Kann jemand Gespräche mitschreiben, zusammenfassen?

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    • Kann jemand Gespräche mitschreiben, zusammenfassen?

      Bei der Telefonkonferenz mit dem Autismuszentrum hat meine Sozialarbeiterin das Gespräche mitgeschrieben, oder während dem Gespräch zusammengefasst.

      Wenn meine Konzentration mitmachen würde und ich schnell genug wäre,was nicht ist, könnte ich Gespräche mitschreiben.

      Gehe aber eher davon aus, dass sie während dem Gespräche, das Gespraech zusammengefasst hat.

      Immer wenn ich mal was zusammenfassen wollte, habe ich im Grunde Details aufeinandergehäuft, was keine Zusammenfassung ist und noch viel zu lange dauert.
      Für mich ist gefühlt alles wichtig, weshalb eine Zusammenfassung bei mir keine Zusamnenfasdung mehr ist.

      Ich hänge förmlich an den Details und habe gar keinen Gesamtüberblick, selbst bei Filmen nicht.
      Könnte in Filmen die einzelnen Szenen beschreiben, da ich mit dem Detailblick da zurecht kommt, eine Zusammenfassung ist selbst da, eine aneinanderreihung von Details.

      Wie ist das bei euch?

      Da viele mit Asperger, höhere Schulen besuchen, gehe ich davon aus, dass es s die meisten hier um Forum können, was ich aber nicht sicher weiss.

      Habt ihr Strategien bei Zusammenfassungen?
      Wie mach ihr es?

      Herzlichen Dank
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • Im ersten Moment dachte ich anhand der Überschrift das sei ein Jobangebot! *lol*

      Aber nein im Ernst, zusammenfassen fällt mir schon schwer, auch wenn ich da im Laufe der Jahre Fortschritte gemacht habe, lasse ich noch immer ungern etwas weg. Besonders im Schriftlichen fällt es mir schwer.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Wortwörtlich mitschreiben ja (kann sehr schnell schreiben, Trainingssache), verstehen erst hinterher beim Lesen, zusammenfassen beim Hören gar nicht, das Verschriftete zusammenfassen sehr schwer, in mehreren Durchgängen, wie vor Jahrzehnten in der Schule gelernt, finde ich trotz erfolgreichem Studium immer noch so schwer wie beim ersten Mal :nerved:
    • Ich bin zwar schon bis zum Berufskolleg gekommen weil auch eher als höherer Schulabschluss bezeichnet wird, (ich glaube alles was über die 10. Klasse geht wird so gesehen) aber ich hatte mit dem was du beschreibst auch immer probleme.
      Ich habe oft auch versucht stichpunktartig mitzuschreiben, aber wenn ich das zuhause durchging, kam ich damit nicht mehr klar. An das Vorgetragene erinnerte ich mich nicht mehr und die Stichpunkte halfen auch nicht so wirklich.
      Ich habe das Fachabitur mit Nachprüfung geschafft. In den meisten Fächern wurde eh mehr praktisch gearbeitet, nicht so viel theorie mit auswendiglernen.
      Es gab nur in Mathe, Deutsch, Englisch, Wirtschaft sowas wie Vorträge womit ich nichts anfangen konnte.
      Bis auf Deutsch war ich in genau diesen Fächern auch sehr schlecht mit 5. Bei Deutsch hatte ich meist eine 3 oder 4, je nachdem was Thema war, denn manchmal habe ich die nicht so gut verstanden.
    • Daniel1 wrote:

      Immer wenn ich mal was zusammenfassen wollte, habe ich im Grunde Details aufeinandergehäuft, was keine Zusammenfassung ist und noch viel zu lange dauert.
      Für mich ist gefühlt alles wichtig, weshalb eine Zusammenfassung bei mir keine Zusamnenfasdung mehr ist.

      Ich hänge förmlich an den Details und habe gar keinen Gesamtüberblick, selbst bei Filmen nicht.
      Könnte in Filmen die einzelnen Szenen beschreiben, da ich mit dem Detailblick da zurecht kommt, eine Zusammenfassung ist selbst da, eine aneinanderreihung von Details.

      Wie ist das bei euch?

      Da viele mit Asperger, höhere Schulen besuchen, gehe ich davon aus, dass es s die meisten hier um Forum können, was ich aber nicht sicher weiss.
      Meine Freundin schmunzelt immer wenn ich ihr etwas erzähle was mir passiert ist, da ich nicht zusammenfasse, sondern quasi einfach alles wiederhole was passiert ist und sagt dann, dass zentrale Kohärenz eben nicht meine große Stärke sei.

