Überanpassung als Überlebensstrategie? Kennt sich jemand mit ABA aus?

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    • Überanpassung als Überlebensstrategie? Kennt sich jemand mit ABA aus?

      Hey,
      wie schon geschrieben, musste ich in fruehester Kindheit schon den Regelkindergarteb verlassen und kam zum Kindergarten für Kinder mit Themen im geistigen Bereich, da es zwischenmenschliche Themen gab

      Seither bin ich immer wieder ausgeschlossen worden und habe mich mit Überanpassung 'eingekauft' , dass ich geliebt angenommen werde. Jeder hat mir immer gesagt, was richtig und falsch ist, wobei ich mich sehr angepasst habe.
      Eine Leiterin von einer Selbsthilfegruppe sagt immer, ich wüsste nicht mal, wer ich bin, da ich mich immer so verhalten habe, dass ich akzeptiert werde.

      Die Problematik dahinter, ob in Therapien oder Arbeit etc, war immer der Schuldige, weshalb ich immer mein Verhalten angepasst habe und nicht hinterfragt habe, ob das alte Verhalten mich z.B. vor Reizûberflutung geschuetzt hat.
      In der RPK Massnahme z.B. (Langzeitrega), hiess immer vom Personal, ich hätte keine Ahnung, sie wären Profis und ich solle ihnen Vertrauen.
      Wenn ich komplett überfordert war, wollten sie mich erziehen, statt mit mir machbare Loesungen den zu suchen.
      Man müsste mich Krämpfen, hyperventilueren und nach Rehaende nach 3 Jahre, als ich nicht mehr könnte hies es, man wäre nicht mehr für mich zuständig, wäre zu krank für die Massnahme.

      Jetzt in der WG mit dem Kerl mit Borderline ist mein Problem, dass ich mich mein Leben nach aussen orientiert habe um zu überleben, da er eine riesige Unkonstante ist, bei Probleme kommt, sich aber verzieht, wenn mir es irgendwie schlecht geht.
      Wenn jemand für ihn nicht da ist, dreht er immer durch, da er sich verlassen fühlt, wofür andere verantwortlich sind.

      Habe mein Leben lang durch Überanpassung überlebt,
      jetzt muss ich aber auf meine eigenen Grenzen achten, und mir selber Halt geben, da ich allein bin, wobei ich oft in die Überforderung komme, weinen, schreien und alles zusammenschlagen könnte, aber nicht weiss ich was los ist.

      Statt der Überanpassung hätte ich lieber gelernt, eigene Schwächen kennenzulernen und lernen mit ihnen konstruktiv umzugehen.
      Stattdessen habe ich mich gegen meine Grenzen verhalten, so dass es mir schlecht geht, nur da ich der Liebe nachgerannt bin.
      Statt dessen habe ich gelernt mich so zu verhalten, dass ich den Halt in m aussen suchen kann.

      Bin aber von konstanten Persönlichkeiten abhängig und von ihrem guten Willen.

      Vielleicht ist jemand weiter als ich.
      Herzlichen Dank.
      Alles Gute
      L.G. Daniel. :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • Da ich voll auf Überanpassung getrimmt bin, damit ich im aussen angepasst bin, bin ich dauernd überfordert, bin angespannt, mir ist alles zu viel, da ich nicht gelernt habe, meine Grenzen zu erkennen und nach ihnen zu handeln, da dass aussen mit mir zufrieden sein musste.

      Ist es bei Aspies, welche mit ABA behandelt wurden genauso?

      Quelle.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Applie…ischen%20Ansatz%20basiert.

      Zitat.

      Kritik

      In letzter Zeit wird auch Kritik an ABA geäußert.[16]
      „Die Wirkung einer psychologischen Manipulation ist empirisch messbar. Wenn nun Studien feststellen, dass Autist*innen erfolgreich konditioniert werden können, sich unauffällig zu verhalten und ihre eigentliche Persönlichkeit zu unterdrücken, ist das keine Überraschung – aber ein fragwürdiger Erfolg.“[17]
      Auch der Autismusverein Aspies e.V. äußert sich in einem Positionspapier kritisch zu ABA.[18]

      Zitat Ende.

      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Lass den ABA Kram sein, dass hilft dir nicht beim Grenzen setzen.

      Daniel1 wrote:

      Habe mein Leben lang durch Überanpassung überlebt,
      jetzt muss ich aber auf meine eigenen Grenzen achten, und mir selber Halt geben, da ich allein bin, wobei ich oft in die Überforderung komme, weinen, schreien und alles zusammenschlagen könnte, aber nicht weiss ich was los ist.

      Statt der Überanpassung hätte ich lieber gelernt, eigene Schwächen kennenzulernen und lernen mit ihnen konstruktiv umzugehen.
      Stattdessen habe ich mich gegen meine Grenzen verhalten, so dass es mir schlecht geht, nur da ich der Liebe nachgerannt bin.
      Statt dessen habe ich gelernt mich so zu verhalten, dass ich den Halt in m aussen suchen kann.

