Sirenentest

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    • Genau das ist der Irrtum. Die Idee, Katastrophen seinen regional begrenzt. "Regional" kann riesige Gebiete umfassen, innerhalb dieser Gebiete kann sich ein unberechenbar unterschiedlich stark auswirken, siehe "Brände in Californien".
      Eine Katastrophe kann viele andere unterschiedliche initiieren, die weit über die jeweilige Region Folgen hat (GAU in AKW im Brandgebiet ) - und weltweite Katastrophen sind für viele nicht denkbar, solange sie selbst die konkreten Folgen nicht sehen/erleben.
      Es geht nicht nur Aspies an "Vorstellungsvermögen".
      Ich mag zwar keines haben nach ADOS, wenn ich mir zu ein paar willkürlich gewählten Dingen was komplett selbst ausdenken soll, bei Hochrechnungen von Fakten und deren Zusammenhängen und Wechselwirkungen fehlt da wenig - höchstens fehlen noch Fakten.

      Die Erde ist vor nicht allzu langer Zeit kurz vor einem Sonnenstum an der Stelle vorbeigehuscht, an der dieser die Umlaufbahn gekreuzt hat. Gerade noch mal rechtzeitig vor dem Laster über die Straße gekommen.

      Was nutzt die beste digitale Technik, davor noch mal kurz zuvor zu warnen? Aussage ist:
      "Wir warnen davor, dass alles nicht mehr funktioniert - und vor allem keine Warnsysteme"
      Also außer Handsirenen und Trommeln
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Nervenbündel wrote:

      Und wenn die alte WarnÄpp mit der neuen nicht mehr kompatibel ist?
      Auch wenn ich mit einem uralten Betriebssystem und einer uralten Programmversion eines Emailprogramms unterwegs bin, kann ich immer noch Emails empfangen. Das sollten Apps wie NINA auch garantieren können.

      Nervenbündel wrote:

      Oder die alte WarnÄpp systembedingt Sicherheitslücken hat?
      Solche Programme sollten von vornherein keine Sicherheitslücken haben. Das alte Androidversionen die u.U. haben - so what? Haben die neuen auch.

      So eine App soll nicht hübsch aussehen oder zig Einstellungs- und hübsche Bedienknöpfchen haben. Sie soll funktionieren, möglichst wenig Speicher belegen und idiotensicher und simpel sein. Wenn ich mir die Rezensionen von NINA ansehe, was es allein bei der Installation und Konfiguration für Probleme gab, das sollte nicht so sein. Wenn der Nutzer Postleitzahl eingibt, sollte das ausreichend sein.

      Aber moderne Apps sollen ja möglichst gut aussehen und möglichst viel können. Da sollten Programmieren wirklich mal zu den Basics zurückkehren.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Habe gestern sinngemäß gelesen:
      Es gibt nur zwei Menschentypen.
      Die, die begeistert ständig alle ihre smartphones und PCs usw. updaten,
      und die, die das hassen.

      Ich denke, leider sitzen in der Entwicklung nur erstere, die sich ihren zukünftigen Lustgewinn immer gleich mit einbauen. Auf Kosten der anderen.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Happy to be wrote:

      Genau das ist der Irrtum.
      Kein Irrtum. Ich arbeite in dieser Thematik. Es ist die Realität.

      Happy to be wrote:

      "Regional" kann riesige Gebiete umfassen, innerhalb dieser Gebiete kann sich ein unberechenbar unterschiedlich stark auswirken, siehe "Brände in Californien".
      Wir leben in Deutschland/Europa. Was in den USA passiert oder in Australien, ist in Europa (noch) nicht
      anwendbar für realistische Szenarienplanung.
      Wir hatten in Deutschland mehrere Waldbrände, angefangen vom Heidefeuer in den 70ern bis
      hin zu den Moorbränden vor ein paar Jahren (extrem gefährlich). Beides waren regionale Katastrophen,
      deren Ausbrechen schon in den benachbarten Bundesländern keine Auswirkungen hatten. Weder
      hinsichtlich der Gefahr noch der Vorbeugung für die Bürger. Nur die Einsatzkräfte wurden hinzugezogen,
      die werden aber nicht mit WarnApps benachrichtigt, sondern haben unabhängige eigene Meldewege.