      Und ich habe nicht nur höhere Schulen besucht, sondern mehrere Uniabschlüsse und trotzdem kann ich sowas nicht und dementsprechend auch keine Protokolle schreiben, ich weiß wieso ich noch nie ein Protokoll geschrieben habe und immer froh bin, wenn jemand anderes das übernimmt. Im Studium hatte ich mit meiner damals besten Freundin eine Abmachung, sie schreibt mit, was ich gar nicht kann (zuhören und gleichzeitig aufschreiben, ich kann ja schon nicht durchgehend zuhören) und dafür erkläre ich dann nachher die Details bzw. kläre Verständnisfragen. mit ihr.
    • Ich schreibe erstens viel zu langsam. Andererseits bekomme ich gesagte Dinge generell schlecht übermittelt.
      Wenn mir jemand zB sagt, dass ich in die 3. Etage soll, dort rechts und die 2. Tür links, ist es total unwahrscheinlich, dass ich wirklich dort ankomme (ist in meinem Praktikum grade ein großes Problem).
      Ich verwürfele mündliche Anweisungen oder generell Gesagtes unglaublich schnell und denke nicht, dass ich irgendwas sinnvolles zu Papier bringen würde. Zumal ich ja auch selber mitreden müsste. Und reden und schreiben gleichzeitig funktioniert auch nicht.
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Ich schreibe auch zu langsam bzw. halte mich beim Schreiben mit Nebensächlichkeiten auf ("Oh, ich hab die ä-Punkte vergessen", "Hm, der t-Strich da hinten ist ein bisschen unordentlich, da muss ich nochmal nachbessern", ...), so dass ich dann nicht mehr dem Gespräch folgen kann.

      Und ich kann auch grundsätzlich gesprochene Informationen nicht gut verarbeiten. Wenn mir jemand drei Dinge sagt, hat er echt Glück, wenn ich davon wenigstens eins behalte.

      Im Studium war das ein Riesenproblem. Rückblickend hätte ich entweder konsequent alleine mithilfe von Büchern und Videos lernen müssen oder wie @Zodd jemanden finden müssen, der für mich mitschreibt.

      Zodd wrote:

      [...] da ich nicht zusammenfasse, sondern quasi einfach alles wiederhole was passiert ist
      Das ist lustig, bei mir geht's eher in die andere Richtung. Ich neige in meinem Denken so sehr zum Zusammenfassen und fasse auch beim Erzählen immer so extrem zusammen, dass es am Ende praktisch nichts mehr zu sagen gibt. :m(:
      Teile dieser Signatur könnten die Bevölkerung verunsichern.
    • Abendstern wrote:

      Im Studium war das ein Riesenproblem. Rückblickend hätte ich entweder konsequent alleine mithilfe von Büchern und Videos lernen müssen oder wie @Zodd jemanden finden müssen, der für mich mitschreibt.
      Das war auch insofern witzig, dass wir beide fast immer die gleichen Noten hatten bei Klausuren, weil wir mit den gleichen Mitschriften gelernt haben und sie nach meinen Erklärungen genauso viel davon verstanden hat wie ich. Aber ja ohne hätte ich ein Riesenproblem gehabt, ich hatte eigentlich immer bzw. habe immer eine Person, die mir hilft Dinge zu machen, die ich aufgrund bestimmter Einschränkungen selber nicht schaffe, für die ich aber die Intelligenz habe. Ich sehe das ein bisschen als persönlichen Nachteilsausgleich ;) Oft hängt es an scheinbaren Kleinigkeiten bzw. daran das man Glück hatte. Ich hatte auch großes Glück mit meinem Studiengang, da der recht klein ist und dort Wert auf Zusammenhalt gelegt wird und ein Professor mich von Anfang an recht intensiv betreut hat.

      Abendstern wrote:

      Das ist lustig, bei mir geht's eher in die andere Richtung. Ich neige in meinem Denken so sehr zum Zusammenfassen und fasse auch beim Erzählen immer so extrem zusammen, dass es am Ende praktisch nichts mehr zu sagen gibt.
      So ist wiederum meine Freundin. Sie schafft es die spannendsten Erlebnisse und Abenteuer die sie erlebt hat auf einen langweiligen Satz herunterzubrechen. Ich kann ihre Erlebnisse weitaus spannender erzählen als sie selber. Dafür gibt es bei mir zu viele Details, weil ich denke alles ist wichtig und nichts wegöassen will, damit die andere Person alles mitbekommt.
    • Abendstern wrote:



      Und ich kann auch grundsätzlich gesprochene Informationen nicht gut verarbeiten. Wenn mir jemand drei Dinge sagt, hat er echt Glück, wenn ich davon wenigstens eins behalte.

