Welche Medikamente helfen Euch bei Depressionen?

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    • Medikament:

      Trimipramin

      Einsatzzweck bei mir:

      Behandlung mittelgradiger Depression und Schlafstörungen

      Dosierung:

      25 Tropfen

      Wirkung:

      Sowohl die Depression als auch die Schlafstörungen sind dank dem Medikament gut im Griff. Hier profitiere ich unter anderem von der angstlösenden Wirkung des Medikaments, als auch von der Stabilisierung der Stimmung durch das Medikament.

      Vorteil:

      Es verträgt sich gut mit meinen ADHS-Medikamenten (Elvanse Adult). Als Medikament für die Schlafstörungen hat es auch den Vorteil, dass es nicht abhängig macht (was viele Schlafmittel hingegen tun) und sehr punktgenau dosiert und bei Bedarf schnell wieder abgesetzt werden kann.
      Diagnose ADHS: 1996 ; Diagnose ASS/HFA: 02/2020
    • Ich bin bipolar, kenne Depressionen seit der Kindheit. Als sich die Diagnose noch nicht hatte, war mein erstes AD Citalopram, ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Es hat paradox gewirkt, die Depression verstärkte sich, sodass ich es schnellstmöglich wieder bleiben ließ.

      Das nächste AD war Trimipramin, ein trizyklisches Antidepressivum. Es half gegen die Depression, allerdings so gut, dass ich mal wieder manisch wurde und nicht mehr zum Arzt ging. So wurde die Bipolarität immer noch nicht festgestellt bei mir. Da ich in die Manie switchen kann, kommen die meistens ADs für mich nicht in Frage, also probierte ich das atypische AD Bupropion aus. Und es wirkt bei mir ganz gut, ich bin damit maximal subdepressiv. Ich kann aber nur 150 mg nehmen, weil mich 300 mg nervös machen.

      Außerdem versuche ich seit drei Jahren regelmäßig Sport zu machen, weil es meine Stimmung auf jeden Fall hebt. Meistens bin ich ca. 2 mal pro Woche im Fitnessstudio, aber das geht ja seit letzten März kaum noch. Daher habe ich mir letztes Jahr ein Indoor-Trampolin angeschafft und trainiere damit täglich. Das macht richtig viel Spaß und hebt meine Stimmung deutlich an, weshalb es mir auch nicht schwer fällt, jeden Tag dabei zu bleiben.
      Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
      Voltaire
    • Hi,

      ich hatte in meinem leben viele Medikamente durch, die über die ich jetzt schreib müssen mit dem Wissen betrachtet werden dass im "Hintergrund" eine Trevicta Depot Spritze mit 525mg ist.

      Zuerst hatten wir Sertralin ausprobiert, was bei mir gar keinen Effekt zeigte. Dann kamen wir in einem Klinikaufenthalt zu Venlafaxin(beides SSRI bzw SNRI) von Venlafaxin bekam ich Akathisie als Nebenwirkung, heißt ich konnte weder still sitzen noch still liegen. Ich hab dann den Oberarzt sanft gezwungen das Medikament bei mir ab zu setzen. Der Entzug war grauenvoll. Ich hatte vor allem das Gefühl das an meinem ganzen Körper dauerhaft Sand runter rieselt.

      Ein Suizidversuch später war ich dann wieder in der Klinik und das Gespräch kam auf Trimipramin, zusätzlich bekam ich 160mg Dipiperon fest angesetzt. Wir dosierten das Trimipramin auf 300mg hoch, es wirkte wunderbar, ich war nur noch am schlafen und kaum mehr suizidal. Meine Ängste sind auch wesentlich weniger geworden. Die Minuten die ich wach war waren echt gut.

      2 Klinik Aufenthalte später äußerte ich gegenüber dem Oberarzt meines Vertrauens(ich vertrau ihm wirklich das ist keine RW) dass ich gerne ein bisschen mehr wach wäre. Wir reduzierten Trimipramin abends auf 150mg. Und gaben morgens 300mg retadiertes Elontril dazu. Elontril ist ein Amphetamin das wach macht und den Antrieb steigert.

      Danach bin ich in meine aktuelle WG gezogen mit nach wie vor sehr schwerer Medikation. Wir haben dann mit dem Ambulanten Psychiater das Dipiperon raus genommen und versuchsweiße auch das Trimipramin, da stellte sich jedoch raus dass ich ohne das Medikament unaushaltbare Ängste habe. So dass wir aktuell bei 300mg Elontril und 150mg Trimipramin so wie 525mg Trevicta sind. Mir hilft die aktuelle Kombi gut, ich schlafe nachts etwas lang(12h) aber ansonsten bin ich tags fit und es geht mir deutlich besser.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ich glaube, da habe ich dann wirklich Glück gehabt.

