Wann und wie von der Arbeit frei nehmen wenn Partner/Kind krank ist?

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    • Wann und wie von der Arbeit frei nehmen wenn Partner/Kind krank ist?

      Hallo liebe Forengemeinschaft,

      ich möchte mal wissen, wie ihr dazu steht und/oder wie ihr das handhabt. Es kommt bei uns regelmäßig vor, dass meine Frau - wenn Sie krank ist - von mir fordert mich um alles zu kümmern und auf der Arbeit frei zu machen. Entweder durch Urlaub, Überstunden oder "blau machen". Ich plädiere jedoch stets dafür, dass wir meine Eltern in so einem Fall "kommen lassen", damit diese sich um unseren Sohn kümmern und ich meinen Pflichten als Arbeitnehmer nachkommen kann. Mir einen Krankenschein zu holen, obwohl ich nicht krank bin, widerstrebt mir stets und Urlaubstage sind eben auch begrenzt. Das Argument meiner Frau ist dann immer, dass alle anderen Männer das aber so machen würden, blablabla. In dem Moment wo das Argument kommt, ist der Streit schon vorprogrammiert und ich denke mir dann immer häufiger "Dann mach doch Deinen Scheiß alleine!". Ich komme mittlerweile echt an einen Punkt wo ich mir denke, dass ich das notwendige Maß an Mitgefühl, was man vielleicht als Familienvater benötigt, auf Dauer wirklich nicht aufbringen kann. Die Erwartung ist aber eben auf der anderen Seite da und es gibt auch keine Bereitschaft diese herunterzuschrauben. Vergleichsobjekt ist immer die Gruppe "alle anderen Männer und Väter". Ich kann für mich schon sagen, dass immer wenn es Situationen gibt, wo man von mir erwartet, dass ich mich um andere kümmere, mein Motor augenblicklich heiß läuft. Das will ich irgendwie nicht und manchmal ist mir auch klar, dass das vermutlich nicht das ist, was meine Frau erwartet (oder was andere generell erwarten), aber es führt mir leider vor Augen, dass ich mich insbesondere gut um mich selber kümmern kann. Was sind denn da so Eure Erfahrungen mit derartigen Situationen?
      KIRK: Have I ever mentioned you play a very irritating game of chess, Mister Spock?
      SPOCK: Irritating? Ah, yes. One of your Earth emotions.

      SPOCK: I am not capable of that emotion.
    • LeuChris wrote:

      ... von mir fordert mich um alles zu kümmern und auf der Arbeit frei zu machen. Entweder durch Urlaub, Überstunden oder "blau machen"...
      Sie kann sich krank schreiben lassen und du gehst mit der Krankmeldung zu deinem Arbeitgeber. Wirst dann unbezahlt freigestellt für die Zeit und bekommst 60% Lohnersatz von ihrer Krankenkasse. Die KK kann da auf jeden Fall genaue Auskunft geben...

      The post was edited 1 time, last by Hutmacher ().

    • Hutmacher wrote:

      LeuChris wrote:

      ... von mir fordert mich um alles zu kümmern und auf der Arbeit frei zu machen. Entweder durch Urlaub, Überstunden oder "blau machen"...
      Sie kann sich krank schreiben lassen und du gehst mit der Krankmeldung zu deinem Arbeitgeber. Wirst dann unbezahlt freigestellt für die Zeit und bekommst 60% Lohnersatz von ihrer Krankenkasse. Die KK kann da auf jeden Fall genaue Auskunft geben...
      Bist Du dir sicher, dass das geht? Im konkreten Fall geht es um einen Krankenhausaufenthalt.
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    • Nach der Kaiserschnittgeburt meines zweiten Kindes hatten wir das genau so für 6 Wochen.
      Die genauen Rahmenbedingungen kenne ich aber nicht. Den Tipp haben wir von der Hebamme bekommen, scheint iegendwie ein kleines Geheimnis zu sein...
      Nicht vergessen, du musst das dann auch beim Lohnsteuerjahresauasgleich mit angeben.