      Ich sehe wir verstehen uns in dieser Hinsicht. Ich habe heute lediglich 6 mal im falschen Kühlschrank nach Proben gesucht und 3 mal nach zu pipettierenden Volumina. Mündliche Anweisungen sind doof :d
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Während meiner ASS Diagnostik ist auch fleißig mitgeschrieben worden. Im ersten, 2stündigen diagnostischen Gespräch, in dem ich sehr viel Redezeit hatte, und während einer 5stündigen Neuropsychologischen Untersuchung war eine Psychologiestudentin anwesend, die durchgehend mitgeschrieben hat.
      Wie ausführlich und genau sie das tat, konnte ich später im abschließenden Befundbericht lesen. Darin befinden sich etliche Textpassagen, in denen wortwörtlich wiedergegeben ist, was ich gesagt habe.
      Der Diagnostiker des Abschlussgesprächs hatte keine Protokollantin dabei. Ich sah jedoch überkopf, wie er sich in den 50 Minuten nebenbei in flüssiger, mittelgroßer, gut lesbarer Handschrift ca. 1/3 DIN A4 Seite handschriftliche Notizen machte. Die, wie sich später im Befundbericht herausstellte, genau so auf den Punkt formuliert waren, wie die der Protokollantin aus den ersten beiden diagnostischen Terminen.

      Ich kann bei einer solchen Fähigkeit nur anerkennend staunen. Meine Handschrift ist viel zu verkrampft, unbeholfen und langsam, als ich dass ich auch nur sinngemäß ein Gespräch mitschreiben könnte. Außerdem geht bei mir entweder nur Schreiben oder Zuhören. Beides gleichzeitig überfordert mich total.

      Trotzdem habe ich 2 Universitätsstudiengänge erfolgreich überstanden und später im Beruf unzählige Arzt-Patienten-Gespräche vernünftig zu Papier gebracht. Bei mir läuft es so ab, dass ich genau zuhöre, und wenn es sein muss, hier und da ein Stichwort hinkritzel, das dann so unleserlich ist, dass nur ich selber es später mit dem Kontext im Hinterkopf entziffern kann.

      Der "Hinterkopf" beim späteren Zusammenfassen ist mein wichtigstes "Tool". Wenn mich ein Thema anspricht, was in der Regel bewirkt, dass ich gut drauf bin, kann ich nach einem Gespräch aus dem Gedächtnis und unter Zuhilfenahme der hingekritzelten Stichworte eine Zusammenfassung schreiben, die zwar vielleicht nicht so wortwörtlich gelingt, wie der oben erwähnte Befundbericht aus der ASS Ambulanz. Aber ich schaffe es in der Regel, alle wesentlichen Punkte sinngemäß wiederzugeben. Je nachdem, wie sehr mich das Thema interessiert, kommt dabei ein Schriftstück in "epische Breite" oder eben auch nur eine ultrakurze Zusammenfassung heraus.

      Wenn mich das Thema überhaupt nicht anspricht, dann rauscht das Gesagte hingegen total an mir vorbei. Dann kann ich im Nachhinein kaum benennen, was überhaupt dran gekommen ist.

      Während meiner früheren Tätigkeit als Medizinerin in einer Praxis sollte es eigentlich so sein, dass während der Sprechstunde eine medizinische Fachangestellte die Abläufe und wichtiges Gesagtes handschriftlich in den Patientenakten dokumentiert. Oft waren diese Damen jedoch viel zu sehr mit anderen Aufgaben beschäftigt, als dass eine simultane, lückenlose Dokumentation gelang. Es kam sehr oft vor, dass mich die Fachgestellte, die mit der Abrechnung betrau war, Tage, manchmal auch Woche später fragte, was in der Sprechstunde gemacht und gesagt wurde. Hier sprang dann wieder mein "Hinterkopf" an. Als wäre es vor 5 Minuten gewesen konnte ich alles Wichtige aus der Sprechstunde rezitieren. Die Fachangestellte der Abrechnung schrieb dann ihrerseits in schneller, sauberer Handschrift mit, was ich ihr diktiere.
      Es war immer lustig, wenn wir uns dabei gegenseitig für unsere Fähigkeiten (schnell und sauber mitschreiben vs. aus dem Gedächtnis rezitieren) bestaunten. ;)


      Zodd wrote:

      Im Studium hatte ich mit meiner damals besten Freundin eine Abmachung, sie schreibt mit, was ich gar nicht kann (zuhören und gleichzeitig aufschreiben, ich kann ja schon nicht durchgehend zuhören) und dafür erkläre ich dann nachher die Details bzw. kläre Verständnisfragen. mit ihr.
      Und ich dachte früher immer, dass Leute, die alles mitschreiben, alles Gesagte und Geschrieben anschließend auch abrufbereit im Kopf haben. :m(: Ich dachte, es sei nur möglich mitzuschreiben, wenn man gleichzeitig auch den Inhalt erfasst und versteht.