      1. Du kannst nicht überleben. Irgendwan stirbst du, wie jeder andere auch.
      2. Um dich selbst besser kennen zu lernen (Stärken, Schwächen, Was will ich vom Leben?, Was ist mir wirklich wichtig?, Welche Werte sind mir wichtig), kann ich dir Persönlichkeitsentwicklung (Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Selbstwert) empfehlen.
      3. Ohne Punkt 2 ist Grenzen setzen schwer, weil dafür Selbstbewusstsein, Selbstwert, Selbstachtung, die Grundvoraussetzungen sind
      4. Das kannst du mit Coaching erreichen oder in dem du dich alleine bewusst mit dir selbst auseinander setzt.
    • Hey, nochmal, kennt sich jemand mit ABA aus?
      Im Grunde ist doch nichts anderes als die Verhaltenstherapie gemeint?

      Da ich voll auf Überanpassung getrimmt bin, damit ich im aussen angepasst bin, bin ich dauernd überfordert, bin angespannt, mir ist alles zu viel, da ich nicht gelernt habe, meine Grenzen zu erkennen und nach ihnen zu handeln, da dass aussen mit mir zufrieden sein musste.
      Ist es bei Aspies, welche mit ABA behandelt wurden genauso?

      Ist ABA, im Grunde Verhaltenstherapie?

      Daniel1 wrote:



      Quelle.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Applie…ischen%20Ansatz%20basiert.

      Zitat.

      Kritik

      In letzter Zeit wird auch Kritik an ABA geäußert.[16]
      „Die Wirkung einer psychologischen Manipulation ist empirisch messbar. Wenn nun Studien feststellen, dass Autist*innen erfolgreich konditioniert werden können, sich unauffällig zu verhalten und ihre eigentliche Persönlichkeit zu unterdrücken, ist das keine Überraschung – aber ein fragwürdiger Erfolg.“[17]
      Auch der Autismusverein Aspies e.V. äußert sich in einem Positionspapier kritisch zu ABA.[18]

      Zitat Ende.

      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup:
      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup:
    • Sieht ihr nicht die Gefahr, dass sich Autisten 'verlieren' und langfristig gesundheitlich drunter leiden, wenn sie durch ABA oder Verhaltenstherapie ihre Persönlichkeit unterdrücken und ihre Grenzen ignorieren.

      Dazu bin ich mittlerweile so konditioniert, dass ich dauernd denke, was muss ich tun, dass ich akzeptiert, nicht ausgestoßen werde, wobei ABA und Verhaltenstherapie di se Aussenorientierung doch wollen?
      Dadurch gehe ich aber über mein Grenzen und bin dauernd ueberfordert.

      L.G . Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Daniel1 wrote:

      Sieht ihr nicht die Gefahr, dass sich Autisten 'verlieren' und langfristig gesundheitlich drunter leiden, wenn sie durch ABA oder Verhaltenstherapie ihre Persönlichkeit unterdrücken und ihre Grenzen ignorieren.
      Aba kenne ich nicht, aber bei Verhaltenstherapie sehe ich nicht wirklich ein Problem. Also ich würde das auch ein wenig als Sozialtraining verstehen, dass man lernt, wie man adäquat in Situationen reagieren kann, natürlich basierend auf den eigenen Möglichkeiten. Dementsprechend ist es natürlich wichtig, sich über diese vorher klar zu sein, was womöglich eine andere Therapie davor notwendig macht. Aber ansonsten kann man in der Verhaltenstherapie lernen, wie andere Menschen funktionieren und wie man sich selber verhalten kann ohne sich zu verstellen, damit es besser funktioniert. Nicht jede Verhaltensänderung ist verstellen. Ich merke das öfter im Umgang mit meiner Freundin, da gibt es Sachen die ihr wichtig sind, die ich vorher nicht gemacht habe, weil mir einfahc nicht klar war, dass sie ihr wichtig sind bzw. sie übersehen habe. Wenn ich dann weiß, dass ich das tun sollte kann ich es machen. Ich muss es nicht machen, habe aber so wenigstens die Chance mich bewußt dafür oder dagegen zu entscheiden.
    • Zodd wrote:

      Daniel1 wrote:

      Sieht ihr nicht die Gefahr, dass sich Autisten 'verlieren' und langfristig gesundheitlich drunter leiden, wenn sie durch ABA oder Verhaltenstherapie ihre Persönlichkeit unterdrücken und ihre Grenzen esignorieren.
      Aba kenne ich nicht, aber bei Verhaltenstherapie sehe ich nicht wirklich ein Problem. Also ich würde das auch ein wenig als Sozialtraining verstehen, dass man lernt, wie man adäquat in Situationen reagieren kann, natürlich basierend auf den eigenen Möglichkeiten. Dementsprechend ist es natürlich wichtig, sich über diese vorher klar zu sein, was womöglich eine andere Therapie davor notwendig macht. Aber ansonsten kann man in der Verhaltenstherapie lernen, wie andere Menschen funktionieren und wie man sich selber verhalten kann ohne sich zu verstellen, damit es besser funktioniert.
      Hallo lieber @Zodd, freut mich dass es bei dir klappt.
      Ich sehe nur, was ich machen muss, dass Therapeuten mit mir zufrieden sind, wobei ich nicht sehe, dass sie mit mir Wege bearbeiten wollen, dass umzusetzen, was sie wollen.
      Stattdessen, machen sie doch.

      Auf die 'Mauer zurasen' kann ich auch ohne Therapeut, wobei sie sich für die Folgen ihrer Ratschläge nicht interessieren. (Co-Abhaengigkeit, Reizüberflutung)
      Genauso so wenig diese Ratschlaege autismuskompatibel sind.

      Verhaltenstherapie empfinde ich als Erziehung, wobei ueberforderungen, wegen dem Autismus mit Erziehungsverhalten beantwortet wird.

      Für mich fuehrt es zu Überanpassung, Überforderung und den Einstellungen, was muss ich tun, dass ich akzeptiert, nicht ausgstossen werde.
      Dazu zu Reizüberflutung

      Alles Gute,
      herzlichen Dank
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Daniel1 wrote:

      Verhaltenstherapie empfinde ich als Erziehung, wobei ueberforderungen, wegen dem Autismus mit Erziehungsverhalten beantwortet wird.

      Für mich fuehrt es zu Überanpassung, Überforderung und den Einstellungen, was muss ich tun, dass ich akzeptiert, nicht ausgstossen werde.
      Dazu zu Reizüberflutung

      Shenya wrote:

      Daniel1 wrote:

      Verhaltenstherapie empfinde ich als Erziehung
      Dann wird es Zeit, dass du erwachsen wirst, damit du auf Augenhöhe mit Therapeuten reden kannst.
      Ist ABA mir Verhaltenstherapie gleichzusetzen?

      Daniel1 wrote:

      Daniel1 wrote:

      Quelle.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Applie…ischen%20Ansatz%20basiert.

      Zitat.

      Kritik

      In letzter Zeit wird auch Kritik an ABA geäußert.[16]
      „Die Wirkung einer psychologischen Manipulation ist empirisch messbar. Wenn nun Studien feststellen, dass Autist*innen erfolgreich konditioniert werden können, sich unauffällig zu verhalten und ihre eigentliche Persönlichkeit zu unterdrücken, ist das keine Überraschung – aber ein fragwürdiger Erfolg.“[17]
      Auch der Autismusverein Aspies e.V. äußert sich in einem Positionspapier kritisch zu ABA.[18]

      Zitat Ende.

      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel

      The post was edited 3 times, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      Ist ABA mir Verhaltenstherapie gleichzusetzen?
      Jein, man könnte ABA als Form von Verhaltenstherapie bezeichnen.
      ABER ABA ist auch nicht gleich ABA da gibt es große Unterschiede je nach Therapeut.
      Die klassische ABA wie sie viel kritisiert wird ist eher eine Form von Konditionierung und Training.
      "Willst du die Puppe/den Keks, dann tippe auf das Bild/führe die Handlung aus, sonst bekommst du nicht was du willst/nehme ich dir weg was du willst."

      Die klassische Verhaltenstherapie, wie sie im Erwachsenenalter meist angewendet wird, unterscheidet sich davon drastisch. Dort geht es mehr darum die Ursachen des Verhaltens oder die Reaktion auf die Ursache zu ändern. Auch hier kann Übung nötig sein, aber es wird anders mit den Menschen gearbeitet.
      Verhaltenstherapie soll allerdings in der Regel eben das Verhalten ändern und auf ein gewünschtes Verhalten anpassen.

      Abzugrenzen von solchen Therapien ist weiterhin der Unterschied zur Ergotherapie, welche nach den Wünschen und Bedürfnissen des Patienten den Umgang mit seinen Schwierigkeiten beibringen soll, was nicht notwendigerweise eine direkte Anpassung des Verhaltens beinhaltet, sondern auch diverse andere Strategien ermöglicht.

      (Beachte ich bin kein Psychologe oder Arzt und erkläre hier nur aus eigenem Verständnis heraus.)
    • Daniel1 wrote:

      Ist ABA mir Verhaltenstherapie gleichzusetzen
      ABA ist, soviel ich weiß, eine Form von Verhaltenstherapie. Es gibt mehrere Formen von Verhaltenstherapie, auch mehrere Formen von ABA. ABA ist für Kinder entwickelt worden, als Erwachsener kommt man damit normalerweise nicht in Kontakt.
      Alles wird galaktisch gut.