      Ja, ich kenne Depressive Schübe auch (und jeder der sagt "Man muss sich nur anstrengen" hat keine Ahnung!). Medikamente habe ich aber keine bekommen; ich hatte viel mehr das Glück von jemandem aufgenommen zu werden, der mich nicht verhätschelt, sondern eine straffe Struktur vorgegeben hat. Das war sehr anstrengend und zwischenzeitlich sehr, sehr schmerzhaft. Aber auch sehr heilsam.

      Allerdings war das auch eine Person mit so starker Struktur, dass ich gar nicht anders konnte als mich da einfügen. Manchmal braucht man wirklich nicht jemanden, der auf einen zugeht, sondern der mit einem weitergeht.

      Eine andere Sache aber noch: DAO. Das ist ein histaminabbauendes Hormon. Es gibt soweit ich weiß nur einen Hersteller, der das in Deutschland vertreibt; bei interesse also danach suchen. Warum ich das anspreche? Erfahrung. Viele Symptome meiner Oma (Wahn, Panikattacken, PTSD, Neurose) in ihren letzten Lebensjahren wurden vom Histaminüberschuss vielleicht nicht erzeugt, aber verstärkt. Und gerade eine große Menge an verschiedenen Medikamenten, welche man täglich nimmt, erzeugt sowas. Mit DAO oral konnten wir das sehr gut eindämmen. Bei mir übrigens auch (auch wenn die Phasen nie so stark waren).
      Achtung: Durch plötzliche Frühlingseinbrüche könnte merkwürdiges, aufgekratztes Verhalten hervorgerufen werden. Bitte entsprechend reagieren.
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
    • Bei mir haben alle Antidepressiva fehlgeschlagen. Das hat bei mir entweder zu Durchfall oder Verstopfung geführt. Nehme nur Mirtazapin zum Schlafen und sonst nichts. Seitdem ich fast medikamentenfrei lebe, geht es mir um einiges besser. Die ganzen Medis haben mich entweder müde gemacht oder kraftlos. Gebracht hat es mir gar nichts, außer dass es mir immer schlechter ging. Ganz schlimm war für mich auch die Phase mit Ritalin wegen der Fehldiagnose ADHS.
      Ich denke, dass man mit einer AS einfach Struktur, ein passendes Umfeld und den passenden Job mit dem passenden Chef benötigt. Da hilft Sport mehr als jedes Medikament. Vielleicht dazu noch einen Hund. Hab gestern zufällig gelesen, dass Menschen mit Hunde nicht so häufig an Depressionen erkranken. Dann läuft es auch auch ganz ohne Medis.
    • Karou wrote:

      Oekonan wrote:

      Bei mir haben alle Antidepressiva fehlgeschlagen... Nehme nur Mirtazapin zum Schlafen und sonst nichts... Seitdem ich fast medikamentenfrei lebe, geht es mir um einiges besser.
      das widerspricht sich aber, Mirtazapin ist Antidepressiva
      Ja, richtig, weil ich es schon seit Jahren zum Schlafen nehme. Tagsüber nehme ich gar nichts, um wacher zu sein oder sonst was. So ist mein Post zu verstehen.
    • Morgen habe ich einen Termin bei meinem Psychiater. Ich will mit ihm das weitere Vorgehen besprechen. Seit Wochen plagen mich Depressionen. Die aktuelle Medikation reicht nicht mehr aus. Zudem bekomme ich meine Gewichtsprobleme nicht im Griff.
      Ich habe ADS. Deshalb kann es trotzt sorgfältiger Prüfung in meinen Texten zur orthografischen und/oder grammatikalischen Fehlern kommen.
    • Bitte schau ob du vielleicht einen Mangel hast zb. Vitamin D oder Eisen etc.
      Außerdem gibt es Medikamente die Depressionen verursachen wie zb. Cortison.
      Sport hilft ebenso gut wie Antidepressiva .
      Meine Antwort ist ja relativ spät. Warst du schon beim Arzt?
      Ich empfehle ein Hörbuch , es heißt Burnout und Depressionen loswerden und ist sehr informativ. :)
      Viele Grüße