Private Krankenversicherung für Asperger (Beamte)?

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    • Private Krankenversicherung für Asperger (Beamte)?

      Für Beamte: Seid ihr privat oder gesetzlich versichert? 13
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        privat (8) 62%
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        gesetzlich (5) 38%
      Hallo,
      wegen Corona hat es eine Weile gedauert bis ich die Bestätigung bekommen habe, aber nun hab ich eine Ausbildungszusage als Beamtenanwärter. Ich hatte vorher noch nie ein Gehalt, also habe ich auch keine Erfahrung mit Steuern, Krankenversicherungen und so.

      Ich habe hier im Forum öfter gesehen, dass viele Asperger Beamte sind und wollte deswegen fragen, in welcher Versicherung ihr seid bzw. welche ihr mir empfehlen könnt. Ich würd mich auch über euer Erfahrungen mit gesetzlichen Kassen freuen.

      Normalerweise ist die PKV für Beamte viel günstiger, weil ich da nur 50% von bezahlen müsste und sonst den vollen Betrag für eine gesetzliche Krankenversicherung.
      Ich hab gelesen, dass Asperger kaum Chancen bei einer PKV hätten, aber es gibt wohl seit kurzem eine Öffnungsaktion speziell für Beamte. Ich weiß aber nicht, ob es sich lohnt, weil es trotzdem einen gewissen Risiko-Zuschlag gibt.
      Neben der offiziellen Asperger Diagnose hatte ich lange Zeit auch eine Depression, die zur Zeit als 'stabil' eingestuft wird. Ich muss nicht mehr zur Therapie, aber nehme noch Antidepressiva. Ich bin unter 25 Jahre, habe einen Behinderungsgrad von 50 und sonst keine bekannten gesundheitlichen Probleme.

      Ich versuch mich natürlich auch selbst zu informieren, fühle mich aber etwas verunsichert. Es soll wohl schwierig sein die PKV zu wechseln, wenn man erst mal drin ist? Ich habe Angst die falsche Versicherung unter den dutzenden von Angeboten zu wählen und dann festzustecken.


      Mit lieben Grüßen,
      trew
    • Obwohl ich schon seit vielen Jahren privat versichert bin, finde ich es schwer, die Frage zu beantworten, was besser ist.

      Wenn man sich privat versichert, muss man auf jeden Fall auf den Tarif achten, den man abschließt. Er sollte einen offenen Hilfsmittelkatalog haben, und es sollten Leistungen wie Psychotherapie und Ergotherapie enthalten sein.
      Ich habe z.B. einen alten Tarif der Debeka, den habe ich abgeschlossen, als ich noch gar nichts von Asperger wusste, und da habe ich auch überhaupt keine Ahnung gehabt, ob der Tarif gut ist oder nicht. Also er ist nicht gut, weil er einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog hat, keine Ergotherapie gezahlt wird, und Psychotherapie nur 20 Termine pro Kalenderjahr, bei mehr Terminen wird noch die Hälfte der Kosten übernommen. Ich bekomme auch kein Einzelzimmer bezahlt, sondern Doppelzimmer, wenn ich ins Krankenhaus muss.

      Gegenüber der gesetzlichen Versicherung hat man hauptsächlich beim Zahnarzt Vorteile, aber ob das die Nachteile aufwiegt, da bin ich nicht so sicher. Man kann ja ggf. auch noch eine Zahn-Zusatzversicherung abschließen. Außerdem zahlt die private Versicherung noch den Heilpraktiker, aber da könnte ich glatt drauf verzichten. Ein paar Leistungen bei Vorsorgeuntersuchungen oder Check-ups sind eventuell in der privaten Versicherung großzügiger.

      Wenn man später die Versicherung oder den Tarif wechseln will, findet in der Regel eine Gesundheitsprüfung statt, dann wird es meistens teurer. Deshalb hängt man normalerweise in der Versicherung fest, in der man ist.

      Mal sehen, was andere für eine Meinung dazu haben.
      Alles wird galaktisch gut.
    • VanTaek wrote:

      Evtl hilft dir dieser Link weiter:autismus-kultur.de/autismus/au…fragen-und-antworten.html

      Sonst Mal bei den Privaten Krankenversicherung nach fragen und bei den Gez. Versicherungen.

