"Pinguin-Auffang-Station" für Menschen mit Autismus - Umfrage

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    • Happy to be wrote:

      welches ist das, wo ist das? *jiep, jiep, hechel*
      Naja, gibt doch schon einige Hotels, die das so in etwa anbieten...

      Zu meinen konkreten Lieblingshotels tatsächlich per PN, da ich manchmal befürchte hier identifiziert zu werden und tatsächlich weiß so ziemlich jeder in meinem Umkreis von dem Hotel wo ich etwa jeden zweiten Monat einkehre für ein paar Erholungstage.
      Surprised by the joy of life.
    • Happy to be wrote:

      @Surprised
      welches ist das, wo ist das? *jiep, jiep, hechel*
      Gerne auch per PN. Bei meinen "Lieblingshotels" fehlt immer etwas davon.
      Das würde mich auch prinzipiell interessieren.

      Surprised wrote:

      Zu meinen konkreten Lieblingshotels tatsächlich per PN, da ich manchmal befürchte hier identifiziert zu werden und tatsächlich weiß so ziemlich jeder in meinem Umkreis von dem Hotel wo ich etwa jeden zweiten Monat einkehre für ein paar Erholungstage.
      Dann gerne auch an mich.
    • @Zodd :d Dann kopiere ich mal die PN, die ich gerade schrieb und dann kriegst auch du die.

      Was ich darin übrigens vergaß zu schreiben: Das Hotel liegt bißchen außerhalb einer Ortschaft auf einer alpenbedingten Anhöhe, ist gut erreichbar und trotzdem hört man fast keinen Verkehrslärm. Und ausgehend vom Hotel ist man eben sofort in den Alpen oder wahlweise auf einer Wiese. (Wo allerdings nach dem Almabtrieb mitunter Kühe mit Glocken stehen, so ganz leise ist das dann doch auch nicht - und die muhen auch gelegentlich, aber sonst ist es ruhig.)
      Wie allerdings hoteltypisch muss man das mit der Tagesstruktur bzw. den kreativen Tätigkeiten schon einigermaßen selbst organisiert kriegen. Da aber das Tourismusbüro einiges anbietet hätte man auch hier Unterstützung. Ich nehme mir oft Puzzle (mag ich sehr) und Sachen zum Malen mit, damit auch dieser Aspekt Raum hat. Die eh schon großen Hotelzimmer haben einen großen Tisch, den stell ich dann in die Raummitte und mit Blick in die Berge geht es dann los.
      Ob die Herrschaften aus der Wellness- und Massageabteilung bei Bedarf als (Gesprächs-)Therapeutenersatz dienen können weiß ich nicht so recht. Aber tiefenentspannt und sehr nett sind sie. Eine Kurärztin soll auch gelegentlich vor Ort sein, aber die wird von mir eher nicht (bzw.: nicht) benötigt.
      Surprised by the joy of life.

      The post was edited 5 times, last by Surprised: Mir fielen weitere relevante Einzelheiten zu meinem Paradies auf Erden (RW) ein. Und viele Rechtschreibfehler haben sich auch reingeschmuggelt. ().

    • Interessante Idee. Ich vermute, dass ich mit meiner Wahrnehmung in der Minderheit sein werde, aber für mich ist jede feste Tagesstruktur, die ich nicht selbst für mich entworfen habe, absolut toxisch. Psychiatrie wäre mein Alptraum und so was wie psychische Folter. Ich brauche keine Struktur bzw. möchte sie auf keinen Fall haben, außer, es ist meine eigene. Hinzu kommt, dass ich seit meiner Kindheit überwiegend nachtaktiv werde, sobald meine Lebensumstände (wie zum Beispiel jetzt) das erlauben. Ich habe in der Schule schon fürchterlich gelitten wegen dem Dauerschlafmangel und der Entmündigung und Kontrolle. In der Uni zunächst auch, da sie genauso organisiert war wie die Schule (nur noch mehr Anwesenheitspflicht und daher noch weniger Schlaf). Erst beim zweiten Studienversuch und nachdem ich die Pflichtkurse abgehakt hatte und in den "Wahlbereich" kam, hatte ich plötzlich extrem gute Noten. Bloß gut, dass ich es noch mal versucht habe.

