Erfahrungen mit Pregabalin?

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    • Erfahrungen mit Pregabalin?

      Hallo, ich habe vom Doc wegen meiner Angststörung Pregablin verschrieben bekommen. Anfangen soll ich mit 25 mg. Gibt es hier Erfahrungen zu diesem Medikament was Wirkung und Nebenwirkung betrifft? Vielen Dank!
    • Ich hatte es mal in einer Klinik verschrieben bekommen. Ich erinnere mich nur noch daran, dass die Ärztin sagte, sie hoffe, dass ich die Nebenwirkung Euphorie davon bekommen würde.
      Vielleicht hatte ich (vorher) übermäßige soziale oder diffuse Ängste aber keine Panikattacken oder sowas.

      Bekommen habe ich dann aber Bartwuchs! Deswegen habe ich es wieder abgesetzt. An die Wirkungen kann ich mich nicht erinnern. Mir ging es zu der Zeit aber auch allgemein psychisch ziemlich schlecht und ich hatte auch noch andere Medikamente.
    • Wikipedia sagt zu den Nebenwirkungen:

      "Nebenwirkungen und AnwendungsbeschränkungenBearbeiten


      Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, nachlassende Aufmerksamkeit, Trunkenheitsgefühl, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Des Weiteren kann es zu verschwommenem Sehen, Doppeltsehen, Gleichgewichtsstörungen, Erektionsstörungen, Ödemen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Eine Gewichtszunahme ist häufig. Gelegentliche Nebenwirkungen sind Muskelzucken, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Kraftlosigkeit und Stürze. Selten auftretende Nebenwirkungen sind Schluckbeschwerden, hoher Blutzucker, Muskelschäden, Nierenversagen, Brustschmerzen und Veränderungen der Sicht (Tiefenwahrnehmung, Lichtblitze, optische Helligkeit). Weitere Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden und deren Häufigkeit nicht bestimmt werden kann, sind Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Änderung der Aufnahme von elektrischen Veränderungen (EKG) des Herzens, die mit Herzrhythmusstörungen zusammenhängen, Flüssigkeit in der Lunge, Verlust des Bewusstseins, Krampfanfälle sowie Überempfindlichkeits- und allergische Reaktionen.
      Nach Absetzen einer Pregabalin-Therapie wurden bei einigen Patienten zum Teil schwere Entzugs-Symptome festgestellt. Pregabalin sollte deshalb nicht plötzlich abgesetzt, sondern ausschleichend dosiert werden, da es sonst auch zu einer Häufung epileptischer Anfälle kommen kann. Benommenheit und Schläfrigkeit können vor allem bei älteren Patienten zu Stürzen führen.
      Es bestehen Hinweise auf ein Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin, entsprechende Berichte gibt es aus Deutschland[14][15][16] und Schweden.[17] Die Fachinformationen wurden um den Hinweis erweitert: „Fälle von nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit wurden berichtet. Bei Patienten mit Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten und der Patient sollte hinsichtlich Symptomen eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs, des Missbrauchs oder der Abhängigkeit von Pregabalin (...) überwacht werden.“
      Der Wirkstoff Pregabalin kann die Wirkung von ZNS-dämpfenden Substanzen wie Lorazepam und Alkohol verstärken, bis hin zu Atemschwäche (respiratorischer Insuffizienz) und Koma. Er verstärkt vermutlich auch kognitive und grobmotorische Beeinträchtigungen nach Einnahme von Oxycodon.[18]
      Eine gleichzeitige Verwendung von Pregabalin und oralen hormonellen Kontrazeptiva („Antibabypille“) ist möglich.
      Bei Niereninsuffizienz muss die Dosierung reduziert werden."

      Ich habe das auch mal gegen Ängste verschrieben bekommen, habe es aber nach einer Packung wieder bleiben lassen, weil ich keine nennenswerte Wirkung verspürt habe; damals galt es noch als nebenswirkungsarm und nicht abhängig machend... :m(:
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
    • Den Beipackzettel liest man am besten gar nicht durch, sondern probiert es aus und schaut was passiert.

      Besonders die seltenen Nebenwirkungen im Beipackzettel sind oft Einzelfallberichte, die der Hersteller in den Beipackzettel aufnehmen muss, obwohl oft nicht geklärt ist, ob das Medikament überhaupt die tatsächliche Ursache der Nebenwirkung war.

