Sein Leben den Tieren widmen

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    • Sein Leben den Tieren widmen

      Hallo,

      da ich mit Menchen nicht klarkomme und deshalb immer wieder schwer depressiv und suizidal bin, weil ich mich so einsam und dadurch wertlos fühle, überlege ich wirklich, ob ich mich von den Menschen nicht lossagen soll und mich auf die Tiere fokussieren, mit denen ich sowieso schon viel Zeit verbringe. Mit Tieren komme ich super aus und es ist wirklich viel Zuneigung vonseiten meiner Tiere zu sehen. Sie verhalten sich mir gegenüber auch ganz anders als anderen Menschen (ich habe Nager).
      Bevor ich mich vor Verzweiflung und Traurigkeit umbringe, wäre es doch wirklich besser, mich noch intensiver um Tiere zu kümmern oder? Es gibt ja sogar Menschen, die verschiedene Arten von Gandenhöfen haben, wobei ich eher bei den kleineren Tieren - oder vielleicht auch mal Hunden? aus Tierheimen bleiben würde.
      Denkt ihr, es ist möglich, glücklich zu sein, wenn die Sozialkontakte nur Tiere sind (abgesehen von ein paar Bekannten vielleicht bei vers. Treffen)?

      Geht es jemandem vielleicht sogar ähnlich?
    • Tiere können glücklich machen und Zeit mit ihnen zu verbringen ggf. in Form eines Ehrenamtes tut auch sehr gut.

      Leider sind sie kein Ersatz für Menschen musste ich feststellen. Wenn du allerdings ein paar Bekannte hast und noch Menschen triffst, sehe ich da kein Problem?
    • Aber um deine Frage zu beantworten: ich denke ja natürlich kann man sein Leben den Tieren widmen wenn man meint dass das die Erfüllung ist.
      Wenn du mit Tieren am glücklichsten bist , warum nicht. Es ist doch dein Leben.
      Ich bin , auch wenn ich in einer Familie lebe, auch am liebsten mit Tieren zusammen.
      Hunde , Katzen , Pferde. Ich liebe sie alle, auch die Kröte im Teich. Vorhin habe ich noch eine Biene aus der Regentonne gerettet.

      Es gibt ja auch Menschen die gehen freiwillig in die Einsiedelei und haben nur eine Katze

      Liebe Grüße
    • Spätestens seit COVID habe ich mehr Tierkontakte als Sozialkontakte und bin damit sehr zufrieden. Sozialkontakte zum Austausch über die Pflege der Tiere und zur gegenseitigen Hilfe (Tierschutz!) funktionieren für mich auch ganz gut, da ergaben sich auch neue Bekannte.
      Also ja, man kann sehr gut mit dem Fokus auf Tiere leben.

      The post was edited 1 time, last by MiraMirabelle ().

    • Hej Fidoline,
      (Das ist übrigens ein wunderschöner Name)
      Das ist schön, dass du zu Tieren so einen guten Draht hast. Hast du nur Nager oder auch andere?
      Welche Nager? Ich hatte Mal Ratten, die werden unglaublich zutraulich.
      Wenn du Zeit für einen Hund hast, ist das bestimmt schön. Mit einem Hund kommt man auch zwangsläufig raus, weil man muss. :d
      Ich finde es traurig, dass es dir gerade so schlecht geht, vielleicht kann dir ein Tier tatsächlich helfen ein bisschen mehr vom schwarzen Loch wegzurü Ken. Je näher man hinkommt desto schwerer ist es da wieder wegzukommen.
      Und man weiß überhaupt nix mehr von den anderen Orten, wo es schöner ist.
      Ich denke schon, dass man ein erfülltes Leben führen kann, wenn man sich hauptsächlich mit Tieren umgibt.
      Ich bin mir aber nicht sicher ob das bei dir schon die Lösung wäre. Warst du schon beim Arzt ?
      Ich hab vor vier Jahren kapituliert und nehme jetzt tatsächlich etwas gegen Depressionen und seitdem geht es mir deutlich besser. Klar, es ist immer irgendwie im Hintergrund, aber es beherrscht mich nicht mehr. Aber du bist wahrscheinlich schon in Behandlung, so wie das klingt.
      Lg
    • Elementarteilchen wrote:

      Hallo Fidoline ich habe durch dein Schreiben den Eindruck erhalten dass es dir gerade sehr schlecht geht . Stimmt das? Du sprichst sogar von Suizid.
      Ja, aber mir geht es schon lange sehr schlecht.

