Fehler im Diagnostikbericht

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    • Fehler im Diagnostikbericht

      Hallo Leute,
      in meinem Diagnosebericht ist in meiner Biographie ein Fehler. Bevor ich das endgültige Bericht bekommen habe, habe ich einen vorläufigen Bericht direkt von der Ärztin erhalten. Da hatte ich das gemerkt und habe ihr das mitgeteilt. Sie hat diesen Fehler aber nicht korrigiert, warum auch immer. Ich habe diesen Fehler mit Tippex durchgestrichen und mit Sternchen kenntlich gemacht, dass hier ein Fehler in der Biographie ist.
      Es ist für mich sehr ärgerlich und möchte nicht, dass es zu falschen Schlüssen kommt, was mir schon leider passiert ist, als ich den vorläufigen Bericht vorgelegt habe. Diesmal möchte ich mir dirsen Stress ersparen.

      Hat jemand Erfahrung? Immerhin habe ich das kenntlich gemacht, dass ich da was durchgestrichen habe, weil da ein Fehler drin ist.
    • Ich denke damit verliert der Brief seine Gültigkeit bzw könnte das vielleicht sogar als Urkundenfälschung gewertet werden, wenn der Arzt das will. Ich würde also die Änderung eindeutig markieren und mit Datum versehen wenn überhaupt.

      Du könntest es auch kopieren und den Teil abdecken eventuell, dann nur diese zensierte Kopie mitnehmen.

      Bei mir ist etwas ähnliches passiert (es ging um sexuellen Missbrauch) aus im Alter von "9,10 Jahren", wurde "19 Jahre", ich hatte angefragt das zu ändern, weil das sehr wichtig ist denn das war Diagnosebrief einer Ambulanz, ich sollte mir damit einen Therapeuten suchen. Es war auch dumm das so zu sagen, aber ich war da echt fertig in dem Gespräch und wollte es nur schnell beenden.
      In der geänderten Version stand dann "in der Adoleszens"...

      kanzlei-gruler.de/2020/02/12/a…uss-der-arzt-berichtigen/

      The post was edited 2 times, last by Backnetmaster ().

    • Oekonan wrote:

      Hat jemand Erfahrung? Immerhin habe ich das kenntlich gemacht, dass ich da was durchgestrichen habe, weil da ein Fehler drin ist.
      Ich habe das zumindest auch schon so gemacht, und es gab keine Probleme. Sonst schreibt nämlich jeder künftige Arzt den gleichen Fehler immer wieder ab, das habe ich auch schon erlebt. Über die Biographie weiß man selber am besten Bescheid, da finde ich es in Ordnung, wenn man einen Fehler korrigiert. Man dürfte natürlich nicht die Diagnose korrigieren o.ä. ;)
      Alles wird galaktisch gut.
    • Oekonan wrote:

      in meinem Diagnosebericht ist in meiner Biographie ein Fehler.
      Wenn der Fehler mit allem, was die Diagnose betrifft, nichts zu tun hat, dann würde ich einfach drüber weggehen. Wenn du z.B. erzählt hast, dass du mit 3 von A nach B gezogen bist, und im Bericht steht, dass der Umzug erst mit 6 passiert ist, das finde ich nicht der Rede wert. Hat der Fehler aber Folgen, für Therapien zum Beispiel, dann würde ich solange nerven, bis der Fehler behoben ist.

      Ärzte (oder ihre Sekretariate) verwenden oft auch Textbausteine. Bei mir stand schonmal in einem Befund "die Patientin". So etwas lasse ich korrigieren, auch mit dem Hinweis, dass derartige Schlampereien ja auch für den Arzt / die Praxis peinlich sind.
      "Lies are just another way of telling the truth." (Paravadin Kanvar Kharjappali)
    • Backnetmaster wrote:

      Ich denke damit verliert der Brief seine Gültigkeit bzw könnte das vielleicht sogar als Urkundenfälschung gewertet werden, wenn der Arzt das will. Ich würde also die Änderung eindeutig markieren und mit Datum versehen wenn überhaupt.

      Du könntest es auch kopieren und den Teil abdecken eventuell, dann nur diese zensierte Kopie mitnehmen.

