Umgang mit Unerwartetem

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    • Onkel Otto wrote:

      Wie ich damit umgehen kann, hängt stark von meiner Tagesform ab.

      Geht es mir gut, dann checke ich rasch meine Optionen, ob das
      unvorhergesehene meine Pläne/Abläufe wirklich verändert oder ob ich
      einen workaround zu Anpassung finde.

      Dannach finde ich mich in der Regel rasch mit den neunen Gegebenheiten
      ab und bleibe funktional gut handlungsfähig.

      Ja, wie es bei schlechter Tegesform aussieht, könnt ihr euch wohl denken:
      panik und dann starre, dann langsames im Handeln wieder beweglich
      werden.
      Genau so ist es bei mir auch.
      Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
      denn jeder ist überzeugt dass er genug davon habe.
      René Descartes
    • Finn wrote:

      Wobei der Nachbar, der nachts um 2 durchs Treppenhaus poltert und einem vor die Türe kotzt, erschreckend real ist. Ein Anti-Rosemunde-Pilcher-Held sozusagen. :d :nerved:
      Den gibt's bei uns glücklicherweise auch nicht. :d

      Ich glaube, wir müssen diesen Diskussionszweig hier mal beenden, sonst werden am Ende von den Moderatoren noch disziplinarische Maßnahmen ergriffen... :fun:
    • Finn wrote:

      Wobei der Nachbar, der nachts um 2 durchs Treppenhaus poltert und einem vor die Türe kotzt, erschreckend real ist. Ein Anti-Rosemunde-Pilcher-Held sozusagen. :d :nerved:
      Da fällt mir was von vor, bestimmt 7/8 Jahren ein. War wirklich an einem Samstag Nacht, da polterte das richtig im Flur. Ich hab mir nix dabei gedacht, aber dann hat es an meiner Tür geklingelt. Es hatte wohl jemand meinen Fernseher gehört. Naja, ich hab dann aufgemacht und da stand son Typ in sowas wie na Ritterrüstung. Naja nicht ganz. Wenn man bei mir ins Hinterhaus wollte, musste man am Müllplatz vorbei und da hat er sich irgend nen Stock und nen Schild aus Papppe zugelegt. Und das nur weil im Hausflur ne Ratte war. Keine Ahnung ob und auf welchen Drogen der war, aber durch das gepoltere hatte die Ratte wohl mehr Angst vor ihm als er vor der Ratte. Jedes Mal wenn man sich der Ratte genähert hat ist diese richtig rumgesprungen. Hab dann ne Zeit mit dem Typ diskutiert und gemeint, dass es Blödsinn ist, die Ratte vor sich die Stockwerke hochzutreiben. Irgendwann hatte ihn ihn dann überzeugt, den Knüppel(Schwert :m(: ) wegzulegen und das Pappschild als Schutz zu nutzen um nach oben zu gehen. Die Ratte wird den Weg schon nach unten finden. Von da an hab ich von der Ratte und dem Ritter nichts mehr gehört. Wedding halt. :roll:
    • Ein workaround zur Anpassung ist für mich in solchen Situationen die Suche
      nach möglichst kleinen Veränderungen in meiner Planung, die dann nicht oder
      nur noch wenig mit der plötzlich und unerwartet aufgetreten Störung kollidieren.
      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
    • Bei einem plötzlichen eintretendem Notfall bleibe ich extrem ruhig und überlegt.
      Bei allen anderen unerwarteten Änderungen im Tagesablauf, die nichts mit einem Notfall zu tun haben, ist meine erste (innere) Reaktion allerdings immer Ablehnung, Blocken, und Sträuben verbunden mit Gereiztheit.
      Danach kommt es drauf an:
      Wenn ich sehe, dass ich die ursprünglich geplanten Dinge später noch nachholen kann, kann ich mich einigermaßen "schnell" arrangieren. Wobei "schnell" auch mal 1 Stunde bedeuten kann.
      Wenn allerdings diese Dinge an dem Tag nicht mehr nachgeholt werden können, dann ist Katastrophe angesagt. Das können selbst vermeintlich Kleinigkeiten sein, wie die Tasse Kaffee VOR (!) der Arbeit, die ich zeitlich nicht schaffe, weil ich z.B. verschlafen habe und die ich natürlich nicht nachholen kann, wenn die Arbeit schon begonnen hat.
      - Allein unter Menschen -
    • Meine Klingel verhält sich wie mein Handy: Bimmeln ist silber, stumm ist Gold. :)

      Wenn ich zu Hause bin, also durchgehend, die Klingel mal Töne von sich gibt, drücke ich den Türöffner, mache die Tür auf und rufe "Hier unten".