      Melanie84 wrote:

      Welche Nager? Ich hatte Mal Ratten, die werden unglaublich zutraulich.
      Ja, ich habe auch Ratten!Ich liebe sie! Und Degus habe ich noch.

      Melanie84 wrote:

      Aber du bist wahrscheinlich schon in Behandlung, so wie das klingt.
      Lg
      Ja, ich nehme ein Medikament (habe auch eins für den Notfall) und gehe in Therapie, aber ich merke keine Fortschritte.
      Deshalb muss ich wahrscheinlich eben akzeptieren, dass mir der Kontakt zu Menschen schaden, weil ich immer außen vor bin.
    • Ich finde auch, dass Tiere richtig aufbauend wirken können. (RW) Wenn ich zu meinen Eltern/Geschwistern fahre, freue ich mich eigentlich am meisten auf den Hund. Zwar gibt es auch in Tierheimen die Möglichkeit täglich mit Hunden spazieren zu gehen, jedoch sollte man da keine tiefgreifende Beziehung zu dem Tier aufbauen, da es sich ja eigentlich an eine neue Familie gewöhnen muss und nicht an den der übergangsweise das Gassigehen übernimmt. Außerdem ist es die Zeit des Hundes, der Mensch ist nur dazu da um ihm dies zu ermöglichen. Füttern mit Leckerli ist da verboten. Deswegen habe ich es, als ich noch in Berlin gewohnt habe, nicht gemacht. Ich würde zu schnell eine emotionale Verbindung aufbauen. Bei Menschen klappt das komischerweise nicht.
    • Das dachte ich mir mit den Ratten :)
      Und degus finde ich auch total süß. Ich hatte früher auch Meerschweinchen und Kaninchen, aber die Meerschweinchen machen ziemlich üble Quiekgeräusche :lol: .
      Zur Zeit hab ich kein Haustier, aber dafür alles voller Pflanzen.
      Das mit den Menschen kann ich nachvollziehen, es ist auch ECHT schwer mit ihnen. Und sie sind so anstrengend. Hast du denn Familie oder einen guten Freund? Das reicht ja oft schon.
      Oder vielleicht gibt es hier im Forum jemanden, mit dem du dich austauschen kannst? Nagetiere wollen, wenn sie bei Menschen leben ja auch mindestens einen Artgenossen haben ich glaube so ist das bei uns auch. Die meisten Menschen empfinde ich als unangenehm ( da nehm ich mich selber gar nicht aus) aber ab und zu tut es trotzdem gut jemanden zum Reden zu haben.Schade dass deine Medikamente nicht wirken.
      Und wenn du Mal den Arzt wechselst? Hab schon öfter gehört, dass manche Ärzte die schlimmsten Sachen verordnen. Hab einen Verwandten, der seit er in der Psychiatrie war nur noch vegetiert, weil er hauptsächlich Beruhigungsmittel verordnet bekommen hat. Das hat natürlich gar nix mit dir zu tun, aber manchmal hilft eine Zweitmeinung eines anderen Arztes ja weiter.
      Lg
    • @Fidoline

      Ich kenne Deine momentane Situation natürlich nicht und weiß daher auch nicht, ob Du vor allem in letzter Zeit oder schon immer so starke Probleme mit Menschen hast. Offenbar hattest Du ja in der Vergangenheit zumindest ein paar wohltuende Bekanntschaften.

      Es wäre sicher gut, wenn Du neben Deiner Therapie noch etwas anderes tust, da es bei einer so starken Depression wie sie bei Dir aktuell vorzuliegen scheint vermutlich einige Zeit dauern wird, bis die Behandlung erste Erfolge zeigt.