      Bei mir ist etwas ähnliches passiert (es ging um sexuellen Missbrauch) aus im Alter von "9,10 Jahren", wurde "19 Jahre", ich hatte angefragt das zu ändern, weil das sehr wichtig ist denn das war Diagnosebrief einer Ambulanz, ich sollte mir damit einen Therapeuten suchen. Es war auch dumm das so zu sagen, aber ich war da echt fertig in dem Gespräch und wollte es nur schnell beenden.
      In der geänderten Version stand dann "in der Adoleszens"...

      kanzlei-gruler.de/2020/02/12/a…uss-der-arzt-berichtigen/
      Ja, an Urkundenfälschung habe ich auch gedacht. Ich ändere aber nichts an der Diagnose und verschönere auch nichts. Ich lasse alles so stehen, außer dieses eine Wort.
      Ich muss den Bericht aber so schnell wie möglich vorlegen, so dass ich keine Zeit habe, das mit der Ärztin jetzt abzuklären. Deswegen habe ich dieses eine Wort mit Tippex durchgestrichen. An dieser Stelle ist halt ein kleiner weißer Platzhalter und dann geht der Satz halt nach diesem Platzhalter weiter. Hab dann an der Stelle von diesem Platzhalter ein Sternchen gesetzt und weiter unten einen Vermerk
      "Fehler in der Biographie" gemacht. Ich könnte das auch ohne Vermerk abgeben. Es wäre aber nicht so gut, denke ich. Da könnte derjenige, der das liest, stutzig werden, wenn man Pech hat. Ich habe auch Berichte gelesen, wo der Schlusssatz nicht zu Ende geschrieben war.
      Manchmal habe ich auch selber Kopien gesehen, wo weiße oder schwarze Stellen waren. Wenn man Glück hat, wird sich derjenige nichts denken, weshalb da ein Platzhalter ist.

      Ich finde es ärgerlich, wenn ein wichtiger Punkt falsch aufgenommen wurde . Man denkt, dass biographische Daten nicht so wichtig sind. Wenn sich der andere aber genau auf diesen Fehler konzentriert und dass den Unterschied macht, dann nervt es brutal. Ja, das ist mir leider passiert. Ich habe lange überlegt, ob ich diese Ärztin einfach verschweigen muss. Nur, um den Bericht nicht vorlegen zu müssen und mir das Leben so einfach wie möglich zu machen. Nur so, bin ich das Problem los.
    • Wenn ich bei jedem Fehler und jedem Bericht auf Korrektheit bestanden hätte, hätte ich ziemlich viel zu tun gehabt (und wahrscheinlich ziemlich viele "Nerven verloren"). Also ich würde es nur machen, wenn es mir wirklich wichtig erscheint. Oder eben explizit darauf hinweisen (so mache ich es meist, wenn ich den Kram z.B. bei einer neuen Therapeutin abgeben muss o.ä.).
      Meine Akten sind so dick und so voll, das liest eh kein Mensch (zum Glück).
      Einen Bericht selbst zu korrigieren würde ich mich aber nicht trauen. Vielleicht ein Postit dranmachen.
    • kastenfrosch wrote:

      Wenn ich bei jedem Fehler und jedem Bericht auf Korrektheit bestanden hätte, hätte ich ziemlich viel zu tun gehabt (und wahrscheinlich ziemlich viele "Nerven verloren"). Also ich würde es nur machen, wenn es mir wirklich wichtig erscheint. Oder eben explizit darauf hinweisen (so mache ich es meist, wenn ich den Kram z.B. bei einer neuen Therapeutin abgeben muss o.ä.).
      Meine Akten sind so dick und so voll, das liest eh kein Mensch (zum Glück).
      Einen Bericht selbst zu korrigieren würde ich mich aber nicht trauen. Vielleicht ein Postit dranmachen.
      Das kann ich verstehen. Leider ist mir, wie gesagt, dieser Fehler in der Biographie kürzlich schon zum Verhängnis geworden. Deswegen merke ich, dass diese Angabe in meiner Biographie wichtig ist.
      Oh mann, was mache ich bloß...
    • Wenn es tatsächliche Fehler (also nachweisbar) in der Biografie sind, hast Du das Recht, dass diese sogar nachträglich von den jeweiligen Ärzten der Diagnostik korrigiert werden müssen und Dir ein korrigierter Befundbericht zugesandt wird.
      Ich habe auch zwei Monate nach dem Erhalt des Befundberichtes einen weiteren korrigierten Bericht erhalten, weil eine relevante Information versehentlich nicht korrekt wiedergegeben wurde.
      Meine Empfehlung ist: die Diagnostik, also die Ärzte, um eine Korrektur bitten und keine eigenen Veränderungen im Bericht vorzunehmen und wenn überhaupt das nur als Anlage formulieren und dies nicht im Bericht selbst zu tun.

      Oekonan wrote:

      Leider ist mir, wie gesagt, dieser Fehler in der Biographie kürzlich schon zum Verhängnis geworden.