      Ich brauche möglichst viel Autonomie und möglichst wenig Kontrolle, d.h. ein perfekter ruhiger Ort zum Auftanken wäre für mich einer, wo ich genug Angebote bekomme, aber zu nichts genötigt werde und meinen Tagesrhythmus und natürlich auch den Inhalt meiner Aktivitäten selbst bestimmen kann. Ach ja, und Internet möchte ich auch nicht weggenommen bekommen :)
      Also ein abgelegenes Hotel mit einem Musikzimmer wäre perfekt (wenn ich mir das denn leisten könnte) :d
    • MathePinguin wrote:

      Wie müsste so eine "Pinguin-Auffang-Station" für euch aussehen? Was sollte dieser Ort haben? Was nicht?
      Ich brauche:
      - schon irgendwo Menschen, aber nicht solche, die mich anquatschen oder mit denen ich etwas machen soll (also in keinem Fall so was wie Animation!). Aber ich bin kein Einsiedler in einer Höhle. Deshalb ist Urlaub zuhause für mich auch nur bedingt eine Option, weil ich zur Erholung schon die Veränderung brauche, andere Sinnesreize suche, wenn es auch am besten ein Ort ist, den ich schon kenne,
      - in keinem Fall etwas Hotelartiges (ich hasse die festen Mahlzeiten, Horror: der Gang zum Frühstücksbuffet) und ich will selbst kochen, weil ich auch in Ferien nicht nur Bücher lesen, Musik hören oder wandern und schwimmen kann, deshalb Ferienwohnung,
      - manchmal auch die Ruhe einer großen Stadt (Berlin, Wien... - das ist kein Widerspruch!), die ich allein durchstreifen kann, ohne Besichtigungsdruck, aber mit ein bisschen Kultur (Museum, Theater), die mich auch vom Kopf her fordert. Und es gibt in großen Städten auch ganz viel Grün mit stillen Ecken für Lesepausen und nicht nur Trubel.

      Buddhistisches Kloster mache ich regelmäßig viermal im Jahr. Aber ich würde das nicht als Auffangstation beschreiben. Denn dort ist man immer auch sehr gefordert: Neben sehr frühem Aufstehen gibt es Arbeiten für die Gemeinschaft (Küche, Garten usw.), und Meditationen, oft mehrere Stunden am Tag, strengen durchaus auch vom Kopf (und von den Beinen und der Hüfte her sowieso) an. Ich brauche regelmäßig ein, zwei Tage Erholung nach einem Retreat. Dazu gibt's übrigens einen Thread, irgendwo - bin jetzt zu faul zum Suchen, im Titel kommt "monastisches Leben" vor, für die Suche.
      "Wir leben vermutlich zum ersten Mal. Wie soll da alles auf Anhieb klappen?"
      (Jürg Halter, Gemeinsame Sprache. Zürich, Dörlemann 2021)
    • MathePinguin wrote:

      Ich fände wichtig:

      - viel Natur
      - Tagesstruktur, regelmäßige Mahlzeiten
      - Rückzugsmöglichkeiten
      - Möglichkeiten, sich handwerklich/kreativ auszutoben bzw. zu beschäftigen
      Sowas gibt es so weit ich weiß nur in einem Wohnheim für Autisten oder Behinderte Menschen. Manche Wohnheime sind auch nur mit Autisten aber die sind sehr viel seltener.
      Das Problem ist, das das idR als Dauerlösung gedacht ist oder zumindest für mehrere Jahre wenn gewünscht ist das man wieder eigentständig wohnen will.
      Wenn da Bedarf besteht (und das scheint bei dir klinisch der Fall zu sein), würdes du besser funktionieren (auch arbeitstechnisch) wenn du die anderen zusätzlichen Belastungen des Alltags abgenommen bekommst.
      Ich war mal in einem Heim wo ich in etwa so lebte, und mir hat es auch sozial gutgetan weil ich anderswo nie so gute Freunde hatte.
      Das war aber kein Behindertenwohnheim sondern ein heim für auffällige Jugendliche.
      Die sollten da normales Sozialverhalten und Selbstständigkeit lernen und irgendwann wieder gehen oder in andere Bereiche vermittelt werden wenn ein Zurück zu den Eltern nicht möglich war.
      Ich habe nur keine Erfahrung damit wie man in ein Behindertenwohnheim kommt, es gibt vermutlich Wartelisten und würde ich jetzt sowas brauchen, würde ich mich an den EUTB wenden, die beraten Menschen mit Behinderung kostenlos.
    • doxa wrote:

      Ich habe in der Schule schon fürchterlich gelitten wegen dem Dauerschlafmangel und der Entmündigung und Kontrolle. In der Uni zunächst auch, da sie genauso organisiert war wie die Schule (nur noch mehr Anwesenheitspflicht und daher noch weniger Schlaf).
      Ich vermute mal das war dann in letzter Zeit bzw. Bachelor/Master. Davor war es genau anders und kam mir sehr entgegen, da ich ebenfalls eine Nachteule bin. Dementsprechend habe ich sehr selten Kurse vor 10 Uhr morgens belegt und gerne Kurse die abends bis 20 Uhr oder 22 Uhr gingen. Hinzu kam, dass es oft keine Anwesenheitspflicht gab. Wobei diese Unstrukturiertheit vielen Probleme bereitet hat, da braucht es viel Selbstkontrolle und Disziplin.
    • Zodd wrote:

      Ich vermute mal das war dann in letzter Zeit bzw. Bachelor/Master. Davor war es genau anders und kam mir sehr entgegen, da ich ebenfalls eine Nachteule bin. Dementsprechend habe ich sehr selten Kurse vor 10 Uhr morgens belegt und gerne Kurse die abends bis 20 Uhr oder 22 Uhr gingen. Hinzu kam, dass es oft keine Anwesenheitspflicht gab. Wobei diese Unstrukturiertheit vielen Probleme bereitet hat, da braucht es viel Selbstkontrolle und Disziplin.
      Nö, im einen anderen Land, aber ich verstehe, wie du auf den Gedanken kamst. In anderen Bildungssystemen sind die Unis halt teilweise sehr strikt organisiert, mit festen Gruppen, festem Stundenplan und zum Teil extremen Präsenzzeiten. Beim zweiten Mal war es dann in Deutschland, und die ersten zwei Semester (Bachelor, Anwesenheitspflicht und lauter Pflichtkurse) waren an der Grenze zur Unerträglichkeit für mich, und dann kam nach und nach die ganzen Wahlpflichtkurse, wo man sich selbst etwas aussuchen konnte, und plötzlich hatte alles Sinn und ich war motiviert und diszipliniert wie noch nie zuvor. Der Master war dann noch etwas freier strukturiert und ich hatte noch mehr Erfolg damit. Ich denke, ich bin extrem lernfähig und kann mich selbst sehr gut organisieren, wenn ich von etwas überzeugt bin und das freiwillig mache, aber das war mir selbst früher überhaupt nicht bewusst. Man darf mich halt nur nicht einsperren und zwingen.

      Ich habe schon oft gehört, dass man früher im Studium (in Deutschland) noch viel mehr Freiheiten hatte. Auch mit der Regelstudienzeit und so. Leider habe ich es nicht mehr erlebt, vieles hätte mir bestimmt gefallen.
    • Sehr, sehr schön, diese Idee! Und ich hoffe, sie gelangt irgendwann zur Umsetzung!!!

      [Beitrag gekürzt, weil zu persönlich nach 2. Lesen] :?


      Hatte(n) vor Jahren mal ein ähnliches Projekt angedacht. Ist aber an unseren sozialen Defiziten gescheitert. Nützliche KONTAKTE knüpfen!?! 8o Leuten was aus den Rippen leiern? Sponsoren finden? Kooperationspartner*innen? WAND. Die dahinter. Wir davor. Und dazwischen eine dicke fette WAND.
      Allein die Vorstellung, auf ein Amt zu gehen, war/ist für mich ... WAND. Und Ämtergänge hätte es vieler bedurft ... WAND. WAND. WAND ....


      Ich würd's großartig finden, wenn irgendwer anders das Wollen und auch Können hätte, so was Ähnliches umzusetzen!!
      Nicht nur für wohlhabende Wellnesstouristen, sondern auch
      für Pinguine.

