Sirenentest

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    • Ginome wrote:

      Ah! Das klingt dann schon anders. Zwei Versionssprünge sind dann doch eher normal.
      Ich verfolge den Markt nicht so sehr wie wohl Du, aber ich hatte schon den Eindruck, dass es nicht selbstverständlich ist. Um die Versionsnummern ging es mir da jetzt auch weniger, sondern: das Gerät kam 2017 auf den Markt und mir wird als Patchstand 01.07.2020 angezeigt. Es wurde (oder wird vielleicht sogar weiterhin, wir werden sehen) also drei Jahre gepflegt. Zumindest zum Kaufzeitpunkt war soetwas äußerst beachtlich, besonders in der Preisklasse wurden viele schon mit einer veralteten Version ausgeliefert ohne Aussicht auf je ein Update.

      Zurück zum Ausgangspunkt: ich habe nun also ein drei Jahre altes Phone und es ist nicht absehbar, dass der Staat bei seinen Apps den Support für Android 9 einstellt. Wenn der Hersteller seine Produkte also pflegt (pflegen muss), kann von alle 2 Jahre ein neues Gerät kaufen müssen damit die staatlichen Warn-Apps funktionieren keine Rede sein. Aber wir beide sind uns ja eh einig ;)
    • Ginome wrote:

      Dafür gibt es eben Leute, die das gelernt haben. Die gibt es auch im Computerbereich.
      Heißt: Wer nicht in der Lage ist sein Gerät auf dem aktuellsten Stand zu halten sollte sich jemanden suchen, und bezahlen, der das kann.
      Wenn ich mir für jedes (erzwungene) Update, daß nicht von selber durchlief, einen Computer-Spezi bestellen müsste, dann wäre bei mir ganz schön was los. Wenn ich mir so die angezeigten Updateverläufe meines Win 7 so in Erinnerung rufe...: "Update fehlerhaft" (oder so ähnlich). Da bei Microsoft sitzen doch die Computerexperten. Die habe ich doch schon dafür bezahlt. Wenn die es nicht mal hin kriegen, daß ein ganz normales Update ohne Probleme durchläuft, dann weiß ich es auch nicht.

      Wenn die Updates wenigstens problemlos durchlaufen würden, wäre das alles kein so großes Problem. Tun sie aber nicht. Und selbst wenn die Updates selber keinen Ärger machen, oft genug funktionierte danach dann eine andere Software nicht mehr (richtig). Also auch da wieder -> Fehler suchen, Update suchen, installieren und hoffen, daß es danach wieder funktioniert.


      Was wäre denn, wenn Du gezwungen würdest, alle paar Wochen einen neuen Wasserhahn zu installieren, weil sich der Härtegrad im Leitungswasser etwas geändert hat. Oder Du wechselst den Stromanbieter. Leider sind Deine Lampen, Lichtschalter usw. nicht kompatibel mit dem neuen Strom. Also austauschen. Kannst Du nicht? Ok, dann bestell Dir doch jemand, der das gelernt hat. Ist Dir auf Dauer wahrscheinlich zu teuer, aber vorallem zu umständlich. Also lässt Du das Wechseln des Stromanbieters bleiben, zahlst lieber etwas mehr, hast Dafür aber keine Arbeit, Ausgaben und Ärger wegen der Umrüstung.

      Und dann kommt der ganz neue Strom. Von allen Anbietern. Der ist jetzt soooo sauber, ohne Störungen, sehr gleichmäßiger Frequenzverlauf, keine Spannungsspitzen mehr usw. Jetzt musst Du wechseln. Du sagst zu den Anbietern: "Ich brauche euren neuen Strom nicht. Mich stört es nicht, wenn er etwas "schmutzig" ist. Bisher hat bei mir doch alles gut funktioniert." Dann sagen die zu Dir: "Pech gehabt. Immer diese Rückständigen. Darauf können wir keine Rücksicht nehmen." Dann sitzt Du eben bald im Dunkeln. Hmmmm... Hätte natürlich den Vorteil, daß man sich nicht mehr um irgendwelche Computer-Updates kümmern müsste... :lol:
    • Der Vergleich hinkt aber sehr.