      Hoffe das dein Arbeitsvertrag schon unterschrieben ist
      Diagnose, Therapie und Schwerbehinderung sind offiziell und vor kurzem passiert, also muss ich alles angeben.
      Wenn ich auf die Website von den Anbietern gehe, finde ich nur die normalen Tarife. Wenn ich eine Einschätzung des Risikozuschlags für Asperger und Behinderung will, muss ich ein 'unverbindliches Angebot' anfordern, oder?
      Die verlangen aber nach einer Menge Daten, nicht nur die Gesundheit betreffend, sondern auch Adresse und Namen...Vielleicht bin ich nur paranoid, aber es ist mir unangenehm so viel von mir preiszugeben, womit man mich identifizieren kann. Ich glaube, ich werde einen Versicherungsmakler mal fragen. Dann muss ich diese Daten nur einer Person geben, die dann anonym Anfragen an die jeweiligen Versicherung stellt; statt die genauen Daten über dutzende Websites an die jeweiligen Unternehmen zu senden.
      ...Habe ich das Prinzip von Anfragen und Makler richtig verstanden?

      Mir wurde erzählt, dass ich als Anwärter keinen normalen Arbeitsvertrag bekomme. Ich habe eine 'Ausbildungszusage' vor mir liegen und werde im August zum Anwärter ernannt. Bist du wegen der Gesundheitsprüfung besorgt? Ich habe die schon bestanden, wenn auch nicht ohne Hürden [RW].
    • Ja war wegen der Gesundheit Prüfung besorgt.

      Würde eine E Mail schreiben mit dein Anliegen und das so bei den Versicherungen erfragen. Was für dich das beste ist.

      Wünsche dir für die Ausbildung alles gute.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Dass die PKV für Beamte erheblich günstiger ist, hast du selbst geschrieben. Zwei, drei Vorteile hat @Shenya oben genannt, hinzu kommt noch, dass es Ärzte gibt, die nicht mit den GKVen zusammenarbeiten, wo also nur Selbstzahler hinkönnen. Dann ist noch ein Vorteil der PKV, dass vieles nicht vorher nachgefragt werden muss - du riskierst halt, z.B. beim Zahnarzt, dass nicht alles bezahlt wird, aber du musst nicht für jede Krone vorher bei deiner Kasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Schließlich sehen es manche als Vorteil, dass es Ärzte gibt, die für privat Versicherte und für gesetzlich Versicherte getrennte Wartezimmer haben. Bei meinem Orthopädien z.B. steht in einem ein Kaffeevollautomat, im anderen nur ein Wasserspender. Mich machen solche Unterschiede wütend, sind sie doch Ausdruck eines Gesundheitssystems, dass es in derart diskriminierender Form nirgends in Europa sonst gibt. Apropos Europa: Die Abrechnung von Auslandsrechnungen ist auch einfacher bei der PKV, du kriegst meist problemlos erstattet, was die entsprechende Behandlung in Deutschland durchschnittlich gekostet hätte.

      Nachteile der PKV: In den Arztrechnungen finden die meistens Fehler, wobei es wohl häufiger so ist, dass Ärzte diese Fehler bewusst begehen. Das Geld bekommst du dann nicht erstattet. Und wegen 10 EUR hier, 20 EUR da dem Arzt hinterherzutelefonieren, ist lästig. Und: Je älter du wirst, je häufiger du krank bist, desto mehr stinken dir die lästigen Abrechnungen mit deiner Versicherung. Als Beamter machst du den Scheiß gleich zweimal, denn die Hälfte kriegst du ja von der Beihilfe. Also zweimal Anträge ausfüllen, Rechnungen kopieren oder einscannen (wenn du online abrechnest), warten, bis du dein Geld kriegst. Noch lästiger wird's, wenn du ins Krankenhaus musst. Denn die schnell sehr hohen Beträge kannst du nicht vorstrecken. Du musst dann mit dem Krankenhaus extra vereinbaren, dass sie direkt mit der Kasse abrechnen. Das tun sie vielleicht, aber nicht mit der Beihilfe. Und klar: Mit Unfall ins Krankenhaus - nichts tust du dann lieber, als zuerst einmal dich um den Verwaltungskram kümmern. Meine Frau, gesetzlich versichert, zückt einfach ihr Krankenkassenkärtchen, mehr Arbeit hat sie nicht. Und irgendwann einmal Altenheim, Pflegeversicherung, hohe Kosten - die Rechnung des Heims kommt jeden Monat, und jeden Monat musst du sie einreichen und hoffst, dass PKV und Beihilfe schnell zahlen, damit das Konto nicht in die Miesen rutscht Bei meiner privat versicherten Mutter hat der Abrechnungskram pro Monat mindestens einen Sonntagmorgen Zeit gekostet.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • trew wrote:

      Ich glaube, ich werde einen Versicherungsmakler mal fragen. Dann muss ich diese Daten nur einer Person geben, die dann anonym Anfragen an die jeweiligen Versicherung stellt; statt die genauen Daten über dutzende Websites an die jeweiligen Unternehmen zu senden.
      ...Habe ich das Prinzip von Anfragen und Makler richtig verstanden?
      Ja, und pass auf, dass es ein freies Versicherungsbüro ist, das nicht nur mit einer Versicherung zusammenarbeitet.

