Einzelne Arzt Praxen nur telefonisch erreichbar.

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    • Durkadenz wrote:

      Ich würde wahrscheinlich nur unter Androhung von Waffengewalt bei einem Therapeuten anrufen.Das ist genau das was mich abhält, obwohl es für mich eigentlich absolut notwendig wäre (hätten meine Eltern als ich kleiner war gehandelt wahrscheinlich nicht, aber das kann man jetzt eh nicht mehr ändern).
      Aber ich werde es nicht machen, und solange zu warten, bis ich für ne Einweisung reif bin, finde ich schon ziemlich hart
      Also entscheidest du dich jetzt und heute gegen das, was für dich jetzt und heute, wie du selbst erkennst, nötig ist und dir jetzt helfen würde,
      weil deine deine Eltern damals nicht getan haben, was damals nötig gewesen wäre und damals geholfen hätte....
      würdest es aber können, wenn dein Leben durch jemand anderen bedroht würde,
      und da das nicht passiert also lieber abwarten, bis du selbst gar nichts mehr entscheiden kannst
      und findest dann aber die Folgen deiner Entscheidung ziemlich hart?
      Du entscheidest und machst es also heute zu und mit dir selbst wie Mami und Papi damals zu dir, und erlebst dann natürlich genau gleiche. Keine Hilfe.

      Das ist hart - aber vor allem dieses "du gegen dich".
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Happy to be wrote:

      in wie weit jemand wirklich bereit ist, therapeutisch an sich zu arbeiten - das was in der Therapie Thema awerden kann, kann deutlich unangenehmer sein als "anrufen", und wenn schon bei "anrufen" keine Bereitschaft da ist zu unangenehm, wäre ja die Thherapie verschwendete Zeit auf Kosten der Menschen, die arbeiten wollen und den Termin dann nicht wahrnehmen können
      Tzz empfinde ich als diskriminierend.... wenn alle Menschen die gleichen Vorraussetzungen hätten, dann könnte man diese Erklärung überdenken...da dem aber nicht so ist, ist es schlichtweg ein Vor-/Verurteilen.

      Happy to be wrote:

      Auch bedeutet ja "dringend Hilfe brauchen", dass vorher der "noch nicht ganz so als dringend empfundene Hilfebedarf ignoriert/übergangen/nicht ernst genommen wurde.
      oder einfach was ernstes Vorgefallen ist, oder nicht wahrgenommen wurde, oder oder oder....

      Happy to be wrote:

      Das viele Menschen keine Hilfe bekommen, die dringend welche bräuchten, ist doch - so traurig das ist - in unserer Gesellschaft üblich.
      ja leider......seufz....

      Durkadenz wrote:

      Ich würde wahrscheinlich nur unter Androhung von Waffengewalt bei einem Therapeuten anrufen.
      Zur Not mit einem altmodischem Brief versuchen - ich könnte mir vorstellen das es Vielleicht! einen TherapeutIn "beeindruckt"
    • Happy to be wrote:

      Also entscheidest du dich jetzt und heute gegen das, was für dich jetzt und heute, wie du selbst erkennst, nötig ist und dir jetzt helfen würde,
      weil deine deine Eltern damals nicht getan haben, was damals nötig gewesen wäre und damals geholfen hätte....
      Nicht weil meine Eltern es nicht gemacht haben, sondern weil ich da anrufen möchte.
      Ich meine nur, dass ich als Kind definitiv Hilfe gebraucht hätte (und exakt das Gegenteil bekommen habe) und es meine aktuelle Situation einfach etwas schwieriger macht, dass damals nichts getan wurde.

      Happy to be wrote:

      würdest es aber können, wenn dein Leben durch jemand anderen bedroht würde,
      das war jetzt eher als Vergleich für die “Größe der Hürde“ gedacht. Nicht, dass ich mir das wünsche.

      Happy to be wrote:

      Du entscheidest und machst es also heute zu und mit dir selbst wie Mami und Papi damals zu dir, und erlebst dann natürlich genau gleiche. Keine Hilfe.