      Die Zeugen Jevohas sind sehr selten und gebe ihnen freundlich zu verstehen, dass ich nicht an Gott glaube. Nach ein paar zusätzlichen Versuchen, waren sie schon lange nicht mehr da.

      Post und Paketzusteller klingeln zwischen 11-13 Uhr und 15-17 Uhr. Dieser Moment, wenn es klingelt und hofft das eine bestimmter Mensch vor der Tür steht und es dann nur die Post ist, wünsche ich niemandem.

      Wenn an meinem Türöffner die Klingel lautlos geschaltet wurde, aber nicht von mir, bekomme ich das vom Pizza Lieferdienst oder dem Postboten mitgeteilt. Es kann schon mal vorkommen, dass die Klingel auf lautlos geschaltet ist und es 2-4 Wochen dauert bis ich das bemerke, weil die Klingel von "Natur" aus schon sehr ruhig ist.

      Wenn es klopft mache ich auch die Tür auf. Klingelmänchen scheint wohl out zu sein und Klopfmänchen trendy.
      Es klopft, ich mache die Tür auf und niemand steht davor. Tür wieder zu und weiter gehts mit der nächsten Runde. Ich ärgere mich nicht und habe es Indoor Sport Programm getauft. Ein stehen bleiben, nach dem Klopfen, hat was was, weil ein Kontakt entsteht. Kann ja noch werden und ich mach flleissig den "Türöffner". Es macht ja schon Spass und hat was von einem Ü-Ei, Spannung, Spiel, Überraschung, leider noch ohne "Inhalt".
      In letzter Zeit ertappe ich meine Gedanken, "Tür auf und wieder steht niemand vor der Tür".

      Nachts im Treppenhaus ein geböller, bin ich derjenige der Platz 1 inne hat. Rums Tür aus den Angeln und Bumms da liegt die Tür aufm Boden.

      Die Reperatur der automatischen Tür Schliessung, ist im Nachhinein ein Fehler gewesen. Ich habe eine gute akustische Empfangsanlage in meinen Ohren und wenn ich jeden Knall beim schließen notieren würde könnte man eine anonymisierte Zeiterfassung, mit der sich u.U. auch die Stoßzeiten und ruhige "Verkehrslage" ermitteln lassen.
      Ich höre, durch eine Doppeltür teilweise, wenn etwas in den Briefkasten, geworfen wird. Das sind dann so Momente, wo ich mir denke, so ein bisschen weniger Empfang hätte es auch getan.
      Ich schreibe nichts auf, keine Sorge.

      Bei der neuen Nachbarin, hatte ich geklingelt, weil ich die Nachbarn schon gerne per Namen kenne. Vorher hatte ich einen Energydrink getrunken und als ADHSler war reden wie ein Wasserfall angesagt. "Hi, ich bin. Heute schon was vor? Wäre sonst Abends mal mit ner flasche Rot- oder Weisswein rum gekommen." Das mit dem Wein habe ich auch nur gemacht, weil sie Verwandschaft ist.

      Eine andere Nachbarin, teilt mir manchmal mit, dass man von mir nix sieht und nix hört. Naja, ich bin so gut wie immer zu Hause.

      Dank der Gesichtsmasken, wegen Corona, erkenne ich so gut wie keine Personen mehr. Kommt mir die Stimme bekannt vor, sehe ich mich um und kann sie nicht zu ordnen. (Vorm Supermarkteingang o. Parkplatz) Wenn eine Person nichts sagt, sind die Erkennungschancen nahezu 0. Das sind die Auswirkungen, die Corona auf mich hat. Kontaktbesschränkungen haben keine Auswirkungen, weil ich nicht viele bis keine Kontakte habe.