      Wenn Dir der Kontakt mit Tieren gut tut, wäre es ja vielleicht gar nicht so schlecht sich erstmal nur mit diesen zu beschäftigen. Du kannst ja langsam ausprobieren, wie viel Du machen kannst, ohne dass es sich überfordernd anfühlt. Möglicherweise gibt Dir das ein bisschen Freude und Kraft zurück und eventuell lernst Du so auch ein paar andere (tier)liebe Menschen kennen.

      Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen und wünsche Dir, dass es Dir bald wieder besser geht! :)
    • Tiere machen mich sehr glücklich sowohl meine echten Tiere als auch meine Plüschtiere. Meine Katze verfolgt mich sehr oft und will häufig kuscheln das ist schon sehr niedlich und da fühle ich mich auch nicht so alleine. Auch hilft es mir mit meinen Plüschtieren zu spielen und so in meine eigene Welt abzutauchen
    • @Fidoline
      Ich hatte Mal Hamster und später dann eine Katze und musste feststellen, dass so ein intelligentes, weit entwickeltes und zur Reflexion fähiges Tier, wie es Katzen sind, viel näher sein kann als ein Hamster (obwohl ich die damals auch sehr geliebt und verwöhnt habe).
      Kannst du Mal erklären wie du es schaffst sowas mit den Ratten zu empfinden? Die erwidern ja die Zuneigung nicht ganz so sichtbar und stark wie eine Katze. Und sie sind eher Fluchttiere, die sich gar eigentlich nicht so wohl fühlen mit Menschen? So kenne ich es jedenfalls von Nagern.
      Ich lasse mich aber eines besseren belehren und frage rein aus Interesse und möchte damit keine Kritik äußern. Bin wirklich extrem interessiert.
    • @2hoch8
      Da ich auch Ratten hatte kann ich da auch drauf antworten. Ratten sind hochsoziale Tiere, die zu starken Bindungen fähig sind.
      Meine Ratten haben mich immer eher an einen Hund oder eine Katze erinnert, als an andere Nagetiere. Sie hören auf ihren Namen, kommen auf Aufforderung her, lassen sich gerne streicheln und lieben es auf ihrem Menschen herumzuklettern. Sie sind total verspielt und neugierig und fördern vehement Beachtung ein, wenn man sie Mal ignoriert. Ein Grund, warum ich mir keine Ratten mehr zugelegt habe. Sie brauchen schon viel Zuwendung. Dann ist noch das Problem, dass sie leider nicht alt werden. Für drei Jahre so eine Bindung eingehen , dass ist mir emotional zu viel. Deshalb würde ich mir eher eine Katze zulegen.
      Lg
    • 2hoch8 wrote:

      Kannst du Mal erklären wie du es schaffst sowas mit den Ratten zu empfinden? Die erwidern ja die Zuneigung nicht ganz so sichtbar und stark wie eine Katze. Und sie sind eher Fluchttiere, die sich gar eigentlich nicht so wohl fühlen mit Menschen? So kenne ich es jedenfalls von Nagern.
      Es wurde ja schon darauf geantwortet. Also meine eine Ratte schmust mehr mit mir als eine durchschnttliche Katze! Generell sind Ratten - wenn sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben- sehr menschenbezogen. Aber auch meine Degus suchen den Kontakt zu mir, allerdings wollen sie nicht gestreichelt werden.
    • Fidoline wrote:

      Also meine eine Ratte schmust mehr mit mir als eine durchschnttliche Katze!
      Witzig :o

      Fidoline wrote:

      Generell sind Ratten - wenn sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben- sehr menschenbezogen.
      Das wusste ich nicht. Da unterscheiden sie sich wohl doch grundlegend von Hamstern (die sind ja Einzelgänger).

      Was wirklich ein großer Nachteil bei kleinen Nagern ist, ist die geringe Lebenserwartung.
    • Zu deiner Ausgangsfrage: Die habe ich mir auch schon gestellt, bei mir ist es eine starke Verbindung zu Katzen. Ich habe da laut Aussage anderer Menschen einen sehr besonderen Zugang.
      Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man so ganz ohne menschliche Kontakte nicht sein Glück finden kann. Ich weiß nicht ob das stimmt, ich denke es. Und das macht mich oft traurig, weil es mir so schwer fällt mit den menschlichen Kontakten.
    • @Fidoline
      Zu den Depressionen, wenn dir dein Medikament nicht hilft, dann musst du vielleicht besser ein anderes ausprobieren. Oft dauert es eine Weile, bis man das Richtige gefunden hat.

