Schwerbehinderung unbefristet - keine Nachprüfungen erforderlich

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    • Ich bekomme den Eindruck, es geht hier im Moment nur oberflächlich um Behördenversagen (wenn man es denn so nennen will).
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • GdB von 50 zuerkannt - Bescheid unklar

      Ich habe einen Bescheid zugesandt bekommen mit welchem mir ein GdB von 50 zuerkannt wird - ohne Beiblatt.

      Allerdings wird nicht genannt, ob dieser GdB befristet oder unbefristet gilt, außer, dass die Gültigkeit mit der Antragstellung beginnt.

      Kann ich nun davon ausgehen, dass keine Befristung vorliegt?
    • Ich musste den Ausweis selbst extra beantragen (GdB 60) er kam nicht automatisch. Der Ausweis war bei mir zudem befristet, obwohl mein GdB direkt unbefristet war.

      Es stand "Autismus+seelische Störung" in dem Bescheid. Die Begründung für die Befristung des Ausweises war, die seelische Störung könnte sich ja bessern. Da meines Wissens für der GdB aber nur nach der höchsten Einschränkung berechnet wird (was bei mir der Autismus ist) würde sich am GdB für den Autismus nichts ändern, selbst wenn die "seelische Störung" ganz wegfallen würde. Die "seelische Störung" hat bei mir auch keinen eigenen GdB.

      Ich hab das bis heute nicht verstanden, verlängere aber den Ausweis nicht. Aus Angst, die Behörde könnte sonst auf die Idee kommen prüfen zu Wollen, ob meine "seelische Störung" noch vorliegt und dann vielleicht auch auf die Idee kommen, die GdB für meinen Autismus neu zu prüfen und schlimmstenfalls ungerechtfertigt reduzieren.
      Bevor ich dann wieder alles einklagen muss, verzichte ich lieber auf den Ausweis und hoffe, dass die Behörde von selbst nicht auf die Idee kommt meinen unbefristeten GdB zu prüfen.
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Mit einem abgelaufenen Ausweis hast du aber auch die Vorteile nicht mehr, oder?
      Meine Erfahrung ist, dass die Verlängerung des Ausweises unproblematisch ist, in meinem Fall fand zumindest keine Nachprüfung statt, ich schrieb nur ans Versorgungsamt, dass ich um die unbefristetet Verlängerung meines Ausweises bitte, und ich bekam die positive Antwort dann sehr schnell. Natürlich kann ich nicht garantieren, dass es immer so einfach verläuft, aber ich glaube, es ist keine Lösung, den Ausweis nicht verlängern zu lassen. Wenn viel Zeit vergeht und du dann doch irgendwann einen gültigen Ausweis brauchst, ist die Wahrscheinlichkeit einer Nachprüfung viel größer als jetzt, wenn erst wenig Zeit seit der Ausstellung vergangen ist.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Es wird halt ausführlich erklärt, wo ich ein Bild hinschicken oder es hochladen muss etc..

      Demgegenüber kommt mir auch der zuerkannte GdB im Verhältnis zu den geltend gemachten Einschränkungen recht niedrig vor.
      Nächste Woche bespreche ich mit meiner Beraterin beim IfD, ob ich in den Widerspruch gehen soll, oder es erstmal beim aktuellen Bescheid bewenden lassen und in ein paar Jahren - sollte keine Befristung vorliegen - einen Veränderungsantrag stellen.
    • Shenya wrote:

      Mit einem abgelaufenen Ausweis hast du aber auch die Vorteile nicht mehr, oder?
      Der Bescheid ist das Entscheidende.
      Der Ausweis hat ein "Lichtbild", und das ändert sich manchmal mit den Jahren und wird dir immer unähnlicher ;)

      Several wrote:

      Ne, aber außer in manchen öffentlichen Einrichtungen (Kino, etc.) hatte ich von dem Ausweis sowieso nichts, da ohne Merkzeichen.
      Dafür sind die Merkzeichen doch nicht da.....manche Vorstellungen sind schon etwas schräg.

      @Coocy Leider sind derartige "Entscheidungen" von Behördenseite nicht immer nachvollziehbar oder gerecht. Es kann immer nur der Versuch sein, etwas auszugleichen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger!

      Mach es wie du es beschreibst, am besten so, dass der Aufwand dem Ergebnis entspricht. Viel Erfolg!
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    • Capricorn wrote:

      Dafür sind die Merkzeichen doch nicht da.....manche Vorstellungen sind schon etwas schräg.
      Da du es so aufgefasst hast, scheint es ja deine Vorstellung zu sein.

      Ich habe geschrieben, dass ich außer ein paar Ermäßigungen von dem Ausweis nichts habe, da ich keine Merkzeichen habe.
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    • @Several: Danke, dass du es noch mal klar stellst. Ich habe es wirklich anders aufgefasst, entschuldige bitte!

