Artikel zu Diagnostik und Differenzialdiagnose des Asperger-Syndroms im Erwachsenenalter (Deutsches Ärzteblatt)

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    • Artikel zu Diagnostik und Differenzialdiagnose des Asperger-Syndroms im Erwachsenenalter (Deutsches Ärzteblatt)

      Ich bin gerade auf einen sehr guten Artikel zu Diagnostik und Differenzialdiagnose von AS im Erwachsenenalter aus dem Deutschen Ärzteblatt gestoßen, den ich jedem VA empfehlen würde:

      aerzteblatt.de/archiv/148614/D…droms-im-Erwachsenenalter

      Er ist sehr ausführlich und mit vielen Quellen versehen. Besonders interessant fand ich folgende Grafik zu "Phänomenologischen Überschneidungen differenzialdiagnostisch relevanter Krankheitsbilder mit Auffälligkeiten in der sozialen Interaktion", nach sowas hatte ich schon länger gesucht:
    • Buch mit einem 10 Kapitel umfassenden Teil zum Vergleich ASD gegenüber häufigen Komorbiditäten

      In dem Multiautoren-Buch "Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen" herausgegeben von Ludger Tebartz van Elst gibt es den zehn Kapitel umfassenden Teil "III Komorbiditäten und atypische Präsentationen". Dort werden Diagnosen die mit ASD häufig komorbid vorkommen, von ASD abgegrenzt bzw. verglichen. Es werden feine Unterschiede erläutert.

      Viele Grüße,
      Atom-Ede

      PS: Links:
      Bibliographie
      Inhaltsverzeichnis
      „Wer die Vergangenheit vor sich herschleppt, der hat die Zukunft bereits hinter sich.“
    • Atom-Ede wrote:

      In dem Multiautoren-Buch "Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen" herausgegeben von Ludger Tebartz van Elst gibt es den zehn Kapitel umfassenden Teil "III Komorbiditäten und atypische Präsentationen". Dort werden Diagnosen die mit ASD häufig komorbid vorkommen, von ASD abgegrenzt bzw. verglichen. Es werden feine Unterschiede erläutert.

      Viele Grüße,
      Atom-Ede

      PS: Links:
      Bibliographie
      Inhaltsverzeichnis

      :thumbup: Danke...und die Diagnostik, die auf den Seiten 105 bis 165 beschrieben wird, füllt nochmals mindestens 10 bis 25 Fachliteratur -Test und Diganostik- Bände mit entsprechendem Umfang

      Wenn sich also nach stunden- und z. T. tagelangen Test- und Diagnostikreihen, inklusive einem Beobachtungszeitraum, von mindestens einem halben Jahr, herausstellt: Autismus!
      Dann ist es in der Regel tatsächlich Autismus.

      Die Tabelle ist ein sehr reduziertes Vergleichsmedium, welches Fachärzten und Fachpsychologen bei mindestens entsprechendem Vorwissen über JEDE der aufgeführten Bereiche, als Hilfsmittel verwenden kann. Der Artikel ist ebenfalls nur eine kurze Beschreibung einer Übersicht, zum Thema.


      Natürlich ist es interessant, welche Überschneidungen es im Bereich der Persönlichkeitsstörungen gibt/ geben KANN.
      Jedoch eine Selbstdiagnose damit zu stellen oder zu untermauern, halte ich für einfältig. (Statment: Meine Meinung)

      Gruß A-L

      ps: mir hat es früher gar nicht gefallen in welcher Nähe, welcher Persönlichkeitsstörung ich mich mit der gestellten Diagnose befinde.
      Es hat mich zeitweise sehr verunsichert. Letztlich habe ich die Grenzen und die Übergänge verstanden
      und die Unterschiede, auch durch meine beruflichen Erfahrungen erlebt.
      Erst das konnte mich beruhigen.
      Was nicht heißen soll, dass ich mich als Kennerin all dieser Tehmen und Inhalte bezeichnen würde oder sehen möchte. :|
      Ich habe mich lediglich aus persönlichem und beruflichem Interesse damit befasst.
      Im tiefsten Winter erkannte ich,
      daß in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.
      (Albert Camus)
    • Also da steht im AAA (siehe Link):

      D. Beeinträchtigung des Vorstellungsvermögens
      - Fehlen von spontanem, abwechslungsreichem Rollenspiel (z. B. mit Kindern "so-tun-als-ob" spielen)
      - Unfähigkeit Geschichten zu erzählen, zu schreiben oder zu erfinden
      - Fehlendes Interesse an Romanen oder Dramen oder beschränkt auf z. B. Wissenschaft, Geschichte, Technik

      Offenbar "muss" mindestens eins davon zutreffen. Auf mich trifft jedoch nichts davon zu. Erstrecht nicht, wenn man es auf die Kindheit bezieht.
      Heißt das nun ich kann kein Asperger haben oder heißt das die Diagnosekriterien sind falsch und/oder doch zu sehr auf Männer gemünzt?

      Im weiteren Text heißt es zudem noch:

      Die Interessen und Aktivitäten sind gekennzeichnet durch die intensive Beschäftigung mit umschriebenen Wissensgebieten (zum Beispiel Sammeln und Katalogisieren von Informationen), Interesse an Regelwerken und Strukturen (zum Beispiel Sprachsyntax, Tabellen) und durch deren fehlenden sozialen Bezug.

      Das scheint mir auch wieder so ein typisches veraltetes Klischee, das auf Frauen nicht zutrifft, dass die Spezialinteressen nicht soziale Gebiete umfassen können.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Also da steht im AAA (siehe Link):

      D. Beeinträchtigung des Vorstellungsvermögens
      - Fehlen von spontanem, abwechslungsreichem Rollenspiel (z. B. mit Kindern "so-tun-als-ob" spielen)
      - Unfähigkeit Geschichten zu erzählen, zu schreiben oder zu erfinden
      - Fehlendes Interesse an Romanen oder Dramen oder beschränkt auf z. B. Wissenschaft, Geschichte, Technik

      Offenbar "muss" mindestens eins davon zutreffen. Auf mich trifft jedoch nichts davon zu. Erstrecht nicht, wenn man es auf die Kindheit bezieht.
      Heißt das nun ich kann kein Asperger haben oder heißt das die Diagnosekriterien sind falsch und/oder doch zu sehr auf Männer gemünzt.

      ich finde nicht, dass dieser Punkt insgesamt zu sehr auf Männer gemünzt ist, nur das mit dem Nichtlesen trifft wohl mehr auf Jungen zu als auf Mädchen. Mädchen lesen generell mehr als Jungen, unabhängig von Autismus.
      Ich glaube, dass es eher beim Punkt A für Mädchen und Frauen schwieriger werden könnte, als Autist erkannt zu werden, weil sie in diesem Bereich besser kompensieren können (z.B. erkennen von Gefühlen anderer Menschen oder Verstehen von sozialen Situationen). Ich glaube, dass beim Punkt A schon das meiste auf mich zutrifft, aber nach außen war das wenig sichtbar, weil ich schnell gelernt und viel kompensiert habe. Ich hatte auch immer eine Freundin, und es war nach außen hin vermutlich wenig sichtbar, dass diese Freundschaften nicht ganz so funktioniert haben, wie sie normalerweise sollten.
      Bei dem Punkt D. trifft bei mir der erste zu. Bei Geschichten ist es so, dass ich welche erfinden und auch schreiben kann, nur mündlich erzählen kann ich sie nicht (z.B. einem Kind eine Geschichte erzählen - epic fail, maximal vorlesen würde da gehen).
      Romane dagegen habe ich schon als Kind viele gelesen, und auch gern.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Also Geschichten spontan erfinden und direkt erzählen fällt mir auch schwer (bzw. tue ich sowas einfach nicht, da die Gefahr zu groß wäre, dass ich zwischendurch hängenbleibe oder das ganze keinen Sinn mehr ergibt), allerdings hatte ich es jetzt so verstanden, dass der Punkt nur dann zutrifft, wenn man auch keine Geschichten schreiben kann. In der Regel muss ich schon lange überlegen, bis mir eine Geschichte einfällt und ich sie im Kopf zurechtgelegt habe (nachdem ich zuvor diverse Ansätze erwogen und wieder verworfen habe). Manchmal leide ich unter regelrechten Schreib- oder Kreativitätsblockaden und bin dann ne halbe Stunde oder länger am Hin- und Herüberlegen und finde nichtmal nen guten Ansatz. Manchmal komme ich aber auch gut in Fluss und kann dann eine Geschichte oder einen Abschnitt, den ich mir vorher im Kopf grob zurechtgelegt habe, zügig aufschreiben oder auch während des Schreibens sich weiterentwickeln lassen.

      Es wäre möglich, dass es mir als Kind noch leichter fiel, mir spontan eine Geschichte zu überlegen, aber das erinnere ich leider nicht mehr so ganz genau. Mit spontanem kreativen Rollenspiel hatte ich als Kind jedoch keine Probleme und habe es sehr gern getan und ich konnte mir auch schon sehr lange Geschichten ausdenken, so lang, dass die Lehrer da nichtmal drauf eingestellt waren, also nicht genug Zeit oder Platz zum Aufschreiben gaben.

      Das mit Punkt A ist ein sehr kompliziertes Thema für mich, weshalb ich da im Moment nicht drauf eingehe, bzw. haben wir ja schon andere Threads, die das Thema bzw. Aspekte davon behandeln.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Rollenspiele sind für Autisten vermutlich in insofern ein Problem, als dass sie sich dabei in eine Welt hineindenken müssen, die nicht die ihre ist. Bei Rollenspielen geht es um Menschen und was die im Alltag machen, und dafür haben viele Autisten wenig Interesse, weil sie ja doch mehr auf sich selbst bezogen sind. Anders sieht es aus, wenn das Rollenspiel in der Fantasiewelt des autistischen Kindes spielen würde, also wenn das Kind z.B. ein Faible für Indianer hat, und es dann darum geht, Indianer zu spielen. Aber selbst da wird es dann evtl. kein richtiges Zusammenspiel mit anderen Kindern geben, weil z.B. deren Vorstellungen nicht ins eigene Spiel integriert werden, es wird nicht auf deren Ideen eingegangen, sondern lieber das eigene Konzept durchgezogen. Entweder machen die anderen Kinder dabei mit, oder man spielt eben wieder allein weiter - ist eh besser. ;)

      Ich würde daher sagen, dass das Problem bei Rollenspielen nicht die fehlende Vorstellungskraft an sich ist, sondern das Eingehen auf fremde Inhalte und Ideen, die einen nicht interessieren.
      Alles wird galaktisch gut.
    • A-L wrote:


      Natürlich ist es interessant, welche Überschneidungen es im Bereich der Persönlichkeitsstörungen gibt/ geben KANN.
      Jedoch eine Selbstdiagnose damit zu stellen oder zu untermauern, halte ich für einfältig. (Statment: Meine Meinung)

      Deswegen fand ich die Grafik ja interessant. Mit sowas eine Selbstdiagnose zu stellen oder gar zu untermauern halte ich auch für ziemlich unklug. Meiner Meinung nach kann man zwar einen mehr oder weniger starken Verdacht haben, aber die Diagnostik sollte man da eindeutig den Fachleuten überlassen (Wozu sind die sonst da?). Ich kann deine Meinung da nur unterstreichen. :nod:

      Das Buch von Tebartz van Elst hat die Bibliothek hier nicht (als ich danach gefragt habe, haben die mich nur dämlich angesehen und gesagt, dass die sowas nicht hätten, weil das eh keiner lesen würde, mit anderen Bücher zum Thema Asperger-Syndrom erging es mir leider nicht anders). Ich will mir das aber auch nicht kaufen, denn es ist ja ganz schön teuer und wenn ich dann doch was Anderes haben sollte, hab ich das Geld umsonst zum Fenster rausgeschmissen, wäre ja ärgerlich. Hab mal im Internet nachgesehen, ob es die mal gebraucht gibt, aber das kann man leider auch vergessen. Schade. :(
    • D. Beeinträchtigung des Vorstellungsvermögens
      - Fehlen von spontanem, abwechslungsreichem Rollenspiel (z. B. mit Kindern "so-tun-als-ob" spielen)
      - Unfähigkeit Geschichten zu erzählen, zu schreiben oder zu erfinden
      - Fehlendes Interesse an Romanen oder Dramen oder beschränkt auf z. B. Wissenschaft, Geschichte, Technik


      Also auf mich persönlich haben alle drei Punkte als Kind zugetroffen. Rollenspiele aller Art habe ich immer verabscheut, und das ist auch bis heute noch so. Wenn ich "musste", war ich immer total fehl am Platze und hatte keine Ahnung, was ich nun machen soll. Geschichten erfinden konnte ich noch nie, kann ich bis heute nicht, will ich auch nicht. Ich bin so unkreativ, wie man es sich nur vorstellen kann.
      Als Kind habe ich auch fast nur Sach- und Fachbücher gelesen. Anderweitige Literatur kam erst im Erwachsenenalter dazu.

      Offenbar "muss" mindestens eins davon zutreffen. Auf mich trifft jedoch nichts davon zu. Erstrecht nicht, wenn man es auf die Kindheit bezieht.
      Heißt das nun ich kann kein Asperger haben oder heißt das die Diagnosekriterien sind falsch und/oder doch zu sehr auf Männer gemünzt?


      Von mir selbst ausgehend finde ich die Kriterien jetzt nicht besonders "männlich" oder unpassend. Wenn man exakt nach diesen Diagnosekriterien geht und du wirklich nichts davon in dir finden kannst, dann wäre vielleicht zu überlegen, ob es nicht eher etwas anderes ist.


      Die Interessen und Aktivitäten sind gekennzeichnet durch die intensive Beschäftigung mit umschriebenen Wissensgebieten (zum Beispiel Sammeln und Katalogisieren von Informationen), Interesse an Regelwerken und Strukturen (zum Beispiel Sprachsyntax, Tabellen) und durch deren fehlenden sozialen Bezug.

      Das scheint mir auch wieder so ein typisches veraltetes Klischee, das auf Frauen nicht zutrifft, dass die Spezialinteressen nicht soziale Gebiete umfassen können.


      Auch einem Spezialinteresse, das thematisch in einem sozialen Gebiet liegt, kann ja durchaus ohne sozialen Bezug nachgegangen werden. Also meinetwegen, keine Ahnung, Psychologie, Gruppendynamik, whatever. Da ist es ja eigentlich ziemlich egal, um welche Art von Thema es sich handelt.
      Nichts ist, wie es scheint...
    • Bei mir treffen die ersten beiden Punkte auch schon immer zu, obwohl wer mich nicht gut kennt, und meine Leistungen sieht (ich schrieb als Kind Fantasyromane), das nicht so ohne weiteres glauben mag. Rollenspiele habe ich wie gesagt, nur eingeschränkt gespielt (als Kind garnicht, erst als Erwachsene), nämlich in Bereichen, wo ich auch viel Erfahrung und Ahnung habe (und da ein Skript im Kopf hinterlegt habe), und entscheidend war, dass andere in meinen Rollenspielen nichts zu sagen haben/hatten, sondern es da nur um meine Vorstellungen geht. Der andere hat die von mir vordiktierte Rolle genauso zu spielen, wie ich es vorher ansage. Das wollte natürlich niemand.