      Bei unerwartetem im Supermarkt, z.B. Brotmarke im Regal nicht mehr da, rege ich mich innerlich kurz auf und bin ein wenig genervt, was sich i.d.R. schnell wieder legt, es sei den die Warteschlange der Kasse ist so lang, das es selbst im Stau auf der Autobahn, schneller vorwärts geht, Nervfaktor jenseits von gut und böse.
      Beim Einkaufen habe ich ein Kontakte knüpfen nicht mit auf dem Zettel (RW) und bei Personen, die man ansprechen könnte, gibts kein Ansprechen, weil das Einbinden Zeit erfordert, so dass es länger dauert (keine Sekunden, Minuten) Bei einer Person klappt das schon, weil ich hoffe, das man sich "rein Zufällig" begegnet.

      Dank Masken, Corona und der Erkennungsschwierigkeiten, ist das leider katastrophal und eher eine Möglichkeit sich ganz ins Abseits zu befördern mit Tendenz zur größten Katastrophe die mir im Leben passieren kann.

      Wenn Einkaufen zum Wahnsinn wird, Leben weit über dem Limit.

      Beim Erste Hilfekurs für den Autoführerschein, hat man Kontakte knüpfen null auf dem Plan, weil ich bin 39 und da ist nur ca. 16-21 vertreten. Wie sich herausstellte, war auch eine 28 jährige Person anwesend und ich habe bis zum Kursende (ca. 16:30 Uhr) gebraucht, Beginn war ca. 8:30 Uhr, bis das Ansprechen integriert war und ich es durchgezogen habe. Spontan ist definitiv etwas anderes, als ein etwas "längerer" Prozess.
    • Wenn plötzlich etwas Unerwartendes eintritt, tue ich mich mit der Situation erst einmal sehr schwer.
      Besonders wenn es etwas ist was mit Routine unterbricht. Ich brauche dann immer erst eine gewisse
      Zeit, um mich auf die neue Situation einzustellen.
    • Gerade eben klingelte es an der Tür 8o Um 20 Uhr ist das kein Paketbote. Ich bin wie erstarrt und konnte nicht öffnen und ich kann von meiner Wohnung auch nicht sehen, wer es ist. An guten Tage habe ich sogar mal geschafft zu unüblichen Zeiten die Tür zu öffnen, aber da kam fast nie was gutes bei raus. Einmal stand die Polizei vor der Tür und hat mir mitgeteilt, dass mein Bruder gestorben ist. Seitdem erwarte ich eigentlich auch nur schlimmes, wenn es nicht der Paketbote ist.
      Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
      Voltaire
    • @kim Das passiert bei mir in letzter Zeit auch öfter. Gerade wenn es dann gegen 22:00 Uhr ist. Ich erschrecke dann kurz. Bei mir ist es aber immer jemand aus der StudentenWG nebenan. Die finden trotz beleuchteten Lichtschalter den Knopf nicht und drücken dann regelmäßig auf meiner Klingel rum. Wird wohl wieder einiges an Glühwein (gemutmaßt meinerseits) da drüben getrunken. Ich steh dafür mittlerweile gar nicht mehr auf. Ich bekomme auch zu normalen Zeit kein Besuch, daher ist es so gut wie ausgeschlossen, dass jemand um die Zeit was von mir will. Wenn es mal brennen sollte, dann höre ich ja sowieso die Feuerwehr bei Anfahrt.
    • Mal etwas in eigener Sache.

      Morgen hätte ich einen Arzttermin, der eine jeweils ca. 3 1/2 stündige An- und Abreise bedeutet, aber nicht dringend ist auch irgendwann anders im 1. Quartal 2021 liegen kann. Coronakrisenbedingt hatte ich mir vorgenommen, rechtzeitig in der Praxis anzurufen und um eine Verschiebung des Termins zu bitten, was meines Erachtens nur vernünftig ist und mit ziemlicher Sicherheit auch in beiderseitigem Interesse liegt. Der AB teilte mir mit dass die Praxis bis einschl. 05. Januar geschlossen ist, allerdings war heute (06.01.) immer noch nur der AB dran und somit kann ich erst morgen ab 10:00h anrufen, womit der Termin (12:40h) meinerseits schon garnicht mehr einzuhalten wäre und ich die Praxis somit vor vollendete Tatsachen stelle. Von der logischen Überlegung her ist das - denke ich - eine ganz vernünftige und nachvollziehbare Entscheidung die mir keine Nachteile bringen wird. Trotzdem stresst es mich sehr, weil der eigentlich für morgen geplante Ablauf durcheinander kommt. Ich habe sehr grosse Probleme mit so kurzfristigen Änderungen.
      Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
      denn jeder ist überzeugt dass er genug davon habe.
      René Descartes
    • Der Rabe wrote:

      aber nicht dringend ist auch irgendwann anders im 1. Quartal 2021 liegen kann. Coronakrisenbedingt hatte ich mir vorgenommen, rechtzeitig in der Praxis anzurufen und um eine Verschiebung des Termins zu bitten, was meines Erachtens nur vernünftig ist und mit ziemlicher Sicherheit auch in beiderseitigem Interesse liegt.
      Da ich gerade nicht weiss, was genau Dein Anliegen ist hier Gedanken, die ich dazu gerade habe:

      Ich denke, die Praxis wird verstehen, dass Du den Termin coronabedingt nicht wahrnehmen magst.

      Wenn er in diesem Quartal statfinden muss, ist allerdings noch die Frage im Raum, ob sich bis Ende März Entscheidendes geändert im Sinne von Verbessert haben wird, was ich eher bezweifle aus jetziger Perspektive.
    • ifi wrote:

      Da ich gerade nicht weiss, was genau Dein Anliegen ist hier Gedanken, die ich dazu gerade habe:
      Ich denke, die Praxis wird verstehen, dass Du den Termin coronabedingt nicht wahrnehmen magst.
      Das denke ich auch. Mein Anliegen war einfach diese Situation ganz aktuell zu schildern. Solche und ähnliche Dinge setzen mich mangels meiner Fähigkeit, die Reaktionen Anderer vorher richtig einzuschätzen, emotional stark unter Druck. Ich bemühe mich nach Möglichkeit immer vorher um eine eindeutige Klärung einer Situation und möchte nicht irgendwie hineinstolpern.

      ifi wrote:

      Wenn er in diesem Quartal statfinden muss, ist allerdings noch die Frage im Raum, ob sich bis Ende März Entscheidendes geändert im Sinne von Verbessert haben wird, was ich eher bezweifle aus jetziger Perspektive.
      Bezgl. einer Verbesserung der Situation teile ich Deine Zweifel. Der Unterschied ist nur dass Ende März die Notwendigkeit des Termins eindeutig mehr gegeben ist als jetzt, weil dann das Ende des Quartals bevorsteht während jetzt noch Ausweichmöglichkeiten (mit der vorsichtigen Hoffnung auf risikoärmere Zeiten) bestehen.
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      denn jeder ist überzeugt dass er genug davon habe.
      René Descartes
    • @Der Rabe in welchem Bundesland liegt die Praxis? Hier in BW ist beispielsweise heute Feiertag.
      So auch in Bayern.

      Ansonsten: wenn die Praxis bisher für Dich nicht erreichbar war, weil sie erst zu war und heute niemand ans Telefon geht und immer noch der AB läuft, dann tust Du das erstmögliche, wenn Du morgen absagst. Das ist völlig ok.

      Denn die nachvollziehbare Begründung ist ja, dass Du so früh wie Dir möglich absagst.

      Hinzu kommt, dass wenn die heute oder vielleicht sogar erst morgen den ersten Tag wieder geöffnet haben, ist es sicher auch ohne Dich voll genug. Kommt natürlich auf die Art der Praxis an.
    • Früher haben mich jegliche Abweichungen vom Plan total aus der Bahn geworfen. Als Kind hat es mich sehr wütend gemacht, wenn ich nicht Wochen im Voraus gewusst habe, wenn meine Adoptiveltern geplant hatten, dass wir zu Freunden zu Besuch fahren. Denn es hat meine ganze Struktur durcheinandergebracht.

      Heute bin ich etwas flexibler geworden. Das habe ich geschafft, indem ich mir oft große zeitliche Puffer zwischen einzelnen Aktivitäten einplane, damit ich für den Fall, dass etwas dazwischenkommt meine ursprünglichen Vorhaben nach Möglichkeit zumindest noch am selben Tag erledigen kann. Das hat mir geholfen Unerwartetes besser zu bewältigen, wenngleich ich auch heute Überraschungen oder Abweichungen von meinem Plan nicht mag, aber sie zumindest teilweise tolerieren kann.

