Nutzen des GdB

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    • Die Abgabe für nicht genug behinderte im Betrieb ist leider ein Witz... (214€ im Monat oder so) die müsste so hoch sein dass es sich nicht lohnt keine behinderten ein zu stellen... Und nicht durch Arbeit an wfbms vergeben ausgeglichen werden können.... Aber das bleibt Wunsch Denken... Seelisch behinderte sind in normalen betrieben nicht erwünscht.
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Lea wrote:

      Seelisch behinderte sind in normalen betrieben nicht erwünscht.
      Kann ich nicht bestätigen. Zumindest nicht bei Autismus. Wenn die Ausbildung stimmt. Ich wurde trotz hohem GdB und starken Einschränkungen eingestellt. Dazu müssen halt die Fähigkeiten und Ausbildung stimmen zu dem was das Unternehmen braucht.
    • Ich wurde auch zuvor mit GdB 50 (habe ich im Vorstellungsgespräch erwähnt) angestellt, gefragt hat von sich aus niemand. Es wurde dann gefragt ob mich das einschränkt, ich habe gesagt körperlich eher, ich brauche sich keinen besonderen Stuhl oder ähnliches, aber das wäre zb die Gelegenheit ein eigenes Büros abzusprechen.
      Dieses bekam ich dann sowieso meistens :d
      Autismus war nicht bekannt (bis jetzt nur Verdacht von 2 Psychiatern). GdB habe ich wegen "mentaler Leistungsminderung, chronifiziertes Kopfschmerzsyndrom, Schwindel, Kleinhirnzyste".
      Es wurde aber bei einer Firma im Nachhinein mein Arbeitsvertrag geändert, so dass ich 5 Tage weniger Urlaub als andere hatte (mit Sonderurlaub ja dann gleich viel).
      Dies wäre nötig damit ich im Team akzeptiert würde usw. (wobei ich ja eh Probleme habe, nicht mit der Akzeptanz, sondern mir fehlt schon generell das Gefühl ob ich akzeptiert bin oder nicht).
      Also ich habe als Softwareentwickler 4 Stellen in den letzten 12 Jahren mit Schwerbehindertenausweis gehabt.

      Dort, im IT Bereich ist es leicht möglich nicht aufzufallen, beziehungsweise ist die Akzeptanz dort generell höher für spezielle Charakter, Nerds, Narzissten usw, was aber im im Team usw zu Problemen führen kann.

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    • Schön wenn man nur Autismus hat, das hat das positivste Bild aller seelischen Krankheiten. Aber jetzt stell dir mal wen mit einer z. B. Psychose vor... Oder schon eine Depression reicht... Ich seh wieviele Leute in meinem Umfeld wegen sowas an der job suche scheitern...
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    • Lea wrote:

      Schön wenn man nur Autismus hat, das hat das positivste Bild aller seelischen Krankheiten. Aber jetzt stell dir mal wen mit einer z. B. Psychose vor... Oder schon eine Depression reicht...
      Ich habe noch zusätzlich schwere Depressionen und Zwänge. Und auch große Probleme auf der Arbeit. Aber es gibt halt Unternehmen, die sich drauf einlassen.
    • Lea wrote:

      Schön wenn man nur Autismus hat, das hat das positivste Bild aller seelischen Krankheiten.
      Ich kann verstehen und selbst nachvollziehen was du meinst.

      Mein Eindruck ist, man darf für den Chef/Betrieb keinen Aufwand darstellen. Man darf keine "Extrawürste" (RW) brauchen. Sobald man irgendwas hat, worauf der Betrieb eingehen muss, worum sich der Betrieb kümmern muss oder was Probleme machen könnte, hat man (meistens) schon verloren. Da kann es schon reichen dass man Autismus hat und der Betrieb sich denkt "das tue ich mir nicht an". Betriebe brauchen möglichst unkomplizierte Mitarbeiter, die ohne extra Aufwand zu verursachen ihren Job machen.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Das war vielleicht auch missverständlich, ich bin seit 2016 raus aus dem Beruf und krank mit schweren Depressionen und PTBS.
      Seitdem habe ich meine Wohnung kaum verlassen, max 10 mal freiwillig ohne Termin bzw einkaufen. (Arzt, Psychiater, Kinder, Gericht).

      Der Psychiater hat davor GdB 50-80 empfohlen und Rente wegen Depressionen und PTBS , jetzt kam das dann hinzu, dass ich das eben bemerkt habe, was mit mir los ist.
      Einen GdB würde ich wahrscheinlich nur wegen den psychischen Sachen nicht bekommen, beziehungsweise nur schwer, die Einschränkungen sind aber stärker als durch die Schmerzen die GdB50 und Umschulung "ermöglicht" haben.
      Autismus hätte ich auch keine Bedenken zu sagen beim Vorstellungsgespräch in der IT, Depressionen eher nicht, da man dann möglicherweise als potentieller AU Kandidat gesehen wird.