      Ein veraltetes Betriebssystem ist ja nicht nur ein Risiko für den Benutzer. Es passiert ganz schnell, dass man zur Spam-/Malwareschleuder mutiert und damit gefährdet man ja auch das ganze Netz.

      Bei "normalen" Computern ist die Langlebigkeit ja eigentlich gegeben. Überlege mal wie ewig zB Windows XP supportet wurde.
      Und selbst nach dem Ende des normalen Supports räumt MS ja immer noch ein paar Jahre sicherheitsrelevante Updates ein.
      Man muss also gar nicht sofort umsteigen. Man kann in aller Ruhe die Kinderkrankheiten abwarten und später umsteigen.
      Das Beispiel meines Laptops war im Vergleich zu Smartphones gedacht. Der Laptop ist von 2003.
      Da "darf" man dann auch mal kein 100%ig passendes OS mehr finden.

      Bei Smartphones wollen die Hersteller verkaufen. Verkaufen können sie nur wenn die alten Geräte entweder die Leistung nicht mehr bringen oder eben veraltet sind. Letzteres kann man mit CustomRoms umgehen, erfordert aber ein wenig Können.
      Hier müsste angesetzt werden. Wenn die Geräte das neue OS nicht mehr schaffen dann ist es eben so. Aber wenn die Hardware das problemlos schafft warum dann das neue OS verweigern? Nur weil der Hersteller das OS mit Müll vollhaut und keinen Bock hat dafür Updates zu bauen?
      Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Haut Stockandroid drauf und updatet bis das Gerät es nicht mehr schafft.
      Das ist auch die Idee hinter Android One. Ein Gerät mit Android One garantiert zwei Versionssprünge.

      Ich habe btw mal nachgeschaut. Nokiasmartphones haben Android One. Das erklärt auch @L84s Updates.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Digital_Michael wrote:

      Ich weiß nicht, ob @hundefreund das bestätigen kann, aber m.W.n. (bzw. meiner Erfahrung von vor 20 Jahren) ist es schlicht so, dass man dafür (deutlich) mehr Aufwand betreiben müsste - sprich, ein Programmierer müsste viele Stunden länger an einem Programm schreiben, weil er nicht einfach die aktuellsten Bibliotheken einbinden kann sondern mühsam einzelne Teile aus älteren Bibliotheken einfügen muss. Mal ganz abgesehen davon, dass sowas oft auch eine Frage der Lizenzen ist. Mit anderen Worten: Es kostet richtig Schotter, weil es eine Maßanfertigung und nicht "von der Stange" (RW) ist.
      Nein, das Problem ist ein anderes:

      Es ist immer leichter, für eine sehr begrenzte Menge von verschiedenen Umgebungen etwas zu entwickeln. Jedes Endgerät und jede Umgebung muss tendenziell getestet werden oder könnte Fehler verursachen.

      Deshalb muss man die Umgebung einschränken. Und das macht man dann meist anhand von dem, was die meisten Nutzer nutzen. Also legt man zum Beispiel fest: „Geräte, die in den letzten 3 Jahren auf den Markt kamen“ (nach spätestens 3 Jahren hat der Durchschnittsdeutsche sein Smartphone ersetzt, entweder es ist kaputt gegangen oder er hat es durch mechanische Krafteinwirkung kaputt gemacht). Deshalb werden dann Apps so geschrieben, dass sie auf diesen Geräten laufen. Sie so zu schreiben, dass sie auf etwas älteren Geräten laufen, würde oft gar nicht so viel extra kosten - aber gerade beim Testen dann sehr viel mehr Aufwand machen. Das Problem kommt dann später: Die aktuellen Geräte können die alte Software irgendwann nicht mehr ausführen. Wenn ich also jetzt eine App schreibe, die auf 7 Jahre alten Geräten noch läuft, dann kann es sein, dass sie in 3 Jahren auf neuen nicht mehr geht. Wenn ich jetzt eine schreibe, die auf 3 Jahre alten Geräten noch läuft, hat sie unter gleichen Umständen noch 7 Jahre zu leben.

