Fehldiagnosen

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    • Fehldiagnosen

      Hallo ihr Lieben
      Schon oft habe ich hier in den Beiträgen von Fehldiagnosen gelesen. Ich frage mich dann immer wie die Betreffenden damit umgegangen sind bzw was sie dann gemacht haben.
      Ich wäre total überfordert. Mag es mir jemand erklären?
    • Wenn man sich in den Beschreibungen einer bereits gestellten Diagnose nicht wiederfindet, sondern etwas anderes bei sich vermutet, dann kann man entsprechende Spezialisten kontaktieren, die in der Regel in sogenannten Sprechstunden arbeiten, z.B. Autismus-Sprechstunde, AD(H)S-Sprechstunde oder sonstige Sprechstunden.
    • Elementarteilchen wrote:

      Schon oft habe ich hier in den Beiträgen von Fehldiagnosen gelesen. Ich frage mich dann immer wie die Betreffenden damit umgegangen sind bzw was sie dann gemacht haben.
      Ich denke es hängt viel davon ab wie "offiziell" die Diagnose ist und ob sie praktische Auswirkungen hat. Auch eine richtige (stimmige) Diagnose kann man ablehnen wenn man will (sich nicht weiter darum kümmern, oder versuchen die Diagnose einfach zu "vergessen"). Auch eine Fehldiagnose kann und sollte man ablehnen, wenn sie gar nicht zu einem zu passen scheint. Wenn die "Diagnostikerin" eine Therapeutin ist dann sollte man die Falschheit der Diagnose besprechen und klären um was es sich handelt, weil sonst wird die Therapie beeinträchtigt.
    • Ich dachte, die Frage ist, wie man damit umging, wenn sich herausstellte, dass man vorher eine Fehldiagnose hatte. So liest es sich für mich von der Formulierung her. Die bisherigen Antworten gehen aber von einer anderen Fragestellung aus, wie mir scheint. Vielleicht kannst du ( @Elementarteilchen) etwas genauer erklären, was du wissen willst.
      Vielleicht verstehen andere, die es betrifft, auch nicht so recht, worum es dir eigentlich geht und können daher nicht antworten.
    • Nun, zuerst muss man ja selbst Hinweise finden dass man falsch diagnostiziert wurde nicht? Ich konnte mir bislang nicht vorstellen wie man sich dann verhält, das wurde hier ja etwas erklärt.
      Bei mir selbst war es ja zunächst so dass die Ärzte dachten ich sei nur depressiv. Irgendwann waren aber andere Symptome im Vordergrund. Ich selbst wäre nur nicht darauf gekommen die Diagnose des Arztes in Frage zu stellen .
    • Elementarteilchen wrote:

      Bei mir selbst war es ja zunächst so dass die Ärzte dachten ich sei nur depressiv.
      Die Ärzte gehen zuerst (als Hypothese) davon aus dass man ziemlich "normal" ist und dass das Problem ein eher typisches ist, weil die meisten Patienten eher normal sind (fast definitionsgemäß). Auch wenn man ein Psychopath wäre würde der Arzt wahrscheinlich viele andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen bevor er eine so heftige Diagnose geben würde. Meine erste "Diagnose" im Leben (vor sehr vielen Jahren) war auch "Depression" obwohl ich nicht deprimiert war und nachher sagte ein Therapeut ich hätte ein schlechtes Selbstbild oder mangelndes Selbstwertgefühl und wäre deswegen so ratlos bei der Partner(in)suche, dann kam die Einschätzung Zurückgebliebenheit in der sozialen Entwicklung bei ansonsten guter Intelligenz. Verschiedene Menschen und Beratern haben mir später einen nicht näher bestimmten Bedarf nach Therapie attestiert ("Sie sind beschädigt/falsch/unwissend/nicht richtig/hatten schlechte Eltern usw"). Zumindest in vergangenen Jahrzehnten gab es die Möglichkeit nicht dass das bisschen Autismus das man später diagnostiziert bekommen hat hätte diagnostiziert werden können und deswegen nehme ich es inzwischen mit ziemlicher Gelassenheit dass niemand mich aus diesem Blickwinkel angeschaut hat damals und nicht diagnostiziert hat (es gab den Begriff nicht).
    • @Elementarteilchen Du hast geschrieben: "Ich wäre total überfordert." - jetzt scheint es so, dass du bei dir selbst von einer Fehldiagnose sprichst. Also BIST du überfordert damit?
      Ich werde aus deinen Beiträgen weiterhin nicht schlau. Was genau willst du denn wissen? Und was soll man dir erklären?
    • Elementarteilchen wrote:

      Bei mir selbst war es ja zunächst so dass die Ärzte dachten ich sei nur depressiv. Irgendwann waren aber andere Symptome im Vordergrund. Ich selbst wäre nur nicht darauf gekommen die Diagnose des Arztes in Frage zu stellen .
      Absolut richtig, zuerst fangen Ärzte mit dem üblichen Schema einer Therapie an. Manche merken irgendwann, sie kommen nicht weiter. Andere machen immer weiter, egal ob es was bringt oder nicht. Irgendwann merkt man selber, ob da noch was anderes ist oder nicht. Bei mir war das zumindest so. Unzählige Therapiestunden führten zu nichts. Ich verzweifelte. Ich war am Abgrund. Ich drängte. Ich wollte wissen, was mit mir los ist. Eines Tages meinte mein Psychiater, ich hätte autistische Züge und das sollte abgeklärt werden. So kam es nach vielen Jahren als Depressiver und ohne erkennbare Besserung zum Termin in der Uniklinik Freiburg. Dort wurde ich dann als Asperger diagnostiziert.
      How you gonna win, when you ain't right within? - Lauryn Hill

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    • Ich bin heute sehr froh darüber, dass ich nicht gleich die Diagnose Asperger hatte.

      Eher waren die nacheinaner folgenden Diagnosen und die dazu gehörige jeweilige Therapie wie ein "Arbeiten durch die Schichten hin zum AS. Mit den jeweils für diese Schicht geeigneten Instrumenenten.
      Natürlich hat keine der Therapien "alles gut" gemacht. Therapie macht ja nie FÜR einen was gut, sondern hilft, etwas für sich selbst besser machen zu können als vorher.
      Aber aus jeder konnte ich wichtiges über mich lernen und für mich mitnehmen.
      Was ich zu Angststörung gelernt hatte hilft heute z.B. bei Overloads.
      Das aus der Therapie zu Depression hilft mir, wenn ich mir aufgrund von AS-Macken, mit denen ich noch nicht gut umgehen kann und mit denen ich mir was versaue, mal wieder völlig unfähig vorkomme. :m(: :d
      Die Trauma-Therapie hat mich gelehrt, mich nicht von Gefühlen so extrem beeindrucken zu lassen und sie nicht festzuhalten oder mich gar darin "einzurichten".
      Das "unfähig" fühlt sich absolut und immer und ewig an - ich weiß aber, das es nur ein Moment ist, der sich so anfühlt aufgrund eines situativen Auslösers. Das Gefühl wird wieder enden - und ich kann sogar etwas dafür, also für mich tun, damit es schneller endet und anderes wieder gefühlt wird.
      Natürlich war in jeder Therapie auch immer etwas, das nicht "passte". Das gab aber Gelegenheit, herauszufnden, WAS denn wirklich passen könnte.
      Ich denke, ohne die Therapie wäre AS erst gar nicht entdeckt worden.
      Jede hatte ihre Grenzen, an denen sich nur nächsten "entlanggehangelt" wurde, bis dann diese Öffnung da war, durch die endlich alles logisch aussah. Jetzt ist "nur noch" die Frage, wie da ganz hindurch.

      Auch fällt mir gerade ein, dass lange vorher mal ein Arzt meinte, ich könne depressiv sein. Das lehnte ich vehemt ab, ich "fühlte" mich ja nicht schlecht. dass ich damals schon in der ständigen Überfordernung war, das allerdings, weil ja "ausgehalten" als "meine Stärke" umdefinierte, und eher mehr von mir verlangte, um diese "Stärke" mehr spüren zu können, weil sie nicht zu spüren in eine selbst gefühlte Depression geführt hätte, war mir ja damals nicht klar.
      Es hat dann nich einiges gebraucht an Überforderungen, bis irgendwann wirklich "nichts mehr ging" und ich dann selbst die Depression auch fühlte.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Vieleicht kommen dir die 4 Jahre bis zum Erkennen jetzt, wo die Diagnose noch so frisch ist, ein bisschen wie "verlorene Zeit vor, in der man viel mehr hätte erreichen können"

      Bei mir waren es 8 1/2 Jahre, der erste Verdacht wurde nicht von meiner Therapeutin geäußert, und sie hatte mich zum Glück nicht entmutigt, sondern meinte nur, wenn es mit zu meiner Sicherheit dient, dann solle ich Diagnostik durchführen lassen.
      Um dann echt verblüfft zu sein, was dabei herausgekommen war.