      Happy to be wrote:

      Eine Katastrophe kann viele andere unterschiedliche initiieren, die weit über die jeweilige Region Folgen hat (GAU in AKW im Brandgebiet ) - und weltweite Katastrophen sind für viele nicht denkbar, solange sie selbst die konkreten Folgen nicht sehen/erleben.
      Mein Großvater pflegte dazu zu sagen: Ich kann mir auch den Finger in der Nase abbrechen.

      Weniger polemische Herangehensweise:
      Risiko = Schadenshöhe x Eintrittswahrscheinlichkeit.

      Für diese Betrachtung gibt es, genau wie für Klimaberechnungen, Szenarienprogramme, die man
      mit Realdaten beschicken kann, um diese Parameter zu erfassen. Dabei kommt dann heraus, daß
      es bei einem AKW bspw. mehrere Monate brennen muß, um den Reaktor zu gefährden. Beton ist
      nach wie vor, wie schon der II.WK gezeigt hat, ein recht zuverlässiger Brandschutz.

      Wenn herauskommt, daß die Schadenshöhe zwar enorm, die Eintrittswahrscheinlichkeit aber zu
      vernachlässigen ist, dann schickt man den Stoff nach Hollywood und zeigt ihn Steven Spielberg, aber
      er ist nicht Grundlage realistischer Planung.

      Szenarien, die eine Katastrophe nach sich ziehen, in deren Vorwege bundesweit gewarnt werden
      müßte, sind: AKW-Schmelze, Virenausbruch, Kriegsbeginn. Nur die Virengefahr hat eine signifikante
      Eintrittswahrscheinlichkeit, weil deren Eintreten massiv verzögert bemerkt wird. Alles andere
      hat Vorwarnzeiten, die den Einsatz einer Warn-App regional versetzt zulassen im Falle von AKW
      (Kann man an der Tschernobyl-Katastrophe gut nachvollziehen) und überflüssig machen im Fall
      von Kriegsbeginn (weil schon Wochen Vorlauf in allen Nachrichtenkanälen).

      Das Argument: Es könnte aber passieren, ist in dem Fall obsolet. Möglich ist alles. Aber die
      Wahrscheinlichkeiten bestimmen den Handlungsrahmen.

      Der Teil der Planung "Was soll Mensch denn überhaupt tun, wenn der Warnfall eintritt", ist
      dabei noch völlig außen vor gelassen. Die Menschen rufen nach Informationen und wenn die
      dann kommen, kaufen sie Nudeln und Klopapier. Wenn das das Ziel von Warnung war, dann
      will ich lieber nicht gewarnt werden oder nur dann, wenn es eh zu spät ist, damit ich wenigstens
      noch ans Meer fahren kann, bevor die Welt untergeht.
      Spontanität will wohlüberlegt sein.
    • Leseratte wrote:

      Auch wenn ich mit einem uralten Betriebssystem und einer uralten Programmversion eines Emailprogramms unterwegs bin, kann ich immer noch Emails empfangen. Das sollten Apps wie NINA auch garantieren können.
      Wer soll meine E-Mail-Adresse bekommen ?
      Wer soll die Verteilerlisten der E-Mail-Versender pflegen ?

      Ich weiß aus erster Hand, daß schon die Pflege der offiziellen Kanäle ein Problem ist, das regelmäßig unterschätzt
      wird. An der Thematik sind viele Menschen unterschiedlicher Art beteiligt. Jeder einzelne Mensch ist eine potentielle
      Fehlerquelle. So eine Verteilerliste ist spätestens nach drei Monaten Makulatur, wenn sie nicht regelmäßig gepflegt
      wird. Wer soll in HH etwa 1.5 Mio potentielle E-Mail-Empfänger regelmäßig kontaktieren, um den Datenabgleich zu
      bewerkstelligen ?