      Oekonan wrote:

      Meint ihr, dass alle Leute überhaupt auf diesen Biographischen Fehler achten?
      Damit gibst Du Dir ja bereits die Antwort selbst. :)

      The post was edited 1 time, last by maksa ().

    • Ich habe heute das Gutachten der DRV erhalten, dort wurde der Fehler über das Thema oben nicht übernommen.
      Es wird der fehlerhafte Befund zitiert, ohne die Angabe des Alters, und später in der Biographie wird das dann aber korrekt beschrieben.
      Ich würde mir nicht zu viele Gedanken machen, aber nur du weißt ja worum es geht.

      Ich habe übrigens ganz oben auch rechtlichen Hintergrund geposted, zumindest eine Sichtweise.
    • Okay, zur Klarstellung, Der Fehler ist von 2017 übrigens, ich meinte nur, es wurde auf meine Bitte zwar geändert, aber nicht korrigiert damals.
      Das Gutachten von der DRV Stützt sich mit auf diesen Arztbrief.
      Ich musste also jedesmal wenn das zur Sprache kam, oder wichtig war, entgegen dem Diagnosebericht angeben bzw laut Ärzten "behaupten" oder "erfinden", als Kind und nicht als Erwachsener missbraucht worden zu sein.
      Auch jetzt, 3 Jahre später, habe ich es auf Rückfrage richtig gestellt.
      Dieses Mal wurde jedoch in dem Gutachten das richtig vermerkt.
      Es ist also nichts endgültig, du wirst dich nur eventuell leider weiter mit diesem Punkt auseinandersetzen müssen.

      Theoretisch könnte ein neuer Arzt auch denken, egal was er schreibt, du änderst es sowieso ab, dumm gesagt.
      Ich würde lieber eine geschwärzte Kopie (auf der steht "Kopie") dafür verwenden.
    • Backnetmaster wrote:

      Okay, zur Klarstellung, Der Fehler ist von 2017 übrigens, ich meinte nur, es wurde auf meine Bitte zwar geändert, aber nicht korrigiert damals.
      Das Gutachten von der DRV Stützt sich mit auf diesen Arztbrief.
      Ich musste also jedesmal wenn das zur Sprache kam, oder wichtig war, entgegen dem Diagnosebericht angeben bzw laut Ärzten "behaupten" oder "erfinden", als Kind und nicht als Erwachsener missbraucht worden zu sein.
      Auch jetzt, 3 Jahre später, habe ich es auf Rückfrage richtig gestellt.
      Dieses Mal wurde jedoch in dem Gutachten das richtig vermerkt.
      Es ist also nichts endgültig, du wirst dich nur eventuell leider weiter mit diesem Punkt auseinandersetzen müssen.

      Theoretisch könnte ein neuer Arzt auch denken, egal was er schreibt, du änderst es sowieso ab, dumm gesagt.
      Ich würde lieber eine geschwärzte Kopie (auf der steht "Kopie") dafür verwenden.
      Was meinst du mit geschwärzte Kopie? Ich sollte diesen Fehler schwärzen?
    • Ja, kopiere es, schreibe drauf Kopie, und streiche alles weg was du nicht willst.
      Zur Not nochmal kopieren, falls es noch leserlich ist und du auch das ausschließen willst.
      Das wäre das was ich machen würde, denn die DRV schickt teilweise auch geschwärzte Gutachten, meins ist vollständig.

      Es kann aber vielleicht auch sein dass Ärzte diese Unterlagen anfordern, die sind ja dann die ursprünglichen.
      Ich würde es also parallel versuchen korrigieren zu lassen, worauf du rechtlich aber eigentlich keinen Anspruch hast.
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      Backnetmaster wrote:

      Ja, kopiere es, schreibe drauf Kopie, und streiche alles weg was du nicht willst.
      Zur Not nochmal kopieren, falls es noch leserlich ist und du auch das ausschließen willst.
      Das wäre das was ich machen würde, denn die DRV schickt teilweise auch geschwärzte Gutachten, meins ist vollständig.

      Es kann aber vielleicht auch sein dass Ärzte diese Unterlagen anfordern, die sind ja dann die ursprünglichen.
      Ich würde es also parallel versuchen korrigieren zu lassen, worauf du rechtlich aber eigentlich keinen Anspruch hast.
      Ja, wenn die Ärzte das Originale direkt vom Arzt anfordern, der das geschrieben hat, dann stehe ich blöd da. Ich glaube, ich lasse diesen Bericht einfach weg und streich die Ärztin wieder durch. Ist halt blöd, weil dieser Bericht über meine Diagnose aufklärt und daher sehr entscheidend ist. Es wegzulassen, würde bedeuten, dass ich einen wichtigen Aspekt leugnen würde. Beim letzten Mal hat man mich auch beruhigt, dass solche Berichte nie fehlerfrei sind und es nicht so schlimm ist und könne das ruhig abgeben. Ich hab das abgegeben und am Ende war diese falsche Angabe ein Problem. Sogar diese Person, der von der Fehlerhaftigkeit des Vetichts Bescheid wusste und mich beruhigte, hat seine Konzentration genau auf diesen Fehler gesetzt und hat mich ausgefragt, warum das so drin steht. Dann hat sogar diese Person, die mich beruhigt hat, gesagt, dass wichtige Fakten im Bericht korrekt sein müssen oder man sagt ständig, dass das falsch ist. Na danke!!! Von der Fehlerhaftigkeit des Berichts Bescheid wissen, aber dann selber drauf reinfallen.
      Ich würde am liebsten einen Platzhalter an dieser Stelle lassen und es so abgeben oder es gar nicht abgeben.
      Du glaubst mir nicht, aber dieser Bericht macht mich fertig. Insbesondere wenn ich sofort gesagt habe, dass das korrigiert werden muss und das wurde nicht gemacht. Ich kann es überhaupt nicht ausstehen, wenn man mich nicht ernst nimmt.
      Aber du sagst selber, dass ich keinen rechtlichen Anspruch auf Korrektur habe.
    • Nein das ist scheinbar ein Missverständnis, tut mir leid , ich glaube dir total, ich kenne das ja selbst.
      Ich habe damals aufgrund vieler anderer Probleme da aufgeben.

      Das mit dem rechtlichen Anspruch ist nur meine Laieninterpretatation von dem Link
      kanzlei-gruler.de/2020/02/12/a…uss-der-arzt-berichtigen/

      Dass du scheinbar keine oder wenig Möglichkeit hast das gerichtlich Durchzusetzen, heißt ja nicht dass die Praxis oder wie auch immer dass nicht doch einfach ändern kann, wenn du erneut darum bittest.
    • Ich würde empfehlen, die Ärztin per E-Mail anzuschreiben:
      (am * jeweils die entsprechenden Daten ergänzen)

      Sehr geehrte Frau Dr. *,

      Netterweise hatten Sie mir zu meinem Diagnosebericht vom * vorab eine vorläufige Version zukommen lassen.
      Der darin enthaltene Fehler in meiner Biografie, den ich Ihnen rückgemeldet hatte, ist leider in der endgültigen Fassung nach wie vor enthalten.

      Es handelt sich um:
      hier so genau beschreiben, dass es mit einfachem Copy-Paste schnell änderbar ist, am besten idiotinnensicher, also auch die Stelle im Bericht genau angeben


      falsch ist:"*****"
      Es muss lauten:"******"

      Ich bitte Sie um schnellstmögliche Korrektur und Zusendung der korrigierten Fassung, da ich Ihren Bericht zur Vorlage an anderer Stelle dringend benötige und es bereits in einem Fall zu Fehlinterpretationen gekommen ist.

      Mit freundlichen Grüßen
      *

      Das schickst Du per Mail (wichtig, damit es elektronisch vorliegt und schnell bearbeitet und weitergeleitet werden kann) an die Ärztin und nachrichtlich die Praxis, das Sekretariat, je nachdem, wie der Laden organisiert ist.
      Wenn es auf der Homepage ein Kontaktformular gibt, nutze das, da ist sicher, dass es nicht im Spam landet.

      Viel Glück!

      P. S. Die Höflichkeit ist Absicht, weil sie erfahrungsgemäß in Zusammenarbeit mit dem Hilfsappell die größten Erfolgsaussichten hat. Ich sehe so etwas pragmatisch.

      The post was edited 2 times, last by Stefunie ().

    • Ja, ich möchte nicht, dass er an meiner Diagnose was ändert und daran was verschönert oder verschlechtert. Es geht mir nur um diesen Fakt in meiner Biographie. Alles andere, was drinsteht, akzeptiere ich- unabhängig, ob mir das Vorteile oder Nachteile bringt. Einen SBA habe ich ja aufgrund des Berichts nicht bekommen. Ist ok, da ich einen SBA (noch) nicht wirklich brauche.

      Diese Person, von der ich im oberen Beitrag gesprochen habe, meinte, ich solle das nicht mit der Ärztin abklären, die den Bericht geschrieben hat, sondern mit den Leuten für die der Bericht relevant ist, dass da ein Fehler drin ist. Ist halt blöd, wenn ich das jedes Mal tun muss.