      Mit Pregabalin habe ich keine Erfahrung.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Den Beipackzettel liest man am besten gar nicht durch, sondern probiert es aus und schaut was passiert.
      Ja, super Idee. :sarcasm:

      Wenn die Nieren dann versagen, man einen Krampfanfall bekommt oder körperlich abhängig wird, darf man aber anschließend nicht jammern...
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      (Friedrich Nietzsche)
    • Wenn Vorerkrankungen da sind, die so etwas auslösen könnten, dann muss der Arzt das erwähnen bzw gar nicht erst verschreiben. Wenn nicht, ist das Risiko nicht höher als bei jedem anderen Patienten, und wenn man danach gehen würde, dürfte man ein Medikament überhaupt niemandem verschreiben. Die Medikamente haben aber einen Nutzen in den meisten Fällen, und das andere sind nur Nebenwirkungen, die in unterschiedlicher Häufigkeit auftreten oder eben nicht auftreten.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Es muss jeder selbst wissen, was er sich zumuten will. Pregabalin galt mal als nebenswirkungsarm und gut verträglich, was sich aber nach und nach zum genauen Gegenteil gewandelt hat. Mir persönlich wäre das Risiko eindeutig zu groß, dafür sind die möglichen Nebenwirkungen einfach ZU heftig.
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
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    • Ich lese auch immer (mindestens) den Beipackzettel und entscheide dann, ob die Hoffnung auf eine positive Wirkung des Medikaments für mich das Risiko von Nebenwirkungen übersteigt. Dabei berücksichtige ich sowohl die Wahrscheinlichkeit und Ausprägung einer positiven Wirkung. Und natürlich spielt eine Rolle, wie verzweifelt ich bin.

      Wenn andere Menschen Medikamente, die ihnen verschrieben werden, einnehmen ohne den Beipackzettel zu lesen, ist das aus meiner Sicht auch okay. (Ich glaube jedoch nicht, dass die behandelnden Ärzte immer den Überblick über die möglicherweise diversen Zipperlein und Überempfindlichkeiten, geschweige denn über die Medikamente, die der Patient ggf. sonst noch so nimmt, haben.)

      Aber jeder darf und sollte selbst entscheiden.
    • Es kann nicht jeder einigermaßen realistisch einschätzen, was im Beipackzettel steht.

      Wenn man wie hier ein Medikament gegen eine Angststörung nehmen soll, kann die Angststörung selbst beim Lesen des Beipackzettels dazu führen, es abzulehnen.

      Als ich einmal in einer Tagesklinik war, wurde auch auf Nachfrage kein Beipackzettel herausgegeben weil die Mitarbeiter wussten, dass ganz gleich welches Medikament danach abgelehnt wird.
    • Hallo,

      15 Jahre Erfahrung mit psychiatrischer Medikation hier, einmal malignes Neuroleptisches Syndrom erlebt(kann bei peglagabin nicht auftreten), quasi jede Nebenwirkung mal erlebt. Ich habe anfangs die möglichen Nebenwirkungen ich gelesen, und es sind viele aufgetreten. Später habe ich es dann gelassen und einfach die Medikamente genommen und dann entschieden ob das was besser geworden ist dem überwiegt was real schlechter geworden ist. Eines meiner aktuellen Medikamente kann Epilepsie auslösen. Beim anderen gibt es ungeklärte Todesfälle. Beide haben trotzdem mehr positive real Wirkung als negative.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ich finde es extrem wichtig, den Beipackzettel zu lesen. Ein Arzt verschrieb mir ein Medikament, wissentlich von meiner Allergie, das eine Kreuzallergie auslöst. (Also ein anderer Stoff, auf den mein Körper genau so allergisch reagiert wie auf die eigentliche Allergie). Er hatte es übersehen, vorher selbst nicht genau geguckt, keine Ahnung. Da war ich froh, dass ich vor der Einnahme selbst genau geguckt hatte. Fehler können auch bei Ärzten passieren und ich bin auch mit dafür verantwortlich selbst darauf zu achten, was ich einnehme.

      Man darf sich auch nicht (Nocebo) in die möglichen Nebenwirkungen hinein steigern. Es sind nur Hinweise, während der Einnahmedauer darauf zu achtem ob davon etwas eintritt.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • ich habe es letztes Jahr verschrieben bekommen wegen einer Nervenentzündung im Arm. Bei 50mg hatte ich keine Nebenwirkungen, ob es nun geholfen hat kann ich aber auch nicht genau sagen, denn dazu hatte ich noch zu viele andere Medikamente (Tilidin, Novaminsulfon, Rheumamedikament), aber nachdem es hoch dosiert wurde auf 75 mg bekam ich Bluthochdruck. Als die Schmerzen im Arm nach ca 3 Monaten endlich nachgelassen haben, habe ich alle Medikamente wieder abgesetzt.
    • phantom wrote:

      Hallo, ich habe vom Doc wegen meiner Angststörung Pregablin verschrieben bekommen. Anfangen soll ich mit 25 mg. Gibt es hier Erfahrungen zu diesem Medikament was Wirkung und Nebenwirkung betrifft? Vielen Dank!
      gutes Zeug. Hilft gegen die Panikanfälle. Fühlt sich an, als hätte ich permanent einen kleinen Schnaps drin. Verstärkt die Wirkung von Alkohol, den Du sonst trinkst. Bis auf leichte Wortfindungsstörungen keine nennenswerten Nebenwirkungen bei mir (75mg/100mg morgens/abends). Kann ich nur weiterempfehlen.