Selbstgespräche

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    • Selbstgespräche

      Führst Du Selbstgespräche? 24
      1.  
        Ja (22) 92%
      2.  
        Nein (2) 8%
      Hallo AspergerInnen (ich spreche bewusst nur jene an),


      ich habe Fragen zu dem o.g. Thema.

      1. Macht ihr das?

      & falls ja:

      1a. Wie konditioniert ihr Euch das nur bei absoluter Einsamkeit zu machen?
      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?

      Sowie:

      2. Was ist der Inhalt?

      Zu mir:
      1. Ja.
      1a. Ich versuche es nur im geschlossenen Raum (Womo, Auto, Wohnraum), aber da ich oft alleine draußen bin und Contenance nicht meine Kernkompetenz ist…
      1b. Not yet.

      2. Bei mir geht es immer um zukünftige potentielle Gesprächssituationen mit wechselnden Partnern (je nach dem was so anstehen könnte). Dabei sind das tw. auch abwegige Kombinationen aus Thema und Partner (bspw. erkläre ich der Mutter eines Schulfreundes den Sinn von zwei Wassertanks im Wohnmobil - das juckt die gar nicht - geschweige denn dass es ein derartiges Gespräch jemals geben könnte).
      Manches Gespräch wiederholt sich mehrfach, andere gar nicht.
      Der imaginäre Gesprächspartner hat dabei null Redeanteil.
      Im Prinzip ist es kein direktes Selbstgespräch (mein interner Dialog läuft geräuschlos), sondern man könnte das eher als ein Formulierungsgebaren betrachten.

      Kennt das jemand?

      Ich schwanke ein wenig (je nach Tagesform) ob ich das einfach annehmen oder unterbinden sollte. Ich habe den Eindruck mir scheint das irgendwie wichtig zu sein und es scheint mich mitunter zu beruhigen, also (bis auf die Möglichkeit dass mich _deswegen_ jemand für verrückt hält) hat es eigentlich nur positive Effekte (soweit ich das jetzt beurteilen kann), was mich immer wieder zu dem Schluss bringt ‚lass laufen‘.

      Wie seht ihr das?
    • erutan wrote:

      1a. Wie konditioniert ihr Euch das nur bei absoluter Einsamkeit zu machen?
      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?

      Sowie:

      2. Was ist der Inhalt?
      1a. Ich mache es nur, wenn niemand dabei ist. Dafür muss ich nichts speziell tun.

      1b. Siehe 1a, sollte es dennoch wer mitbekommen und mich drauf ansprechen würde ich wohl sagen - uups, mit mir selbst geredet.

      2. Ich sage dann vor mich hin/in den Raum was ich jetzt vorhabe/mache. Den Sinn davon habe ich noch nicht rausgefunden, es passiert auch nur manchmal.
      Most great people have attained their greatest success just one step beyond their greatest failure.

      Napoleon Hill
    • Also ich mach Selbstgespräche. Meist wenn ich allein bin. Mittlerweile flutscht aber auch mal Wörter aus, wenn ich fast neben unbekannten Leute stehe.

      Inhaltlich.. hm ... gute Frage. Wenn ich mich über jemand aufrege, wenn ich so mit mir einfach rede
    • erutan wrote:

      1a. Wie konditioniert ihr Euch das nur bei absoluter Einsamkeit zu machen?
      gar nicht

      erutan wrote:

      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?
      nein

      erutan wrote:

      2. Was ist der Inhalt?
      laute Gedanken
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • erutan wrote:

      1. Macht ihr das?
      Ja

      erutan wrote:

      1a. Wie konditioniert ihr Euch das nur bei absoluter Einsamkeit zu machen?
      Es funktioniert meist, ohne das ich mich bewußt konditioniert habe.

      erutan wrote:

      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?
      nein

      erutan wrote:

      2. Was ist der Inhalt?
      Gesprächsvor- und nachbereitung, Alltagsprobleme,...
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Ich führe fast ständig Selbstgespräche oder kommentiere, was um mich herum passiert. Aber nur in meinem Kopf, in Gedanken, niemals laut.
      Als Kind wurde ich hart gerügt und bestraft, also habe mir abgewöhnt, sie nach draußen dringen zu lassen.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • erutan wrote:

      Hallo AspergerInnen (ich spreche bewusst nur jene an),
      Muss ich das verstehen? Heißt was? oder auch wen sprichst du damit nicht an?

      erutan wrote:

      1. Macht ihr das?
      Ja

      erutan wrote:

      1a. Wie konditioniert ihr Euch das nur bei absoluter Einsamkeit zu machen?
      ich konditioniere mich dazu nicht mehr, einfach nur weil es zu anstrengend ist und manchmal schaffe ich es totzdem nicht laut zu reden/denken. Solln die "Anderen" doch denken was sie wollen wenn sie mich hören.

      erutan wrote:

      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?
      Öhm, die Frage versteh ich auch nicht?
      Oder heißt das, wenn ihr beim Selbstgespräch "entdeckt" werdet wie reagiert ihr darauf, oder wie oder was?
      Oder soll das heißen, wie schaffe ich es am besten dabei entdeckt zu werden?

      erutan wrote:

      2. Was ist der Inhalt?
      Disskusionen mit mir selbst z.B. (alltägliche) Entscheidungsfindungen, Bewertungen...
      Gespräche Vor- und Nachbereitung z.B. Argumentationen, Erklärungen, Hinweise...
      Mich selbst erklären, damit ich mich besser verstehe. Manchmal aber leider auch mich selbst "runtermachen"
    • erutan wrote:

      Hallo AspergerInnen (ich spreche bewusst nur jene an),
      Da ich "nur" VA bin, habe ich nicht abgestimmt, schreibe aber trotzdem was dazu.



      erutan wrote:

      1. Macht ihr das?
      Ja, sehr oft.


      erutan wrote:

      1a. Wie konditioniert ihr Euch das nur bei absoluter Einsamkeit zu machen?
      Das klappt meistens automatisch. Da es auf der Arbeit stellenweise rel. laut ist, kann ich auch da schon mal Selbstgespräche führen, ohne das es einer mitkriegt.