      Aber, die Grundlage und das gegenseitige Vertrauen (immerhin hatte sie mir geglaubt, dass aus mehreren Gründen eine Klinik für mich nicht in Frage kommt, trotz der damaligen Suizidalität, was ja auch für sie ein hohes Risiko war) sorgte dafür, dass wir einfach nur etwas am gemeinsamen Arbeiten umstellten - und sogar lachen konnten im Rückblick auf die gemeinsame Geschichte - weil sich jetzt für uns beide manche Situationen erklärten, bei denen wir ja völlig unterschiedliche Ansichten hatten.

      Die Vorstellung, einen jahrzehntelangen Diagnose- und Therapie-Marathon hinter sich zu haben, mit immer neuen Personen, ohne diese Vertrauensbasis, dafür immer mehr Misstrauen gegen Therapeut*innen, dann von AS zu erfahren und sich dann auf die Suche nach einem geeigneten Fachmenschen zu machen - viele gibt s ja nicht....
      ich bin enorm dankbar, dass mir das erspart geblieben ist. Und auch, dass meine Therapeutin sich erst von mir informieren ließ und sich dann selbst weiter fortgebildet hat.
      Einiges in der Art zu arbeiten hat sich verändert, anderes wird mehr berücksichtigt, aber es war dafür diese stabile Grundlage da, die sich andere ja erst erarbeiten müssen, wenn sie endlich eine*e Therapeut*in finden.

      Gerade wenn man sehr gut gelernt hat, AS zu verbergen, das ja rein instinktiv macht, wird das auch in einer Diagnostik oder Therapie nicht gleich sichtbar. Der automatische Überlebensreflex ist einfach zu stark. Ohne die Sicherheit, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man zeigt, was wirklich ist, zeigt sich das ja nicht - oft weiß oder merkt man das bei vielem ja bei sich selbst gar nicht, weil seit Kindheit dauerunterdrückt. Oder verbirgt es ganz schnell wieder, weil es nicht in das Bild passt, wie man meint, sein zu müssen.
      Ich muss nur daran denken, als ich die ersten Male dort war - erschreckend in der Erinnerung, wie weit das von meinem Ich entfernt war, während ich dachte, doch wirklich ganz Ich zu sein.
      Würde ich heute so einer Frau begegnen und das beobachten, hätte ich enormes Mitlgefühl bis Mitleid mit ihr, und hoffen, dass sie genauso viel Glück hat wie ich es hatte.

      Zeit, in der mehr hätte sein können - das klingt irgendwie nach dem alten "Nicht gut genug", mit dem man lebenslang bisher herumgelaufen ist. Und nach dem Wunsch nach "perfekt" und "effektiv"...und der Sache mit der Geduld....mit anderen, mit sich....
      was ja auch alles schon immer wiederkehrendes Thema in der Therapie zu Depression ist.
      Hier macht es keinen Unterschied, egal ob für die Krankenkassse nach F32-F34, oder nach F 84 abgerechnet wird.
      Mit dem Wissen um Autismus, kommen nur noch ein paar neue Aspekte dazu, die jetzt auch berücksichtigt werden können. Ein burn-out hat immer große depressive Anteile mit im Gepäck, auch der autistische burn-out.
      Abarbeiten kann man ja sowieso nur eins nach dem anderen.
      Depression ist jedoch das, was einen am stärksten daran hindern kann, sich überhaupt mal an die "autistischen Macken" heran zu trauen und an einem geeigneteren Umgang mit diesen zu diesen zu arbeiten.
      Man könnte die Therapie davor auch als Training sehen für das, was jetzt anliegt.
      Die Frage nach dem halb leeren oder halb vollen Glas, bei der oft vergessen wird, dass ein halb volles/leeres ja völlig ausreichen kann, damit schon mal der schlimmste Durst weg ist, um dann weiteres Wasser und eine stetige Quelle suchen zu können :)