      Ich selber kann nur Stichworte hinkritzeln, wenn sie für mich einen Sinn ergeben. Die Stichworte sind bei mir sorgfältig ausgewählt und kommen nur zustande, wenn ich bereits während des Gesprächs/der Vorlesung genau kapiere, was sie bedeuten, bzw. für was sie stehen.

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    • Input wrote:

      Und ich dachte früher immer, dass Leute, die alles mitschreiben, alles Gesagte und Geschrieben anschließend auch abrufbereit im Kopf haben. Ich dachte, es sei nur möglich mitzuschreiben, wenn man gleichzeitig auch den Inhalt erfasst und versteht.

      Ich selber kann nur Stichworte hinkritzeln, wenn sie für mich einen Sinn ergeben. Die Stichworte sind bei mir sorgfältig ausgewählt und kommen nur zustande, wenn ich bereits während des Gesprächs/der Vorlesung genau kapiere, was sie bedeuten, bzw. für was sie stehen.
      Das weiß ich nicht, nur weil das bei ihr so war, weiß ich natürlich nicht wie andere das handhaben. Aber mein vater sagt immer, er hat Dinge auswendig gelernt, wenn er sie vorher nicht verstanden hat und durch das auswendig lernen sie verstanden. Das erschien mir scon damals und jetzt noch absurd, wieso sollte man etwas verstehen, nur weil man es rezitieren kann. Man kann ja sogar Texte in Sprachen auswendig lernen, die man nicht spricht, da kann man die Sprache hinterher auch nicht.

      Ich kann auch keine ganzen Sätze mitschreiben meist nur einzelne Wörter oder Satzfetzen und meine handschrift... eine katastrophe... Aber wnen ich mir gar keine Notizen mache, besteht die gefahr, dass ich hinterher Sachen vergesse. Also brauche ich Stichwörter, dann kann ich recht viel abrufen.
    • Daniel1 wrote:

      Da viele mit Asperger, höhere Schulen besuchen, gehe ich davon aus, dass es s die meisten hier um Forum können, was ich aber nicht sicher weiss.
      Obwohl ich gerade studiere konnte ich sowas noch nie besonders gut. Hab mir bislang die Infos die mir so entgingen immer auf anderem Wege geholt.
      Wenn man auf eine Party geht, gibt es immer ein Risiko.

      Borges sumus. Resistere inutile est.
    • Zodd wrote:

      Input wrote:

      Und ich dachte früher immer, dass Leute, die alles mitschreiben, alles Gesagte und Geschrieben anschließend auch abrufbereit im Kopf haben. Ich dachte, es sei nur möglich mitzuschreiben, wenn man gleichzeitig auch den Inhalt erfasst und versteht.
      Das weiß ich nicht, nur weil das bei ihr so war, weiß ich natürlich nicht wie andere das handhaben.
      Inzwischen habe ich schon den Eindruck, dass es unter den fleißigen Mitschreibern Einige gibt, die das Gesagte mehr oder weniger ohne groß nachzudenken und ohne den Inhalt sinngemäß zu erfassen, "robotermäßig" aufschreiben.

      Die oben erwähnte Fachangestellte für die Abrechnung, die alles, was ich ihr diktierte, in Echtzeit in Schönschrift zu Papier bringen konnte, habe ich zum Beispiel mal beim Erfassen eines ganz anderen Wortbeitrags erlebt. Wir waren mit der Praxis auf einer Altstadtführung. Tags drauf erwähnte die Fachangestellte, wie unglaublich interessant sie die Führung fand. Als ich entgegnete, dass ich es auch sehr interessant fand, dass die halbe Altstadt mit unterirdischen Kellern und Gängen durchzogen ist, guckte die Mitarbeiterin mich fragend an und meinte, dass sie sich überhaupt nicht daran erinnern könnte, dass auf der Führung etwas über unterirdische Gemäuer gesagt wurde. Dabei wurde dies auf der Führung nicht nur mal eben nebenbei erwähnt, sondern in einigen Sätzen ausführlich geschildert.

