Geschäftsidee: Reisebüro für Autisten

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    • Autistische Vielflieger?

      Ich weiß nicht ob das ein großer Erfolg wäre.
      Verreisen Autisten denn in der Regel gerne?

      Also ich persönlich hasse das Reisen. Fremde Menschen, fremde Umgebung, fremde Situationen - bah! :thumbdown:

      Aus mir nicht bekannten Gründen werde ich dieses Jahr zwar trotzdem verreisen und hätte mich über ein spezielles Autisten-Angebot gefreut, aber da ich mir so etwas nur alle 10 Jahre antue würde man mit Leuten wie mir als Kundschaft als Reisebüro nicht über die Runden kommen. ;)
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Eisberg wrote:

      Wo gehts denn hin?


      Nach Japan gehts. Ich habe extra eine sauteure private Reiseleitung für mich gebucht, damit ich nicht so viele Menschen ertragen muss, wie es in einer Reisegruppe der Fall wäre.
      Ideal gelaufen ist das Ganze allerdings nicht, da die Begleitung mich nach 4 Tagen verlassen wird und ich dann (vermutlich völlig hilflos) dort unten auf mich alleine gestellt sein werde und 4 Flüge und mehrere Busfahrten absolvieren muss in einem Land in dem ich totaler Analphabet (Kanji!!) bin, was bestimmt im totalen Desaster endet.

      Ich rechne nicht einmal damit, dass ich das überlebe, aber ich habe in diesem Leben ohnehin nichts Wichtiges mehr vor und an Mut hat es mir noch nie gemangelt. ^^
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Tja, in Japan ist die Wahrscheinlichkeit, dass du englischsprechende Leute findest, noch am eher gegeben als in China ...
      Vielleicht magst du zur Sicherheit den bewährten Trick der China-Reisenden anwenden: Spickzettel mit den japanischen Bezeichnungen für die von dir angesteuerten Ziele (Hotel, Sehenswürdigkeiten, Flughafen, ev. auch Arzt usw.). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du auch mit fremdsprachenunkundigen Taxifahrern zum Ziel kommst. Entweder du suchst diese Dinge im Internet (meist findet man sich besser zurecht dort auf den fremdsprachigen Seiten, als man vorher dachte) oder lässt sie dir von deinem Personal Guide aufschreiben. Hilfreich auch die Zeichen für Ausgang, Taxistand, Bahnhof, WC usw.
      Liebe Grüße
      Nike
    • Vorbereitung bis über die Grenzen des Wahnsinns hinaus

      Nike wrote:

      Tja, in Japan ist die Wahrscheinlichkeit, dass du englischsprechende Leute findest, noch am eher gegeben als in China ...
      Vielleicht magst du zur Sicherheit den bewährten Trick der China-Reisenden anwenden: Spickzettel mit den japanischen Bezeichnungen für die von dir angesteuerten Ziele (Hotel, Sehenswürdigkeiten, Flughafen, ev. auch Arzt usw.). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du auch mit fremdsprachenunkundigen Taxifahrern zum Ziel kommst. Entweder du suchst diese Dinge im Internet (meist findet man sich besser zurecht dort auf den fremdsprachigen Seiten, als man vorher dachte) oder lässt sie dir von deinem Personal Guide aufschreiben. Hilfreich auch die Zeichen für Ausgang, Taxistand, Bahnhof, WC usw.


      Da ich bei solchen Dingen ohnehin immer übervorsichtig bin (ist Teil meiner speziellen Persönlichkeit) werde ich sobald der Termin in greifbare Nähe rückt ohnehin allerhand verrückte Dinge machen.
      Da bin ich immer extrem gründlich.
      Ich werde also nicht nur die Namen der Hotels auf japanisch sagen können und die Schriftzeichen dafür im Gepäck haben, sondern auch jeden Satz den ich eventuell zu irgendjemanden auf Japanisch sagen können müsste aufgeschrieben haben und dazu noch Fotos vom Flughafen, jedem einzelnen Hotel (ich glaube das sind 8 Stück) etc. gespeichert so dass ich selbst Gehörlosen erklären könnte welche Information ich von ihm benötige.
      In Japan dürfte es glücklicherweise nicht auffallen, wenn ich praktisch jeden meiner Schritte per Kamera dokumentiere um nachher genügend Material für Notfälle zu haben. (kore wa doko desu ka?) :)

      Normalerweise übertreibe ich es auch mit der deutschen Pünktlichkeit und bin statt 10 Minuten zuvor gleich eine ganze Stunde vor einem etwaigen Termin vor Ort.
      Man muss sich also keine Sorge machen, dass ich unvorbereitet in so etwas reinschlittere.
      Aber ein Abenteuer wird es trotzdem.