      Das Problem bei all dem ist aber, dass es hier nicht um eine App gehen sollte, sondern um einen Standard, der dann von allen Handys unterstützt wird und das am besten Weltweit. So wie jedes Handy eine normale Webseite öffnen kann oder andere Handys anrufen kann (ups, halt, haben wir ja schon seit 20 Jahren, wird in USA, Kanada und vielen Ländern eingesetzt und von jedem Smartphone unterstützt)

      Achtung, jetzt wird es politisch:
      Bei diesen Apps (sowohl Covid als auch die Warnapp) geht es um Wirtschaftsförderung und Augenwischerei. Für so eine App kann man der deutschen Wirtschaft schön etwas Beschäftigung geben. Und wenn etwas schief geht, kann man das auf die App schieben. Und dazu kommt, dass man mit der App - im Gegensatz zu Cell Broadcast u.ä. - sehr gut die Nutzerdaten sammeln kann. Bei der Covid-App hat das nicht geklappt (da haben die Datenschützer zu sehr drauf geachtet), aber bei einer Warn-App ist eine dauerhafte Verbindung zu einem zentralen Server notwendig. Und auch die Bestimmung der Position, weil man ja regionale Warnungen empfangen will. Also ein riesiger Topf von Bewegungsprofilen. Google hat so einen schon (dank der Google Standortbestimmung), seit Jahren wollen die staatlichen Stellen das auch.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • Seelenlos wrote:

      L84 wrote:

      Es ist fahrlässig, so ein altes OS überhaupt noch zu verwenden.
      Warum?
      Ginome hat es schon ganz gut erklärt. Wenn wir die allseits beliebten Autovergleiche bemühen wollen ist das so, wie wenn Dein Auto seit Jahren zum TÜV muss, Du das aber verweigerst obwohl Du weißt, dass die Bremsen nur noch manchmal funktionieren und die Polizei bittest, Dich trotzdem fahren zu lassen, weil das Auto ja eigentlich noch fahren kann und es für die Umwelt so besser wäre.

      Selbst wenn Du das alles eigenverantwortlich machst kannst Du aber nicht erwarten, dass andere sich in ein solches Auto setzen um für Dich zu testen, da sie damit wiederum sich selbst und ihr Umfeld gefährden.
    • Ginome wrote:

      Der Vergleich hinkt aber sehr.
      Hinken schon, gehen geht aber trotzdem noch :d

      Aber Du verstehst, was ich meine. Das irgend wann mal die Hardware wirklich nicht mehr unterstützt wird ist zwar ärgerlich, aber nicht zu vermeiden. Das das aber immer schneller so geht ist nicht ok, da sind wir uns ja auch (alle?) einig. Aber das die Softwarehersteller es nicht hin kriegen für aktuelle (!) Systeme funktionierende Updates bereit zu stellen, geht gar nicht. Das mal was schief geht, ok... Da ich oft genug Ärger wegen ganz normalen Updates hatte, stehe ich was das angeht immer auf der Bremse (RW).

      Alleine schon diese "Unsitte" bei Win 10, ungefragt Updates zu installieren, nervt mich sehr. Zumal der Rechner während der Installation nicht zu benutzen ist und die Updates rel. lange brauchen. Wenigstens lässt sich (seit kurzem?) die Suche und Installation der Updates etwas aufschieben.


      Und zu dieser Warn-App (NINA?)... Ich selber habe kein Smartphone, daher kenne ich sie nicht. Aber so eine APP dürfte doch keine großen Ansprüche an ein Betriebssystem haben. Wenn sie schon auf einer alten Version lief, braucht sie ja nur für die neueren angepasst werden. Die alte Version kann es doch weiterhin geben. Da muß doch nicht zwingend ein gigantischer Funktionsumfang drin sein. Das Teil soll warnen und mir nicht automatisch eine Route um die gerade aktuellen Katastrophen herum planen, bei Amazon die geeignete Schutzausrüstung + Notfallrationen (+ 15 Pakete WC-Papier :d ) bestellen und den in einer Cloud gespeicherten Nachruf zur Zeitung schicken. :fun:
    • Eben vergessen...

