Seinen Körper spüren

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    • Seinen Körper spüren

      Wer von Euch

      wäre offen für den Austausch von Erfahrungen zur Frage,
      wie man ein für sich stimmiges Körpergefühl wieder aufbauen kann,
      wenn es verlorengegangen sein sollte?

      Denkbare Möglichkeiten wären beispielsweise Singen & Bewegung,
      aber auch Gespräche, wenn man statt Angst ein Vertrauen zum Partner empfindet
      und man sich von ihm wahr-, ernst- und angenommen fühlt.

      Stimmt es, daß es auch Autisten gibt, die sich etwas anziehen oder anlegen,
      das sie fest und eng umgibt, wie beispielsweise eine Ritterrüstung oder ähnliches,
      um ihren Körper wieder zu spüren oder als Rückzug von einer Reizflut?

      Ich wäre für jede Anregung sehr dankbar!
    • wolf&rabe wrote:

      Stimmt es, daß es auch Autisten gibt, die sich etwas anziehen oder anlegen,
      das sie fest und eng umgibt, wie beispielsweise eine Ritterrüstung oder ähnliches,
      um ihren Körper wieder zu spüren oder als Rückzug von einer Reizflut?
      Das stimmt. Es gibt sogar ein paar Produkte dafür zu kaufen wie Gewichtsdecken oder Gewichtswesten. Man kann aber auch Alltagsprodukte dafür verwenden. Es hat beruhigende Wirkung.
      Alles wird galaktisch gut.
    • wolf&rabe wrote:

      Wer von Euch

      wäre offen für den Austausch von Erfahrungen zur Frage,
      wie man ein für sich stimmiges Körpergefühl wieder aufbauen kann,
      wenn es verlorengegangen sein sollte?
      ich weiss nicht, ob ich je ein stimmiges Körpergefühl hatte und bin stets dabei es mir aufzubauen und nach Möglichkeit zu halten

      was ich dafür u.a. tue bzw. getan habe

      -Gesangsunterricht, teils mit Körperbewegungen
      -ChorGesang
      -Massage geben und empfangen
      -Fitnessstudio
      -Qui Gong
      -draussen bewegen (Rad oder zu Fuß)
      -Sauna
      -"Entgiften"
      -Ernährungsumstellungen
      -Yoga

      Wenn ich mal in Partnerschaft war hat mich, so möglich, teils Sexualität und Sensualität auch gut in den Körper geholt.

      Eine Weile habe ich im Alltag auch gerne recht enge Kleidung getragen, das hat sich geändert, mittlerweile fühle ich mich meist in weiterer Kleidung wohler.
      Most great people have attained their greatest success just one step beyond their greatest failure.

      Napoleon Hill
    • wolf&rabe wrote:

      Stimmt es, daß es auch Autisten gibt, die sich etwas anziehen oder anlegen,

      das sie fest und eng umgibt, wie beispielsweise eine Ritterrüstung oder ähnliches,
      um ihren Körper wieder zu spüren oder als Rückzug von einer Reizflut?
      In einem Museum konnte man ein Kettenhemd anprobieren, das mehrere Kilogramm wog. Ich wollte es gar nicht mehr ausziehen, das Gewicht hat meine Schultern runtergedrückt und es hat sich so entspannend angefühlt. Ich hab überlegt, mir so etwas selbst zu "basteln", bisher blieb es aber bei der Idee.
    • Habt vielen Dank für Eure Rückmeldungen!
      Das Tragen eines Gewichtes als entspannend und beruhigend zu empfinden,
      spricht mich sehr an!

      @ Asmus: Welche Gespräche meinst Du genauer?
      @ Shenya: Danke für die Entdeckung der Gewichtsweste! An welche Alltagsgegenstände denkst Du?
      @ ifi: Singen mit Tanz-Bewegungen macht auch mir sehr viel Spaß, am liebsten im Jazz-Scatting-Stil!
      @ Lefty: Darf ich Dir Mut machen, Deinen Bastelplan zu verwirklichen?
    • @wolf&rabe Jazz-Scatting musste ich "googlen", kann mir vorstellen, dass es Spass machen kann.

      bei Interesse:
      wenn Du hinter dem @-Zeichen das Leerzeichen weglässt werden die Namen verlinkt (wenn Du den Vorschlag, der daraufhin aufpoppt, anklickst) und der jeweilige user bekommt eine Benachrichtigung, dass er erwähnt wurde.
      Most great people have attained their greatest success just one step beyond their greatest failure.

      Napoleon Hill
    • wolf&rabe wrote:

      An welche Alltagsgegenstände denkst Du?
      Wenn man z.B. die Beine mit was einwickelt, dann übt das auch Druck aus und hat beruhigende Wirkung. Dafür kann man nehmen, was man da hat, Klebeband, Kinesiotape, Therabänder oder elastische Binden.
      Oder man kann auch schwere Gegenstände auf sich drauf legen, die man gerade parat hat.
      Ich war da früher sehr erfinderisch, da hatte ich noch lange keine Diagnose.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Was mir noch einfällt: mein Rucksack. Dieses Gewicht beruhigt mich auch. Wenn mir z.B. bei einer Wanderung meine Begleitung den mal abnehmen wollte, um mich zu entlasten, hab ich das fast immer abgelehnt, auch wenn ich schon geschwitzt und geächzt habe, weil ich mich draußen ohne dieses Gewicht unwohl fühle. Wenn ich mit dem ÖPNV fahre, habe ich den Rucksack immer auf meinem Schoß, auch zur Beruhigung und weil er dann wenigstens teilweise eine physische Abgrenzung zur Umwelt darstellt.