      Und vielleicht auch für andere Vögel, die dann (wieder) fliegen lernen.

      [könnte jetzt ein HERZ-emoticon gebrauchen]

      The post was edited 3 times, last by Onyx ().

    • Es sollte eine kleine Gruppe von vllt. 7 Personen sein mit viel Natur und Wasser (evtl. See oder Meer).
      Dazu sollte es Fleischarme Kost geben. Dafür sollte das Fleisch aber hochwertig sein.
      Zusätzlich würde ich mich über einen ruhig, aber strukturierten Tag freuen. Z.b. aufstehen um 8 Uhr, Frühstück von 8:30 Uhr bis 9 Uhr.
      Dann ein Spaziergang bis 10 Uhr, mit anschliessender Musik (hören oder jammen), bis 10:45 Uhr.
      Danach sollte das Mittagessen vorbereitet werden, sodass es gegen 12:30 Uhr fertig ist.
      Um 13:15 bis 14 Uhr sollte es eine Art von Ergotherapie geben.
      Und im anschluss 1 Stunde Sport.
      Ab 15 Uhr sollte es noch eine Kleinigkeit zu Essen geben.
      Bis 18:30 Uhr ist dann Freizeit angesagt.
      Dannach sollte es bis 20:30 eine Gesprächsrunde am Lagerfeuer geben, inklusive Gemeinschaftsspielen.

      So in etwa würde ich mir das vorstellen.

      Gruss Breewee
      Stille hören,
      Ruhe wahrnehmen,
      Kraft gewinnen.
    • Wahrscheinlich bin ich jetzt unhöflich, aber: Ist das Satire?

      Breewee wrote:

      Es sollte eine kleine Gruppe von vllt. 7 Personen sein mit viel Natur und Wasser (evtl. See oder Meer).
      Dazu sollte es Fleischarme Kost geben. Dafür sollte das Fleisch aber hochwertig sein.
      Zusätzlich würde ich mich über einen ruhig, aber strukturierten Tag freuen. Z.b. aufstehen um 8 Uhr, Frühstück von 8:30 Uhr bis 9 Uhr.
      Dann ein Spaziergang bis 10 Uhr, mit anschliessender Musik (hören oder jammen), bis 10:45 Uhr.
      Danach sollte das Mittagessen vorbereitet werden, sodass es gegen 12:30 Uhr fertig ist.
      Um 13:15 bis 14 Uhr sollte es eine Art von Ergotherapie geben.
      Und im anschluss 1 Stunde Sport.
      Ab 15 Uhr sollte es noch eine Kleinigkeit zu Essen geben.
      Bis 18:30 Uhr ist dann Freizeit angesagt.
      Dannach sollte es bis 20:30 eine Gesprächsrunde am Lagerfeuer geben, inklusive Gemeinschaftsspielen.
    • Onyx wrote:

      Nützliche KONTAKTE knüpfen!?! Leuten was aus den Rippen leiern? Sponsoren finden? Kooperationspartner*innen? WAND. Die dahinter. Wir davor. Und dazwischen eine dicke fette WAND.
      Genau so. Einer der Gründe, warum ich aus meiner Diagnose nichts "machen" kann.
      Die "Wand" besteht auch zwischen "Hilfestellen" und mir.
      Bzw die sehen mich nicht durch die Wand, sondern was ganz anderes. Entweder jemanden, die keine Hilfe braucht,weil so beherrscht und sachlich und kompetent "wirkend" oder jemanden, die man am besten gleich einweisen lassen sollte, weil so "durch den Wind"/RW.


      Onyx wrote:

      [könnte jetzt ein HERZ-emoticon gebrauchen]

      Schreibrogramm öffnen, Windows-Taste zusammen mit . (dem Punkt) drücken.
      Emoticon-Pop-Up poppt auf.
      Obere Reihe fünftes von links ❤ anklicken
      schon steht es da.
      c/p und hier rüber
      leider in schwarz.

      oder auf emojiterra.com/de/rotes-herz/ gehen,

      das kleine vor "unicode-data" markieren, c/p und.... ❤️

      :)
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    • Ich bin früher regelmäßig auf ein Camp gefahren, sowas ähnliches würde ich mir denke nochmal wünschen:

      Kleine Gruppe (ca 20 Leute), alle ein wenig speziell und eine gute Mischung aus ähnlich alt und trotzdem unterschiedlich.
      Feste Mahlzeiten und gutes Essen.
      Im Grünen, ruhige Unterkunft, am besten noch mit Fahrradverleih und Schwimmbad/See.
      Abends gemeinsame Spiele (am besten Gesellschaftsspiele), aber ohne Zwang.

      Und dazwischen eine Tätigkeit, in die man sich richtig vertiefen kann: Musik machen/schreiben, etwas handwerklich herstellen, Pfadfinderkrams vielleicht, auch Mathespezialcamps/was naturwissenschaftliches.. Gerne auch Einzelunterricht und Stillarbeit mit einem festen Projektziel.


      Was ich mir außerdem gut vorstellen könnte, wäre eine gemeinsame, mehrtägige Wanderung, aber dann sollte ich die Leute schon kennen. Und man müsste sich kleine, ruhige Unterkünfte auf der Strecke suchen.
    • doxa wrote:

      Ich vermute, dass ich mit meiner Wahrnehmung in der Minderheit sein werde, aber für mich ist jede feste Tagesstruktur, die ich nicht selbst für mich entworfen habe, absolut toxisch.
      Das ist bei mir so ähnlich, und dazu kommt noch, dass Umgebungsveränderungen eigentlich auch nur Stress sind.
      Wenn ich Urlaub habe, dann stehe ich jeden Tag dann auf, wann ich möchte und gehe ins Bett, wenn ich müde bin, das kann ziemlich unkonventionell sein insgesamt, aber so fühle ich mich am wohlsten. Mahlzeiten gibt es dann auch, wenn es mir einfällt. Ich bin verfressen genug, sodass ich nicht Gefahr laufe zu verhungern oder zu verdursten.

      Struktur zu haben, ist für mich dann wichtig, wenn ich Termine einhalten und Dinge erledigen muss. Damit das klappt, brauche ich Struktur. Aber das ist Stress, und deshalb würde ich das im Urlaub nicht haben wollen.


      Wenn es so einen Ort gäbe, den ich mir als Alternative zu "allein zu Hause" vorstellen könnte, dann müsste er zumindest ganz nach meinem Geschmack eingerichtet sein (helle Räume, viel Holz und Glas, sehr ruhig, alle Räume so schalldicht, dass man keine Geräusche von nebenan hört, eigenes Bad im Zimmer), und es müssten nette Menschen da sein, aber keine Vorschriften, was wann zu tun ist.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Also, wir brauchen ein GROßES Gelände :d
      und sehr viel Geld :d

      Neben den Zimmern (einzeln, nicht zu klein, eigenes Bad)
      Eine größere Küche, in der gute Fachmenschen hochwertiges Essen zubereiten und bereit stellen,
      eine kleinere, in der auch einzeln oder in kleinen Gruppen gekocht werden kann.
      Räume mit Material für Aktivitäten (Kunst/Musik usw) - mit Flächen draußen, auf denen das auch ausgeübt werden kann
      Indoor und Outdoor-Pool, Whirlpool und Sauna
      Angebot für Wellnessanwendungen
      Einen Garten, in dem sich betätigt werden kann
      Tiere
      Natur drumherum für Rückzug und/oder Wanderungen

      Dazu ein Strukturangebot für diejenigen, die eine feste Struktur bevorzugen
      UND die Freiheit, diese nicht oder nur partiell zu nutzen,
      Sevicepersonal, dass die Struktur sowie ihre Pflege und Erhaltung übernimmt
      sowie "lästige" Alltagstätigkeiten abnimmt, wenn gewünscht

      und das unter kompetenter fachlicher Begleitung der Angebote - wenn gewünscht.