      Wenn ich spontan eine Geschichte erzählen soll, geht das nicht, ich bringe dann nur Nacherzählungen von wirklich erlebten Ereignissen. Meine Fantasyromane sind Science fiction, und darin habe ich viele Elemente aus Romanen verarbeitet und zusammengemixt, die ich bereits gelesen hatte. In diesen Romanen kommen auch Analysen und Beschreibungen menschlichen Verhaltens vor, und auch etwas über die Funktionsweise des Gehirns, weil diese Themen mich schon seit Kindheit an interessierten - und es gab auch viele philosophische Betrachtungen über die Wahrnehmungsweise. Die ganze Story ist dann in einen Gesamtkontext eingebettet, wo auch die Natur als Grundlage menschlichen Seins hervorsticht und dass diese sich irgendwann ihr "Recht" bei rücksichtloser Ausbeutung und übermäßiger Ausbreitung des Menschen holt - also eher philosophische Themen, die mich immer irgendwie bewegt haben. Diese Romane habe ich nach und nach entwickelt, nachdem ich mir zuvor Bilder von Landschaften, Reisen der Handelnden und auch Bilder aus meinem eigenen Erleben vor Augen geführt habe - und dazu brauche ich Zeit und kein Gegenüber, das von mir eine spontane Geschichte so aus dem Stegreif hören möchte.

      Fehlendes Interesse an Romanen kann ich nur eingeschränkt bestätigen, denn wenn in diesen Romanen meine Interessengebiete mit drin sind, lese ich sie gerne, daher waren es zu 90% SciFi Romane, während meiner Teeniezeit ein kleiner Teil Bücher über Freundschaften (z.B. 5 Freunde), die ich mir eine zeitlang sehnlichst gewünscht hatte und auch Kriminalromane, wenn Tauchen darin vorkam. Ich habe als Jugendliche auch "den Steppenwolf" von Hermann Hesse mit Begeistung gelesen, unter dem Aspekt des Andersseins, der Isolation dadurch und dem Wunsch, so zu sein wie andere, damit man nicht so einsam ist und man Handlungsskripte bekommt ohne den Kopf andauernd anstrengen zu müssen. Die gesellschaftskritischen Aspekte, die Rolle des Künstlers, etc., das waren Dinge, die ich in diesem Roman seinerzeit nicht erfaßt habe und mich auch nicht interessierten. Mit Dramen konnte und kann ich garnichts anfangen. Ach ja, ich hatte vergessen; ich hatte Harry Potter mit Begeisterung verschlungen (englische Originalversion), eben auch weil es da um 2 verschiedene Welten geht (Muggel und Magier) und somit auch um das Anderssein; natürlich haben die "anderen" da auch Gleichgesinnte (alle Magier) - diese verstehen sich aber auch nicht immer (siehe Streitigkeiten zwischen Anhängern von Lord Voldemort und seinen Gegnern); und die Kulisse des Mystischen, tolle Gebäude wie Hogwarts und sowas Gruseliges und Geheimnisvolles wie der "verbotene Wald" faszinieren mich.
      "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
      - Albert Einstein -
    • Ich habe in der Grundschule in fast jeder großen Pause mit einem bestimmten Jungen aus meiner Klasse freies Rollenspiel gemacht. Wir haben immer Tiere (unterschiedliche Arten) gespielt. Er war ein Tier und ich eins und dann haben wir zusammen was erlebt. Manchmal habe ich das auch mit meinen Freundinnen in der Pause gespielt aber nicht so häufig. Einmal habe ich auch meine Klassenleherin während einem der Spiele angesprochen. Ich sagte zu ihr: "Ich bin ein Bär!" und sie antwortete: "Du siehst aber gar nicht wie ein Bär aus!" Da war ich völlig perplex, so sehr, dass ich mir das bis heute gemerkt habe...