      Ginome wrote:

      Bei Smartphones wollen die Hersteller verkaufen. Verkaufen können sie nur wenn die alten Geräte entweder die Leistung nicht mehr bringen oder eben veraltet sind. Letzteres kann man mit CustomRoms umgehen, erfordert aber ein wenig Können.
      Hier müsste angesetzt werden.
      Genau. Tintenpisser Tintenstrahldrucker sind ja auch so ein schönes Beispiel. Nach einer festgelegten Seitenzahl schalten die sich ab, weil das (der?) Auffangfilz für die Düsenreinigung voll sein soll. Selbst wenn das (der?) Filz wirklich schon voll sein sollte, so ist der eigenhändige Austausch und ein Zurücksetzen nicht vorgesehen. Einschicken und vom Hersteller austauschen lohnt sich nicht, also -> Tonne und neuen kaufen. :frown:
    • H. M. Murdock wrote:

      Alleine schon diese "Unsitte" bei Win 10, ungefragt Updates zu installieren, nervt mich sehr.
      Schalte es halt aus? Nur Win10 Home gekauft? Tja.. Pech.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      Schalte es halt aus? Nur Win10 Home gekauft? Tja.. Pech.
      War (leider) so auf dem Notebook drauf. Aber auch da wieder: Muß ich vor dem Rechnerkauf ein "IT-Studium" machen damit ich mich für die richtige Software entscheiden kann? Wenn ich das richtig interpretiere, dann lässt sich bei Win 10 Pro (heißt das so?) diese Zwangsupdaterei abschalten? Warum dann nur bei Pro und nicht auch bei Home?

      Ich hätte ja keine Probleme mit regelmäßigen Updates, wenn es die Experten hin kriegen würden, daß die Update auch funktioniren.
    • Digital_Michael wrote:

      Wie kann es sein, das einem Leute zwar Endlosvorträge über
      Ernährungsweisen halten und auch noch um die Wirkung der hinterletzten
      Paleo-Bohne en detail Bescheid wissen, aber bezogen auf Computer
      beschränkt sich das Wissen darauf, den Ein-/Ausschalter zu finden.
      Kann ich dir sagen :d
      Ich bin ja so eine, der es leichter fällt, mir den Mikrogarten auf dem Balkon anzulegen, als über "es funktioniert was nicht, also "ausmachen/anschalten", und wenn das nicht funktioniert, Akku rausnehmen, wieder reintun, anschalten", und wenn das nicht funktioniert, jemanden fragen, der sich damit nicht auskennt, hinausgekommen ist :d
      Nieman würde einen Mikrogarten anlegen, wenn dauernd irgendein Wissen vorausgesetzt wird, und dann ungeduldige bis abwertende Kommentare kommen, weil man nicht weiß.
      Bei "wie lege ich einen Mikrogarten an, stöhnt niemand auf, wenn er gefagt wird, "welche Erde denn", oder über die Verblüffung, dass vielleicht gedüngt werden muss".
      Oder anders, Leute mir Mofa-Kenntnissen sollen Panzer fahren können, und kriegenn genarvte Kommentre, wenn sie nicht wissen wie. Und dann lernen sie das so gut wie möglich "on the Jobb" , tricksen sich da rein, ist es nicht mehr der Panzer, sndern ein Flugzeugträger. Und dann "genervtes "wieso arbeitest du dich da nicht rein".
      Selbst Basiskenntnisse nutzen nichts mehr, wenn man mal den Anschluss verpasst. Ergebnis ist das Gleiche.
      Ich sage gerne mal "Erkläre es jemandem, der nicht mehr Kenntnisse hat, als damals zu der Zeit Nicht-TI-ler*nnen hatten, als es das erste neue Motorola Razr erschien.
      de.wikipedia.org/wiki/Liste_vo…Datei:RAZR_V3i_opened.JPG
      :d
      Das ist dann aber kaum vorstellbar für denjenigen, der erklären soll - also dort nicht wissen, wie das erklären, Ungeduld und dann "Du bist ja..., du willst nur nicht... - oder Du lebst hinter dem Mond" :d
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • H. M. Murdock wrote:

      Warum schaffen es Leute, die oben angeführten Punkte (Computerkram) hinzukriegen, können aber keinen Nagel gerade in die Wand hauen,
      Ich würde am liebsten am 16.9. mal bei Conrad Electronic im Laden vorbeischauen. Dort bekommen Computerfreaks, die mit 5 Schlägen einen großen Nagel vollständig in einem Stück Holz versenken, einen 10€ Gutschein. Aber ich fürchte, es kommen ohnehin nur Multitalente, die Technik UND Handwerk beherrschen. ;)

      Seelenlos wrote:

      Eine neuere Version des Betriebssystems reicht nicht, man müsste bei älteren Geräten z.B. auch den Arbeitsspeicher aufrüsten.
      Andersrum: Eine neue Version des Betriebssystems wäre eigentlich gar nicht nötig - wenn die Hersteller der Geräte die Sicherheitsupdates von Google in ihre verpfuschten Versionen einbauen würden. So gut wie kein Hersteller spielt einfach nur Android drauf und verkauft seine Geräte so. Das würde es nämlich extrem einfach machen, die updates nachzuliefern. Aber man will sich ja mit Anpassungen von der Konkurrenz abheben und versaut das reine Betriebssystem bis zur Unpflegbarkeit.

      Ginome wrote:

      Schalte es halt aus? Nur Win10 Home gekauft? Tja.. Pech.
      So oft wie MS die Art und Weise des "ausschaltens" ändert, ist das ein ewiges Katz- und Maus-Spiel. Ich ziehe meist das Netzwerkkabel, wenn ich nur mal kurz Windows booten will, um irgendwas nachzuschauen. Zu groß ist die Gefahr, dass ich sonst ein "forciertes Ausschalten" in Angriff nehmen muss oder wegen verstopfter Leitung gar nichts mehr geht.
      Ein Betriebssystem, was dem Nutzer die Kontrolle über seine Benutzbarkeit entzieht, ist für mich kaputt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Dort bekommen Computerfreaks, die mit 5 Schlägen einen großen Nagel vollständig in einem Stück Holz versenken, einen 10€ Gutschein.
      Moooommmmeeeeennnnttt! :o Darf man auch etwas C4 nutzen, um den Nagel (oder gleich mehrere) ins Holz zu mythbustern? :twisted: Falls der Hammer(schlag) zwingend erforderlich ist, könnte man ja mit einem Silberhämmerchen den Auslösetaster betätigen !? :d

      Ich meine: Warum erfinden die Menschen all diese tollen Werkzeuge und Gadgets, um dann doch wie unsere Höhlenmenschenvorfahren mit Muskeln atavistisch zu arbeiten? :roll:

      :fun:
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:

      The post was edited 1 time, last by Digital_Michael ().

    • H. M. Murdock wrote:

      können aber keinen Nagel gerade in die Wand hauen,
      Ob der Nagel gerade oder schief in der Wand sitzt, ist egal - Hauptsache, er hält den Bilderrahmen. Ich will damit ja nicht den ersten Platz in einer Kunstausstellung machen oder für meine Performance 10 Punkte in der B-Note erhalten. ;) :d

      H. M. Murdock wrote:

      Räder und bei der Gelegenheit auch das Öl + Filter am Auto wechseln,
      Kann ich - auch bei LKW, Motorrädern und (alten) Traktoren. Hab' ich teilweise schon häufiger gemacht, bevor ich überhaupt selber einen Führerschein hatte. Komisch eigentlich: Weil Autos im Alltag so wichtig sind/waren, wurde einem das schon früh beigebracht. Beim LKW- Führerschein ist es sogar so, dass dazu eine praktische Technikprüfung gehört(e?). :roll:
      Aber weil Computer (ob nun Desktop, Notebook, Tablet oder Smartphone, etc,) ja quasi kaum eine Rolle in unserem Alltag spielen - verglichen alleine mit der Zeit, in der wir im Leben Nägel in Wände schlagen - ist da wirklich jede Stunde des Lernens vergeudet und man liest in der Zeit doch lieber die Angebote aller Elektronikmärkte der Umgebung, um den Toaster mit dem besten Preis/ Leistungs- Verhältnis zu finden. Oder den neuesten Beitrag aus dem Journal der vergleichenden Religionswissenschaften. x( :sarcasm: :fun:

      H. M. Murdock wrote:

      eine alte Schlagbohrmaschine reparieren,
      Damit ginge ich zum Repair-Café und würde begierig lauschen und tüfteln, um das Ding wieder in Gang zu bringen.