      Am schönsten wäre natürlich gewesen, die Diagnose schon als Kind gehabt zu haben - wenn denn dann die Umwelt die auch verstanden hätte und es eine Autismus richtig berücksichtigende Umwelt gewesen wäre, in der Eltern, Lehrer*innen, Arbeitgeber*innen alle gewusst hätten, wie das umzusetzen gewesen wäre.....
      real hätte das ganz anders ausgesehen - und ist ja auch heute noch nicht so. Obwohl schon viel besser als noch vor zwei Jahren, vor vier, vor acht, vor...
      früher Diagnostizierte hatten es damals nicht wirklich besser.
      Das hilft mir zu sagen "es ist gut, so wie es war und es ist gut, dass es so ist, wie es heute ist" :)
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    • Backnetmaster wrote:

      Bei mir wurde zuerst Anpassungsstörung, dann Burnout dann Depressive episoden schwere Phase und Verdacht auf PTBS festgestellt, ich habe aber von Anfang an Medikamente abgelehnt aufgrund meiner speziellen Situation (habe diese bei einer früheren Depression (eig auch nicht wirklich korrekt, da mit Anlass bzw Auslöser) bereits erfolglos getestet, diesmal eben wieder mit Auslöser.

      Ich denke aber auch dass Medikamente in so einem Fall, also mit Autismus maximal unterstütztend verwendet werden sollten.
      Für mich war das zb ein Riesenproblem dass ich bei einer Psychiaterin im Erstgespräch nur Fragebogen ausgefüllt hatte (die waren wirklich verheerend und ich bin da fast zusammengebrochen als ich das alles schwarz auf weiß gesehen habe, meine Antworten gebündelt).

      Aber sie wollte dann sofort, ohne das zu besprechen, und eben auch überhaupt meine Situation erfragen Medikamente verordnen, weswegen ich sofort abgebrochen habe.

      Bei mir ist es aber auch keine allgemeingültige Aussage, es ist auch keine Depression eben, so wie ihr es auch beschreibt.
      Ich habe wirklich teilweise Panikattacken bei Zeitungsberichten oder wenn ich meine Situation überdenke, ich bringe auch alles damit in Verbindung bzw ist das so extrem dass ich eigentlich permanent daran denke.


      Ich persönlich, habe auch Dyspraxie, besonders eben auch die Kleinhirnfehlbildung.
      Ich muss Gefühlt eigentlich alles bewusst machen, ebenso wie die Gedanken filtern , ich habe deshalb schon alleine extreme Bedenken, dort ein Medikament ansetzen zu lassen.
      Also, bei mir sehr ähnlich, bin seit 3 Jahren bei dem Psychiater.
      Es gab auch mit ihm teilweise starke Kommunikationsprobleme übrigens.
      Man muss auch dazu sagen, dass die auslösende Situation bis heute andauert und sich noch massiv verschärft hatte, es ist also auch nicht die Schuld des Psychiaters.
      ich denke er hatte bestimmt auch den Verdacht, den er aber wegen der Situation nicht geäußert hat.

      The post was edited 2 times, last by Backnetmaster ().

    • Elementarteilchen wrote:

      möchtest du die Situation schildern?
      Meine Geschichte, Autismusverdacht, Kleinhirnzyste
      Hier steht es, relativ weit unten.
      Geht um die Entfremdung meiner Kinder (Exfrau über Heiratsanzeige, da ich noch nie eine Beziehung selbständig aufbauen konnte, ich wusste nur nicht soo genau warum. Auch mit Augenkontakt hatte ich immer massive Probleme), also 2016 gab es immer größere Probleme, der Sohn rief in meiner Arbeit an und bat mich weinend nach Hause zu kommen, mehrmals, ich hatte kein gutes Gefühl mehr das Haus zu verlassen (hatte generell immer massive Probleme mit Sozialkontakt, öffentliche Verkehrsmittel).
      Ich bekam den ersten Burnout (2002 hatte ich die Diagnose der Fehlbildung (Dandy-Walker-Variante oder sowas) und war auch sehr down, Antidepressiva, Neuroleptika und unzählige Schmerzmitel wurden getestet, auch Opiate, in der Zeit kam es zur Depressionen, ich wurde Berufsunfähig, hab dann eine Umschulung gemacht und 10 Jahre gearbeitet)
      Aktuell ist der Sohn rechtswidrig seit 18 Monaten vorläufig im Waisenhaus, nachdem mir zuvor trotz Sorgerecht alle Möglichkeiten verbaut wurden ihm zu helfen.
      Begründung ist hauptsächlich meine "Besserwisserei, Rechthaberei, Vermeidung von Augenkontakt bei verabschiedung, dieses Respektlose Verhalten würde gespiegelt werden", dann "Schulverweigerung wird unterstützt, das Kind soll die Probleme alleine regeln".
      Also unser Sohn brach mehrmals weinend in der Schule zusammen und wollte Hilfe wegen seiner Mutter.
      Eine Lehrerin verließ wortlos das Zimmer, eine andere hat ihn (nach einem Übergriff einer Lehrerin begann er zu weinen und kam in ein extra Zimmer) hat ihn angeblich als erstes gefragt :"hat dein Vater gesagt dass du das erzählen sollst?".
      Es wurde und wird bis heute behauptet dass ich das erfinde, bzw die Kinder, angeblich um mich zu schützen.
      Mittlerweile wurde aber die Gewalt der Mutter, die zum Ausreißen geführt hat, eingeräumt, das Ausreißen etc selbst wird nicht erwähnt.
      Ein 8 jähriger steht wirklich zerstört vor der Tür, also anstatt zur Schule zu gehen , stieg er in den Bus, dann U-Bahn, dann 40 Minuten S Bahn, dann noch Fußweg, das alles auf unbekannter Strecke, im Berufsverkehr einer Großstadt, auf der Flucht.
      Nach einigen Wochen wurde gerichtlich beschlossen dass er zurück muss, sonst käme er in Obhut.
      Ich habe wirklich stundenlang mit ihm geredet, um ihn zur Rückkehr zu bewegen, ich musste das. Das war einer der schwersten Momente bisher in meinem Leben.
      Nichtmal eine Woche später lief er erneut weg und uch war nicht bereit ihn mit Gewalt zur Rückkehr zu zwingen.
      Er hat davor schon seit Monaten körperlich die Rückkehr verhindert, sich eingeschlossen, den Autogurt festgehalten usw.
      Teilweise hat er auf der Fahrt zu mir bereits geweint und gesagt dsss er nicht zurück will.

      Ich muss ihn danbam selben Tag zurückbringen, es wurde auch der Arztbesuch fast verhindert.
      Beim nächsten Umgang weigerte er sich erneut, ich versuchte die Schule unzumelden, da er diese bereits bei der Mutter über Wochen verweigert hatte.
      Dann kommt immer wieder die Behauptung, ich würde den Drogentest verweigern, denn ich bin Cannabispatient.
      Also es werden falsche Verdächtigung, die eigentlich strafbar sind erhoben.
      Trotzdem waren die Kinder ohne Aufsicht 4 Wochen am Stück hier, erst seit mein Sohn ausgerissen ist, spielt die Mutter das alles wieder hoch.
      Sie behauptet wirklich alles mögliche.

      Gleichzeitig habe ich dann alle Sozialleistungen verloren, die Krankenversicherung etc..
      Das habe ich dann eingeklagt, Rentenantrag gestellt.
      Die Schwierigkeiten dabei, die Probleme mit den Ärzten, dass ich aktuell die 8. Oder 9. Anwältin habe in dem Verfahren, mein sozialer Rückzug (war auch schon immer so), haben mich das erkennen lassen.

      In einem Thema hier habe ich auch etwas geschrieben.
      Meine Situation ist chaotisch; die Menschen um mich herum sind oft unlogisch; unlogisch ist nicht auszuhalten, da es mir physischen Schmerz verursacht; hier wird viel zu viel geschrieben.

      Backnetmaster wrote:

      Hallo quaddle, mir geht es ähnlich, bzw hilft dir das vielleicht.
      Ich weiß nicht ob du so eine horror Story brauchen kannst.
      Ich habe, auch als Logiker, nachdem die Logik nicht mehr ausreichte überhaupt die Tragweite meiner Probleme zu erklären, den logischen Schluss gefasst, dass es wohl auch an mir liegt.

      Ich bin bisher nicht Diagnostiziert, Selbstverdacht durch den Psychiater als sehr möglich eingeschätzt.