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    • Seelenlos wrote:

      Mein Eindruck ist, man darf für den Chef/Betrieb keinen Aufwand darstellen. Man darf keine "Extrawürste" (RW) brauchen. Sobald man irgendwas hat, worauf der Betrieb eingehen muss, worum sich der Betrieb kümmern muss oder was Probleme machen könnte, hat man (meistens) schon verloren. Da kann es schon reichen dass man Autismus hat und der Betrieb sich denkt "das tue ich mir nicht an". Betriebe brauchen möglichst unkomplizierte Mitarbeiter, die ohne extra Aufwand zu verursachen ihren Job machen.
      Bei mir ist das der Fall, ich stelle extra viel Aufwand dar, brauche extra Betreuung etc. Aber der Betrieb versucht sich dem zu stellen.
    • Lea wrote:

      Schön wenn man nur Autismus hat, das hat das positivste Bild aller seelischen Krankheiten.
      Ich denke es hängt stark von der Ausprägung des Aspergers ab was man hat, wie schwer es ist einen Job zu finden.
      Bei mir war immer das problem, das ich irgendwie aufgefallen bin, allein schon optisch, was mir scheinbar die Leute übel nehmen.
      Wenn man dann noch sich anders ausdrückt oder seltsam redet, andere Ansichten hat oder eine andere Einstellung oder offener seine Meinung sagt, kannst du das mit dem Job vergessen, jedenfalls in den meisten Bereichen.
      Das ist jedenfalls meine eigene Erfahrung.
      Bei mir war das meist so, das diese Erschöpfungszustände immer erst dann zustande kamen, nachdem es mit den Leuten auf der Arbeit auch nicht mehr so gut lief, oder sie sich nicht an ihre eigenen Absprachen gehalten haben. Letzteres führte bei mir eh zu Meltdowns, aber das ich ständig am Grübeln war und nachts nicht schlafen konnte, liegt meist an Konflikten zwischen anderen Mitarbeitern und mir.
      Ich wusste nur damals nicht das das wegen Asperger ist. Das ich eine Behinderung haben könnte, hatte ich aber im Verdacht.
      Allein schon wegen der häufigen Missverständnisse, was dann auch oft zu Konflikten führte.
      Das Unangenehme ist, das diese Missverständnisse bei der Arbeit passieren, also man erklärt mit was wie ich etwas machen soll oder was ich machen soll, ich verstehe es aber nicht richtig, mache es dann anders als gewünscht oder falsch und meistens kapiert keiner warum das jetzt passiert ist.
      Mir sind solche Situationen sehr unangenehm, und ich fühle mich dann meist selbst Schuld.
      Ich hatte dadurch oft die Gedanken ob ich zu blöd oder dumm für solche doch recht einfachen Aufgaben bin, und daher kam immer der Gedanke, sowas schafft doch selbst ein Teenager im Praktikum, warum kann ich sowas nicht, bin ich irgendwie behindert?
    • Lea wrote:

      Die Abgabe für nicht genug behinderte im Betrieb ist leider ein Witz
      Ja dem Stimme ich zu

      Lea wrote:

      Seelisch behinderte sind in normalen betrieben nicht erwünscht.
      Das empfinde ich stark verallgemeinert, aber ja die Tendenz ist stark vorhanden und bezieht sich allgemein auf Menschen mit "Einschränkungen/Behinderung" und viele andere diskriminierten Personen (natürlich nicht offiziell). Wir sind nicht die einzigsten Diskriminierten.

      Aber mal ernsthaft, wenn ich 5 Äpfel habe und wählen darf welchen ich esse, dann nehme ich in der Regel den, der mir am ehesten zusagt (lieblingssorte, frisch, qualität, ausehen, bio etc.). Wenn ich Hunger habe und keine große Auswahl, dann esse ich alles (wenns net grad verschimmelt ist)

      Ich habe 2 Stellen mit Angabe der "Schwerbehinderung" bekommen, allerdings wurde nicht die Art der Behinderung gefragt, ich hätte die "Psyche" angegeben, da ich ich nur hier diagnostiziert bin. Allerdings war ich auch noch im Modus "gut verkaufen" (also starkem masking)
      Eine der beiden Stellen wollte mich nach einem Jahr krank sein und dann auch um das wissen meiner "Psyche" trotzdem zurück (das masking war schon längst nicht mehr haltbar und trotzdem wollten sie mich zurück)

      Bei einer anderen Stelle, ich hatte noch keinen GdB, waren meine "psychischen und sozialen Probleme" auch bekannt - ich war eine vollwertige Kollegin.

      Für eine Kollegin mit starker Sehbehinderung wurde extra der Arbeitsplatz umgestellt und ausgerüstet (riesen Bildschirm, Schwenkarm mit Lupe etc.)

      Es ist möglich Nischen zu finden und ich hoffe das ich auch noch mal eine Nische finde (und nicht in die Vollrente rutsche)

      Lea wrote:

      Schön wenn man nur Autismus hat, das hat das positivste Bild aller seelischen Krankheiten.
      Es gibt noch einige, mehr oder weniger (an- oder un-) erkannte Narzissten ;)