      @Tup Wir brauchen dich hier mal (zum Erklären, wie man @tet. - Sehe gerade, das hat @ifi schon erledigt.)

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • ...Um meinen Körper richtig zu spüren, wo ich anfange und aufhöre, laufe ich fast ganzjährig barfuß. Das erdet mich und schenkt Sicherheit.
      Außerdem tobe ich viel. Rangeln, Raufen, richtig wild sein und sich im Matsch dreckig machen. Meine Kinder sind da quasi mein Alibi :d Eine gute Ausrede, um sich total kindisch zu benehmen....
      So wild und tobend und barfüßig spüre ich mich dann richtig.

      Achja: Yoga habe ich auch lieben gelernt! Eigentlich würde ich es täglich praktizieren, wenn es die Zeitslots gäbe.

      The post was edited 1 time, last by Eryniell ().

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      Meinen Körper spüren....
      Ich habe früher viel Sport gemacht, erst Kinderturnen, dann Tischtennis und ab 11 Jahren dann Volleyball (hat mir am meisten Spaß gemacht)...
      Ich hatte ein sehr, sehr gutes Ballgefühl und Reaktionsvermögen, war beweglich, hatte ein gutes "Auge" und einen sehr guten Gleichgewichtssinn...
      Meine Motorik versagte alledings bei so Dingen wie Arobic, Tanzen...filegrane Bewegungen....da konnte mein Körper nicht mithalten....

      Habe ich meinen Körper dabei gespürt? Ich habe ihn verwendet.... und teilweise gespürt, beim Dehnen, der Ausdauer, machmal auch bei den Bewegungen, bei Verletzungen....
      Spürt ihr da euren Körper auch?

      Ich hatte vor kurzem manuelle Therapie bei Tinnitus.... das erste Mal dass ich bei einer Physiotherapeutin war.... manuelle Therapie ist hervorragend! Zweimal hat sie mich "ausversehen" leicht berührt, ich bin beidesmal völligst zusammen gezuckt (war echt unangenehm). Während die "Druckpunkte" (Blockaden, Verspannungen, Verhärtungen...) zu spüren, teilweise den Schmerz, das fand ich voll spannend und interessant. Einmal fragte sie mich "ob das nicht weh tut? Es würde sehr schmerzhaft aussehen!" - es tat weh und das sagte ich ihr auch, aber das ich es vorallem interessant und spannend finde...
      Ich habe allerdings gelernt (jetzt wo die Behandlungen vorbei sind), dass ich kommunizieren muss...zweimal war der Schmerz grenzwertig (einmal bei einer Dehnung und einmal Druckpunkt)
      Ich mag auch Massagen, das ist (in der Regel) eine Wohltat für mich - nur kann ich mir beides leider nicht wirklich leisten....Ich hätte auch gerne Körperpsychotherapie gemacht - zu teuer!

      Ich merke das es iwie gut ist meinen Körper zu spüren und gleichzeitig kann ich aber nicht sagen, dass ich meinen körper nicht spüre oder spüre... momentan drück der Bauch weil ich "zuviel" Kürbissuppe gegessen haben....

      Was versteht man darunter "seinen Körper spüren"?

      Also ich kann schon meinen Hintern spüren wenn ich sitze und darauf achte, oder das meine Füße den Boden berühren etc.....das ist doch alles seinen Körper spüren...?
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      Habe zwar keine Diagnose, also weiß nicht ob meine Antwort somit „gültig“ ist, aber ich mache das auch.
      Als Kind hatte ich eine Wand aus Kuscheltieren im Bett, außerdem habe ich mich in alle möglichen Ecken gezwängt. Auch heute noch schlafe ich in Embryonalstellung und wickle mich so in die Decke ein, dass es von überall fest zu ist. Es darf keine Ritze offen sein. Außerdem trage ich gerne Dinge um die Hüfte, statt einer normalen Tasche verwende ich eine Bauchtasche. Rucksäcke mag ich auch.
      Außerdem trage ich meinen 5-jährigen immernoch rum, obwohl er sehr schwer ist, oder er legt sich auf mich, wir raufen und balgen fast täglich, früher habe ich das mit meinen Brüdern getan.

      Sehr tolles Gefühl: Unser Spiel „Klotz am Fuuuuß“ :d
      Knirps wickelt sich um ein Bein (früher hatte ich links und rechts jeweils einen Bruder hängen) und damit laufe ich dann durchs Haus bzw schlürfe. Herrlich :)
      Selbstdiagose... oder einfach nur komisch?!
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      Ich mache momentan QiGong, eigentlich um mehr Ruhe zu finden. Aber auch um den Körper mehr zu merken ist es keine gute Lösung, denn man konzentriert sich immer auf bestimmte Körperstellen.
      Außerdem gehe ich regelmäßig spazieren.

      Damals habe ich wirklich sehr viel Sport gemacht, was mir sehr gut tat. Da habe ich meinen Körper auch mehr gespürt.

      Einfach "wild sein" klingt gut, nur irgendwie habe ich da Blockaden, bzw. kann mich nicht so schnell einfach "fallen lassen".

      Die Gewichtsdecken hören sich echt gut an, da muss ich mich mal schlau machen.
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      @ineredit

      Naja wenn du sportlich bist, wild sein gut klingt aber du Hemmungen hast das versuche es doch mit Kampfsport. Muss ja gar nix aggressives sein.
      Hätten wir in der Gegend einen Kurs würde ich längst Jiu-Jitsu oder Aikido machen.
      Was auch total toll ist: Ordentlich enge Motorradklamotten. So nen Nierengurt finde ich hat was ;) .
      Selbstdiagose... oder einfach nur komisch?!