      Denn wie wir alle wissen sind die gefährlichen Dinge nicht die, die man ERWARTET.
      Daher fürchte ich einen verpassten Flug wesentlich mehr als alle Tsunamis, Hurikans, Fugus, Yakuzas und Flugzeugabstürze zusammen. 8o
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Grundsätzlich finde ich jede Idee einer Firmengründung von + für Autisten gut. Bei einem Reisebüro sehe ich jedoch das Problem, dass es dieser Branche leider gar nicht gut geht, nach allem, was ich weiß. Der Hauptgrund ist die Konkurrenz durch das Internet - die Leute buchen ihre Reisen heutzutage lieber online. Von daher wäre ein Online-Reiseportal für Autisten vielleicht die bessere Idee.

      Der Branche geht es wohl auch deshalb nicht so prächtig, weil die Kaufkraft seit Jahren darbt, was ein Wachstum auf diesem Sektor verhindert. Das treibt die bestehenden Reisebüro automatisch in einen harten Konkurrenzkampf, den dann nur die stärksten überleben.

      Solltest Du an einen Reiseveranstalter gedacht haben, also eine Firma, die Reisen organisiert, so weiß ich von der Branche definitiv, dass die meisten Akteure immer am Rande der Insolvenz entlangjonglieren. Bessere Aussichten, sich auf dem Markt zu behaupten, haben spezialisierte Veranstalter, die Reisen nur für ganz bestimmte Zielgruppen anbieten. Von daher könnte ein Reiseveranstalter für Autisten durchaus eine Marktlücke füllen. So was wäre aber in jedem Fall mit unendlich viel Arbeit und Nerverei und sehr bescheidenen Gewinnmargen verbunden.
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • Ich buche sowieso nur noch Astralleib-Reisen. Mein fleischlicher Leib kann dann während des Urlaubs gemütlich auf der Couch liegen bleiben :)
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    • Ich musste das jetzt erst mal googlen... dafür braucht man doch weder ein Reisebüro, noch ist das die Art der Reise von der vorher gesprochen wurde... :(

      Abgesehen davon mag ich reisen sehr gern, aber eigentlich nur das Zugfahren... also ich mag Zugfahren gern, auch mit umsteigen und so, es sei denn etwas läuft nicht nach Plan, aber selbst dann macht es irgendwie Spaß, weil es dann wie ein Rätsel ist, am Ziel anzukommen :) .
    • Nach Zugfahren bin ich auch süchtig - meine längste Fahrt waren mal 3 Tage am Stück, aber ich würde es auch zwei Wochen im Zug aushalten. Ganz besonders schön finde ich es, im Zug zu schlafen - das Fahrtgeräusch und Geruckel schläfert so schön ein. Leider streicht die Deutsche Bahn jetzt wohl einige der Nachtzugverbindungen, die ich seit langem immer wieder benutze.
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    • Hallo,

      ich hatte die Nachtbuslinie von "Meinfernbus" mal genutzt als ich zu einem Event nach Kassel gefahren war. Da war ich von Freiburg (Breisgau) bis Göttingen mit dem Nachtbus gefahren und dort dann auf die Bahn gewechselt. Umgekehrt hatte ich es genauso gemacht, wobei ich mich entschlossen hatte dann einen Zug früher zu nehmen, da die Züge am Bf. KS-Wilhelmshöhe alle mit beachtlicher Verspätung gemeldet wurden und sich natürlich ein Nachtbus nicht dafür interessiert, ob Züge pünktlich ankommen.

