Beantworten von Fragen und unendliches Ausfragen

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      Also ich bin in Rhetorik eine richtige Niete und muss auf jede rhetorische Frage eine Antwort geben. Deswegen bin ich mir nicht sicher, wie ich auf unangenehme Fragen ausweichen kann. Aus diesem Grund hatte ich in der Behindertenwerkstatt immer Stress mit meinem sarkastischen Chef.
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      Oh ja, das eine Mal, als ich beim Subway bestellt hab. Hab mich gefühlt wie beim Verhör. Und das eine Mal, als mich Meinungsforscher wegen meiner Radiohörgewphnheiten befragt haben. Boh hab ich mich da gewunden. Ansonsten beantworte ich natürlich rhetorische Fragen, und das nicht in dem Sinn, wie der Fragesteller es erwartet hat; schließlich will ich ja auch etwas Information rüberbringen .

      Besonders meta wurd es dann, als die Gegenseite fragte "Das Stilmittel der rhetorischen Frage ist Dir bekannt?" und ich antwortete:

      "ja. Eine Frage, bei der der Fragesteller annimmt, das sowohl er als auch der Leser die gewünschte Antwort kennen.
      Ist in diesem Forum meist kein sinnvolles Stilmittel, da die jeweiligen Gesprächsteilnehmer massiv unterschiedliche Hintergründe haben.
      Insofern bin ich davon ausgegangen, dass Du die Antwort tatsächlichnicht weißt, was meist die konservative Annahme ist.

      Oh, und solltest Du im Lexikon unter "Asperger" nachkucken, würdest du natürlich "beantwortet rhetorische Fragen" finden. aber ich gehe davon aus, dass dir diese Tatsache bekannt ist ."

      danach war tatsächlich alles klar :) .
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      Subway, ja die Fragen sehr viel, obwohl das stört mich gar nicht so. Wenn die zu viele Japalenos rauf tun ohne mich zu fragen, ist das blöd. Aber zu anderen Situationen passt das Wort "Verhör", dass kommt mir bekannt vor. Wenn ich Leute lange nicht sehe. Ich stelle keine einzige Frage und will einfach nur Zeit verbringen, da wird eine Frage nach der anderen rausgeschossen und die ganze Unterhaltung ist mir unangenehm.

      Ist doch in Ordnung wie du antwortest. Ich glaube deswegen habe ich die Definition oder Informationssuche für das Beantworten von rhetorischen Fragen in der Vergangenheit vermieden. Das Wort "Sozial" habe ich in der Vergangenheit gehasst. Für mich, ich habe einfach nur mit Leuten die ich kannte Zeit verbracht, so drücke ich es glaube ich für mich aus.

      Ich scheitere schon an den einfachsten Fragen: Wie geht es dir? und nach der Frage dann die nächste, warum guckst du so traurig.

      Aber du hast nen guten Lösungsansatz für beide Seiten, das ist klasse! Ich weiss, dass die Person auf etwas hinaus möchte, worauf es mir unmöglich ist, eine Antwort zu geben. Vielleicht lernen ich deine Definition hier auswendig.

      Ich habe versucht Asperger zu erklären, die Leute denken/ reagieren, als würde man etwas erfinden.
      “It is truth that liberates, not your effort to be free.”
      Jiddu Krishnamurti, The First and Last Freedom
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      @miss_user
      Achso. Ich finde es richtig schwierig, wenn ich sage, dass ich dies und das nicht mag/machen will/verstehe und dies ignoriert wird. Warum dann genauso wie bisher weiter gehandelt/gefragt verstehe ich nicht. Warum wurde dann erst gefragt, wenn es sowieso nicht interessiert? Ich komme mir dann nicht ernst genommen vor, aber das scheint wohl an der NT-Kommunikation an sich zu liegen. Viele hören sich gar nicht mehr richtig zu oder nehmen das gesagte nur oberflächlich wahr.

      edit: Mal ein Beispiel. Mein Mobilfunkanbieter schickt mir neuerdings ständig Nachrichten zur Vertragsverlängerung, obwohl ich vor ein paar Wochen mit dem Kundenservice telefoniert habe und gesagt habe, dass ich mich noch nicht entschieden habe, da ich erst Angebote vergleichen will und dies erst Ende des Jahres machen werde. Trotzdem kommt immer die Anfrage zur Vertragsverlängerung. Und genauso ist es auch im privatem.

