Therapie hilft nur bedingt

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    • Therapie hilft nur bedingt

      Hallo zusammen, mich beschäftigen schon eine Weile ein paar Fragen:
      - liegt es wohl daran dass ich im Spektrum bin dass mir die Verhaltenstherapie nur bedingt hilft?
      - gibt es Dinge die ich deshalb gar nicht lernen kann und die deshalb nicht besser werden?
      Zb. Overloads vermeiden, mit dem "sozialkater" umgehen?
      -lärm ertragen?

      Ich habe den Eindruck wenn ich Reizüberladung ausschließen will muss ich ganz zu Hause bleiben. Das will ich auch nicht.
    • Hallo,

      ich denke schon das Therapie Grenzen hat, grade bei einer unheilbaren Entwicklungsstörung, das bedeutet ja unheilbar.
      Wenn die Reizverarbeitung gestört ist kann man das nicht ändern. Man kann nur damit umgehen lernen und lernen es zu akzeptieren, dass die eigenen Grenzen nun mal woanders liegen als bei den meisten Menschen.

      Man kann z.B. Hilfsmittel und Techniken dafür nutzen. Nur eine Aktivität am Tag und dann durch Gehörschutz und Sonnenbrille erträglich machen. Gezielt Stimming einsetzen um den Overload abzumildern. Weggehen werden die Schwierigkeiten allerdings auch damit nicht.

      LG Mango
    • Hi,

      Therapie hat nur begrenzt Wirksamkeit, an Manchen Sachen kann man arbeiten, z. B. Selbstschädigende stims durch andere ersetzen.

      Aber eine Therapie kann nichts körperliches regeln, ein Rollstuhlfahrer wird nicht auf einmal laufen lernen, ein blinder nicht sehen. Aber sie können lernen damit besser um zu gehen. Also z. B. Auf wheelmap nachsehen ob ein Ort geeignet ist oder nicht.

      Übertragen auf Autismus bedeutet das das man zum Beispiel pacing lernen kann um sich nicht komplett zu verausgaben an einem guten tag. Oder das man zum Beispiel entsprechende Hilfsmittel nutzt.

      Auch kann es heißen zu lernen in einem meltdown z. B. Nicht auf Menschen los zu gehen.

      Therapie hat ihre Grenzen aber auch ihre Nützlichkeit.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Hi,

      Selbstschädigende Stims sind stims die einen schaden am Körper zurück lassen (z. B. In die hand beissen oder "Skin picking" (was allerdings auch eine eigenständige Krankheit sein kann)

      Pacing bedeutet so viel wie "Tempo" dabei geht es grob gesagt darum sich an super guten tagen zu bremsen um nicht am nächsten in ein tiefes Loch zu fallen. Hier ist ein video drüber:

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Elementarteilchen wrote:

      Ich habe den Eindruck wenn ich Reizüberladung ausschließen will muss ich ganz zu Hause bleiben. Das will ich auch nicht.
      Ist bei mir auch so. Ich hatte letzte Woche, weil ich so erschöpft war, überlegt, das Treffen mit meiner Familie abzusagen. Zum Glück hab ich es nicht getan, weil es einerseits sehr schön war, aber es war auch sehr laut und viel durcheinander-Gerede, sodass ich sehr schnell total fertig war. Der Rest des Wochenendes war dann halt gelaufen und auch der gestrige Tag, heute geht es mir besser, aber ich bin immer noch ziemlich erschöpft.
      Ich bin schon immer mit NC-Kopfhörern unterwegs, ich fokussiere mich unterwegs auf Lesen oder Handypuzzle, ich gehe bei dem Treffen ab und zu aus dem Raum, um kurz Ruhe zu haben... hilft alles nicht viel. Aber die Alternative, meine Familie nicht mehr oder nur noch extrem selten zu sehen, ist für mich auch keine Alternative. Nicht mehr arbeiten zu gehen, ebenfalls um Reizüberflutung zu vermeiden, kommt auch nicht in Frage. Ich muss also akzeptieren, dass mich die "Teilhabe am sozialen Leben" sehr viel Energie kostet. Ich versuche, den Fokus mehr auf das Positive zu legen - dass ich Familie HABE, dass ich eine Arbeit HABE (die ich auch gerne mache).

      Durch die Verhaltenstherapie, die ich mache, hat sich bei mir bisher auch noch nicht viel real geändert, aber ich erhalte auf vieles eine andere Sichtweise, Schwächen, Stärken und eigene Strategien, die ich schon entwickelt habe, werden herausgearbeitet und wenn möglich genutzt, ein wenig angepasst oder erweitert, ich bekomme Anregungen, was ich mal ausprobieren könnte - also es tut sich da schon einiges, wenn auch hauptsächlich in Sachen "Bewertung". Manches, was der Therapeut mir vorgeschlägt, da kann ich gleich abwinken (z.B. werde ich wohl nie die Frequenz von Kindergeschrei gelassen ertragen können, indem ich eine Umbewertung des Geräuschs vornehme).

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • Elementarteilchen wrote:

      dass mir die Verhaltenstherapie nur bedingt hilft?
      So ging es mir bisher bei jeder "normalen" Psychotherapie (Verhaltenstherapie, Gesprächstherpie, etc.) die ich versuchte.

      Zum Einen denke ich, dass ich manche Dinge schlichtweg nicht lernen kann. Zum Beispiel weil ich es nicht verstehe, sonst hätte ich ja manche Probleme auch nicht. Zum Anderen sehe ich ein Problem darin, dass sowohl der Therapeut mich nicht richtig versteht (Denkweise, Ausdrucksweise, Verhalten, Reaktionen, etc.) und mich deshalb nicht richtig versteht. Und auch, dass ich den Therapeut nicht richtig verstehe. Deshalb setze ich aktuell viel Hoffnung in meine bald beginnende Autismus-Therapie.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Elementarteilchen wrote:

      - liegt es wohl daran dass ich im Spektrum bin dass mir die Verhaltenstherapie nur bedingt hilft?
      - gibt es Dinge die ich deshalb gar nicht lernen kann und die deshalb nicht besser werden?
      Zb. Overloads vermeiden, mit dem "sozialkater" umgehen?
      -lärm ertragen?
      Kommt drauf an, was die Ziele sind.
      Reize besser zu ertragen, darf man sich wohl kaum davon erhoffen. Alles was in Richtung Konfrontation geht,ist fehl am Platze.
      Was aber gehen sollte: rechtzeitig zu erkennen, dass die Reize zu viel sind und man sich zurückzieht und das auch höflich kommuniziert.
      Oder allgemein, wie man mit einem Menschen kommuniziert, das kann man zumindest ansatzweise trainieren.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Reizüberflutung ist Mist und kann auch tierisch nerven.
      Bei mir ist es so, dass ich mich auf etwas anderes fokussieren muss, damit das Gebrabbel der Umgebung nicht bei mir ankommt.


      Ich sehe es sportlich. Wenn es super und rund läuft, wird es auch ein schöner Tag. Wenn es nicht so rund läuft wird es ein feucht fröhlicher Abend. Ich habe es auch schon erlebt, dass ich Nachmittags mit einem Bekannten in der City ein Kaffee trinken war und nach 30 Minuten wieder Richtung Heimat gefahren bin. Dafür wusste ich dann, dass ein anderer Gast, sass Irgendwo hinter mir, des Kaffees wohl gut in Rommee sein sollte, weil er ständig gewinnt und was sonst noch für Spiele angesagt waren.
      An dem Tag ist Babygeschrei eine hoch entspannende Tonlage gewesen, weil sie i.d.R. ein fast konstanter gleichförmiger Ton ist.
    • Wie soll Therapie auch auf "die schnelle" helfen, bei Problemen, die 20, 30, 40, 50 und mehr Jahre besehen und zu denen sich tlws echt ungeeignete Verhaltensmuster gebildet und festgesetzt haben. Am besten noch mit Vermittlung all der bisher nicht erworbenen, also nicht gelernten skills? Was ja eher in den Lern/Trainingsbereich gehört und wenn, dann parallel laufen müsste?
      Therapie kann auch immer nur so gut helfen, wie und woran der*die Klient*in arbeitet.
      Ohne diese eigene Arbeit hilft Therapie auch bei den kompetentesten Therapeut*innen nicht.
      Vor allem wird am Anfang, also die ersten ein/zwei Jahre vieles sehr viel unbequemer.
      Therapie ist nicht das gleiche wie "Seelenwellness".
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Lea wrote:



      Pacing bedeutet so viel wie "Tempo" dabei geht es grob gesagt darum sich an super guten tagen zu bremsen um nicht am nächsten in ein tiefes Loch zu fallen.
      Interessanter Ansatz. Ich habe vorher noch nicht in diesen Thread geguckt, aber das mit den Tiefs nach den Hochs kenne ich auch. Gerade wenn die Glückshormone verflogen sind (RW) und der "Alltag" wieder im voll im Gange ist (RW), bin ich emotional am Anfang oft niedergeschlagen. (RW) Nach ein zwei Tagen geht es dann meistens wieder. Grade wenn ich beim Radsport auf einer Veranstaltung war und dann wieder alleine zuhause sitze, kommt eine gewisse Ernüchterung, da das Erlebte nur temporär war und ich es, außer im Socialnetwork, mit niemandem geteilt habe. Später geht es dann wieder, da ich mich dann selbst über/mit den Fotos freuen kann. Dann fühle ich mich wieder in meinen Routinen wohl.
    • Da es eh noch keine autismusberücksichtigenden Therapien gab, und auch nur wenige gibt, zu den Themen Angststörung, Depression, Trauma, usw, hätte es auch nichts gebracht, früher vom eigenen Autismus zu wissen.
      Was die Methodik der Therapie angeht, auch da unterscheidet sich ja kaum was - es sind eher Details, wie z.B. Gruppenangebote unter hohem Stress nicht wahrnehmen können nicht als Verweigerung auzulegen - andereseits sind eben auch skills für Aspies nötig, in Gruppen klarzukommen, sowohl in reinen Aspie-Gruppen als auch in gemischten und wenn man der*die Einzige unter NTs ist.

      Ich wäre mit der AS-Diagnose und dem, was da alles drin stand, sicher nicht so gut zurecht gekommen, ohne die Therapieerfahrung und das, was ich zu anderem dort gelernt habe.
      So schaffte ich es recht schnell, unterscheiden zu lernen, ob ich "durch den Wind bin" aufgrund von Reizüberflutung, oder ob sich was Depressives bemerkbar macht.
      RÜ kann, wenn nicht berücksichtigt, depressiv machen, aber Depris können auch empfindlicher für Reize machen.
      Da ist es schon hilfreich, die eigenen Depris gut kennengelernt zu haben, und zu wissen, was dann zu tun ist, um ein Abgleiten zu verhindern.
      Aber auch, nicht bei jeder Reizüberflutung gleich Panik zu kriegen, dass man schon wieder abgeglitten ist. Sondern ganz pragmatisch erst mal bei RÜ das Aspie-Entstörungsprogramm laufen zu lassen (meines "sitzt" jetzt seit dem Urlaub sicher und hat sich bewährt), und dann wieder weiter machen zu können.
      Und nur wenn DAS nicht hilft, dann kommt das Anti-Depri-Programm, das schon erarbeitet wurde, lange vorher. Und dann ist das wieder vorbei, aber Angst habe ich keine mehr davor.