      Zurück zu der Idee mit dem Reisebüro. Es kann durchaus eine Marktlücke sein ein solches Reisebüro. Wie bereits weiter oben erwähnt, es ist nicht leicht da Fuß zu Fassen. Auch im Onlinebereich muss man starke Knochen und Durchhaltevermögen besitzen. Allerdings ist mir auch ein Fall von einem Reiseunternehmen bekannt wo dies funktioniert hat, das allerdings es gleich zu Beginn mehrgleisig aufgezogen hatte.

      Man muss vielleicht auf die speziellen Interessen bei Aspergern eingehen. Mich interessieren durchaus Kulturen und deren Geschichte sehr und kann da auch mal in einer Gruppe reisen. Andere müssen da vielleicht erst einmal an eine Gruppe herangeführt werden und Vertrauen zu den Mitreisenden aufbauen, müssen Ängste mit großen Flughäfen überwinden lernen, ... Allerdings da können Gruppen auch den Vorteil gegenüber Individualurlaub alleine haben.
    • Ich bin da sehr skeptisch. Die Zeit der Reisebüros ist vorbei. Online wäre noch eine Idee.

      Eine gute Geschäftsidee ist, Hotels, in denen Kinder verboten sind :d :thumbup: Ansonsten weiß ich nicht, was man da für Autisten überhaupt spezielles anbieten könnte...man kann ja kein Flugzeug buchen also man hat den "normalen" Abwicklungs-Stresskrams" am Flughafen :roll:

      Ich denke auch nicht, dass sich Autisten im Urlaub AUTOMATISCH besonders gut verstehen würden (ich stelle mir gerade vor n paar Leute ausm Forum und dann zusammen in Urlaub 8o 8o :lol: *SCNR*). Ich wüsste jetzt nicht, welchen Vorteil so ein Reisebüro hätte zu den Online-Urlaubsbuchungen, die man sowieso von zu Hause aus (ohne persönlichen Menschenkontakt und billig) machen kann.. :roll:
      ~Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.~
    • Augen auf und durch

      lilienblut wrote:

      das ist das beste, das ich seit langem gelesen hab :nod: :) (keine ironie)


      Öh.....danke. :)
      Ich hab schon immer gesagt: Am entspanntesten lebt es sich, wenn man dafür sorgt dass das eigene Leben nicht allzu toll ist, dann vermisst man auch nichts wenns mal richtig bergab geht.
      Vor allem fürchtet man den Tod nicht. Ich werde meinen giftigen Kugelfisch also ganz entspannt genießen können. ^^

      Und wenn ichs doch überlebe kann ich die Aktion in meinem Lebenslauf speichern, ein Buch darüber schreiben und mich (reisetechnisch) ein für alle Mal zur Ruhe setzen. :)
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    • rhelms wrote:

      ich hatte die Nachtbuslinie von "Meinfernbus" mal genutzt als ich zu einem Event nach Kassel gefahren war. Da war ich von Freiburg (Breisgau) bis Göttingen mit dem Nachtbus gefahren und dort dann auf die Bahn gewechselt. Umgekehrt hatte ich es genauso gemacht, wobei ich mich entschlossen hatte dann einen Zug früher zu nehmen, da die Züge am Bf. KS-Wilhelmshöhe alle mit beachtlicher Verspätung gemeldet wurden und sich natürlich ein Nachtbus nicht dafür interessiert, ob Züge pünktlich ankommen.
      Im Herbst habe ich auch erstmals eine Nachtbuslinie von MeinFernbus ausprobiert - und ich war mehr als zufrieden. Fast so schön wie Zugfahren :)
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    • Es gäbe schon einiges, was man für Autisten anbieten könnte, wenn man das mal zusammenträgt. Neulich hat z.B. jemand eine Woche Autistenferien auf Baltrum annonciert. Oder diese Segelschule hier am Dümmer bietet Segelkurse für Autisten an:

      segelschule-godewind.de/

      Dieses schwedische Autistenprojekt veranstaltet Treks, Camps u.ä. in Skandinavien:

      vildmarksautisterna.se/

      Das sind die, die mir spontan einfallen. Ich wüsste außerdem noch ein Hotel im Bayerischen Wald.
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