      Nur ein paar der Fargen, mit denen solche Ideen verbunden sind.

      Leseratte wrote:

      Solche Programme sollten von vornherein keine Sicherheitslücken haben.
      Das ist in etwa so realistisch, wie anzunehmen, der Pabst wird in den nächsten Monaten die Priesterehe genehmigen.

      Es gibt festgelegte Fehlerraten in Programmen. Das ist der Tatsache geschuldet, daß es keine fehlerfreien Menschen
      und ergo auch keinen fehlerfreien Maschinencode gibt.

      Fehlerraten in Softwarecodes
      Spontanität will wohlüberlegt sein.
    • @Fred Kasulzke

      Alarmwege haben Priorität im Telefonnetz. Diese Warn-Apps aber nicht, da das technisch nur normaler Datenverkehr ist. Ahnung habe ich nur von der Technik (ich bau so Systeme). Und da sage ich: Die grundarchitektur ist schon falsch. 30 Nachrichten darf ein System nicht zum Totalausfall bringen. Und so etwas hätte man vorher simulieren können.

      E-Mail-Verteiler sind leicht zu pflegdn, das bekommt jeder popelige Webshop hin (für Newsletter und Werbung)

      PS: Die Fehlerraten in Programmen sind festgestellt, nicht festgelegt. Und Fehler ist nicht gleich Fehler, aber ich glaube, hier mehr Details dazu zu schreiben, ist verschwendete Lebenszeit.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah

      The post was edited 1 time, last by hundefreund ().

    • Fred Kasulzke wrote:

      Wer soll meine E-Mail-Adresse bekommen ?
      Wer soll die Verteilerlisten der E-Mail-Versender pflegen ?
      Das mit den Emails war ein Beispiel. Die Warnapp hat deine Handynummer, so du sie installiert hast. Da muss nix gepflegt werden, das geht einfach an alle raus.

      Und rein theoretisch sollte es auch möglich sein, an alle Handynutzer eine SMS zu verschicken - dann sind auch die gewarnt, die keine Smartphones haben.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Leseratte wrote:


      Und rein theoretisch sollte es auch möglich sein, an alle Handynutzer eine SMS zu verschicken - dann sind auch die gewarnt, die keine Smartphones haben.
      Das geht nicht so leicht, denn der Durchsatz in unserem SMS-Netz ist recht gering. Das schnelle Zustellen klappt nur, weil alle zeitlich versetzt senden. An Neujahr merkst du, was passiert, wenn man jedem eine SMS sendet.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • hundefreund wrote:


      Alarmwege haben Priorität im Telefonnetz. Diese Warn-Apps aber nicht,

      Das habe ich auch nicht behauptet. Meine Aussage bezog sich auf Warnwege, die
      für die Leute, die mit Warnungen auch etwas anfangen können, bestimmt sind.
      Also Katastrophenstäbe, Mitarbeiter, die dafür einberufen werden müssen etc.

      hundefreund wrote:


      E-Mail-Verteiler sind leicht zu pflegdn, das bekommt jeder popelige Webshop hin (für Newsletter und Werbung)

      Wie hoch ist deren Fehlerquote ? Hast Du da Statistiken ? Gibt es da offizielle Mittelwerte ?

      hundefreund wrote:


      PS: Die Fehlerraten in Programmen sind festgestellt, nicht festgelegt. Und Fehler ist nicht gleich Fehler, aber ich glaube, hier mehr Details dazu zu schreiben, ist verschwendete Lebenszeit.
      Die Festlegung erfolgt aufgrund von empirischen Daten. Empirsche Daten entstammen
      der Realität und werden statistisch gemittelt. Daraus erfolgen solche Tabellen, die auch
      Grundlage von Verträgen zwischen Auftragnehmern und -gebern bei Softwareerstellung
      sind.