      Das ist hart - aber vor allem dieses "du gegen dich".
      Das war aber irgendwie bei mir immer schon so...
      Ich versuche es auch bei Ihnen immer wieder aber da ist nichts zu erreichen.
      Nur für den Schritt mir das wirklich selber zu suchen ist das Problem nicht akut genug. Das kommt erst in ca. 5 Jahren (das will ich eigentlich vermeiden).


      Wolke(n) am Himmel wrote:

      Zur Not mit einem altmodischem Brief versuchen - ich könnte mir vorstellen das es Vielleicht! einen TherapeutIn "beeindruckt"
      das ist schon ne ziemlich coole Idee. Aber ob fie zurück schreiben... :lol:
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • @Wolke(n) am Himmel

      jede*r frei arbeitende Therapeut*in kann selbst entscheiden, wen er*sie unter welchen Voraussetzungen Klient*in annimmt.
      Damit miteinander gearbeitet werden kann, muss ja eine therapeutische Beziehung entstehen.
      Auch von Seiten der TherapeutInnen aus.

      Ist vllt ein etwas sehr vereinfachender Vergleich, aber eine Frau, die nicht jedem Mann mit Bedarf, datet, nach dem der eine mail schreibt, diskrimiert diesen.

      Diskriminierung wäre, wenn es für Menschen, die nicht telefonieren, GAR keinen Zugang gibt zu Hilfe, WEIL sie nicht telefonieren.

      ABER Einrichtungen, die von staatlicher Seite aus für die Allgemeinversorgung zuständig sind, da kann man schlicht und einfach an der Tür klingeln bzw in die Ambulanz gehen.
      Allerdings auch da, wenn keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, gibt es auch dort wieder Wartezeiten,...
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    • Durkadenz wrote:


      Das war aber irgendwie bei mir immer schon so...
      Ich versuche es auch bei Ihnen immer wieder aber da ist nichts zu erreichen.
      Nur für den Schritt mir das wirklich selber zu suchen ist das Problem
      nicht akut genug. Das kommt erst in ca. 5 Jahren (das will ich
      eigentlich vermeiden).
      Das war bei mir - in meinem Leben - immer so - muss das immer so bleiben? wer sagt das?
      Du versuchst es bei DENEN - ohne Erfolg
      haben sie damals nicht, für dich nicht, für sich nicht
      machen sie heute nicht, für dich nicht, für sich nicht
      egal, was du DORT versuchst
      Therapieverweigernd, vllt therapieresistent.
      Das ist dein Vorbild. Oder das "heimliche Gebot". Motto "Wir haben sowas nicht nötig".
      Dem du als Kind folgen MUSSTEST. Ein Kind hat keine Wahl, es st dem ausgeliefert. Folgt es den Gebiten nicht, droht Strafe. Das macht Angst, die setzt sich unbewusst fest, wirkt weiter, zeigt sich dann auch anderswo....

      Mal ganz realistisch betrachtet, selbst wenn DIE heute etwas machen würden, es würde nichts ändern an dem, was bisher geschehen ist. Keine der Folgen, die das bisher für dich hatte, wäre damit verschwunden.

      So traurig das ist, alles was Eltern versemmelt haben, muss man später selbst bei sich berarbeiten und seelisch ordnen. Auf der einen Seite sehr ungerecht, auf der andere aber auch eine Chance.

      Ich könnte mir vorstellen, dass hier auch eine Rolle spielt, mit dem ich selbst einmal heftig gekämpft hatte.
      Display Spoiler
      Das war bei mir immer so - muss das so bleiben?
      Ich mache das, was für mich nötig wäre, nicht für mich.
      Ich mache es genauso wie sie. So wie sie zu mir, so ich zu mir.
      Ich folge brav dem "heimlichen Familien-Geboit" von damals.
      Und das nicht nur zum Thema Therapie.
      Was Mama und Papa nicht für mich getan haben, was sie nicht für tun, darf ich auch nicht selbst für mich tun. ich muss zu mir genauso sein wie diese zu mir.
      Mein Gefühl ist wie damals das "ich kann das nicht". Dazu die Angst. Eine sehr alte, tief sitzende, weil "göttliches Gebot" übertreten werden müsste.....