      Display Spoiler


      Ich habe ich das alles erst bemerkt als ich mein Leben schon an die Wand gefahren habe bzw mich nicht wehren konnte und alles gegen mich verwendet wurde.
      Aufgrund Familiärer Probleme (zwischen Exfrau und mir wg psychischer und physischer Gewalt mir gegenüber und den Kindern kam es zum "Burnout".
      Meine Exfrau verschwand mit beiden Kindern 2017 in ein Frauenhaus, obwohl das Jugendamt schon bei uns war.
      8 Monate gab es keinerlei Kontakt, dann begleiteten umgang.
      Dann normalen Umgang, den die Mutter oft blockierte und verweigerte, aufgrund von Übergriffen und der Situation brach unser Sohn in der Schule zusammen (trotz gemeinsamen Sorgerecht wurde ich nichtmal Informiert).
      Er bekam keine Hilfe, verweigerte die Schule und riss nach einem neuen Übergriff aus, er stand dann hier vor der Tür weinend und wollte nie wieder zurück.
      Er ist jetzt seit 18 Monaten rechtswidrig im Waisenhaus.
      Ich habe wirklich alles gemacht. 30k Anwaltskosten, 8. Oder 9. Anwältin, Befangenheitsantrag (zu Recht, nur komm ich eben dort ganz anders rüber als ich will oder denke), nun gerade beim OLG.


      Die Gerichtsakte ist schon ein eindeutiger Hinweis.
      Mitbegründung für die inobhutnahme des Sohnes, nach zweimaligem Ausreißen zu mir, war dass ich mit der Sachbearbeiterin vom Jugendamt keinen Augenkontakt gehalten habe, bei der Verabschiedung, dies würde der Sohn spiegeln, ich lebe ihm Respektloses Verhalten vor und ich lasse seine Schulverweigerung (mit Attest vom Arzt) zu.

      Auch in der Schule bei meinen Gesprächen mit Rektorin etc wäre das so gewesen (zum Teil gelogen, zum Teil habe ich das wohl unbewusst gemacht bzw wurde missverstanden).
      Jede Entscheidung, jede Anhörung, jeder Termin hat die Sache weiter in die falsche Richtung getrieben, bis zu einem Punkt an dem ich weder vor noch zurück kann.


      Dann mein Verhalten, die provokanten Rückfragen, Gegenfragen und sachliches ausdiskutieren.

      Dann eben, ich konsumiere mit Rezept Cannabis (was zuvor alles besprochen war, die Kinder waren über 4 Wochen am Stück hier), eventuell ist das die Begründung für mein Verhalten.

      Während mein Sohn in einer Erziehungsberatung vom Jugendamt ein Termin hatte, erfuhr ich von der Inobhutnahme mit den "Gründen" oben.
      Aber genau durch solche extremen Situationen wird das denjenigen ja oft bewusst bzw es wird auffällig, da die angelernten Verhaltensweisen nicht mehr funktionieren.

      So werden die meisten im Erwachsenenalter Diagnostiziert und natürlich ist das ein Unterschied ob man sozusagen, wie ich alleine aufwacht auf dem Schlachtfeld (dass ich mit hinterlassen habe ohne es zu merken) oder sich langsam daran gewöhnen könnte beziehungsweise es einem bewusst war, man Unterstützung hatte oder hat usw..

      Ich weiß nicht was ich machen soll, ich überlege es der Gutachterin aus dem Familiengericht zu sagen, aber ich habe ja die Diagnose noch nicht, allerdings hat sie das bestimmt schon bemerkt.
      Aktuell sage ich : "alles rechtswidrig, ich werde gerichtlich vorgehen, ich habe nichts falsch gemacht, die anderen lügen."

      Vielleicht wäre es besser ich könnte ihr sagen :
      "ich habe das Probleme erkannt das zu dem Widersprüchen in meinem Kommunikationsverhalten führt, und zu der Meinung über mich, ich versuche das zu verbessern."
      Also Einsicht bzw Erkenntnis statt Druck.
      Vielleicht werde ich sonst auch noch schädlicher eingeschätzt, die Gutachterin dort ist Verhaltenstherapeutin, eigentlich für Kinder und Jugendliche. Es ist eigentlich kaum möglich dass sie es nicht bemerkt hat.

      Der Psychiater( er schreibt mich seit 3 Jahren krank, depressive Episoden, schwere Phase oder sowas und Verdacht auf PTBS. ich kann weder Klinik noch Medikamente) kennt sich nicht mit Autismus aus, die Termine bei den Spezialisten dauern noch, wurden aber nach Schilderung schon massiv nach vorne gezogen, also 1.5 Monate anstatt 20 Monate Wartezeit.

      Ich habe auch einen Beratungstermin in einem Kompetenztentrum für Autismus habe aber schon Angst da das über eine Klinik gefördert wird, aber ich muss eben etwas machen.
      Aber eben das was mir helfen kann.
      Ich brauche Hilfe und weiß dass es wieder Nachteile geben wird, bzw das der endgültige Genickbruch sein könnte.



