Panik bei Verhandlungen

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    • Panik bei Verhandlungen

      Baaah. Ich hab wieder einen Fall von "nur weil es hochfunktional heißt, heißt dass noch lange nicht, dass ich immer auf hohem Level funtioniere". Hab morgen mal wieder Verhandlung (Patentanwalt), und egal, wie oft ich versuche zu erklären, dass die Dinger für mich höllisch sind, scheint mir irgendwie niemand zu glauben, wenn ich es beiläufig erwähne (note to self: muss an der Prosodie, oder wie das heißt, arbeiten). Also dann. Einarbeiten, morgen Früh den Würgreiz überstehen, meinen Spruch aufsagen, und sich hinterher ein "war doch gar nicht so schlimm" anhören. Was soll ich sagen? War schlimm. Ist jedes Mal schlimm. Wird irgendwie durch Gewöhnung nicht besser. Aber der Rest vom Job macht ja durchaus Spaß. Manchmal wünsche ich mir, stattdessen eine sichtbare Behinderung zu haben. Naja, eigentlich nicht. Ist schon OK so. Danke für's Zuhören.
    • Das ist beruflich bei mir recht ähnlich, immer bei Gesprächsterminen, obwohl ich das schon 200 Mal oder so gemacht habe. Trotzdem habe ich noch jedes Mal Bammel davor.
      Ich hasse es auch, wenn ich erklären muss, warum Telefonieren so anstrengend ist. Das sind alles Sachen, die ich natürlich machen kann, aber es kostet halt auch was (Überwindung, Anstrengung, Stress). Das dann rüber zu bringen, ist schwierig, die anderen sehen nur "ja, aber es geht doch".
      Alles wird galaktisch gut.
    • Lars77 wrote:

      War schlimm. Ist jedes Mal schlimm. Wird irgendwie durch Gewöhnung nicht besser.
      Verstehe ich voll. Ich habe vor kurzem eine vergleichbare Situation durchgestanden. 10 Tage Stress bis hin zu Magenschmerzen. Und nachher: Alles weg, mir geht's gut, aber im Hinterkopf sitzt so ein Teufelchen und sagt: "Beim nächsten Mal wird's wieder grauslich. Glaub nur nicht, dass du was daraus lernst. Gewöhnung ist nicht."

      Das frustriert.
      "Lies are just another way of telling the truth." (Paravadin Kanvar Kharjappali)
    • Es ist bei mir ähnlich. Persönliche Beratungskontakte sind anstrengend aber mit der Verlagerung in die Telefonie seit Corona ist es noch schwerer.

      Nach drei, max. vier ca. 45 bis 60 Minütigen telefonischen Beratungen bin ich so fertig, dass ich erst mal mein Büro abschließen, ein Kissen auf den Tisch legen und etwas schlafen muss, bevor ich was Anderes machen kann.
      Je nach dem, wie intensiv oder fordernd diese Telefonate sind, geht manchmal auch für den Rest des Tages eben nichts mehr.

      Ich habe nicht unbedingt Angst vor der Telefonie, aber wenn ich merke, dass ich bereits am Limit bin, dann spüre ich so eine Art Unbehagen vor den Telefonaten, weil ich weiß, dass ich dann nicht mehr passend reagieren oder auf meinen Gesprächspartner eingehen kann. Solche Situationen haben in letzter Zeit der verstärkten Telefonie bereits zu Problemen geführt.

      An Tagen, an welchen es mir bereits morgens nicht gut geht und viele Telefonate oder Videokonferenzen anstehen, spüre ich vor der Arbeit Übelkeit.

      Im Moment läuft es in dieser Hinsicht nicht wirklich gut im Büro.