      Happy to be wrote:

      Nieman würde einen Mikrogarten anlegen, wenn dauernd irgendein Wissen vorausgesetzt wird, und dann ungeduldige bis abwertende Kommentare kommen, weil man nicht weiß.
      Bei "wie lege ich einen Mikrogarten an, stöhnt niemand auf, wenn er gefagt wird, "welche Erde denn", oder über die Verblüffung, dass vielleicht gedüngt werden muss".
      Öhm ... ich kam just auf das Beispiel "Micro-Garten", weil ich mir überlegt habe, sowas vielleicht anzulegen und -lo and behold - ich hab' mir ein Einsteiger-Buch besorgt, das hier auf meinem Schreibtisch steht. Nicht anders war das damals erst mal mit dem Computer (laaaaaange, bevor es das RAZR gab ;) ): Mein Vater hatte das Ding gekauft, und ich mir ein Buch zum Betriebssystem.
      Als ich dann mehr wissen wollte (das waren noch prä-Bobbele-Zeiten*), habe ich denjenigen an meiner Schule/ im gesamten Ort gefragt, der die meiste Ahnung davon hatte (mit großer Sicherheit auch ein Autist). Und lass es mich so ausdrücken: Seine Methoden würde man nicht unbedingt unter "empfohlen" in einem pädagogischen Lehrbuch finden. Aber ich hatte dadurch eine rasante Lernkurve: Bestenfalls die Hälfte verstand ich, wenn er mir was erklärte, aber dann habe ich mir einfach Bücher geschnappt, um die Lücken zu ergänzen. Oder ich habe ihn stumpf mit Nachfragen genervt; wobei das nur begrenzt möglich war bevor er völlig dicht machte (RW) und er einen entnervt wegschickte mit: "Das ist mir zu blöd! Lern doch erst mal XYZ! (Wobei XYZ in der Regel irgendwas abschätzig Gemeintes war)".

      Naja, worauf ich damit hinaus will ist: Wenn es den Leuten wirklich wichtig wäre, dann würden sie sich einfach mal ein Buch schnappen und anfangen, zu lernen. Ein Rad zu wechseln, Petersilie und Schnittlauch zu ziehen oder auf einem Smartphone das Betriebssystem zu wechseln unterscheidet sich nicht im Schwierigkeitslevel - aber aus einem mir unverständlichen Grund heraus betrachten viele den Umgang mit Computern als eine Art Voodoo, welcher nur Eingeweihten mit speziellen Gaben zugänglich ist.

      Happy to be wrote:

      Selbst Basiskenntnisse nutzen nichts mehr, wenn man mal den Anschluss verpasst.
      Genau da irrst Du gewaltig! :d Das Internet bspw. funktioniert im Wesentlichen immer noch so, wie vor 20, 25 Jahren. Mein Novell Dos Buch habe ich irgendwann dem Recycling zugeführt, aber mein O'Reilly TCP/IP Buch habe ich noch immer. Das scheint mir eher eine mentale/ psychologische Sache zu sein: Leute verstehen nicht - weil es anders aussieht - dass ein Smartphone letztlich nur ein Computer ist. Und ob ich nun auf ein Icon clicke oder einen Befehl in ein Textfenster schreibe unterscheidet sich prinzipiell auch nicht. Nur weil bspw. ein Notebook mit Windows ausgeliefert wird, kann man trotzdem Linux darauf installieren. Oder entsprechend Android auf einem iPhone.