      Die Idee, dass Therapie "das wegmacht" ist eine Illusion. Sie kann anleiten, wie "damit so umgehen, dass es nicht mehr dauerhaft stört, wenn es sich zeigt".
      Mit AS müssen nur ein paar Methoden selbst etwas modifiziert werden, und das ist dann eh immer individuell, egal ob AS oder NT.
      Die Arbeit mit dem "inneren Kind" z.B. hab ich nie nach "vorgegebenem Programm" durchgeführt, sondern mir das so zusammengestellt, dass es zu mir paasste - und dann nach einer Weile zu wirken anfing.
      Erst viel später nach der der Diagnose sah ich, dass ich vieles schon damals "instinktiv" auf mein AS angepasst hatte.
      Heute arbeite ich nur bewusster damit, sonst hat sich nicht viel geändert.
      Was ich aber geändert hat, heute bin ich mehr ich, autistischer als früher, kann das aber besser kommunizieren, komme immer besser in der NT Welt klar, sogar besser als damals, als ich noch ungeeignet kompensierte. Lerne immer mehr dazu.
      Klar, es wäre nett gewesen, das schon früher gekonnt zu haben, vieles im Leben wäre vllt anders und leichter gewesen, aber dann wären auch andere Probleme entstanden, es ist ja nicht so, als ob alle NTs ein "leichtes Leben" hätten.
      Aber das Bedauern, oder sogar Hadern damit, dass es war, wie es war nutzt kein bisschen, sondern blockiert nur den Blick auf das, was jetzt die Ausgangslage ist und vor allem den auf dasm was ab jetzt möglich ist - wenn man da dran geht.

      Wer nach vorne gehen will und dabei ständig zurückschaut, stolpert nun mal ls über den kleinsten Stein, der vor einem auf dem Weg liegt. Das liegt aber nicht an dem Weg oder dem Stein der da liegt.
      Und Wegweise sieht man dann auch immer erst, wenn man dran vorbei ist.

      Das eigene bisherige Leben nicht so gehabt haben zu wollen, vehindert, das Jetzt anzunehmen und damit auch die Zukunft. Weil man nur das hat, was man darin erlebt und gelernt hat, was einen ins Jetzt in dem man gerade ist, gebracht hat.
      Und nur wenn man im eigenen Jetzt angekommen ist, kann es auch ein eigene Zukunft geben, die man selbst gestalten kann - mit dem, was man selbst mitbringt.

      Wer seine Vergangenheit ablehnt, lehnt damit auch alles ab, WAS darin gelernt wurde, wie man sich darin darin entwickelt hat, und damit sich selbst - so kommt man dann auch nicht weiter.
      Therapie bedeutet ja auch, nachzusehen, was in der Vergangenheit war, und zu lernen DAMIT zu leben, und sich selbst damit - und in Folge mit sich selbst - zu versöhnen. Um auf das zugreifen zu können, was schon da ist, und darauf aufbauen zu können. Zu entwerten, was man hat, bedeutet auch, sich selbst zu entwerten, dann zu denken, nicht zu "können".
      Erinnert mich allerdings an eine frühere WG-Kollegin, die meinte, sie könne nicht kochen, weil kein Salz da war, und ohne Salz könne man nicht kochen.
      Dabei waren Kühlschrank und Schränke voll, aber das alles war nichts "wert" für sie, und damit sinnlos, überhaupt anzufangen. Schuld daran war natürlich der Mitbewohner, der vergessen hatte, Salz mitzubringen, und jetzt war ja schon Wochenende und die Läden zu.....

      Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn es schon tolle Programme gegeben hätte für Spät-Diagnostizierte. Immerhin GIBT es heute schon so einiges für Autist*inen jeden Alters. Wäre ich als Kind diagnostisziert worden, hätte das meine Eltern nicht zu besseren gemacht, nur wäre mir mit der Begründung AS vermutlich noch mehr abgesprochen worden, und wenn ich dann auch noch all die "ich kann nicht weil AS" zu mir gedacht hätte, wäre ich heute wohl gar nicht mehr da.
      Heute würde die eine oder andere Uni das berücksichtigen, aber damals hätte ich vermutlich gar nicht angefangen zu studieren.
      Es war wie es war, ist jetzt wie es ist. Und so manche Probleme, die ich bei denen sehe, die lange ein "leichteres" Leben hatten, völlig schockiert und fassungslos davor stehen, dass es auch mal anders sein kann, die hatte ich nie bzw bin mit denen schon lange durch. An "Vieles ist eben nicht so einfach" und "dann muss ich eben andere Wege finden" bin ich zumindest lebenslang gewohnt, das schockt nix mehr.
      Lebenslange Routine in "ok, mal wieder, wenn nicht so, wie dann" ist ein enorm hilfreiches feature.
      Auch konnte ich im Rückblick feststellen, immer wenn ich an irgend was AS-Kompatibel ganz auf meine Art drangegangen war, dann klappte das auch irgendwann.
      Sobald ich aber mich nicht berücksichtigte, versuchte, das "wie die NTs" zu machen, dann klappte es nur mit extremer Mühe oder gar nicht.
      Es gilt also "nur" noch, darum heraus zu finden, wie auch anderes auf meine Art angehen.
      Wobei in der letzten Therapiestunde doch tatsächlich hrauskam, etwas, das mich bei einer Sache noch hindert, hat echt nix mit AS zu tun, da stand doch tatsächlich noch was altes von drüher dazwischen - also hab ich überlegt, wie damit umgehen, jetzt schiebe ich zur Zeit meditativ jedesmal, wennn ich das bemerke, meinen Vater beiseite und gehe an dem vorbei - und schon ist der Weg frei.
      Die Methode steht in keinem Lehrbuch oder Ratgeber.
      Ich werde demnächst 57 Jahre alt, habe 10 Jahre Therapieerfahrung, und freue mich wie Bolle, jetzt endlich was gefunden zu haben, um DIESES lebenslange Problem mal endlich anders als bisher angehen zu können.
      Aber, ohne die 10 Jahre und das Kennenlernen von, Arbeiten mit, und Modifizieren von unterschiedlichen Methoden hätte ich dafür nicht so schnell etwas finden können, als dieses Problemdetail endlich offensichtlich wurde.
      Freue mich schon auf die nächste Stunde in vier Wochen, auch Therapeut*innen hören gerne mal, dass ihre Arbeit effektiv war. :d Und mitfreuen wird sie sich auch :) Weil (lang) gewachsene krisenerprobte und bewährte therapeutische Beziehung, die man selbst auch aufnehmen muss, und ohne die Therapie sowieso erst gar nicht an die "Wurzeln der Übel" kommt, um diese nach und nach alle los zu werden. Völlig normal mit AS, für den Aufbau so einer Beziehung mehr Zeit zu brauchen, aber auch das, dabei lernt man ja auch was, das hilfreich ist.

      Therapie "bringt" - im Sinne von "liefert" - nichts. Sie ist eher wie eine der Auto-Werkstatätten für Selbstbastler. Mit Fachmenschen, die Hilfestellung geben, wie selbst die Birnchen wechseln, und später, wie ein Getriebe austauschen.
      Das Auto bringt man da ja auch selbst mit, muss sich das ansehen, akzeptieren, was alles gemacht werden muss, sich die Ersattzteile selbst besorgen, und dann selbst schrauben. Und irgendwann fährt die Kiste, stottert manchmal, nochmal schrauben, Routine darin kriegen - und dann hat man doch glatt mal blöderweise nur das Tanken vergessen :m(: ....und gar nix ist kaputt... :d
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Gestern kam bei Scobel eine interessante Sendung zum Thema Angst(störungen).
      Da wurde erwähnt, dass mit Konfrontation mehr oder weniger eine parallele, aber gute Erfahrung zu einem früheren traumatischen Erlebnis aufgebaut wird. Das ist aber langwierig und nicht immer erfolgreich.
      Einige der gezeigten Patienten hatten eine Tablette (Betablocker) bekommen, die bewirkt hat, dass die traumatische Erinnerung komplett unterdrückt wird und damit die neue Erfahrung fast komplett deren Platz einnehmen konnte. Darum reicht auch normalerweise genau diese eine Tablette aus, keine weiteren sind nötig.
      Vielleicht ist das ein nützlicher Ansatz, um die Angst in den Griff zu bekommen, ohne die Situationen immer und immer wieder als Konfrontation erleben zu müssen, wo dann nicht klar ist, ob man Angst vor der Situation hat oder einfach nur sensorisch überfordert ist.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_