Ständig krank sein

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    • Ständig krank sein

      Hallo,
      ich fühle mich als Arbeitnehmer zweiter Klasse.

      Mit 40 Jahren hatte ich schon zweimal Krebs. Neben normalen Erläuterungen und sonstigem Kleinkram.

      Wegen meinem Diabetes muss ich alle drei Monate zur Blutentnahme und der Arzt bespricht das nur Vormittags. Das heißt das ich zweimal in einer Woche alle drei Monate später zur Arbeit kommen muss.

      Aktuell ist auch wieder so ein Fall. Am Donnerstag sagte der Lagerleiter das in dem Unternehmen zwei Corona Fälle gemeldet worden sind.

      Ich habe mich nach der Arbeit auch schlecht gefühlt. Sämtliche Knochen taten mir weh, Kopfschmerzen, Übelkeit.

      Am Freitag hatte ich einen Corona Test gemacht. Das Testergebnis steht noch aus.

      Die Termine bei Psychologen versuche ich ja schon über das Internet zu machen um nicht während der Arbeit gehen zu müssen. Bei meinem Psychiater ist das definitiv nicht möglich.


      In mir sehe ich eigentlich durchgängig eine Sache: ich werde ständig krank und fehle krankheitsbedingt sehr oft auf der Arbeit. Mein alter Arbeitgeber (wo ich jetzt nicht mehr bin) wollte mich krankheitsbedingt entlassen. Notfalls hätte er was anderes gefunden um mich rauszukicken.

      Wie soll ich mich verhalten? Soll ich auf die Ärzte verzichten?
      Ich bin Arbeitnehmer zweiter Klasse.
    • Markus7733 wrote:

      Soll ich auf die Ärzte verzichten?
      Die Gesundheit ist ein hohes Gut. Ganz verzichten, wäre also nicht ratsam.
      Aber ich würde mich zumindest um einen anderen Arzt mit besseren Sprechzeiten bemühen, die außerhalb der üblichen Arbeitszeit liegen.

      Markus7733 wrote:

      Ich bin Arbeitnehmer zweiter Klasse.
      Da gibt es sicherlich bei jedem Kollegen irgendwas. Bei vielen sind es die Kinder, die viele Fehlzeiten erzeugen. Und wer älter wird, hat auch immer mehr Krankheiten.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Markus7733 wrote:

      Wie soll ich mich verhalten? Soll ich auf die Ärzte verzichten?
      Auf keinen Fall, Du gehst da ja nicht spaßenshalber hin.
      Der Tip von Garfield findet auch meine Zustimmung - allerdings sind Fachärzte nicht so viele da, welche auch noch Patienten aufnehmen.
      Zumindest bei uns sieht das regional sehr übel aus mit Fachärzten.

      Zuerst würde ich mit dem Arzt reden, ob die Auswertung nicht auch nachmittags erfolgen kann.
      Um welche Uhrzeit der Arzt sich die Laborzettel anschaut, sollte doch egal sein.
      Und wenn schon einmal Labor bei Dir gemacht wird, könntest Du schauen lassen, ob evtl. Mangel an Vitaminen/Mineralstoffen bei Dir vorliegt und dann diese ausgleichen lassen.
      Solche Mängel sind bei Deinen beiden oben genannten Diagnosen durchaus vorhanden.

      Fragen würde ich auch, ob eine Online-Sprechstunde angeboten wird oder Spät-Sprechstunden für Berufstätige.
      Bei mir gibt es Mittwoch die Spät-Sprechstunde und 1x im Monat auch eine Samstagsprechstunde für die Pendler, welche erst am Freitag heimkommen.
      Das letztere gebe ich aber auch nur bei Nachfrage bzw. Kenntnis über die berufliche Situation des Patienten bekannt.
      Darum rede erst einmal mit den Ärzten, was da so möglich ist, bevor Du wichtige Arztbesuche unterlässt.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Markus7733 wrote:

      In mir sehe ich eigentlich durchgängig eine Sache: ich werde ständig krank

      Markus7733 wrote:

      Wie soll ich mich verhalten? Soll ich auf die Ärzte verzichten?
      Von Chroniker zu Chroniker: Die Gesundheit geht vor. Du solltest dir die Zeit für die Ärzte nehmen. (Ist zwar im Moment mit Covid alles noch ... umständlicher, aber hilft ja nichts.)

      Ich versuche mich auf der Arbeit nicht zu sehr mit (eventuellen) "Gesunden" zu vergleichen. Das stresst nur unnötig. Ich halte regelmäßig Pausen ein. Ich brauche irgendeinen Ausgleich, der mir gut tut. Wenn ich meine Grenzen nicht einhalte und mich nicht auskuriere, bin ich öfter krank und es dauert dann auch alles länger.

      Vielleicht hilft dir längerfristig vielleicht auch ein Arbeitgeber-Wechsel. Bei Gleitzeit-Regelungen, so bis 10 Uhr, schaffte ich meistens die Quartals-Termine, ohne dass ich meinem Arbeitgeber Bescheid geben muss. Oder vielleicht gibt es in deiner näheren Umgebung noch andere Fachärzte, mit denen es zeitlich einfacher ist, alles unter einen Hut (RW) zu bekommen.
      "Way down we go" (Kaleo) ;)
    • Mein Langzeit Blutzuckerwert wird immer sofort ermittelt.
      Der "große Laborwert" wird nur einmal im Jahr gemacht.
      Somit muss ich nur einmal hin.
      Aber durch meinen Diabetes war ich auf der Arbeit sowieso das Haßobjekt..
      Was der eigentliche Grund war, weiß ich ja inzwischen...
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Gar nicht zum Arzt zu gehen, wenn es notwendig ist, würde ich nicht.
      Eine Möglichkeit wäre noch, dass du einen Urlaubstag beanstragst, wenn
      ein wichtiger Arzttermin ansteht, der nur zu einer ungünstigen Uhrzeit
      stattfinden kann.
      Und wenn du mal später zur Arbeit kommst, kannst du nicht einfach länger bleiben?
      Ich weiß ja nicht, was du machst, aber bei manchen Tätigkeiten spielt die Uhrzeit
      ja keine so große Rolle.
    • Kenne ich. Gleitzeit hast du wohl nicht? Für so reguläre/planbare Sachen wie Zahnarzt bspw. würde ich auch - wenigstens ab und zu - einen halben Tag Urlaub nehmen. So kannst du es etwas ausdünnen. Und markiere dir deine Fehltage in einem Kalender, dann siehst du, wann es wieder etwas viel wird und du vielleicht einen Urlaubstag ansetzten solltest.