      *Das hat wohl mehr damit zu tun, wie den Menschen das seit um die Jahrtausendwende verkauft wird: "Plug and Play" oder eben ein Boris Becker mit "Bin ich schon drin?" Was dabei unerwähnt bleibt hat @hundefreund schön erklärt: Dann muss man eben auch konstant in der marktattraktivsten Schiene bleiben.
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • L84, online sind sich Fachleute uneinig, wie schlimm ein veraltetes Android wirklich ist. Von "macht gar nichts" bis "Handy nicht mehr nutzen" sind da alle Meinungen vertreten. Ich finde man sollte "die Kirche im Dorf lassen" (RW). Die Frage wie schlimm ein veraltetes System ist, kann man nicht pauschal beantworten.

      Digital_Michael, ich finde deine Ansicht sehr einseitig. Es gibt Menschen, die tun sich mit manchem einfach schwer. Vielleicht bist du jemand, bei dem einlesen reicht um etwas zu Können, aber das ist nicht bei jedem so. Manchen ist das vielleicht auch einfach nicht wichtig.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Wenn ich es mir recht überlege - früher war es selbstverständlich, dass man zum Auto auch gleich das passende "Wie helfe ich mir selbst" (WHIMS) gekauft hat, um die täglichen kleinen Fehler besser zu verstehen bzw. die oft nötigen Wartungsarbeiten selbst durchführen zu können. Da war es noch nicht üblich, dass das Auto die 20.000km bis zur nächsten Wartung fast ohne Probleme durchhielt, wie das heute der Fall ist.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ich verstehe grundsätzlich nicht, warum Geld für Apps rausgeschmissen wird, die viele Menschen gar nicht nutzen (können). Alte Menschen wie meine Mutter und mein Onkel sind abgehängt. Arme Menschen können sich nicht ständig neue Telefone kaufen, auch die sind abgehängt. Die beste Methode wäre gewesen, einfach die bestehenden Sirenen zu erhalten, das war unschlagbar in der Reichweite und direkten Hörbarkeit für alle. Nun dürfte nur noch ein Bruchteil der Sirenen bestehen, das ist natürlich sehr schade. Was spricht gegen flächendeckende Neu-Installation und der Entwicklung eines einfachen Zusatz-Systems für Hörgeschädigte? Wäre womöglich billiger als weitere Flop-Apps, erreicht dafür jeden.
      equo ne credite
    • Eines der größten Mißverständnisse ist wohl in diesem Segment, zu erwarten, daß die Unternehmen irgend
      etwas tun, was die Kunden vollständig zufriedenstellt.

      1. Wäre das aus Sicht der Kaufleute völlig widersinnig, weil dann die laufenden Einnahmen wegfielen.

      2. Ist das nicht das Unternehmensziel.

      Ziel ist die Generierung von Einnahmen. Und das wird voll erfüllt. Egal, ob die Firma Samsung, Apple oder
      Microsoft heißt. Das Zeug wird gekauft wie geschnitten Brot. Und die ganze Gemeinde lechzt bei Erscheinen
      einens neuen $Produkt danach, ob jetzt endlich Forderung X, Y und Z erfüllt sind. Und wenn es dann
      wie üblich nur X ist, dann ärgern sich alle, geben trotzdem $x-beliebige-hohe-Summe aus und trösten sich
      damit, daß Y und Z dann in der nächsten Version bestimmt dabei sind. Y kommt dann bei der nächsten und
      Z bei der übernächsten. Und schon sind laufende Einnahmen sichergestellt. Statt $Summe für Funktion X, Y
      und Z ausgegeben resp. eingenommen zu haben, sind $Summe*3 geflossen. Läuft. Und alle machen mit.

      Wenn ab morgen die Nachfrage nach Holzklötzchen mit dem Aufdruck "Scheiße" der absolute Trendrenner
      wären, gäbe es übermorgen Holzklötzchen mit "Scheiße" drauf und die Mahagoni-Version mit Apfel drauf für
      den dreifachen Preis, wie die Konkurrenzprodukte.

      It's the economy, stupid. :d
      Spontanität will wohlüberlegt sein.