      Manchmal habe ich mich auch mit meinen Freundinnen zum Spielen verabredet und dann haben wir auch Tiere gespielt, meistens Pferde oder Pferd und Reiter, weil die halt Pferde gerne mochten. Oder wir haben mit unseren Kuscheltieren Geschichten gespielt. Das habe ich aber auch oft allein gemacht. In der Vorschule haben wir auch manchmal Tiere gespielt, aber daran erinnere ich mich nur noch wenig (einmal Kaninchen, das weiß ich noch) und wie es im Kindergarten war, weiß ich nicht mehr.

      Jetzt als Erwachsene habe ich einige Jahre lang viel Chatrollenspiel und Online-Computerrollenspiel gemacht. Sowas wie Wolfsrudel und Mittelalterfantasy mit viel Magie und Waffen und so. Viel gesprächsbasiert und nicht genau vorher geplant vom Ablauf her sondern auch eher spontan improviesiert indem jeder seine Rolle spielt und es so zu gemeinsamer Interaktion kommt.

      Allerdings ist es dabei auch recht häufig zu Streit und Diskussionen auf Offplayebene gekommen. Und besonders in Fällen, wo es einen festen Spielleiter gab, gab es häufig Probleme, wenn ich mit dessen Entscheidungen nicht einverstanden war und mich ungerecht behandelt fühlte oder wenn gar über Leben und Tod meines Rollenspielcharakters gegen meinen Willen entschieden werden durfte, zumal die mir auch oft sehr ans Herz gewachsen sind und/oder ich viel mit ihnen aufgebaut habe. Ich habe mit den Charakteren ja auch Aspekte meiner Persönlichkeit dargestellt quasi.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Keine Empfehlung zur Selbstdiagnose

      Hallo,



      ich möchte mich an dieser Stelle noch mal entschuldigen für meine missverständliche Ausdrucksweise falls Ich wirklich den Eindruck erweckt haben sollte, ich würde das Buch zur selbst Diagnose empfehlen --- das war nicht meine Aussageabsicht.

      Für meinen persönlichen Wissensdurst reicht das Buch i.A. (zumindest für die nächste Zeit).

      Meine Assistentin (Sozialpädagogin) von der Autismus AlltagsAssistenz war sehr erfreut über diese Informationen. Sie sagte mir, dass Ihr Betrieb öfters an Fortbildungen zu der einen oder anderen Komorbidität teilnimmt. Jedoch hat noch kein Referent den Bezug zu ASD hergestellt. Deshalb fand sie die Informationen (auch die Tabellen) sehr interessant.

      Diagnostik möchte jedoch weder meine Assistentin noch ich damit betreiben.
      „Wer die Vergangenheit vor sich herschleppt, der hat die Zukunft bereits hinter sich.“
    • Atom-Ede wrote:

      ich möchte mich an dieser Stelle noch mal entschuldigen für meine missverständliche Ausdrucksweise falls Ich wirklich den Eindruck erweckt haben sollte, ich würde das Buch zur selbst Diagnose empfehlen --- das war nicht meine Aussageabsicht.
      Ich find nicht, dass du diesen Eindruck erweckt hast.

      The post was edited 1 time, last by numb ().

    • Bei mir wurden Fragen gestellt und sich Notizen gemacht. Sozusagen ein strukturiertes Interview.
      Welcher Art dieses Interview war, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, wie es ausgewertet wird und möchte das auch lieber den Fachleuten überlassen. Die gucken schon, was wichtig ist.

      Ich finde diese Checklisten als Vorbereitung zur Diagnostik hilfreich, um sich Gedanken zu machen, was evtl. davon infrage kommen könnte (oder auch nicht) und ob man entsprechende Beispiele nennen könnte.
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...

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