Das Studium bewältigen

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      Hallo,
      ein Thema, wo ich noch keinen Thread gefunden habe, es aber unbedingt ansprechen möchte, ist das Studium.

      gibt es hier einige, die sich noch im Studium befinden? Was studiert ihr? Wie habt ihr es mit den ganzen Ablenkungen geschafft? (Lärm, Geredet, Einladungen zu Parties usw.)
      Wie organisiert ihr euer Studium, gerade jetzt in der Coronazeit?

      Wie wichtig ist euch euer Studium und wie setzt ihr Prioritäten um dieses erfolgreich beenden zu können?
      Werdet ihr es in der Regelstudienzeit schaffen können?

      Was für Schwierigkeiten treten im Studium für euch auf und was gibt es da für Lösungsansätze oder Fragen dazu?

      Ich würde gerne mit Leuten in Kontakt treten kann, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
      “It is truth that liberates, not your effort to be free.”
      Jiddu Krishnamurti, The First and Last Freedom
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      Geholfen hat mir im Studium ein eher kleiner Studiengang (kleine Gruppen in Seminaren =mehr Ruhe und 1:1 Betreuung), ein sehr anspruchsvolles Studium in dem man viel Lernen muss (die meisten hatten keine Zeit für Parties und dergleichen) und nicht in einer WG wohnen sondern alleine. Allgemein sind noch Gehörschutz/Kopfhörer für die Uni zu empfehlen.

      Ich habe die Regelstudienzeit ein bisschen überschritten.

      The post was edited 2 times, last by MiraMirabelle ().

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      Was auch sehr hilft ist sich eine Person zu suchen, die das was einem schwer fällt bereit ist abzunehmen. Ich hatte beispielsweise große Schwierigkeiten zuzuhören und mitzuschreiben. Das mitschreiben hat dann jemand für mich übernommen, während meine Rolle es dann eher war, die Mitschriften zu erklären bzw. die Details hinzuzufügen, die nicht mitgeschrieben wurden.
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      MiraMirabelle wrote:

      Geholfen hat mir im Studium ein eher kleiner Studiengang (kleine Gruppen in Seminaren =mehr Ruhe und 1:1 Betreuung), ein sehr anspruchsvolles Studium in dem man viel Lernen muss (die meisten hatten keine Zeit für Parties und dergleichen) und nicht in einer WG wohnen sondern alleine. Allgemein sind noch Gehörschutz/Kopfhörer für die Uni zu empfehlen.

      Ich habe die Regelstudienzeit ein bisschen überschritten.
      Danke für deine Anwort.
      Wenn im Unterricht Aufgaben bearbeitet wurden, dann habe ich oft musik gehört, aber wenn der Dozent redet und es laut ist, dann ist er/sie kaum zu verstehen. Wenn ich beide Ohrstöpsel reinmachen, dann wird mir schnell schwindelig. In einer WG zu wohnen habe ich schon von Anfang an ausgeschlossen, das war auch ne gute Entscheidung.
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      Zodd wrote:

      Was auch sehr hilft ist sich eine Person zu suchen, die das was einem schwer fällt bereit ist abzunehmen. Ich hatte beispielsweise große Schwierigkeiten zuzuhören und mitzuschreiben. Das mitschreiben hat dann jemand für mich übernommen, während meine Rolle es dann eher war, die Mitschriften zu erklären bzw. die Details hinzuzufügen, die nicht mitgeschrieben wurden.
      Danke für deine Antwort.
      Das kriege ich noch hin, aber dafür muss es leise sein und dass ist es oft leider nicht.
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      miss_user wrote:

      Danke für deine Antwort.
      Das kriege ich noch hin, aber dafür muss es leise sein und dass ist es oft leider nicht.
      Es ist halt von Vorteil, wenn man Dinge auslagert, die anderen leicht fallen und die sie eh übernehmen müssen. Dafür übernimmt man dann Sachen, die den anderen schwer fallen und einem selber leicht und da die Mehrheit ja immer davon ausgeht, das alle so funktionieren wie sie, freuen die sich eventuell noch, dass man ihnen das vermeintlich schwerere abnimmt.
      Auch sonst ist es sehr hilfreich zu schauen, wer einem helfen kann. Also da ist es von Vorteil, wenn der Studiengang sehr klein ist und es einen engen Kontakt zwischen Dozenten und Studenten gibt, da man dann nicht einer von vielen ist und sie eher dazu bereit sind, einen zu unterstützen und auch mal Ausnahmen zu machen. Ich hatte es beispielsweise mal nicht geschafft eine Hausarbeit zu schreiben, hatte sie aber bereits bei einem professor angemeldet. Ich hab ihn darauf angesprochen und er meinte, die Anmeldung liege noch bei ihm in der Schublade (also war sie noch nicht beim Prüfungsamt) und solange er keine Hausarbeit von mir bekäme, würde sie da auch weiterhin liegen. Wahrscheinlich liegt sie da immer noch und ja mein Studium ist schon länger zu Ende ;)