      Deine beleidigenden Äußerungen kannst Du Die besser schenken. _Das_ spart Lebenszeit.
      Spontanität will wohlüberlegt sein.
    • Leseratte wrote:

      ... Die Warnapp hat deine Handynummer, so du sie installiert hast. Da muss nix gepflegt werden, das geht einfach an alle raus.

      Du sprachst von E-Mail, nicht von Smartphone. Darauf bezog ich mich.

      Leseratte wrote:

      Und rein theoretisch sollte es auch möglich sein, an alle Handynutzer eine SMS zu verschicken - dann sind auch die gewarnt, die keine Smartphones haben.
      Eben. Theoretisch. Der alte Marschall Moltke sprach schon 1870:
      Jede strategische Planung endet mit der ersten Feinberührung.
      Gilt heute immer noch. Und der Warntag hat das eindrucksvoll belegt.
      Spontanität will wohlüberlegt sein.
    • Fred Kasulzke wrote:


      . Daraus erfolgen solche Tabellen, die auch
      Grundlage von Verträgen zwischen Auftragnehmern und -gebern bei Softwareerstellung
      sind.
      Hast du Beispiele für so Verträge? Ich hab davon bisher noch nie gehört, dass Fehleranzahlen pro Codezeilen festgelegt werden.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • Fred Kasulzke wrote:

      Du sprachst von E-Mail, nicht von Smartphone. Darauf bezog ich mich.
      Ich habe @Leserattes Beitrag als Beispiel verstanden -> Uralte E-Mail Programme können auch heute noch Mails empfangen und senden. Mit dem ganzen HTML-Kram, mit dem Mails "gepimpt" werden können, kommen sie zwar nicht mehr klar, aber das ist ja eigentlich auch nur überflüssiges Zeug. Für eine absolut schlichte Mail (reiner Text) soll es sogar für den C64 ein Programm geben...

      Und eine Warn-APP muß ja auch nicht viel können. Die soll einfach nur eine Warnung empfangen. Also reinen Text, ohne bunte, blinkende Bilder oder gar Videos.

      Mit dem technischen Hintergrund zum SMS-Versand kenne ich mich nicht aus. Das es nicht möglich ist (zumindest praktisch, in der Theorie dürfte es schon gehen, wenn die technischen Voraussetzungen geschaffen würden) zeitgleich an alle Handys eine SMS zu schicken verstehe ich schon. Muß aber auch gar nicht sein. Im Katastrophenfall wird der Versand privater Nachrichten unterdrückt und die frei werdenden Kapazitäten dann mit für die Warnnachricht benutzt. Zusätzlich könnte ja in "Wellen" verschickt werden. Zuerst werden die Handys bedient, die sich am nächsten der Katastrophenstelle befinden. Anschließend die, die ihren "Wohnsitz" in der Nähe der Katastrophenstelle haben, egal wo sich das Handy aktuell befindet. Danach dann schrittweise "alle" übrigen Handys, wenn nötig. Wenn im Ruhrgebiet eine Chemie-Bude abbrennt, dann ist so eine Nachricht für die Berliner wohl uninteressant.


      Und wenn es bei einer Übung (!) vielleicht auch ein oder zwei Stunden dauert, bis alle (!) Handys eine SMS bekommen haben, auch egal. Lässt sich in der Nachricht ja erklären, daß es bei der Übung durch die Benachrichtigung aller Handys zu Kapazitätsproblemen kommt. Hauptsache ist doch, daß überhaupt was ankommt.
    • hundefreund wrote:

      Fred Kasulzke wrote:

      . Daraus erfolgen solche Tabellen, die auch
      Grundlage von Verträgen zwischen Auftragnehmern und -gebern bei Softwareerstellung
      sind.
      Hast du Beispiele für so Verträge? Ich hab davon bisher noch nie gehört, dass Fehleranzahlen pro Codezeilen festgelegt werden.
      Da Verträge nicht veröffentlicht werden, kann es die nicht geben. Zumindest nicht in der Privatwirtschaft.