      Allerdings sehe ich es in der Tat etwas anders mit dem Ausweis, denn immerhin ist es für Viele der einfache Nachweis der Schwerbehinderteneigenschaft und erst mit dem Ausweis - also GdB 50 oder mehr - bekommen sie die Zusatzurlaubstage, die Möglichkeit, ohne Abschläge früher in Rente gehen zu können und sich auf Antrag von Mehrarbeit freistellen zu lassen.
      Sie haben die Möglichkeit, die Schwerbehindertenberatung/-personalvertretung in Anspruch zu nehmen und anders mehr, auch die Steuerschuld beim Finanzamt zu senken.
      Das gilt natürlich nur für die Arbeitenden und Steuerzahlenden.
      Aber so unattraktiv ist der Ausweis dann doch für viele, die die Unterstützung brauchen, doch nicht.
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    • Vulkan wrote:

      Ich finde den Ausweis schon nützlich, gerade wenn man Unterstützung benötigt.
      Ohne würde es für mich unmöglich eine Umschulung zu bekommen die durch Teilhabe am Arbeitsleben finanziert wird. Beratung in der Rehaabteilung der Argentur für Arbeit. Teilnahme an Maßnahmen wie Unterstütze Beschäftigung.

      Hilfe durch den Intergration Fachdienst.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Niklas22 wrote:

      Und dort steht dass keine Nachprüfungen erforderlich sind.
      Bedeutet das, dass ich den Schwerbehindertenausweis für immer behalten kann oder wie kann ich das verstehen?
      Der Bescheid und der Ausweis sind zwei unterschiedliche Dinge.

      Ich hoffe, das ist mittlerweile klar geworden-? Sonst noch mal in Kürze:
      Bescheid ist das Wichtige, bei Niklas22 unbefristet erteilt, daher keine Nachprüfung zu erwarten.
      Ausweis dient dem einfachen Handhaben, dem raschen Vorzeigen, dem Mitnehmen; es steht keine Behinderung mit Namen drauf, nur der GdB.
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    • Capricorn wrote:

      Allerdings sehe ich es in der Tat etwas anders mit dem Ausweis, denn immerhin ist es für Viele ...
      Ich sagte auch nicht, dass ein Ausweis allgemein keinen Nutzen hätte. Sondern, dass er für mich außer ein paar Euro Vergünstigung keinen Nutzen hat.


      Several wrote:

      außer in manchen öffentlichen Einrichtungen (Kino, etc.) hatte ich von dem Ausweis sowieso nichts

      Several wrote:

      dass ich außer ein paar Ermäßigungen von dem Ausweis nichts habe,
      Toleranz ist, wenn Toleranz kein Thema sein muss.
    • Several wrote:

      außer in manchen öffentlichen Einrichtungen (Kino, etc.) hatte ich von dem Ausweis sowieso nichts, da ohne Merkzeichen.
      1. Darlegung....siehe Beitrag Nr. 28

      Several wrote:

      Ich habe geschrieben, dass ich außer ein paar Ermäßigungen von dem Ausweis nichts habe, da ich keine Merkzeichen habe.
      2. Darlegung (nachdem ich versuchte, mich bei dir zu entschuldigen) - Nr. 32


      Several wrote:

      Ich sagte auch nicht, dass ein Ausweis allgemein keinen Nutzen hätte. Sondern, dass er für mich außer ein paar Euro Vergünstigung keinen Nutzen hat.
      3. Verdeutlichung, siehe Nr. 3

      .....und noch zwei weitere Eigenzitate, siehe Nr. 37.

      Ich denke doch, dass wir es alle verstanden haben.


      Und trotzdem:

      Several wrote:

      Außer in manchen öffentlichen Einrichtungen (Kino, etc.) hatte ich von dem Ausweis sowieso nichts.
      Weshalb bitte sind Ermäßigungen beim Eintritt "nichts"?
      Die Ermäßigung hast du doch just des Ausweises wegen bekommen.

      Außerdem ist ein Kino - soweit ich weiß- keine öffentliche Einrichtung. Kinos werden in der Regel privat und kommerziell betrieben.
      Wenn du willst, dass andere genau sind (was ich für richtig halte), dann sei es bitte selber auch.
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    • Capricorn wrote:

      Wenn du willst, dass andere genau sind (was ich für richtig halte), dann sei es bitte selber auch.
      Will ich nicht, darum ging es mir nicht. Mir ging es nur darum dass ich den Eindruck hatte, dass mein persönlicher (nicht-)Nutzen des Ausweises verallgemeinert wurde. Das wollte ich richtig stellen indem ich darauf hinwies, dass ich nur von meinem persönlichen Nutzen schrieb. Das scheint ja angekommen zu sein, also ist für mein Empfinden dazu alles in Ordnung.
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