      Ich würde auch schauen genug Pausen einzulegen bzw. Kurse so zu legen, dass je nachdem wie viel du aushältst dazwischen pausen hast. Dafür suchst du dir dann ruhige Räume und orte an der Uni, wenn es die gibt. (ich hab mich beispielsweise gerne in den Vorraum von einem Vorlesungssaal gesetzt, da war irgendwie nie Jemand.
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      Mir hatte die Diagnose geholfen, dadurch bekam ich damals einen Nachteilsausgleich und konnte in einem leiseren Raum die Klausuren schreiben. Anwesenheitspflicht kann man mit sowas auch wegfallen lassen usw.

      Was ich gebraucht hätte aber nicht hatte, da ich erst später wusste, dass es sowas gibt: wäre eine Studienassistenz gewesen, die mich bei der Kommunikation und Organisation unterstützt hätte. Momentan überlege ich ein erneutes Studium, als Fernstudium mit so einer Assistenz auszuprobieren.
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      MangoMambo wrote:

      Mir hatte die Diagnose geholfen, dadurch bekam ich damals einen Nachteilsausgleich und konnte in einem leiseren Raum die Klausuren schreiben. Anwesenheitspflicht kann man mit sowas auch wegfallen lassen usw.

      Was ich gebraucht hätte aber nicht hatte, da ich erst später wusste, dass es sowas gibt: wäre eine Studienassistenz gewesen, die mich bei der Kommunikation und Organisation unterstützt hätte. Momentan überlege ich ein erneutes Studium, als Fernstudium mit so einer Assistenz auszuprobieren.
      Wenn du dich über diese Sache gut informiert hast, und es so legst, dass du wirklich nicht diese Äußeren Einflüsse hast, dann sind das gute Vorraussetzungen um das Studium schaffen zu können. Ich schaffe gerade mit biegen und brechen, wie ich die Klausuren überstehe/ schaffe, mit all diesen Ablenkungen, das weiss ich nicht.
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      MangoMambo wrote:

      Mir hatte die Diagnose geholfen, dadurch bekam ich damals einen Nachteilsausgleich und konnte in einem leiseren Raum die Klausuren schreiben. Anwesenheitspflicht kann man mit sowas auch wegfallen lassen usw.

      Was ich gebraucht hätte aber nicht hatte, da ich erst später wusste, dass es sowas gibt: wäre eine Studienassistenz gewesen, die mich bei der Kommunikation und Organisation unterstützt hätte. Momentan überlege ich ein erneutes Studium, als Fernstudium mit so einer Assistenz auszuprobieren.
      Vom Gefühl her, ist es genau das, wonach ich suche, die Sache ist, dass ich bis vor kurzen mich mit anderen gleichgestellt hatte, dass heißt ich habe jegliche Anzeichen/ Eigenschaften ignoriert, bis es mir dann zu viel wurde, oft ist das mit Arbeitsplatz- oder Schulwechsel verbunden. Das Studium ist wichtig, und ich habe es fast fertig. Als ich dann mir alles durch den Kopf gehen ließ, und mir einen Plan machte, wie ich in bestimmten Situationen reagieren soll, um Konflikte zu vermeiden, und es bei einer Freundin ansprach, hat sie dann das Asperger erwähnt. Sie weiss, dass ich es nicht mag, sie hatte jahrelang nie etwas erwähnt und meinte dass ich in Ordnung bin, so wie ich bin. Das höre ich so gut wie nie. Nach der Informationssuche sehe ich ,was das für einen Schaden für meinen Körper überhaupt anrichten kann und auch in der Vergangenheit angerichtet hat. Ich habe schon nach einem anderen Studiengang gesucht, wo die soziale Interaktion nicht so extrem ist. Aber das ist jetzt keine Lösung wie gesagt, habe nicht mehr lange, und wenn, wie du sagst ich einen Nachteilsausgleich bekommen könnte, dann wäre mein Studium gerettet. Jedoch einen Termin zum Testen zu bekommen dauert. Außerdem denke ich nicht, dass nur ein Test gemacht wird, also ich denke das zieht sich hin,...aber genau weiss ich da nicht bescheid.
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      miss_user wrote:

      Jedoch einen Termin zum Testen zu bekommen dauert. Außerdem denke ich nicht, dass nur ein Test gemacht wird, also ich denke das zieht sich hin,...aber genau weiss ich da nicht bescheid.
      Oft sind es mehrere Testtermine. Das sich das so lange zieht hatte mich damals dazu bewogen die Diagnostik privat zu zahlen, um rechtzeitig einen Nachteilsausgleich und Hilfe bekommen zu können, nur konnte ich das Studium damit für mich nicht mehr retten/wollte es nach der Diagnose auch nicht fortsetzen nach gründlicher Überlegung.