      Im Bereich der Verträge der öffentlichen Hand sind solche Passi oft Gegenstand von Verschwiegenheitsvereinbarungen,
      daher kann es auch sein, daß solche im Rahmen der Transparenzgesetze veröffentlichte Verträge diese nicht enthalten.
      Im Zweifel kann man in den jeweiligen Staatsarchiven der Länder und des Bundes nachfragen, wenn man weiß, welches
      Projekt man unter die Lupe nehmen möchte.

      Und die Fehlerquoten beziehen sich nicht auf einzelne Codezeilen, sondern auf 1.000 Codezeilen (Kilo-Lines of Code = KLOC)
      Sprich: Bei 4.000.000 Lines of Code in einem Großprojekt und einer KLOC-Rate von 5,0 bedeutet das, daß in dem Code
      20.000 Fehler stecken dürfen. Manche davon finden sich nie, weil bestimmte Routinen nur selten oder nicht in Kombination
      mit anderen Routinen ablaufen, manche finden sich nur in bestimmten Konstellationen, die erst nach Jahren entstehen und
      dann auffallen etc. pp.
      Spontanität will wohlüberlegt sein.
    • Leseratte wrote:

      Auch wenn ich mit einem uralten Betriebssystem und einer uralten Programmversion eines Emailprogramms unterwegs bin, kann ich immer noch Emails empfangen. Das sollten Apps wie NINA auch garantieren können.
      [...]
      Wenn ich mir die Rezensionen von NINA ansehe, was es allein bei der Installation und Konfiguration für Probleme gab, das sollte nicht so sein.
      Damit hast Du im Wesentlichen das Problem aufgezeigt.

      Wenn eine uralte Programmversion offiziell weiter unterstützt werden soll, muss sich jemand solchen Berichten wie "Lässt sich auf meinem Telefon X von Hersteller Y unter Android 4.1 nicht installieren" annehmen und eine Lösung für das Problem finden und eine entsprechende korrigierte Version nach weiteren Tests neu ausrollen.

      Wenn es dann halt nur noch einen User gibt, der solch eine Konfiguration verwendet steht Kosten/Aufwand in keinstem Verhältnis zum Nutzen mehr, besonders nicht wenn er sich drei Tage eh ein neues Phone kauft weil irgendeine andere App auch nicht mehr funktioniert. Es wäre günstiger, ihm ein Highend-Smartphone zu kaufen.
    • H. M. Murdock wrote:

      Und eine Warn-APP muß ja auch nicht viel können. Die soll einfach nur eine Warnung empfangen. Also reinen Text, ohne bunte, blinkende Bilder oder gar Videos.
      Wenn ich die Entwickler, die in der Presse zu Wort gekommen sind, richtig verstanden habe, dann
      bieten die Mobilephoneanbieter keine Abwärtskompatibilität an. Bestes Zeichen sind die verschwundenen
      Apps aus den jeweiligen Stores.

      Eine App, die für iOS 9 geschrieben ist, läuft unter iOS 13 nicht mehr. Und eine App, die für iOS 13
      entwickelt wurde, läuft nicht unter iOS 9. Die Menschen sind von der jahrelang gepflegten und für
      die Fehleranfälligkeit verantwortliche Abwärtskompatibilität aus der Microsoft/IBM-Welt verwöhnt.

      Bei Android und Apple gibt es das aber nicht. Wenn eine neue Software kommt und die Hardware
      die notwendigen Chipsets dafür nicht hat, gibt es die Software nicht. Deswegen verharrt mein iPad 1
      bei 9. irgendwas und ist daher nur noch ein Lesebuch. Die installierbaren Apps werden ständig weniger
      und verschwinden vom Desktop. So auch mein iPhone 5. Nur noch MP3-Player.
      Gleiches gilt bei meinem alten Windows-Phone. Telefonieren kann man aber mit beiden noch. :d

      Daß die Entwickler für jede noch im Markt befindliche Hardware Apps vorhalten, ist einerseits praxisfern
      und wird andererseits von den Hardwarenabietern auch unterbunden (siehe Appstore und Windows Store).
      Die Möglichkeiten, *.apks zu installieren, gibt es dort ja aus Sicherheitsgründen nicht.
      Spontanität will wohlüberlegt sein.

