistift über die Note geschrieben, dann nur noch bei schwierigen Stellen, wenn mir heute die Noten "verschwimmen", setze ich mir wieder die Zahlen hin.
      Inzwischen habe mir ein viel besseres Keyboard gekauft und auf dem neuen Instrument wieder Zahlen als Klebe-Etiketten (aus dem Schreibwarenhandel) direkt über den Tasten angebracht. Außerdem habe ich mir abziehbare Noten-Klebeetiketten mit bestellt, die man direkt auf die Tasten klebt und die die Noten benennen, aber ich merke, ich schaue nur selten darauf. Je mehr ich spiele, umso seltener muss ich auf die Tasten sehen bzw. die Zahlen kontrollieren, nur beim Einstudieren eines neuen Stückes mit Schwierigkeiten.
      Beim Keyboard hilft mir auch, dass es viele Möglichkeiten gibt. So kann man sich Rhythmen mit verschiedenem Tempo einstellen, und wenn ein Stück beim Üben langweilig wird, kann man es mit anderem Klang oder anderer Begleitung üben, das ist direkt wie neu und man muss sich wieder konzentrieren! Ich habe mich auch entschieden, meist nur SFT zu spielen, dabei sind die Akkorde der linken Hand vorprogrammiert und mit einem Finger zu tasten, das hilft mir über das Problem, das mit links und rechts andere Tasten zu greifen sind und das ist echt schwierig für mich.
      Ach ja: ich habe mir alles selbst beigebracht, so mit Musikunterricht und Lehrer hatte ich das nie geschafft, weil ich da viel zu sehr unter Druck bin, es so zu machen wie die Normalos.

      Ich hoffe, das hilft dir ein bißchen. Auf jedenfall geht es nicht von jetzt auf gleich, nicht wenn man direkt mit einem schweren Stück anfängt, aber mit der Zeit kommt es schon, dass man die nächste und übernächste Note schon vorhersieht...
      LG V.