      Naja, ich will dir damit sagen, versuche unbedingt mit deiner Frau eine einvernehmliche Lösung zu finden, ohne Mediation oder Anwalt falls möglich.
      Gut dass du rechtzeitig einen Verdacht hattest, sag das aber lieber (noch) keinem.

      Hier steht auch noch etwas zu Gerichtsverfahren.
      Ich habe übrigens auch Verdacht (dies bestätigt sogar meine Mutter, liegt aber laut ihr an Cannabis, diese Logik ), seit Kindheit adhs.
      Und dieses Gefühl unlogik bzw Fachliche Fehler aufklären bzw begreifen zu müssen, kenne ich ganz genau so.
      Mein Herz bleibt gefühlt stehen und ich könntet platzen wenn ich nicht sofort etwas unternehme.
      Ich will gar nicht weiter über meine Geschichte hier reden, aber das was hier stimmt, über Anwalt, Gericht usw, ist für mich 1 zu 1 so.
      autisten.enthinderung.de/kollision/


      Da bin ich jetzt aktuell.

      The post was edited 3 times, last by Backnetmaster ().

    • Elementarteilchen wrote:

      Ich frage mich dann immer wie die Betreffenden damit umgegangen sind bzw was sie dann gemacht haben.
      Ich wäre total überfordert. Mag es mir jemand erklären?
      Mittlerweile sehe ich eine Diagnose als persönliche Meinung/Eindruck dieses einen Arztes. Nicht mehr und nicht weniger. Man kann zu 3 Ärzten derselben Fachrichtung gehen und 3 verschiedene Diagnosen bekommen. Ein Arzt schreibt dann seine Meinung oder seinen Eindruck auf und entweder ich finde dass es zutrifft und kann mich mit der Diagnose weiter behandeln lassen. Oder ich finde das es nicht zutrifft und brauche mich um diese Diagnose dieses Arztes nicht weiter kümmern. Es ist dann meine Sache, was ich mit der Diagnose weiter mache. Ob ich sie für Hilfen nutze, ob ich sie ablehne weil ich sie nicht zutreffend finde.

      Man kann auch zum Bäcker gehen und 3 Bäcker haben unterschiedliche Meinungen vom perfekten Teig. Wenn man zum Arzt geht, fragt man ihn im Prinzipnach seinem Eindruck. Und sein Eindruck bildet er mit Hilfe seines gelernten Fachwissens. Deswegen kann trotzdem jeder Arzt einen anderen Eindruck haben, so können manche mit ihrem Eindruck auch falsch liegen.

      Meines Wissens macht es auch für die finanzielle Abrechnung einen Unterschied, ob der Arzt eine Diagnose stellt oder nicht. Für einem Patient mit gesicherter Diagnose bekommt der Arzt, meine ich, mehr Geld. Eine Depression kann man vermutlich vielen Menschen leichtfertig unterstellen, man ist ja auch nicht 365 Tage im Jahr immer super gut gelaunt. Wenn du es für eine Fehldiagnose hälst, kannst du zu einem anderen Facharzt gehen und gucken, was dieser für einen Eindruck hat. Ich würde dann aber von der diagnostizierten Depression nichts erzählen.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Ich war schon viele Jahre im Psychiatrie-System und "ausgemustert" auch ohne ASS-Diagnose. Bis dann meine Betreuer damit ankamen und ein Arztwechsel zufällig den "Stein ins Rollen brachte".
      Ich hatte verschiedene Vordiagnosen, die mal mehr mal weniger stimmten. Mit einigen Sachen konnte ich mich nie identifizieren, andere haben mir trotz Fehldiagnosen geholfen. Ich kann heute schon auch nachvollziehen, wieso es so gekommen war.
      Ich bin eher enttäuscht, dass meine Eltern nicht besser aufgepasst haben und sich nicht um meine Belange gekümmert haben (als ich noch Kind war). Sie waren von anderen Sachen überfordert.
      Ich bin einfach nur froh, dass es überhaupt erkannt wurde. Das ganze "was wäre wenn" bringt einen da auch nicht weiter. Ich versuche jetzt damit umzugehen und zu verarbeiten, meine Situation nach meinen Bedürfnissen besser einzurichten. Alles andere bringt mir nicht viel.