Welche Freiheiten gibt man durch Betreutes wohnen auf?

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    • Hallo @Marty123,

      wenn man in einer Einrichtung lebt oder zusammen mit anderen, wo man die Regeln nicht selbst festlegt(z.B. bei der Familie von meinem Ex) gibt man immer ein Teil Privatsphäre auf und einen Teil selbstbestimmung. Das ist durchaus auch in Ordnung, das meiste ist in Ordnung, weil es mir hilft, ich habe 2 lange Jahre versucht allein in meiner Wohnung mit Unterstüzung durch ABW und eine Putzfrau klar zu kommen. Aber das hat nicht geklappt. Gar nicht. So dass ich mit meiner gesetzlichen Betreuerin entschieden hab in die WG zu ziehen, die WG war dabei das kleinere Übel. Ich hatte davor in einem Heim Probegewohnt (Grezenbühl) wo so gar nichts gepasst hätte. Ich bin von daher froh das die WG für mich soweit passt, auch wenn ich einiges aufgebe. Mir ist durch den Thread klar geworden dass für mich vieles (z.B. abmelden wenn man geht) natürlich ist was es für andere nicht ist.

      Ja das ich mit meinen Bezugsbetreuern nicht über alles reden kann ist in der Tat ein Problem....

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Hallo Lea,

      wenn ich das so lese (und oberflächlich bleibe), dann scheinst Du ja ganz zufrieden mit Dir und der Situation zu sein - wie schon mal geschrieben, es ist ja auch ok in so einer Gruppe zu leben!
      Dir scheinen keine Freiheiten zu fehlen oder zumindestens nicht in dem Maße das es Dich beeinträchtig oder eine Motivation bestände was zu ändern, richtig?
      Es ist Deine Entscheidung, Deine Freiheit, dass zu tun was Du für Dich richtig hälst und so kann Dir Deine Therapeutin diese Frage stellen, doch Du hast die Freiheit zu entscheiden ob diese Frage jetzt beantwortenswert ist (vielleicht auch einfach ein ander Mal oder nie...)

      Allerdings gibt es tatsächlich einen kleinen Widerspruch

      Lea wrote:

      auch wenn ich einiges aufgebe
      Bisher habe ich gelesen das Du nur wenig aufgibst?
      Vielleicht magst Du nochmal zusammenfassen was Du alles aufgibts? Mich würde es interessieren!

      Wie lange wirst Du denn da wohnen können? wie lange wohnst du da (hab 1 Jahr in Erinnerung)?

      Was ich allerdings, so wie Du, recht problematisch finde ist, dass du mit Deinem Bezugsbetreuerin nicht über alles reden kannst.... Wie kommts? (RW)
      Liegt es an Ihr? Oder fehlt Dir das Vertrauen? Würden sie dich rausschmeißen wenn du ehrlich wärst? Welche Befürchtungen hast Du?

      Oh man ganz schön viele Fragen.... Ich bin hier recht neu wie Du sehen kannst und hab noch nicht so das Maß (RW). Es ist auch okay, die Fragen nicht zu beantworten....
    • hi @Wolke(n) am Himmel

      ich hab das mit der Zitierfunktion nicht raus.

      Wolke(n) am Himmel wrote:

      wenn ich das so lese (und oberflächlich bleibe), dann scheinst Du ja ganz zufrieden mit Dir und der Situation zu sein - wie schon mal geschrieben, es ist ja auch ok in so einer Gruppe zu leben!
      Ich bin recht zufrieden, die Sachen die mich stören sind schwer zu ändern.... und die Alternativen sind deutlich schlechter.
      Dir scheinen keine Freiheiten zu fehlen oder zumindestens nicht in dem Maße das es Dich beeinträchtig oder eine Motivation bestände was zu ändern, richtig?
      Bisher habe ich keine Motivation was zu ändern, zumal was ändern in einer Katastrophe enden kann, die Folgen wenn bestimmte Sachen passieren sind klar benannt und nicht wünschenswert. Die Alternativen sind alle schlimmer.
      Bisher habe ich gelesen das Du nur wenig aufgibst?Vielleicht magst Du nochmal zusammenfassen was Du alles aufgibts? Mich würde es interessieren!
      Ich geb primär Materielle Dinge auf, ich hatte eine eigene Wohnung an einer Seitenstraße ohne viel Verkehr mit einem eigenen Balkon und einer gut befahrenen Haltestelle vor der Tür.
      Jetzt habe ich eine vielbefahrene Straße vorm Fenster und eine Haltestelle an der alle Jubeljahre mal ein Bus hält. So Sachen halt.
      Wie lange wirst Du denn da wohnen können? wie lange wohnst du da (hab 1 Jahr in Erinnerung)?
      Ich wohne hier jetzt fast ein Jahr, es sind mehr Stunden beantragt, ich bezweifel dass das landratsamt als finanzierer der Eingliederungshilfe sagt "ne finanzieren wir nicht weiter". Solange es finanziert wird kann ich hier wohnen, allerdings wird es hier in absehbarer Zeit änderungen gebe bei denen ich nicht unbedingt mitgehen will(ohne ins Detail gehen zu wollen) und da könnte es sein dass wir wieder eine Alternative suchen müssen.
      Liegt es an Ihr? Oder fehlt Dir das Vertrauen? Würden sie dich rausschmeißen wenn du ehrlich wärst? Welche Befürchtungen hast Du?
      Mir fehlt das Vertrauen manche Themen an zu sprechen weil meine Betreuerin unheimlich schnell verletzt ist und das niciht gut ist. Die Befürchtung ist nicht raus zu fliegen aber das wohnen hier viel unbequemer wird, zumal ich mit wenig Verständnis rechne.
      Das ist schade aber nicht zu ändern für tiefere Gespräche hab ich (noch) die Therapie. Oftmals wenn es um Erinnerungen geht oder um Dinge wie suizidalität oder Selbstverletzendes Verhalten (kein reines Asperger Problem, aber auch kein reines nicht...) ist sehr wenig verständnis da, warum ich mich lieber schneide als einen Meltdown zu haben wird sie nicht verstehen. Oder dass ich manchmal grundlos suizidal bin, aber das führt zu weit.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Hallo @Lea

      danke für deine Erklärungen. Ich möchte dir nicht zu nahe treten und verstehe es vollkommen, dass diese Wohnform für dich momentan so in Ordnung ist.
      Ich möchte dir nur sagen, dass du nichts akzeptieren oder für andere (Bezugsbetreuerin) aufgeben musst. Du kannst auch in deiner eigenen Wohnung mit wesentlich mehr Unterstützung wohnen mit Hilfe des Persönlichen Budgets auch nachts kann man Hilfe bekommen. Oft werden diese Infos mangels Wissen von professionellen Betreuern nicht weiter gegeben. Es gibt ein Wahlrecht auch mit hohem Hilfebedarf.
      Es gibt auch inklusive WG´s, vielleicht wäre das etwas für dich, da hast du mehr Selbstbestimmung und kannst genauso viel Hilfe bekommen.
      Schau mal hier wohnsinn.org/ueber-uns

      Liebe Grüße
      Marty
    • Lea wrote:

      Oder dass ich manchmal grundlos suizidal bin
      Denkst Du, dass Du grundlos suizidal bist?

      Wenn ich mal dementsprechende Gedanken und/oder Bilder habe/bekomme weiss ich nicht immer die konkrete Ursache, aber ich nehme wahr, dass da "etwas" ist, dass dieses "ich will nicht mehr (hier) sein-Gefühl" veranlasst".
      Und somit ist da ja irgendein Grund vorhanden.
      Most great people have attained their greatest success just one step beyond their greatest failure.

      Napoleon Hill