      The post was edited 1 time, last by Fred Kasulzke ().

    • Fred Kasulzke wrote:

      Die Menschen sind von der jahrelang gepflegten und für
      die Fehleranfälligkeit verantwortliche Abwärtskompatibilität aus der Microsoft/IBM-Welt verwöhnt.

      Bei Android und Apple gibt es das aber nicht. Wenn eine neue Software kommt und die Hardware
      die notwendigen Chipsets dafür nicht hat, gibt es die Software nicht.
      Da die Hard- und Software ja immer besser wird (so behaupten es zumindest die Hersteller ;) :d ), dürfte es doch kein Problem sein, einen "Emulator" einzubinden. Auf heutigen PC laufen ja auch (mehr oder weniger) problemlos Emulatoren für alle erdenklichen Videospiele und Heimcomputer aus der Vergangenheit.

      Da müsste natürlich auch die Politik aktiv werden. Im alltäglichen Leben wird alles "von denen" reguliert, vorgeschrieben und überwacht. Was kein CE-Kennzeichen hat, lässt der Zoll nicht durch. Egal wie unsinnig das ist. Beispiel -> KLICK :nerved: :lol:

      So wie ein einheitlicher Ladeanschluß für Smartphones beschlossen wurde, müssten die Politiker die Gerätehersteller dazu verpflichten, daß solche Warn-APPs auf den Geräten funktionieren. Wie schon geschrieben, so eine APP ist ja kein enorm anspruchsvolles Programm, welches auch noch andauernd weiter entwickelt werden müsste. Kann das Gerät das nicht -> keine Zulassung.

      Ich weiß, ich weiß... Das würde wohl noch etliche Jahre dauern, bis sich die Politiker da mal einig würden... Wenn überhaupt. :nerved:
    • Fred Kasulzke wrote:

      Und die Fehlerquoten beziehen sich nicht auf einzelne Codezeilen, sondern auf 1.000 Codezeilen (Kilo-Lines of Code = KLOC)
      Macht keinen Unterschied, ist trotz dem pro Zeile Code (die Zahlen haben nur ne andere Größe)


      Fred Kasulzke wrote:

      Da Verträge nicht veröffentlicht werden, kann es die nicht geben. Zumindest nicht in der Privatwirtschaft.
      Doch, es gibt durchaus Vertragsvorlagen, die werden veröffentlicht und da steht drin, was üblich ist.



      H. M. Murdock wrote:

      So wie ein einheitlicher Ladeanschluß für Smartphones beschlossen wurde, müssten die Politiker die Gerätehersteller dazu verpflichten, daß solche Warn-APPs auf den Geräten funktionieren.
      Dazu muss die Politik erst mal einen Standard festlegen. Nein, sie muss festlegen, dass der Standard genutzt wird und nicht was eigenes gebastelt wird. Den Standard unterstützen schon alle Smartphones und alle in den letzten Jahren verkauften Nicht-Smart-Phones. Hatte ich hier schon mal erwähnt:

      hundefreund wrote:

      So wie jedes Handy eine normale Webseite öffnen kann oder andere Handys anrufen kann (ups, halt, haben wir ja schon seit 20 Jahren, wird in USA, Kanada und vielen Ländern eingesetzt und von jedem Smartphone unterstützt)
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • hundefreund wrote:

      Dazu muss die Politik erst mal einen Standard festlegen. Nein, sie muss festlegen, dass der Standard genutzt wird und nicht was eigenes gebastelt wird. Den Standard unterstützen schon alle Smartphones und alle in den letzten Jahren verkauften Nicht-Smart-Phones.
      :thumbup: Richtig!