      Das Stichwort ist Haushaltshilfe, sollte in deinem Fall möglich sein.

      The post was edited 1 time, last by Hutmacher ().

    • Hutmacher wrote:

      Nach der Kaiserschnittgeburt meines zweiten Kindes hatten wir das genau so für 6 Wochen.
      Die genauen Rahmenbedingungen kenne ich aber nicht. Den Tipp haben wir von der Hebamme bekommen, scheint iegendwie ein kleines Geheimnis zu sein...
      Nicht vergessen, du musst das dann auch beim Lohnsteuerjahresauasgleich mit angeben.

      Das Stichwort ist Haushaltshilfe, sollte in deinem Fall möglich sein.
      Danke dir. Heißt aber, dass Du die Erwartung meiner Frau an mich durchaus nachvollziehen kannst?
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    • LeuChris wrote:

      Es kommt bei uns regelmäßig vor, dass meine Frau - wenn Sie krank ist - von mir fordert mich um alles zu kümmern und auf der Arbeit frei zu machen.

      LeuChris wrote:

      Im konkreten Fall geht es um einen Krankenhausaufenthalt.
      Dann hilft euch vielleicht das:

      Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad
      Es gibt Fälle, in denen Menschen vorübergehend Pflege benötigen, ohne dass eine Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung vorliegt, zum Beispiel nach einer Operation oder aufgrund einer akuten Verschlimmerung einer Erkrankung, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung.
      Seit dem 1. Januar 2016 gelten erweiterte Ansprüche auf häusliche Krankenpflege sowie Haushaltshilfe und es gilt ein neuer Anspruch auf eine Kurzzeitpflege als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Versicherte erhalten erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung.
      Befinden sich Kinder im Haushalt, die bei Beginn der Leistung jünger als zwölf Jahre sind, oder Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, kann die Haushaltshilfe auf bis zu 26 Wochen verlängert werden.
      bundesgesundheitsministerium.d…chen-ohne-pflegegrad.html
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Ich glaube nicht, dass es - selbst in der NT-Welt - dafür einen „Normalfall“ gibt.
      Wenn Du dafür sorgst, dass sich jemand um Kind und Haus kümmert, finde ich das richtig und sinnvoll gesorgt.

      Die 60% Lohnfortzahlung sind eben auch nur 60%. Wenn Eltern oder andere kostenlos einspringen und selbst keine Nachteile dadurch haben ist das nach meiner LOGIK sinnvoller.
      Vielleicht/Wahrscheinlich geht es aber um etwas anderes als Logik...
    • Ich habe das - außer nach wirklich schweren Operationen oder wenn der Partner im KH liegt und ein Kind da ist, ehrlich gesagt noch nie gehört, dass das üblich sein soll.

      Deine Frau verlangt da eindeutig zu viel.
      Deine Lösung die Großeltern einzuspannen ist da die Richtige.
      Andere Männer klären ggf leicht verschobene Arbeitszeiten, um die Öffnungszeiten der Kita zu erwischen. Das war es aber auch schon.

      Ich würde da ggf mal gemeinsam zum Arzt und das ansprechen. Der klärt euch sicher auf wie sowas geregelt ist. Vermutlich wird deine Frau danach sauer sein, weil ihre Version eher unrealistisch ist (es sei denn es sind bei ihr öfters KH Aufenthalte nötig).

      Kollegin von mir hat übrigens auch kein Frei obwohl der Partner mit frisch operierten Knie auf dem Sofa liegt und das Kind zu betreuen ist - da springen auch die Großeltern ein. Später anfangen um die Kleine in die Kita zu bringen war möglich.
    • Es gibt ja auch unterschiedlich verständnisvolle Arbeitgeber. Also ich kenne das so, wenn beispielsweise etwas mit den Kindern ist, dass man dann auch einfach los darf, dann macht man die Arbeit eben später. Und derzeit ist es ja bei vielen auch kein Problem mit Home office, da kann man ja auch Dinge verbinden. Also hängt dann auch immer ab vom Arbeitgeber. Es gibt schon Gründe wieso man sich seinen Arbeitgeber gut aussuchen sollte. Und dann kann man eben auch flexibler sein.
    • @Zodd
      Wenn beide arbeiten gibt es eine bestimmte Zahl an Kinderfreitagen. Da schreibt dann quasi der Kinderarzt das Elternteil mit krank. Geld kommt dann von der Krankenkasse.