      Was aber damals wie heute überhaupt nichts für mich ist, sind kurzfristige anberaumte Besuche oder gar Überraschungsbesuche. Sowas empfinde ich unabhängig davon, ob ich die Person mag als Eindringen in meine Struktur und komme damit nur sehr schwer zurecht.

      Eine weitere Strategie, um mein Unbehagen gegenüber Unerwartetem zu managen, habe ich mir durch das Zurechtlegen von A- und B-Plänen geschaffen. Bei Dingen, die ich zwar einerseits fest in meinen Plan einbinden will, von denen ich aber aus Erfahrung weiß, dass sie häufig Abweichungen unterworfen sind, plane ich mittlerweile zwei Varianten ein, um so Plan A fallenlassen zu können und mich an Plan B festhalten zu können.

      Z.B. die Ankunft meiner Frau daheim mit dem Auto nachdem sie am Wochenende bei ihrer Mutter gewesen ist; da durchkreuzt der Verkehr z.B. häufiger den prognostizierten Ankunftszeitraum und ich stelle mich von vornherein darauf ein, dass sie eher eine Stunde später als geplant ankommt.
      Diagnose ADHS: 1996 ; Diagnose ASS/HFA: 02/2020
    • Stefunie wrote:

      @Der Rabe in welchem Bundesland liegt die Praxis? Hier in BW ist beispielsweise heute Feiertag.
      So auch in Bayern.
      Die Praxis liegt in Berlin, da ist heute kein Feiertag. Daher war ich davon ausgegangen dass "bis einschl. 05.01. geschlossen" bedeutet, dass ich am 06.01. wieder jemanden erreichen kann.

      Stefunie wrote:

      Ansonsten: wenn die Praxis bisher für Dich nicht erreichbar war, weil sie erst zu war und heute niemand ans Telefon geht und immer noch der AB läuft, dann tust Du das erstmögliche, wenn Du morgen absagst. Das ist völlig ok.

      Denn die nachvollziehbare Begründung ist ja, dass Du so früh wie Dir möglich absagst.
      Ich denke eigentlich auch dass das ok ist, früher ging es nunmal einfach nicht.

      Stefunie wrote:

      Hinzu kommt, dass wenn die heute oder vielleicht sogar erst morgen den ersten Tag wieder geöffnet haben, ist es sicher auch ohne Dich voll genug. Kommt natürlich auf die Art der Praxis an.
      Erfahrungsgemäss wird die Praxis morgen ziemlich voll sein, daher bin ich ziemlich sicher dass sie die Terminverschiebung positiv sehen werden.

      Übrigens danke @ifi @Stefunie :)

      Anakin_1 wrote:

      Was aber damals wie heute überhaupt nichts für mich ist, sind kurzfristige anberaumte Besuche oder gar Überraschungsbesuche. Sowas empfinde ich unabhängig davon, ob ich die Person mag als Eindringen in meine Struktur und komme damit nur sehr schwer zurecht.
      Das kenne ich, sehr kurzfristige und dann vielleicht sogar noch mehrtägige Besuche gehen garnicht, auch nicht bei guten Freunden. Inzwischen haben die Menschen in meinem Umfeld zum Glück begriffen, dass ich damit nicht klar komme und vermeiden es.

      Anakin_1 wrote:

      Eine weitere Strategie, um mein Unbehagen gegenüber Unerwartetem zu managen, habe ich mir durch das Zurechtlegen von A- und B-Plänen geschaffen. Bei Dingen, die ich zwar einerseits fest in meinen Plan einbinden will, von denen ich aber aus Erfahrung weiß, dass sie häufig Abweichungen unterworfen sind, plane ich mittlerweile zwei Varianten ein, um so Plan A fallenlassen zu können und mich an Plan B festhalten zu können.
      So mache ich das auch, nach Möglichkeit und Erfordernis manchmal sogar noch C- und D-Pläne. Solange die erforderliche Zeit dafür gegeben ist, habe ich damit auch garkein Problem. Schwierig sind nur kurzfristige und nicht planbare Dinge.
      Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
      denn jeder ist überzeugt dass er genug davon habe.
      René Descartes