      Übrigens: Bei der Personalvertretung deiner künftigen Dienststelle müsste man dir auch einen Schwerbehinderten-Beauftragten nennen können. Diesen Leuten kannst du vertrauen und dich auch beraten lassen.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • FrankMatz wrote:

      Apropos Europa: Die Abrechnung von Auslandsrechnungen ist auch einfacher bei der PKV, du kriegst meist problemlos erstattet, was die entsprechende Behandlung in Deutschland durchschnittlich gekostet hätte.
      Wobei gerne vergessen wird, dass es ja nicht nur schwarz und weiß also Gesetzliche und Private Versicherung gibt. Man kann gesetzlich versichert sein und dann noch eine private Zusatzversicherung haben. Meine deckt beispielsweise Auslandsaufenthalte von bis zu 10 Wochen ab, also egal wo ich bin. so dass ich für Urlaube nie zusätzlich eine Versicherung abschließen muss und die zahlen auch immer ohne Probleme und das obwohl ich gerne mal eine 1000 Euro Rechnung einreiche, die fragen sich dann wahrscheinlich immer, ob ich in einem Marmorkrankenhaus war (gerne mal Länder wo das Pfreisniveau an sich viel geringer ist).

      Also ich würde daher eigentlich immer prinzipiell wenn eine GK noch eine private Zusatzversicherung empfehlen, je nachdem was einem wichtig ist. Ich zähle durch die Zusatzversicherung beispielsweise bei Krankenhausuafenthalten als Privatpatient. Das hat einen doppelten Vorteil bzw. ich hab den Vorteil beider Kassen. Den der Privaten, dass ich viel schneller ein Zimmer kriege und den der Gesetzlichen, dass die eher was bewilligen als die PK es alleine tun würde, aber wenn die GK es genehmigt hat, lehnt die ZusatzPK es eigentlich nie ab.

      The post was edited 1 time, last by Zodd ().

    • Ein Kollege von mir schimpft regelmäßig über die hohen Rechnungen, die er erstmal vorstrecken muss und dann mühsam von der Kasse einfordern muss. Letztens bei einem Krankenhaus ging das in den 5stelligen Bereich.
      Ich selbst habe nur eine private Zahnzusatzversicherung, aber selbst da ist es jedes Mal ein ordentlicher Papierkrieg. Ich habe einmal den Fehler gemacht, dem Zahnarzt zu verraten, dass ich so eine Versicherung habe - seine Rechnung war dann für eine einfache Zahnreinigung dermaßen komplex, dass die Kasse erstmal zig Nachfragen gestellt und nicht alles bezahlt hat. Seitdem behalte ich das lieber für mich, dann muss der Zahnarzt so abrechnen, wie bei gesetzlichen Kassen üblich.

      Ein anderer Kollege hatte einen Bonus drin, dass er einen niedrigen Beitrag hat, wenn er pro Jahr nicht mehr als einen bestimmten Betrag einreicht an Rechnungen. Das hat dann dazu geführt, dass er viele Rechnungen für Kleinigkeiten komplett aus eigener Tasche gezahlt hat, um nicht aus dem Tarif rauszufallen.

      Falls ich jemals so viel verdiene, dass ich mich privat versichern könnte, dann würde ich das trotzdem nicht machen. Entweder Zusatzversicherung oder aus eigener Tasche zahlen, wenn die guten Ärzte nicht mit der Gesetzlichen abrechnen wollen. Spätestens als Rentner wird man doch bei der Privaten zum Sozialfall, oder?
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Zodd wrote:

      Also ich würde daher eigentlich immer prinzipiell wenn eine GK noch eine private Zusatzversicherung empfehlen,
      Nur so zum Erklären: Der TE will in ein Beamtenverhältnis. Beamte bekommen keine Arbeitgeberzuzahlung zur Krankenkasse. Die PKV ermöglicht die Versicherung zu einem 50-Prozent-Tarif, die anderen 50 Prozent der Arztrechnungen zahlt die staatliche Beihilfe. Die GKV will immer 100 Prozent, hälftig (ich weiß, stimmt nicht mehr ganz) von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Zahlt der Arbeitgeber nix dazu, muss der Arbeitnehmer 100 Prozent zahlen. Der Beamte zahlt also, Beispiel jetzt, 500 EUR im Monat bei der GKV und kriegt von der Beihilfe nix, denn gesetzlich Versicherte erhalten ja keine Rechnungen zum Einreichen. Bei der PKV zahlt er nur 250 EUR und schickt die Rechnungen an seine Versicherung und an seine Beihilfestelle. So bekommt er wie bei der GKV alles bezahlt, zahlt aber nur die Hälfte.

      Es gibt mittlerweile Bestrebungen einzelner Länder (Hamburg z.B.), Beamten auch Zuschüsse zur GKV zu zahlen. Bei uns im Süden dauert das noch Jahrzehnte, bis die reaktionären Strukturen aufgebrochen sind. :x
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • Du solltest beachten, eine unverbindliche Risikovoranfrage zu stellen, und keinen Probeantrag: Risikovoranfrage

      Die GKV ist für Beamte in der Tat sehr teuer, da man freiwillig dort versichert ist und daher Arbeitnehmer- PLUS Arbeitgeberanteil voll bezahlen muss. Die Beihilfe beteiligt sich da nicht.

      Warst du schon beim Amtsarzt? Was sagt der angesichts der Depression plus Asperger zu der Aussicht, nachher wirklich auf Lebenszeit verbeamtet zu werden?
    • FrankMatz wrote:

      Es gibt mittlerweile Bestrebungen einzelner Länder (Hamburg z.B.), Beamten auch Zuschüsse zur GKV zu zahlen. Bei uns im Süden dauert das noch Jahrzehnte, bis die reaktionären Strukturen aufgebrochen sind.
      Da wird ja auch nur am Problem herumgedoktert. Man bräuchte nur Beamte wie normale Arbeitnehmer betrachten. Im Grunde einfach Alle. Wir sind ja vor dem Gesetz angeblich gleich.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • FrankMatz wrote:

      Nur so zum Erklären: Der TE will in ein Beamtenverhältnis. Beamte bekommen keine Arbeitgeberzuzahlung zur Krankenkasse. Die PKV ermöglicht die Versicherung zu einem 50-Prozent-Tarif, die anderen 50 Prozent der Arztrechnungen zahlt die staatliche Beihilfe. Die GKV will immer 100 Prozent, hälftig (ich weiß, stimmt nicht mehr ganz) von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Zahlt der Arbeitgeber nix dazu, muss der Arbeitnehmer 100 Prozent zahlen. Der Beamte zahlt also, Beispiel jetzt, 500 EUR im Monat bei der GKV und kriegt von der Beihilfe nix, denn gesetzlich Versicherte erhalten ja keine Rechnungen zum Einreichen. Bei der PKV zahlt er nur 250 EUR und schickt die Rechnungen an seine Versicherung und an seine Beihilfestelle. So bekommt er wie bei der GKV alles bezahlt, zahlt aber nur die Hälfte.
      Das ist zwar jetzt günstiger aber eben in der Zukunft nicht. Private Krankenversicherungen passen ihre Tarife an das Alter der Versicherten an. Meine Physiotherapeutin sollte mit Ende 60 über tausend Euro im Monat zahlen und sie hat auch noch eine Eigenbeteiligung von 1000 Euro. Sie konnte den Tarif wechseln auf noch mehr Eigenbeteiligung und niedrigeren Beitrag, aber gerade im Alter kommen ja doch hier und da teurere Probleme auf einen zu, und vorstrecken muss man das auch noch.

      Wenn Du nicht vor hast früh zu sterben, oder reich zu erben, würde ich mir das mit der privaten Krankenversicherung sehr sehr gut überlegen. Einmal drin ist drin. Du kommst da nie wieder raus.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Vielen Dank für die Antworten schon mal.

      Grubber wrote:

      Du solltest beachten, eine unverbindliche Risikovoranfrage zu stellen, und keinen Probeantrag: Risikovoranfrage

      Die GKV ist für Beamte in der Tat sehr teuer, da man freiwillig dort versichert ist und daher Arbeitnehmer- PLUS Arbeitgeberanteil voll bezahlen muss. Die Beihilfe beteiligt sich da nicht.