      Nicht jeder Beruf ist Homeofficetauglich, wenn jetzt jeder nur noch solche Berufe wählen würde hätten wir bald ein ziemliches Problem (Produktionssektor zB).
      Bei uns am Firmenstandort sind zB überhaupt nur 4-5 Stellen überhaupt im Homeoffice möglich.
      Der Rest benötigt Maschinen usw - zum letzten Lockdown hatten wir Passierscheine. Scheint also wichtig genug zu sein.
    • Wegen einer "normalen kurzen Krankheit" könnte ich das nicht nachvollziehen, haben wir noch nie so gemacht. Bei Krankenhausaufenthalt ist das eine andere Sache finde ich, da muss ja einer den Laden zu Hause schmeissen (RW), wenn kleine Kinder da sind.
      Da ist wahrscheinlich mehr nicht-kommuniziertes dahinter, ist jetzt nur eine Vermutung. Aber wenn es jetzt um eine einmalige Sache ginge wie einen Krankenausaufenthalt könnte ich mir vorstellen, dass sie sich wünscht, dass Du die Verantwortung für Deine Familie übernimmst (heisst ja nicht immer nur Geld ranschaffen), und nicht der erste Gedanke ist die Verantwortung auszulagern. Aus Deinen anderen Beiträgen schliesse ich, dass Dich das aber vielleicht auch überfordern könnte, und sie das nicht versteht...
      Reden, nachfragen, Ich-Botschaften senden, versuchen zu verstehen was "die andere Seite" eigentlich wirklich will.... Wahrscheinlich ist das so eine (irrationale?) NT-Geschichte, wo sie denkt "Deine Familie ist Dir nicht wichtig, Du liebst uns nicht", nur weil Du keinen Urlaub nehmen möchtest. Na ja , gerade wenn man krank ist, ist man ja vielleicht auch ein wenig "bedürftiger" und emotionaler und nicht ganz so zurechnungsfähig. Vielleicht kansst Du ihr ja entgegen kommen, wenn Du Dir die Betreuungszeit mit Deinen Eltern teilst.
      Diese Missverständnisse, order Fehlinterpretation von Verhalten in Stresssituationen (Krank und kleine Kinder ist immer Stress) ist übrigens auch ganz üblich in NT-Beziehungen, und manche scheitern auch daran...
      Blau machen würde ich aber auf gar keinen Fall, das finde ich ist keine gute Herangehensweise... Das Urlaubstage knapp sind und wertvolles Gut das stimmt schon, aber mit kleinen Kindern ist das eben so dass die meissten davon nicht zur Erholung sondern zur Alltagsbewältigung eingesetzt werden müssen. So kenne ich das zumindest.
    • Polarlicht wrote:

      Wenn beide arbeiten gibt es eine bestimmte Zahl an Kinderfreitagen. Da schreibt dann quasi der Kinderarzt das Elternteil mit krank. Geld kommt dann von der Krankenkasse.
      Ja, es gibt 10 Tage pro Sorgeberechtigten bzw. für Alleinerziehende 20 im Kalenderjahr. Auf der Krankschreibung vom Kinderarzt wird dann angehakt, dass kein anderer die Betreuung übernehmen kann. Das geht auch, wenn ein Partner zwar nicht berufstätig ist, aber durch Krankheit nicht kann. Leider sind die Tage bei kleinen Kindern (je nach Konstitution) schnell aufgebraucht. Spätestens dann ist es toll, wenn die Großeltern einspringen können.

      mseisei wrote:

      Die 60% Lohnfortzahlung sind eben auch nur 60%. Wenn Eltern oder andere kostenlos einspringen und selbst keine Nachteile dadurch haben ist das nach meiner LOGIK sinnvoller.
      Ja, auch bei den Kind-krank-Tagen gibt es nur die reduzierte Lohnfortzahlung von der Krankenkasse. Ich würde auch die Großeltern einbinden, solange ihr sie damit nicht überlastet oder einem hohen Infektionsrisiko aussetzt. Vielleicht könntet ihr euch bei längerer Krankheit auch eine Au-pair, ein Kindermädchen oder eine Haushaltshilfe zur Überbückung leisten.