      Vor 36 Jahren am Anfang meines Studiums war ich mal völlig "durch den Wind" und ging in eine Ambulanz. Ich musste ein paar Fragebögen ausfüllen - und wurde wieder nach Hause geschickt.
      Das war wie ein Schlag ins Gesicht, machte miich wütend, ich schrieb ein "böses Gedicht", hielt irgendwie durch, und dann kam ein Brief mit einem Angebot für eine ambulante Therapie.
      Ich erinnere noch gut die erste Situzung, als ich zu erzählen begann, und die Therapeutin mich mittendrin fragte "Wer braucht eigentlich die Therapie, Sie oder ihre Eltern"
      Ich überlegte kurz und sagte "Eigentlich brauchen die eine, aber ich muss sie machen, weil ich nicht damit klarkomme, dass die nie in eine gehen werden". Es dauerte ca ein 3/4 Jahr, dann kam ich wieder klar (heute denke ich, ich hätte damals vllt länger dabei bleiben sollen).

      Das war der Beginn, die heimlichen Familiengebote/-flüche zu erkennen und zu brechen, um unabhängig von dem Irrsinn dort zu werden und dessen Folgen verschwinden zu lassen.
      (Ok, mich erwischte viel später ein anderer Irrsinn von jemand anderem, aber das Wissen, selbst etwas für sich dagegen und gegen die Folgen zun zu können, das hatte ich seit damals tief in mir drin - sogar als ich micht mehr bewusst daran erinnern konnte, es wirkte weiter, unbewusst und half mit, ohne dass ich das merkte und erst später bemerkte).

      Der "innere Freiheitskampf" beginnt immer mit dem ersten Verweigern der "Heimlichen Gebote" und demm ersten aktiven Überteten der "heimlichen Verbote", und zwar so lange, BIS man mit dem, was man selbst für sich tut, auch Erfolg hatte - und wenn es 100 Briefe und 100 Telefonversuche dauert, auch wenn es lange dauert, bis zum ersten Termin, auch wenn mehrere "ausprobiert" werden müssen, bis der*die geeignete gefunden ist. Alles, weil man das für sich selbst macht.

      Und noch was ganz Pragmatisches. Wenn du jetzt schon bei mehreren Praxen auf den Wartelisten stündest, wärst du auf jeden Fall schon drin und hättest jemanden, wenn in 5 Jahren wirklich jemand nötig ist. Der einen dann schon kennen würde,. wo ein Vertrauensverhältnis entstanden ist...
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Happy to be wrote:

      So traurig das ist, alles was Eltern versemmelt haben, muss man später selbst bei sich berarbeiten und seelisch ordnen. Auf der einen Seite sehr ungerecht, auf der andere aber auch eine Chance.
      Ich denke halt immer, dass sie noch eine Chance verdient haben. Meine Mutter versucht es, aber mein Vater ist das Desinteresse in Person (und er ist ja leider der Arzt - der immer viele Vorschläge hat aber kein einziges Versprechen einlöst, wodurch sich alles im Sand verläuft)...oder sagen wir er setzt halt andere Prioritäten. Fühlt sich aber übergangen und ist todesbeleidigt, wenn man dann einfach mal ohne ihn versucht weiter zu kommen. :m(:

      Die heimlichen Gebote hat glaube ich jede Familie... die perfekte Familie sein (bis es irgendwann richtig knallt). Deswegen wurde ich schon mal zum Therapeuten geschleppt. Damit die dafür sorgen, dass ich mich wieder vernünftig benehme. Es ging nie darum wie es mir geht, oder warum ich etwas tue was ich tue (eigentlich auch schlimm, dass die Therapeuten das Spiel mitgespielt haben - aber die können ja auch nicht alles wissen)

      Display Spoiler
      Ich widerspreche meinem Vater grade oft. Fühlt sich irgendwie mal richtig an, zumal ich auch auf einer vernünftigen Ebene diskutieren kann/darf.
      Mein Therapeuten Problem hat aber weniger mit den Geboten zu tun. Es würde keiner mitbekommen. Ich habe einfach viel zu viel Schiss. Ich hasse 1:1 Konversation aus denen ich nicht wegkann so extrem (mit meiner Mutter zusammen Auto fahren zählt da auch), dass ich da einfach richtig Panik bekomme. Ich war auch bei meinem Exfreund bei ein paar seiner Gespräche dabei. Ich habe einen kompletten Blackout davon. Ich habe keine Ahnung was da passiert ist, aber ich war so abwesend, dass ich nicht mal mitbekommen habe, als es vorbei war.
      Ich denke das ist das größere Problem. Und dann “freiwillig“ in so eine Situation zu gehen Bedarf eigentlich einer eigenen Therapie (da beißt sich der Hund in den Schwanz (RW).

      Und ich will ehrlich gesagt nicht, dass es in 5 Jahren so weit ist, weil ich den Schaden bei meinen Kindern vermeiden will...Vielleicht passiert gar nichts...Vielleicht geht's mächtig schief.
      Ich will mein gestörtes Denken in gewissen Situationen nicht weitergeben (und ich denke schon dass man Traumata durch gewisse Reaktionen weitergeben kann)
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Happy to be wrote:

      Die Frage ist, ob bei diesen dann eine ambulante Therapie ausreichen würde, oder ob nicht eher ein kurzeitiger stationärer Aufenthalt angesagt wäre.
      Ich bin einer der Menschen, die am Telefon teilweise komplett verstummen, dadurch telefoniere ich sehr ungern, nichts mehr sagen können und ich bin durchaus bereit in der Therapie zu arbeiten und ambulant reicht für mich vollkommen aus.
    • @Durkadenz
      Pragmatisch sein zu können, bei der Suche nach Unterstützung / Hilfe ist tatsächlich sehr, ähhm (Wort such)...Voteilhaft (gefunden^^)....
      Z.B. ganz pragmatisch Briefe schreiben und schauen was passiert...(ich habe das schon gemacht und hatte meine Email mit in den Brief geschrieben).
      Tatsächlich ist es bei vielen Therapeuten so, das Engagement, den Willen zur Therapie, Motivation sie "beeindruckt" (bei manchen ist es auch Vorraussetzung, aus verschiedenen Gründen)
      Da Telefonieren für mich eine "mächtige" Hürde/Barriere darstellt, ich aber Telefonieren "gelernt" habe und genügend Druck/Leid vorhanden war, habe ich auch schon Therapeuten angerufen....

      Die Zustände die du bezüglich Therapie beschreibst kenne ich und ja es ist definitiv eine Herrausforderung und war auch für mich lange und immer wieder eine Situation die für mich schwer auszuhalten war..... doch für mich hat es sich gelohnt, es stärkt mich letztlich! Ich würde Dir wünschen ähnlich "gute" Erfahrungen zu machen (und es war trotzdem "hard work")

      @Happy to be
      Ja natürlich kann das jeder Therapeut für sich entscheiden, und gerade weil ein Mangel an Therapeuten herrscht mit wenig Konkurrenz, können die sich es erlauben so vorzugehen. Wenn sie nicht wollen, müssen sie sich nicht aus der für sich festgelegten "Komfortzone" bewegen (ist total okay, doch so manch ein Therapeut könnte für sich noch mal genauer hinschauen, warum er/sie soviel "Motivation des Klienten" braucht....)

      Diskriminierung bezeichnet eine Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen nach Maßgabe bestimmter Wertvorstellungen oder aufgrund unreflektierter, z. T. auch unbewusster Einstellungen, Vorurteile oder emotionaler Assoziationen. (Quelle Wiki)

      Der Vergleich mit Frau und Mann hingt mehr als nur arg.

      Display Spoiler
      Ich kenne einige, überwiegend freischaffende Hebammen und bei dennen ist es auch so, dass sie frei wählen können wen sie "begleiten/versorgen/betreuen" und wen nicht. Die meisten Hebammen die ich kenne klammern nicht "Menschengruppen" aus weil..... Natürlich hat jede für sich aber auch zu schauen, weil sie Anfrage an Anfrage bekommen, die sie gar nicht alle "bedienen" können, wie sie damit umgehen und wie sie arbeiten damit sie nicht in "burnout" kommen. Wählen zu können ist eine echte Alternative, grenzt aber gleichzeitig auch aus. So manch eine "Privatpraxis macht es sich halt auch einfach nur einfach (ist natürlich ihr Recht).