      Hätte sie mal mitgeschrieben... ;)
    • Im Studium hatte ich auch so meine Probleme mit den Mitschriften. Auch wenn die Inhalte verständlich waren, war es irgendwie nicht möglich, da gute Mitschriften zu verfassen. Besonders, wenn so mancher Professor dazu neigte, mitten in die Sinneinheit irgendeine Anekdote zu packen. Die Handschrift war auch ein Thema....

      In Teamsitzungen übernehme ich gerne Ergebnisprotokolle. Da kann ich zwischendurch, ohne dass es irgendwie deplatziert erscheint, den aktuellen Entscheidungsstand noch einmal zusammenfassend erfragen - incl. Terminierung und zuständiger Person. Kleines Team und sozialer Beruf sind eine teuflische (RW) Kombination, was Gesprächsführung anbelangt. Da wird gerne viel und zwischen Themen springend geredet und besprochen, ohne, dass präzise Entscheidungen getroffen werden. Die anderen scheinen damit gut klar zu kommen und dem Gespräch zu entnehmen, wer wann was wie zu tun hat. Das entgeht mir bei solchen Gesprächen mitunter, wenn es nicht konkret formuliert wird.
    • Ja, das kann ich sehr gut.
      Einfach alles Unwichtige weglassen, also Füllwörter, Wiederholungen etc.
      Ich kann mir sogar besser etwas einprägen, was ich direkt mitschreibe als wenn ich einfach nur zuhöre.

      Wenn allerdings Jemand sehr schnell erzählt und gar nicht darauf aus ist, dass man als Zuhörer mitschreibt, dann klappt das nur schlecht. Denn dann muss ich so viel weglassen und das Gehirn ist auch nur noch mit dem Weglassen beschäftigt. Bei kurzen Gesprächen versuche ich dann hinterher noch meine Notizen zu ergänzen.

      Erschwerend kommt hinzu, dass ich schon seit Jahren nicht mehr viel schreibe. Jetzt schaffe ich noch ein paar Sätze, ehe die Fingerfertigkeit nachlässt. Eine A4-Seite wäre schon Schwerstarbeit. Ich hab zwar mal Steno gelernt, aber zu selten benutzt. Und jetzt im Zeitalter des Smartphones, wo man sich quasi jede Vorlesung, jeden Vortrag einfach live mitschneiden und später mehrfach anhören kann, wird das mit den Schreiben auch nicht mehr besser.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Daniel1 wrote:

      Habt ihr Strategien bei Zusammenfassungen?
      Ja, klar. Soweit mir bekannt - wenn man kein eidetisches Gedächtnis hat - erledigt man diese Aufgabe schlicht mit Strategien. Und man kann das auch üben und lernen; sogar sehr intensiv lernen.
      Erleichtert wird das ganze dadurch, dass es ja auch Vorgaben gibt, wie Informationen zu vermitteln sind: Ob das nun in einer Erzählung der sog. "Spannungsbogen" ist oder die Gliederung eines Funkspruchs oder die "W"s bei einem Notruf. Ein Referat an der Uni hat eine bestimmte Struktur (und offensichtlich sind die Kommentare des Professors letztlich wichtiger, als jene des Referenten).

      Ich notiere also bspw. als "Bullets"/ "Strichaufzeichnungen" z.B. konkrete Zahlen, Bezüge, etc. ... und verlasse mich ansonsten auf mein Gedächtnis. Sprich: Ich zeichne nur Gedächtnisstützen auf.

      Und wenn ich dann daraus ein Protokoll fertigen soll (für eine dritte Person) halte ich mich an das für solche Protokolle vorgegebene Schema.


      Daniel1 wrote:

      Könnte in Filmen die einzelnen Szenen beschreiben, da ich mit dem Detailblick da zurecht kommt, eine Zusammenfassung ist selbst da, eine aneinanderreihung von Details.
      Dir ist aber bewusst, dass die meisten Filme einem bestimmten Schema folgen? Und wenn Du - sagen wir - einen Krimi gesehen hast, dann kannst Du sortieren zwischen "falschen Fährten" und der Spur (dem Detail), welche zum Täter führt, oder nicht?
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Zusammenfassungen lernt man in der 7ten Klasse in Deutsch. Damals habe ich da schon versagt und eigentlich Nacherzählungen produziert, wobei die Nacherzählung sogar länger wurde als die eigentliche Geschichte.
      Das kann ich bis heute nicht.

      Mitschreiben und zeitgleich zuhören geht auch nicht. In der Schule habe ich auch nur zugehört, und zugeschaut wenn etwas an die Tafel geschrieben wurde. Selbst Stichpunkte habe ich nie aufgeschrieben. Multitasking ist nicht meine Welt.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.