      Wenn man Schwierigkeiten hat, Sozialkontakte herzustellen oder zu halten, dann muss man lernen so gut es geht mit sich selber zufrieden zu sein. Und wenn dir Tiere dabei helfen, dann ist das doch schon mal wunderbar. Ich hätte auch gerne Kontakt zu Tieren, aber weiß derzeit nicht, wie ich das umsetzen kann.

      Und hast du schonmal darüber nachgedacht, zu Aspietreffen zu gehen? Hier im Forum z. B. werden immer wieder welche organisiert. Für mich ist das eine gute Möglichkeit, zumindest etwas Kontakt zu anderen zu haben. Mich hat es ein Stück weit aus der Isolation heraus geholt. Ich war auch lange Zeit sehr depressiv.
      So kann es eigentlich nicht weitergehen. Wird es aber.
    • Hallo @Fidoline,

      ich bin mir nicht ganz sicher, wie Du das "widmen" und "lossagen" meinst.

      Sich für eine Zeit lang von anderen Menschen loszusagen und das Leben etwas anderem zu widmen bzw. sich auf etwas anderes zu fokussieren finde ich nicht falsch und auch nicht so ungewöhnlich. Manche widmen sich der Kunst, schreiben ein Buch, gehen pilgern, … darin sehe ich überhaupt kein Problem.

      Aber als eine endgültige Entscheidung, als ein Abschied ohne Rückkehrmöglichkeit, das tut glaube ich nicht gut.
    • Fidoline wrote:

      da ich mit Menchen nicht klarkomme und deshalb immer wieder schwer depressiv und suizidal bin, weil ich mich so einsam und dadurch wertlos fühle
      Da ist die Frage, was kommt von was; also es ist doch auch möglich, dass du dich durch die Depression einsam fühlst (wertlos sowieso). Mit Depression ist man geringer "schwingungsfähig" (das steht ja teilweise auch so in psychiatrischen Befunden), und ganz allgemein fühlt man sich ja mit Depression ja häufig leer und gefühlsmäßig eingeschränkt, und vermeidet soziale Kontakte.
      Vielleicht ist es also nicht so: Einsamkeit ---> Depression,
      sondern so: Depression ---> Einsamkeit
      Das würde aber bedeuten, dass wenn die Depression besser würde, auch das Gefühl von Einsamkeit wieder besser werden könnte.

      Fidoline wrote:

      Bevor ich mich vor Verzweiflung und Traurigkeit umbringe, wäre es doch wirklich besser, mich noch intensiver um Tiere zu kümmern oder? Es gibt ja sogar Menschen, die verschiedene Arten von Gandenhöfen haben, wobei ich eher bei den kleineren Tieren - oder vielleicht auch mal Hunden? aus Tierheimen bleiben würde.
      Denkt ihr, es ist möglich, glücklich zu sein, wenn die Sozialkontakte nur Tiere sind (abgesehen von ein paar Bekannten vielleicht bei vers. Treffen)?
      Ja mach das doch. Wenn du dich damit besser fühlst? Ich frage mich, wieso du danach fragst? Also ich finde das vollkommen in Ordnung.

      Fidoline wrote:

      Geht es jemandem vielleicht sogar ähnlich?
      Ich habe nur zu meinem Partner und zum Arzt Kontakt. Ab und zu zu meinem Vater.
      Ansonsten nur Online. Ich bringe mich gern in Foren ein und finde das auch sinnvoll, und bei meinem SI.

      Mein Leben und meine Freizeitgestaltung war schon immer "eigen" (auch als es noch normaler war als heute), und ich habe das so gemacht sofern es möglich war (Schule, Arbeit ect), auch schon lange vor der Autismusdiagnose. Ehrlich gesagt habe ich mir da kaum mal Gedanken drüber gemacht, ob das ok wäre, und ich habe wohl auch großes Glück, dass ich da keine negativen Erfahrungen machte, sondern eher positive.