      Mit einem Attest solltest du auch erstmal Nachteilsausgleiche bekommen können. Frag hier ggf. mal bei deiner Therapeutin oder deinem Psychiater nach, ob da etwas machbar ist.

      Und lass dich von der Therapeutin nicht davon abhalten eine Diagnostik machen zu lassen.

      Deine Probleme sind meinen, die ich im Studium hatte sehr ähnlich und ich wünsche dir nur das beste und das du bald eine Lösung für dich findest.
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      MangoMambo wrote:

      miss_user wrote:

      Jedoch einen Termin zum Testen zu bekommen dauert. Außerdem denke ich nicht, dass nur ein Test gemacht wird, also ich denke das zieht sich hin,...aber genau weiss ich da nicht bescheid.
      Oft sind es mehrere Testtermine. Das sich das so lange zieht hatte mich damals dazu bewogen die Diagnostik privat zu zahlen, um rechtzeitig einen Nachteilsausgleich und Hilfe bekommen zu können, nur konnte ich das Studium damit für mich nicht mehr retten/wollte es nach der Diagnose auch nicht fortsetzen nach gründlicher Überlegung.
      Mit einem Attest solltest du auch erstmal Nachteilsausgleiche bekommen können. Frag hier ggf. mal bei deiner Therapeutin oder deinem Psychiater nach, ob da etwas machbar ist.

      Und lass dich von der Therapeutin nicht davon abhalten eine Diagnostik machen zu lassen.

      Deine Probleme sind meinen, die ich im Studium hatte sehr ähnlich und ich wünsche dir nur das beste und das du bald eine Lösung für dich findest.
      Das ist interessant, ich habe bald einen Termin und muss das unbedingt ansprechen. Ich meine, dieses Semester ist ja schon Digital, aber das reicht immer noch nicht. Meine Dozentin möchte, dass wir untereinander Kommunizieren und hat mein Verhalten kritisiert. Auch Missverständnisse gab es oft. Ich hatte mir in den letzten Wochen überlegt, dass ich irgendwen brauche, der mir irgendwie hilft, der vermittelt. Da stoße ich dann auf Unverständnis.
      Ich glaube es liegt auch oft am Studiengang und es wurde ja auch die Größe der Klasse erwähnt, möglichst kleine Gruppe.
      Mich stört eine Große Gruppe nicht, wenn die Einflüsse anders sind. Ich hatte Mal an einem Vorkurs teilgenommen, und da war es sehr ruhig, die Leute haben nicht untereinander geredet und sich auf ihre Sachen konzentriert. Allerdings müssen bei einem vollen Raum die Fenster offen sein, also ist da wieder ein anderer Einflussfaktor der stört.
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      Ich studiere auch noch (Naturwissenschaft).

      Ich hatte das Glück eine Gruppe zu finden in der ich gut klar kam. Für mich war es wichtig immer zu den Vorlesungen zu gehen. Weil ich das Gelernte so einfach besser verarbeiten kann. Ich konnte immer recht weit vorne am selbem Platz sitzen und es war eigentlich generell recht leise. Damit hatte ich wohl Glück. In den praktischen Übungen hatte ich wohl auch viel Glück und nur selten Probleme (eher mit den Dozenten). Da hatte ich aber auch immer jemanden aus der Gruppe als Partner, nie jemanden Fremdes.

      Ich bin mal gespannt wie das nächste Semester online läuft. Zusätzlich habe ich ein Seminar. Diese Form des Kurses ist mir neu und ich weiß nicht so recht was mich da erwartet (die Informationen gehen auch eher gegen 0)
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
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      Schau mal bei youtube, da habe ich beispielsweise Informationen darüber gefunden, wie ich Zoom einrichte. Auch die Hochschule/ Uniseite bietet sehr viele Informationen. Natürlich nicht alle.
      Bei mir ist die Schwierigkeit, dass ich auf der Gruppenseite der Kurse nicht alle finden kann, für die ich mich anmelden soll. Und fragen kann ich irgendwie auch niemanden.
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      Studierst du denn ein Fach in dem viel in Gruppen gearbeitet werden muss? Bei mir wird eigentlich alles alleine bearbeitet oder man ist nur direkt im Kontakt mit dem Professor. Das finde ich immer ganz okay, auf eine einzelne Person kann ich mich gut einlassen und da man dann ja sozusagen mit einer sehr interessierten Person über sein Spezialinteresse reden kann habe ich den Eindruck dass ich das ganz gut hinbekomme da zu kommunizieren.
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      Ja, viel in Gruppen. Oft spreche ich die Leute an, aber irgendwie läuft es am Ende auf gleich hinaus. Es gibt von der Schule aus Beratungen, wo ich denke dass ich dort meine Schwierigkeiten schildern kann. Ob es da irgendwie Möglichkeiten gibt, Hilfe zu bekommen.
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