      Und wenn doch:

      erutan wrote:

      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?
      Mit Humor "kontern". So in etwa: "Ja, ja.... das Alter... :nerved: Warte erst mal ab, bis Du so alt bist wie ich :d Selbstgespräche sind toll! Bedenklich wird es erst, wenn man was Neues erfährt... :lol: " Zum Glück "erwischt" mich aber nur ganz selten wer dabei. Auf der Arbeit ist der Inhalt aber normalerweise auch rein "planerisch", also was ich als nächstes machen muß.


      erutan wrote:

      2. Was ist der Inhalt?
      Überwiegend "planerisch", also was ich wie als nächstes machen muß / will.

      Entscheidungsfindungen.

      Wenn ich mich über was / wen aufrege oder ärgere.

      Ich entschuldige mich auch sehr oft bei Dingen, wenn ich mit ihnen aus Versehen etwas "grob" umgegangen bin... :nerved: (Autotür zu heftig zugeschlagen, etwas fallen gelassen usw...) :m(:

      Seltener "Gesprächsvor- und nachbereitung". Das mache ich meistens nur im Kopf.
    • 1a Ich hoffe mal, dass ich alleine bin - immer garantieren kann ich es nicht. Zu Hause bin ich aber dann alleine
      1b Es passiert selten, dass ich mal entdeckt werde. Meistens laufe ich währenddessen auch
      2 Entweder vergangene Gespräche, die ich durchgehe oder Dinge, die erst kommen um mir vorzustellen, wie das Gespräch ablaufen könnte. Es sind aber auch mal Gespräche, die ein wenig in einer Parallelwelt stattfinden also so was wie ich bin gerade glücklich mit einer Partnerin obwohl es diese Partnerin aktuell gar nicht gibt.
    • Wolke(n) am Himmel wrote:

      erutan wrote:

      Hallo AspergerInnen (ich spreche bewusst nur jene an),

      Muss ich das verstehen? Heißt was? oder auch wen sprichst du damit nicht an?
      Nun wenn ich die Asperger anspreche, spreche ich die nicht-Asperger nicht an.

      Wolke(n) am Himmel wrote:

      erutan wrote:

      1b. Habt Ihr einen Lösungsweg fürs ‚entdeckt werden‘?
      Öhm, die Frage versteh ich auch nicht?Oder heißt das, wenn ihr beim Selbstgespräch "entdeckt" werdet wie reagiert ihr darauf, oder wie oder was?
      Oder soll das heißen, wie schaffe ich es am besten dabei entdeckt zu werden?

      Das erste.



      Allen anderen Danke ich für die Beiträge, d.h. ich lass das erstmal laufen und genieße das ausnahmsweise tiefgründige Gespräch :)
    • Wolke(n) am Himmel wrote:

      erutan wrote:

      Nun wenn ich die Asperger anspreche, spreche ich die nicht-Asperger nicht an.
      danke für deine Antworten.Bin ich deiner Meinung nach als VA eine Aspergerin? oder entscheide ich das einfach selber?
      Tjo, ich weiss mittlerweile nichtmals mehr warum ich das einschränken wollte.
      Selbstgespräche ist ja ein nicht-Autismus-spezifisches Thema. Irgendwie machte das in dem Moment Sinn für mich, aber frag mich jetzt nicht mehr danach.
      Dein Input ist jedenfalls willkommen!!


      Backnetmaster wrote:

      Ich hatte es tatsächlich als auf ausschließlich weibliche begrenzte Ansprache aufgefasst, das große I in "AspergerInnen" ist mir erst jetzt aufgefallen.
      Auch nicht schlecht, diese Schreibweise habe ich hier so das erste mal verwendet...

      Also eigentlich ist für mich hier jede Meinung interessant. Solange nur genug andere sagen 'mach ich auch' fühle ich mich besser und hoffe es gelingt mir eher es mir zuzugestehen.
    • H. M. Murdock wrote:

      Die würde ich für mich als "inneren Dialog" bezeichnen
      Ahh :) Sehr gut, das gefällt mir und ist iwie "stimmig" für mich, Dankö :thumbup:

      erutan wrote:

      Dein Input ist jedenfalls willkommen!!
      :)
      Hauptsächlich passiert mir das "entdeckt" werden beim einkaufen oder zumindestens fallen mir da am ehesten die Blicke der Anderen auf....

      Tatsächlich reagiere ich unterschiedlich darauf, vermutlich je nachdem wie es mir geht (?).
      Manchmal amüsiere ich mich dann über die Blicke, manchmal ist es mir einfach egal, gleichgültig, manchmal erschrecke ich auch, dass es mir wieder "passiert" ist (laut zu reden, bewerten, diskutieren...z.B. "oh man es wird echt Zeit das es Butter wieder im Angebot gibt"), manchmal beginne ich einen "inneren Dialog"....