Probleme durch AS

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    • Aerzteblatt wrote:

      Bei mir selbst war es tatsächlich so, dass ich nach der Diagnosestellung eine Art „autistischen Schub“ hatte. Alles, was ich mir jahrelang an autistischen Besonderheiten verkniffen hatte, drängte nun mit aller Macht an die Oberfläche.
      Genau das sollte man wissen. Die Diagnose- Stellung ist nicht dafür da war, sich besser anzupassen sondern es kann sein, dass es sogar schlechter geht.
      Das ist das Gegenteil zu den, was landsläufig eine psychiatrische Intervention ist:

      Immer wenn mein früherer Psychiater sagte: "Ich sehe Sie schlechter", bedeutete das, dass ich näher bei mir war ,und es mir eigentlich besser ging.
      Erst in der Psychotherapie konnte ich mich von diesen Schuldgefühlen und Ängsten - ich darf nicht sein, wie ich bin" gegen "Es ist in Ordnung"
      befreien.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Aerzteblatt wrote:

      Die Schulzeit, mit Ausnahme der Pausen – mir war nie klar, wie ich sie verbringen sollte –

      In der Schulzeit hab ich mich nach einem Schulwechsel ab der 10ten in den Pausen öfters auf dem Klo eingeschlossen, weil ich auch nicht wußte was ich da machen sollte ...
      „we must never stop watching the sky with our hands in our pockets“
      (the weakerthans)

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    • Powerfix wrote:

      In der Schulzeit hab ich mich nach einem Schulwechsel ab der 10ten in den Pausen öfters auf dem Klo eingeschlossen, weil ich auch nicht wußte was ich da machen sollte ...
      Das kenne ich auch. Nach einem Schulwechsel in der 9.(Halbjahr) stand ich wohl in den ersten ein zwei Wochen (an die genauen Tage erinnere ich mich nicht) ziemlich alleine in der Hofpause am Eingang rum. Hat wohl komisch ausgesehen. In dieser Klasse war die Gruppenbildung ja schon abgeschlossen und irgendwie bin ich dann mit den "Außenseitern" der Klasse in Kontakt gekommen und wir haben dann auf der Treppe zum Dachgeschoss die große Pause verbracht. Davor hatte ich eigentlich zu keinem in der alten Klasse wirklich Kontakt und bin immer irgendwie mitgelaufen. Samt Mobbing. Später auf dem Fachgymnasium hatte wir teilweise feste Räume bzw. die Räume waren auch während der Hofpause offen und da hab ich dann manchmal alleine drin gesessen. Es ist vielleicht zu der Zeit nicht so aufgefallen, da fast alle in der Klasse Raucher waren und ich zu der Zeit nicht geraucht habe. Und zum Glück später wieder damit aufgehört.
    • kastenfrosch wrote:

      War dir das damals bewusst? bzw. wusstest du von deinem Autismus schon?
      Nein, ich wußte es nicht, und die Aussage des Psychiaters hat mich echt fertig gemacht. Ich verstand nur "So wie du bist, ist es absolut nicht in Ordnung." und das steigerte sich zu "So wie du bist, bist du psychisch krank."
      ich lag nachts wach und dachte, dass ich verrückt sei.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony: