Essstörungen bei autisten. Einseitige Ernährung los werden.

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    • Essstörungen bei autisten. Einseitige Ernährung los werden.

      ich habe irgendwie eine einseitige Ernährung und will mich eigentlich seit Jahren gewünder ernähren.

      In Endeffekt ernähre ich mich zwar gesünder, aber es ist irgendwie trotzdem einseitig.

      Ist das bei euch auch so?
      Wie erreicht ihr das Ziel, euch vielseitiger zu ernähren?
    • Ich esse hauptsächlich Käsetoast. Ich versuche dran zu denken, hinundwieder eine Gurke zu kaufen dafür. Mittlerweile habe ich sogar Joghurt im Kühlschrank.
      Ansonsten ist es wohl gut, dass ich immer in die Mensa gehe, da ist etwas mehr Abwechslung. Sonst wäre es wohl hoffnungslos. Von selber würde ich wohl nicht über Nudeln und Reis hinauskommen :m(:
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Wir haben in letzter Zeit durch pinterest viel ausprobiert. Klar gibt's da so ein paar "best of" Gerichte, die es immer wieder mal gibt. Mit der Zeit hat man auch so eine Idee was schmecken könnte und was nicht, ansonsten hatte ich zB gesagt Blumenkohl wäre mal wieder was und dann entsprechend Rezepte gesucht statt nur normal zu kochen und Kartoffeln & Hollondaise dazu zu machen.

      Interessant ist, dass unterm Strich gar nicht so viele neue Lebensmittel dazu gekommen sind, sondern lediglich vieles neu kombiniert wurde.

      Aktuell bin ich leider mit 80kg auf 1,58m ziemlich schwer geworden (definitiv ein Zusammenspiel aus Hormonen und meiner sonstigen Kochweise mit viel Sahne etc und der Tatsache, dass ich Portionsgrößen nicht gut einschätzen kann) und versuche mit der App Yazio etwas Kalorien zu zählen. Bei der Pro Version hat man dann auch Zugriff auf mega viele Rezepte, die auf den ersten Blick auch alltagstauglich sind (es gibt sogar Schrittweise Anleitungen zum Durchklicken falls das für jemanden interessant ist).

      Uns fällt es leichter anhand von einer Fotosammlung zu schauen was uns anspricht als zu überlegen was man mal wieder essen könnte (dann gibt's nämlich wirklich alle 14 Tage das gleiche).
      Entsprechend besteht unser Wochenplan auch aus einer Screenshot Collage der einzelnen Gerichte (wir entscheiden täglich wozu wir dann Lust haben, die Tage sind also nicht fix).

      Bei sowas wie Brötchen bin ich dann aber überfordert, wenn ich da immer wieder selbst durchtauschen müsste. Zum Glück gibt es auf dem Markt einen megafreundlichen Bäckerstand (vor wenigen Wochen entdeckt und ich muss eigentlich nur noch nicken, weil ich auch immer die gleiche Menge hole). Dort kann ich "6 gemischte" bestellen - was mir bei anderen Bäckern hier übrigens verwehrt wurde, weil ich mich ja sonst hinterher wegen der verschiedenen Preise aufregen könnte -und habe immer wieder andere da (sie haben auch Roggen, Dinkel, Kartoffelmehl... also wirklich gut gemischt, nicht nur andere Körner). Die "Verantwortung" Brötchen mischen habe ich also ganz einfach abgegeben.

      Käse regelt gerade das Angebot. Auf dem Markt gibt es einen Stand, der zB aus Überproduktionen verkauft. Damit habe ich immer wieder was anderes da ohne aus x Sorten wählen zu müssen, weil der oft nur 3 Sorten Schnittkäse, 3 Sorten Weichkäse 2 Sorten Frischkäse etc da hat. Gleiches gilt für Pudding, Joghurt, Kaffeegetränke... (Ganz nebenbei ist es für uns auch viel günstiger)

      Getränke holt mein Partner (er hat das Auto mit auf Arbeit), da mischt also er durch was es gibt.
      Die letzten Wochen gab es Waldbeerlimo, jetzt Wasser mit Pfirsichgeschmack (wir holen immer im Pfandkasten, die regionalen Anbieter tauschen saisonal auch mal das Angebot).


      Als ich noch alleine gelebt habe gab es häufiger wochenlang am Stück immer das gleiche.
      Da war ich nicht so experimentierfreudig wie jetzt. Allein schon weil viele Einzelzutaten auch viele Reste bedeuten kann im Singlehaushalt. Aktuell muss ich eher Lebensmittel "sperren" damit sie bis zum Kochtag noch da sind.
    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      Wie erreicht ihr das Ziel, euch vielseitiger zu ernähren?
      Gar nicht. Find ich aber auch nicht schlimm.
      Denn zu den wenigen Dingen, die ich esse, gehören auch diverse als gesund geltenden Dinge.
      Wenn ich im Restaurant bin, dann werden Dinge probiert, die ich noch nicht kenne, oder die ich zu Hause schlecht selber machen kann.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ich koche viele Eintöpfe, auch Mal klassisch z. B. Linsensuppe. Ansonsten wird Reis oder Kartoffeln mit Gemüse als One Pot gekocht. Mal asiatisch, Mal orientalisch gewürzt. Hin und wieder gibt es auch Mal Gulasch aus dem Schnellkochtopf. Nudeln mit Tomatensoße esse ich auch gern.

      Vor kurzem habe ich ein Leibgericht aus der Kindheit wieder entdeckt: Grießklöschensuppe.
    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      in Amerika ist schon mal jemand wegen seiner einseitigen Ernährung erblindet.
      Ich kenne nur einen Fall aus UK. Der hat nur Pommes/Chips gegessen. Nicht mal Vitamin-Tabletten hat er genommen, als ein akuter Vitaminmangel festgestellt wurde.
      Das ist aber schon sehr extrem.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      in Amerika ist schon mal jemand wegen seiner einseitigen Ernährung erblindet.
      Ganz so einseitig ernährst du dich ja nicht. Ich nehme z. B. täglich ein Multivitaminpräparat, weil ich auch immer die gleichen Dinge esse. Einige halten Vitaminpräparate allerdings für nutzlos oder sogar schädlich.

      Wie wäre es mit einer Ernährungsberatung für dich? Bei Essstörungen übernimmt die Krankenkasse eventuell die Kosten. Dann könnte dir ein Profi erzählen, was an deiner Ernährung ausreichend ist und was du eventuell hinzufügen müsstest.
      Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
      Voltaire
    • Man kann damit auch zum Hausarzt gehen. Das kostet nichts. Der macht ggf. ein paar Bluttests und empfiehlt dir Nahrungsergänzungsmittel. Wenn er es für notwendig hält kann er auch an eine Ernährungsberatung verweisen. Teilweise bieten hier die Krankenkassen auch Kurse an.