      Hab ich was vergessen? :d
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      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
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    • doxa wrote:

      Ich habe schon oft gehört, dass man früher im Studium (in Deutschland) noch viel mehr Freiheiten hatte. Auch mit der Regelstudienzeit und so. Leider habe ich es nicht mehr erlebt, vieles hätte mir bestimmt gefallen.
      Ja war es, das hatte seine Vorteile, ich konnte quasi frei aussuchen, welche Kurse ich belege (ich hatte in dem Studium genau einen Pflichtkurs, ansonsten nur Pflichtbereiche, wo ich aus mehreren Kursen aussuchen konnte, die jedes Jahr auch wechselten, also es gab nicht jedes Jahr die selben Kurse, wenn einem in dem einen Halbjahr Kurse aus einem Bereich nicht gefallen haben, hat man halt aufs nächste Halbjahr gewartet. Da die einzige Struktur Grund- und Hauptstudium war hatte man auch genug Zeit dafür). Nachteil war eben, dass man sich vollkommen selber strukturieren musste und seinen Studienverlauf selber planen. Damit kamen einige nicht klar, die haben dann viel zu langsam studiert und es auch gar nicht wirklich mitbekommen, weil der Vergleich fehlte.
      Das war im neuen System ganz anders, da hat man immer direkt gemerkt, wo man steht, weil die Kurse alle vorgegeben waren und man ja gemerkt hat, ob Jemand die Vorraussetzungen hatte, um die neuen Kurse zu belegen bzw. sie belegt hat. Ich hatte das Glück beides gemacht zu haben, das hat sich dann gegenseitig ausgeglichen,d as eine wäre mir wohl zu frei, das andere zu eng gewesen. Ich mag Freiheit und Stabilität, meistens ist das schwer gleichzeitig zu erreichen, dadurch ging es.
    • Zodd wrote:

      Nachteil war eben, dass man sich vollkommen selber strukturieren musste und seinen Studienverlauf selber planen. Damit kamen einige nicht klar, die haben dann viel zu langsam studiert und es auch gar nicht wirklich mitbekommen, weil der Vergleich fehlte.
      @doxa
      Ja, die Vorteile waren toll. An den Nachteilen ist dann der Abschluss gescheitert.
      Ich hätte eine Begleitung gebaucht, die mir hilft, die Struktur im Blick zu behalten.
      Ich konnte dazu nie genau erkennen, welche Scheine denn jetzt für welchen Bereich sind, um die formalen Anforderungen für die Prüfung zu erfüllen. Gefühlt hab ich ja eh immer zu wenig "gewusst".
      Also das nächste und nächste Seminar dazu genommen, war ja auch interessant.
      Erst lange nach dem Studium hatte ich erkannt, dass ich sehr viel Mehr Scheine hatte, als ich je gebraucht hätte. Scheine zur Zulassung zum Vordiplom waren nach dem 2. Semester schon da, zum Diplom nach dem 5. Semester. Das "sah" ich aber nicht. Und fühlte mich ja auch nicht "reif genug dafür".
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    • Happy to be wrote:

      Ich hätte eine Begleitung gebaucht, die mir hilft, die Struktur im Blick zu behalten.

      Happy to be wrote:

      Also das nächste und nächste Seminar dazu genommen, war ja auch interessant.
      Erst lange nach dem Studium hatte ich erkannt, dass ich sehr viel Mehr Scheine hatte, als ich je gebraucht hätte. Scheine zur Zulassung zum Vordiplom waren nach dem 2. Semester schon da, zum Diplom nach dem 5. Semester. Das "sah" ich aber nicht. Und fühlte mich ja auch nicht "reif genug dafür".
      Das war bei mir ganz ähnlich. Ein freies Studium mit einem persönlichen Ansprechpartner/ Coach/ Tutor/ Mentor etc. wäre ideal gewesen. Meine Eltern waren dazu leider nicht in der Lage, da sie nicht akademisch studiert hatten und ihnen das Studium ohnehin nicht so richtig passte. Das jetzige System finde ich allerdings auch alles andere als gut. Vor allem weniger zugänglich für ältere Studierende und Leute "jenseits der Norm", schon durch die starke Verschulung und den Zwang zur häufigen Gruppenarbeit. Es müsste mehrere alternative Wege zum Abschluss geben, eine Begleitung für Menschen mit Einschränkungen sowie bessere Fördermöglichkeiten für Leute jenseits des üblichen Studien- und Ausbildungsalters für einen echten Neuanfang.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.