      Es ist auf jeden Fall verständlich, dass Vollzeit arbeiten und nebenbei "den Laden zu Hause alleine schmeissen" eine Überforderung ist, wäre es glaube ich für die meisten.

      The post was edited 2 times, last by Turtle ().

    • Kugelfisch wrote:

      Wegen einer "normalen kurzen Krankheit" könnte ich das nicht nachvollziehen, haben wir noch nie so gemacht. Bei Krankenhausaufenthalt ist das eine andere Sache finde ich, da muss ja einer den Laden zu Hause schmeissen (RW), wenn kleine Kinder da sind.
      Da ist wahrscheinlich mehr nicht-kommuniziertes dahinter, ist jetzt nur eine Vermutung. Aber wenn es jetzt um eine einmalige Sache ginge wie einen Krankenausaufenthalt könnte ich mir vorstellen, dass sie sich wünscht, dass Du die Verantwortung für Deine Familie übernimmst (heisst ja nicht immer nur Geld ranschaffen), und nicht der erste Gedanke ist die Verantwortung auszulagern. Aus Deinen anderen Beiträgen schliesse ich, dass Dich das aber vielleicht auch überfordern könnte, und sie das nicht versteht...
      Reden, nachfragen, Ich-Botschaften senden, versuchen zu verstehen was "die andere Seite" eigentlich wirklich will.... Wahrscheinlich ist das so eine (irrationale?) NT-Geschichte, wo sie denkt "Deine Familie ist Dir nicht wichtig, Du liebst uns nicht", nur weil Du keinen Urlaub nehmen möchtest. Na ja , gerade wenn man krank ist, ist man ja vielleicht auch ein wenig "bedürftiger" und emotionaler und nicht ganz so zurechnungsfähig. Vielleicht kansst Du ihr ja entgegen kommen, wenn Du Dir die Betreuungszeit mit Deinen Eltern teilst.
      Diese Missverständnisse, order Fehlinterpretation von Verhalten in Stresssituationen (Krank und kleine Kinder ist immer Stress) ist übrigens auch ganz üblich in NT-Beziehungen, und manche scheitern auch daran...
      Blau machen würde ich aber auf gar keinen Fall, das finde ich ist keine gute Herangehensweise... Das Urlaubstage knapp sind und wertvolles Gut das stimmt schon, aber mit kleinen Kindern ist das eben so dass die meissten davon nicht zur Erholung sondern zur Alltagsbewältigung eingesetzt werden müssen. So kenne ich das zumindest.
      Genau das ist der Vorwurf. Darüber hinaus geht es in diesem Fall tatsächlich um einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt und meine Frau meint, dass ich immer gleich meine Eltern anrufen würde und mich somit aus der Verantwortung stehle. Sie habe schließlich ein Kind mit mir, nicht mit meinen Eltern, und würde daher auch erwarten, dass ich mich in so einem Falle um alles kümmere. Ich gebe zu, dass ich tatsächlich denke: "Wieso denn, wofür haben wir denn schließlich Großeltern." (die das übrigens gerne machen). Soweit ich weiß funktioniert "Kinderkrank" nur, wenn tatsächlich auch das Kind krank ist, das würde in dem Fall also gar nicht greifen. Käme theoretisch noch die Haushaltshilfe in Betracht, aber die zieht ja nicht für die Dauer eines Krankenhausaufenthaltes bei uns ein, das würde also auch das Problem der Kinderbetreuung nur eingeschränkt lösen.
      Vielleicht muss ich mal in den, für mich sauren, Apfel beißen und das mit Urlaub regeln. In meiner Welt fühlt sich das trotzdem irgendwie falsch an, weil ich doch einen Arbeitsvertrag habe und dort Verpflichtungen habe. ich persönlich fänd dabei die Nummer mit den Großeltern nachwievor die sinnvollere, aber offensichtlich ist die Außendarstellung nicht so prima. Vielleicht kann ich wirklich einen Kompromiss erwirken und zumindest an einigen Tagen arbeiten (ich arbeite ohnehin von zu Hause, von daher ist da schonmal kein Problem).
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    • LeuChris wrote:

      Vielleicht muss ich mal in den, für mich sauren, Apfel beißen und das mit Urlaub regeln. In meiner Welt fühlt sich das trotzdem irgendwie falsch an, weil ich doch einen Arbeitsvertrag habe und dort Verpflichtungen habe. ich persönlich fänd dabei die Nummer mit den Großeltern nachwievor die sinnvollere, aber offensichtlich ist die Außendarstellung nicht so prima. Vielleicht kann ich wirklich einen Kompromiss erwirken und zumindest an einigen Tagen arbeiten (ich arbeite ohnehin von zu Hause, von daher ist da schonmal kein Problem).
      Aber Urlaub steht dir ja eh zu, ob du ihn jetzt nimmst oder später ändert ja nichts daran, dass wenn du urlaub nimmst du nicht deinen Verpflichtugnen nicht wahr nimmst, sondern deine Rechte wahrnimmst, die du eh irgendwann wahrnehmen musst.
      Und in Beziehungen geht es eben um einen Ausgleich zwischen den einzelnen bedürfnissen. Eine Beziehung in der man immer nur das tut, was sich richtig für einen anfühlt wäre schon ein hoher Anspruch.
    • LeuChris wrote:

      Arbeitsvertrag habe und dort Verpflichtungen habe. ich persönlich fänd dabei die Nummer mit den Großeltern nachwievor die sinnvollere, aber offensichtlich ist die Außendarstellung nicht so prima. Vielleicht kann ich wirklich einen Kompromiss erwirken und zumindest an einigen Tagen arbeiten (ich arbeite ohnehin von zu Hause, von daher ist da schonmal kein Problem).
      Klar, du hast einen Vertrag, aber der sieht auch vor dass Du Urlaub nehmen kannst. Und gesetztlich ist geregelt dass in Notfällen auch die Krankenkasse einspringt, wie oben beschrieben. Verpflichtet bist Du aber auch Deiner Familie ("in guten wie in schlechten Tagen..."), und ich denke dass Deine Frau meint Dir ist die Arbeit wichtiger als Familie. Das kann verletzen. Auch wenn Du die Sichtweise vielleicht nicht nachvollziehen kannst, kannst Du vielleicht einfach anerkennen, dass sie sich so fühlt. Von daher: ein Kompromiss ist sicher gut.
      Manchmal braucht man ja vielleicht etwas mehr "liebevolle Umsorgung" wenn man krank ist, auch als Erwachsener. Ich drücke euch die Daumen und gute Besserung für Deine Frau!
    • Manchmal findet man gemeinsam andere Ausdrucksweisen für die Bedeutung, die eine andere Person/eine Beziehung hat.
      Vielleicht wünscht sich Deine Frau einen deutlicheren Ausdruck (Entgegenkommen von Dir), kann den aber auf einem anderen Feld akzeptieren (Entgegenkommen von Ihr). Da könntest Du Vorschläge machen, womit/wodurch/wobei Du stärker zum Ausdruck bringen kannst, wie wichtig die Familie Dir ist.