      Warst du schon beim Amtsarzt? Was sagt der angesichts der Depression plus Asperger zu der Aussicht, nachher wirklich auf Lebenszeit verbeamtet zu werden?
      Ich hab einen Versicherungsmakler angeschrieben und warte jetzt auf eine Antwort. Er sollte diese Risikovoranfragen dann ja anonymisiert für mich stellen, wenn ich das richtig verstanden habe.

      Beim Amtsarzt war ich schon, aber ich hab nicht daran gedacht nach der Verbeamtung auf Lebenszeit zu fragen. Ich war zu der Zeit besorgt, dass die Behörde das Angebot ganz zurücknimmt, weil ich in meiner Bewerbung meinen Schwebi nicht erwähnt habe.
      Mir ist keine Übernahme nach der Ausbildung garantiert. Aber mir wurde oft versichert, dass Behörden grundsätzlich alle aufnehmen, wenn sie die Ausbildung vollenden. Weil die Ausbildung und die Bezüge ja auch recht teuer sind.
      Oder ist es möglich, dass ich nach der Ausbildung "nur" eine Anstellung bekomme statt einer Verbeamtung auf Probe?

      Garfield wrote:

      FrankMatz wrote:

      Es gibt mittlerweile Bestrebungen einzelner Länder (Hamburg z.B.), Beamten auch Zuschüsse zur GKV zu zahlen. Bei uns im Süden dauert das noch Jahrzehnte, bis die reaktionären Strukturen aufgebrochen sind.
      Da wird ja auch nur am Problem herumgedoktert. Man bräuchte nur Beamte wie normale Arbeitnehmer betrachten. Im Grunde einfach Alle. Wir sind ja vor dem Gesetz angeblich gleich.
      Mein Bundesland gehört leider auch nicht dazu, sonst hätte ich ziemlich sicher die GKV gewählt. Es kommt mir auch seltsam vor, dass Beamten in der GKV keine Beihilfe geleistet wird, aber in der PKV schon. Aber so sind wohl nun mal die Regeln - zur Zeit zumindest und wo ich lebe.


      Ginome wrote:

      FrankMatz wrote:

      Nur so zum Erklären: Der TE will in ein Beamtenverhältnis. Beamte bekommen keine Arbeitgeberzuzahlung zur Krankenkasse. Die PKV ermöglicht die Versicherung zu einem 50-Prozent-Tarif, die anderen 50 Prozent der Arztrechnungen zahlt die staatliche Beihilfe. Die GKV will immer 100 Prozent, hälftig (ich weiß, stimmt nicht mehr ganz) von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Zahlt der Arbeitgeber nix dazu, muss der Arbeitnehmer 100 Prozent zahlen. Der Beamte zahlt also, Beispiel jetzt, 500 EUR im Monat bei der GKV und kriegt von der Beihilfe nix, denn gesetzlich Versicherte erhalten ja keine Rechnungen zum Einreichen. Bei der PKV zahlt er nur 250 EUR und schickt die Rechnungen an seine Versicherung und an seine Beihilfestelle. So bekommt er wie bei der GKV alles bezahlt, zahlt aber nur die Hälfte.
      Das ist zwar jetzt günstiger aber eben in der Zukunft nicht. Private Krankenversicherungen passen ihre Tarife an das Alter der Versicherten an. Meine Physiotherapeutin sollte mit Ende 60 über tausend Euro im Monat zahlen und sie hat auch noch eine Eigenbeteiligung von 1000 Euro. Sie konnte den Tarif wechseln auf noch mehr Eigenbeteiligung und niedrigeren Beitrag, aber gerade im Alter kommen ja doch hier und da teurere Probleme auf einen zu, und vorstrecken muss man das auch noch.
      Wenn Du nicht vor hast früh zu sterben, oder reich zu erben, würde ich mir das mit der privaten Krankenversicherung sehr sehr gut überlegen. Einmal drin ist drin. Du kommst da nie wieder raus.
      Wäre dann der Wechsel in den Basistarif nicht sinnvoll? Dort ist der Höchstbetrag 2019 auf ~700Euro gedeckelt worden. Ich will hier keine Ratschläge oder so verteilen, denn ich hab mich noch nicht lange mit dem Thema beschäftigt und möchte deswegen nur fragen. Ich hab nur im Internet gelesen, dass der Basistarif einer PKV sozusagen die Notlösung ist, wenn man im Alter sehr hohe Beiträge bezahlen muss. Die Leistungen sind zwar viel schlechter als bei anderen Tarifen, müssten aber ungefähr der einer GKV entsprechen.
    • trew wrote:

      Die Leistungen sind zwar viel schlechter als bei anderen Tarifen, müssten aber ungefähr der einer GKV entsprechen.
      Das tun sie eben nicht. Der schlechteste PKV-Tarif erreicht bei weitem nicht die Leistungen der GKV.
      Und es ist mit viel mehr Aufwand verbunden irgendetwas bewilligt zu bekommen. Das fängt schon bei so einfachen Dingen wie einem Rollstuhl an.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      trew wrote:

      Die Leistungen sind zwar viel schlechter als bei anderen Tarifen, müssten aber ungefähr der einer GKV entsprechen.
      Das tun sie eben nicht. Der schlechteste PKV-Tarif erreicht bei weitem nicht die Leistungen der GKV.Und es ist mit viel mehr Aufwand verbunden irgendetwas bewilligt zu bekommen. Das fängt schon bei so einfachen Dingen wie einem Rollstuhl an.
      Entschuldige, wenn ich dies missverstehe, aber auf allen Webseiten, die ich gefunden habe wird beteuert, dass der Basistarif der GKV entspricht.
      krankenkassen.de/private-krank…nversicherung-basistarif/ "Der Basistarif enthält ein Leistungsangebot, das dem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vergleichbar ist. "

      pkv.de/themen/krankenversicher…niert-die-pkv/basistarif/ "Der Basistarif muss den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen nachbilden. Während die PKV-Versicherten dauerhaft ein vertraglich garantiertes Schutzpaket erhalten, muss der Basistarif immer den Vorgaben für die gesetzlichen Krankenkassen folgen."

      Das dies mit mehr Aufwand verbunden ist, ist mir schon klar. Man muss als Beamter dann Papierkram sowohl für die PKV als auch für die Beitragshilfe besorgen. Aber dafür würde die Beihilfe immer noch gelten und 50% des Tarifs begleichen, nicht wahr?
    • Bleiben wir beim Beispiel Rollstuhl.
      Einen einfachen "AOK-Shopper" kriegst Du auch mit der PKV. Wenn Du aber was besseres willst, wie zB ein Aktivrollstuhl, kannst Du das mit dem einfachen PKV-Tarif vergessen. Bei der GKV musst Du es nur gut genug begründen, und ggf attestieren lassen wenn sie ganz doof kommen, und Du kriegst ihn.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • ich bin gesetzlich versichert plus 70% Beihilfe. Das heißt, bei allem, was ich mache,bezahlt erst die KK, und was sie nicht bezahlen wie die Testung auf Autismus ,reiche ich bei der Beihilfe ein.
      Das heoßt, ich bezahle nur den Eigenanteil von 30%.

      Wenn du jung und gesund bist, kommst du evtl. mit einer privaten KK wunderbar klar.

      Bei älter, Vorerkrankungen, schon krank finde ich die gesetzliche besser.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Ginome wrote:

      Wenn Du nicht vor hast früh zu sterben, oder reich zu erben, würde ich mir das mit der privaten Krankenversicherung sehr sehr gut überlegen. Einmal drin ist drin. Du kommst da nie wieder raus.
      Stimmt nicht ganz. Wenn du aus dem Beamtenjob aussteigst und in einem normalen Arbeitnehmerverhältnis die Pflichtversicherungsgrenze nicht übersteigst (derzeit bei brutto 5.200 EUR, siehe hier), muss die GKV dich wieder nehmen.

      trew wrote:

      Das dies mit mehr Aufwand verbunden ist, ist mir schon klar. Man muss als Beamter dann Papierkram sowohl für die PKV als auch für die Beitragshilfe besorgen. Aber dafür würde die Beihilfe immer noch gelten und 50% des Tarifs begleichen, nicht wahr?
      Ja, aber... Die Beihilfe zahlt noch lange nicht alles. Erstens gibt es Unterschiede zwischen den Ländern und dann kommt es wohl auch auf den Sachbearbeiter an. Meine PKV zahlt immer gleich (schlecht). Die Beihilfe zahlt mal großzügig, wie ich es nie vermutet hätte, und mal sind sie dort ganz pingelig, dann muss man Widerspruch einlegen, lästiger Verwaltungskram eben. Fehler in Arztrechnungen finden die PKV-Mitarbeiter immer, die bei der Beihilfe oft nicht.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)