      The post was edited 2 times, last by platzhalter ().

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      platzhalter wrote:

      @miss_user
      Achso. Ich finde es richtig schwierig, wenn ich sage, dass ich dies und das nicht mag/machen will/verstehe und dies ignoriert wird. Warum dann genauso wie bisher weiter gehandelt/gefragt verstehe ich nicht. Warum wurde dann erst gefragt, wenn es sowieso nicht interessiert? Ich komme mir dann nicht ernst genommen vor, aber das scheint wohl an der NT-Kommunikation an sich zu liegen. Viele hören sich gar nicht mehr richtig zu oder nehmen das gesagte nur oberflächlich wahr.
      Also das Interesse, nicht Fragen zu wollen, kommt von mir. Ich überlasse es der Person, ob sie mir etwas erzählen will oder nicht.
      Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Leute es selber wollen, dass man sie ausfragt.

      Du sprichst, da eine weitere Schwierigkeit an. Nämlich, dass wenn man "nein" sagt, das völlig ignoriert wird.
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      Jiddu Krishnamurti, The First and Last Freedom
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      miss_user wrote:

      Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Leute es selber wollen, dass man sie ausfragt.
      Mein Gefühl ist eher, dass ich zuviele Fragen stellen, besonders wenn mich etwas interessiert, und dass das dann nicht in die Situation passt. Andererseits stelle ich manch keine oder zu wenige Fragen wenn es jedoch von mir erwartet wird, da sich bei der Situationen keine Fragen ergeben.
      Ob jemand ausgefragt werden will oder nicht erschließt sich mir im persönlichen Gespräch nicht.

      miss_user wrote:

      Du sprichst, da eine weitere Schwierigkeit an. Nämlich, dass wenn man "nein" sagt, das völlig ignoriert wird.
      Und wenn ich sage, dass ich etwas nicht kapiere und das dann ignoriert wird. So kann man dann von mir keine ordentlichen Antworten bzw. angebrachtes Verhalten verlangen.
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      platzhalter wrote:

      miss_user wrote:

      Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Leute es selber wollen, dass man sie ausfragt.
      Mein Gefühl ist eher, dass ich zuviele Fragen stellen, besonders wenn mich etwas interessiert, und dass das dann nicht in die Situation passt. Andererseits stelle ich manch keine oder zu wenige Fragen wenn es jedoch von mir erwartet wird, da sich bei der Situationen keine Fragen ergeben.Ob jemand ausgefragt werden will oder nicht erschließt sich mir im persönlichen Gespräch nicht.

      miss_user wrote:

      Du sprichst, da eine weitere Schwierigkeit an. Nämlich, dass wenn man "nein" sagt, das völlig ignoriert wird.
      Und wenn ich sage, dass ich etwas nicht kapiere und das dann ignoriert wird. So kann man dann von mir keine ordentlichen Antworten bzw. angebrachtes Verhalten verlangen.
      Ich frage ja auch viel, wieso weshalb, warum. Aber es geht glaube ich um die Motive des Handelns und des Hinterfragens. Wenn Kinder fragen, dann ist es interessant. Ich meine Fragen wie: "warum studiert du das Überhaupt? Das bringt doch nicht."
      Kinder fragen: wieso passiert das? Kann sich das ändern? War das schon immer so?

      Es ist wichtig, dass man auf einen eingeht, Fragen und unverständliches muss wahrgenommen werden und erklärt werden. Sonst verstehe ich ja auch den Sinn der Unterhaltung nicht.
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