      EDIT:

      Standard nutzen wäre das Optimale (für den Kunden generell). Aber selbst wenn die Hersteller was ändern wollen, wäre auch das kein Problem. Voraussetzung müsste aber weiterhin sein -> Software, die für die Öffentlichkeit wichtig ist und zugänglich sein muß, müsste laufen, egal was die Hersteller selber dran basteln. Und diese "offizielle" Software hat mit oberster Priorität zu funktionieren. Also, bevor die Warn-APP wegen Energiesparen abgeschaltet wird, müsste alles Andere deaktiviert werden. Sonst würden die Hersteller die Software zwar einpflegen, aber so schnell wie möglich abschalten.

      The post was edited 1 time, last by H. M. Murdock ().

    • Leseratte wrote:

      Auch wenn ich mit einem uralten Betriebssystem und einer uralten Programmversion eines Emailprogramms unterwegs bin, kann ich immer noch Emails empfangen. Das sollten Apps wie NINA auch garantieren können.
      Das ist so ein wenig ein Vergleich mit Äppel und Birnen und Flaumen. Außerdem hat Email eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich und durch Erfahrung entstand das, was es heute ist. Mit einer WarnÄpp stehn wir da wohl noch am Anfang der Erfahrungsfindung. Generell ist es in der Softwareentwicklung schonmal so, dass man Erfahrung gesammelt hat und das spzifizierte Protokoll sich ändert. Später ändert man es nochmal und nochmal und irgendwann kommt der Zeitpunkt, weil das System sonst zu fett und träge wird, da schneidet man die alten Zöpfe ab (RW). Man kann nicht erwarten, dass alles von früher bis in alle Ewigkeiten funktioniert.

      Leseratte wrote:

      Solche Programme sollten von vornherein keine Sicherheitslücken haben. Das alte Androidversionen die u.U. haben - so what? Haben die neuen auch.
      Das ist Wunschdenken und irrealistisch. Wenn man sowas tatsächlich umsetzen will, muss man viel dafür viel bezahlen, weil das dann alles wesentlich länger dauert. Dazu kommt noch, dass man meint, dass die Äpp fehlerfrei ist aber dann kommt irgendeiner auf eine skurrile Idee und das ist dann ein Sicherheitsloch. Und es kann sein, dass man das mit der regulären Softwareentwicklung garnicht geflickt bekommt. kurzum, fehlerfreie Software = Fass ohne Boden.

      Leseratte wrote:

      Sie soll funktionieren, möglichst wenig Speicher belegen und idiotensicher und simpel sein. Wenn ich mir die Rezensionen von NINA ansehe, was es allein bei der Installation und Konfiguration für Probleme gab, das sollte nicht so sein. Wenn der Nutzer Postleitzahl eingibt, sollte das ausreichend sein.
      Das Softwareupdate von einem Flugzeug der Airbus/Boing-Sorte soll auch einfach sein und nicht hackbar. Diverse Profi-Hacker haben schon versucht, dass Zeug zu hacken, es hat aber nicht geklappt. Der Grund ist, die Software ist urmelalt, für das Update muss man nämlich in das Flugzeug rein und eine/mehrere Disketten mitnehmen und dann das Update einspielen.
      Aber das mit der Konfiguration und Installation ist auch eine Sache des Telefons, dass muss man bei der Entwicklung auch berücksichtigen. Bei dem Modell A muss man irgendwas auf eine spezielle Art machen, damit man das Ziel erreicht, beim Modell D geht das etwas anders und bei Modell F wieder anders. Das Modell J dagegen kann das garnicht und bei Modell E ist das leider ein Bug vom Gerät, den man irgendwie umschiffen muss. Und das ist ein Problem bei so vielen verschiedenen Modellen mit verschiedenen Betriebssystemen und auch die Versionen davon. Da kommen tausende von Möglichkeiten zusammen, bei denen das funktionieren muss. Wer will das garantieren? In der Regel hält man sich an die meist verwendeten Modelle und Betriebssystem und dessen Versionen, dann hat man vllt. 85% erreicht. Bei den restlichen 15% könnte es funktionieren oder auch nicht. Welcher Hersteller garantiert mir, dass auf meinem Fairphone 3 mit /e/ als Betriebssystem die xyz-Äpp läuft?