      Manchmal beharren Menschen aber auch einfach auf Ihrem Willen.
    • Ich kann da beide Seiten gut verstehen.
      Wenn ich im Krankenhaus läge, dann würde ich mir von meinem Mann wünschen, dass er dann Zuhause bei den Kindern bleibt. Aber fordern würde ich es nicht, da ich gut verstehen kann, dass man da als Arbeitnehmer/Vater "zwischen den Stühlen steht".
      Wenn die Eltern/Schwiegereltern einspringen könnten und vertrauenswürdig in Sachen Kinderaufsicht sind, dann wäre diese Lösung für mich auch eine Alternative. Wenn ich allerdings bei den Schwiegereltern/Eltern ein ungutes Gefühl hätte, wenn es um die Aufsicht der Kinder geht, wäre diese Option für mich ein 'No-Go' und ich würde meinen Mann lieb bitten, Zuhause zu bleiben.
      Dieses "alle Männer machen das aber so" ist sehr nervig und kein gutes Argument :lol: Da würde mein Mann total sauer werden!
    • LeuChris wrote:

      Hutmacher wrote:

      Sie kann sich krank schreiben lassen und du gehst mit der Krankmeldung zu deinem Arbeitgeber. Wirst dann unbezahlt freigestellt für die Zeit und bekommst 60% Lohnersatz von ihrer Krankenkasse. Die KK kann da auf jeden Fall genaue Auskunft geben...
      Bist Du dir sicher, dass das geht? Im konkreten Fall geht es um einen Krankenhausaufenthalt.
      Nein, daher mein Hinweis auf die KK, denn die muss letztendlich die Kohle locker machen. Vielleicht kommt es auch noch auf das Alter an, bei uns war ein neugeborenes und ein zweijähriges Kind im Haushalt, das ging nicht in die Kita.
      Wenn weniger Bedarf besteht, freut sich die KK bestimmt. Die Haushaltshilfe muss ja nicht zwingend der Vater sein, andere Personen fallen da auch drunter. Wie gesagt, KK fragen.

      LeuChris wrote:

      Danke dir. Heißt aber, dass Du die Erwartung meiner Frau an mich durchaus nachvollziehen kannst?
      Blau machen, oder sonstige krummen Dinger mag ich selbst nicht. Wenn das jemand von mir verlangt, habe ich ein Problem.
      Dass sie aber die Kinder versorgt wissen will, das kann ich nachvollziehen. Es kommt ja auch darauf an, ob sie einen Schnupfen hat, oder tatsächlich krank, oder abwesend ist.
      Ich kann aber auch dich verstehen, wenn du das nicht packst.

      So lange ich mich voll auf die Kinder konzentrieren kann, würde ich mir das zutrauen. Bei uns läuft das meiste über Rituale, deren Einhaltung eh von den Kindern eingefordert wird. Ich bin Teil davon, insofern habe ich hier einen klaren Vorteil. Anders würde es aussehen, wenn ich Arbeit und Kinder unter einen Hut bringen müsste (RW), Einkaufen, oder noch so etwas wie Elternabend und Sozialgedöns mit anderen Eltern anstehen würde. Da muss ich klar trennen.
    • LeuChris wrote:

      und mich somit aus der Verantwortung stehle.
      Wenn sie krank ist und Hilfe braucht, ist es an erster Stelle ihre eigene Verantwortung sich selbst um Hilfe zu kümmern. Sie kann selbst die Eltern anrufen. Und wenn du oder die Eltern nicht können oder wollen (was jedem sein Recht ist) muss sie sich selbst andere Hilfe organisieren, z.B. von der Krankenkasse. Wenn sie sich selbst keine Hilfe organisieren kann, kann man ihr dabei helfen. Das wäre Selbstständigkeit und Selbstverantwortung. Sie macht es sich einfach, wenn sie dich zwingt die Hilfe zu erfüllen, dann braucht sie sich nicht darum kümmern, andere Hilfen zu bekommen.

      Dass sie dich auf die Art dazu zu zwingen versucht, kommt mir vor wie Erpressung. Vielleicht ist auch noch etwas weiteres dahinter, da wäre aber darüber reden besser als dieses Verhalten. Wenn du z.B. eine Haushaltshilfe organisierst, heißt das genau so dass du dich um deine Familie kümmerst. Du kümmerst dich darum, dass sie versorgt sind und Hilfe haben. Selbstwert heißt auch, darauf zu achten was man selbst möchte und die eigenen Bedürfnisse nicht zu missachten. Ich würde sagen, redet miteinander darüber damit ihr beide die Gründe ded anderen verstehen könnt.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.