      Leseratte wrote:

      Aber moderne Apps sollen ja möglichst gut aussehen und möglichst viel können. Da sollten Programmieren wirklich mal zu den Basics zurückkehren.
      Und die Basics könnten dann eben die Sicherheitslücken enthalten, die keiner will aber damit wieder aufgerissen werden. Außerdem ist nicht immer "Basic" die akzeptierte Lösung. Autovergleich: Wer kauft heute noch ein Auto ohne ABS und Klimaanlage? Zum fahren braucht man das nicht, beide erhöhen aber die Fahrsicherheit.

      Fred Kasulzke wrote:

      Fehlerraten in Softwarecodes
      Interessant. In Webanwendungen und IT-Systeme klemmen die meisten Fehler. Das habe ich mir so ungefähr schon gedacht. Aber auch Entwicklungsumgebungen sind voll mit Bugs, das habe ich selber schon festgestellt. Eingebettete Systeme sind da weniger von betroffen, weil man nachdenken muss was man tut, Seiteneffekte im Blick haben usw. Und alle Programme unter 1000 Zeilen Code sind fehlerfrei. Meine meistens sowieso. :d

      Leseratte wrote:

      Und rein theoretisch sollte es auch möglich sein, an alle Handynutzer eine SMS zu verschicken - dann sind auch die gewarnt, die keine Smartphones haben.
      Und was ist mit denen, die überhaupt kein Mobilofon haben? Die werden nicht erreicht. Oder die, deren Akku gerade abgeschlafft hat? Oder die im (deutschen) Funkloch klemmen? Also das beste ist, die Sirenen heulen zu lassen.

      H. M. Murdock wrote:

      Mit dem ganzen HTML-Kram, mit dem Mails "gepimpt" werden können, kommen sie zwar nicht mehr klar, aber das ist ja eigentlich auch nur überflüssiges Zeug. Für eine absolut schlichte Mail (reiner Text) soll es sogar für den C64 ein Programm geben...
      Aber so schlichte Dinge können auch Probleme machen, denn irgendwelche Entwickler denken an den einfachsten Fall nicht und dann wird die Mail vllt. kaum oder schwer lesbar, weil eine Schriftart verwendet wird, die schon längst out of date ist.


      H. M. Murdock wrote:

      So wie ein einheitlicher Ladeanschluß für Smartphones beschlossen wurde, müssten die Politiker die Gerätehersteller dazu verpflichten, daß solche Warn-APPs auf den Geräten funktionieren.
      Soweit ich weiß, ich habe es nur mit einem Ohr mitbekommen, sollen in Android 11 solche Funktionen dazu gekommen sein. Auch iOS soll sowas eingebaut haben, also eine generelle Warn- bzw. Alarm-Funktion.
      Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Erasmus von Rotterdam (1465/1469 - 1536)
    • H. M. Murdock wrote:

      So wie ein einheitlicher Ladeanschluß für Smartphones beschlossen wurde, müssten die Politiker die Gerätehersteller dazu verpflichten, daß solche Warn-APPs auf den Geräten funktionieren.
      Erst einmal müsstest Du sie dazu verpflichten, das Gerät überhaupt ein paar Jahre zu pflegen.

      Sonst bist Du darauf angewiesen, dass der Hersteller ein Update ausrollt welches dafür sorgt dass die coole neue WarnApp nicht abgeschossen wird um Akku zu sparen, der Hersteller das aber nicht tut weil "ist ja schon ein Jahr alt, da kümmern wir uns nicht mehr drum".

      Wenn Du sie dazu bekommst, die Geräte ein paar Jahre zu pflegen kannst Du Dir den Großteil der Diskussionen hier auch sparen.