WDR-Doku: "Markus - Aus der Welt eines Autisten"

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    • Ich habe dieses Video auch auf youtube schonmal letztes Jahr gesehen.

      Mich erinnert der Junge irgendwie sehr an einen damaligen Freund den ich mal hatte, der aber FAS hatte.
      Ich muss aber dazu sagen das er halt damals wesentlich jünger war als Markus aus dem Video der schon 15 Jahre älter ist.

      Was ich schlimm finde an der Geschichte ist, das der Junge scheinbar lieber ein Mädchen sein möchte was er sogar optisch auslebt, seine Eltern ihn aber nicht lassen bzw was dagegen haben, und die Betreuer sich da scheinbar auch nicht kümmern. Das macht mich sogar etwas wütend, ich würde den Markus sehr gerne sagen das er ein Mädchen sein kann wenn er das möchte, und das es Wege gibt wie durch Psychotherapie und Hormonbehandlung man auch das geschlecht ändern kann, auch wenn man Autist ist.
      Ich habe das ja auch geschafft.

      Ansonsten finde ich es eine schöne Geschichte.
      Ich finde es interesannt das er in einer Behindertenwerkstatt arbeitet wo scheinbar gemischte Behinderte arbeiten, wohl mit geistiger Behinderung. ich dachte Autisten werden immer von geistig Behinderten getrennt?
      Ich kann es schlecht einschätzen ob er auch eine geistige Behinderung hat, so wie er redet machte er mir nicht den Eindruck, aber seine Interessen und die art wie er noch das sehr kindliche auslebt, denken das andere vermutlich? Keine Ahnung.
      Die weise wie er da seine Sachen sammelt, damit rumbastelt und die auch mitnimmt erinnert mich stark an mich selbst wie ich mit meinen Federn, fellen und Wieselbildern umgehe und mir sagen immer alle das ich keine geistige Behinderung habe.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich finde es interesannt das er in einer Behindertenwerkstatt arbeitet wo scheinbar gemischte Behinderte arbeiten, wohl mit geistiger Behinderung. ich dachte Autisten werden immer von geistig Behinderten getrennt?
      Ganz ehrlich gesagt: Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Autisten hat auch eine geistige Behinderung. Vor allem bei denen, die in Werkstätten arbeiten.
    • 2hoch8 wrote:

      Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Autisten hat auch eine geistige Behinderung. Vor allem bei denen, die in Werkstätten arbeiten.
      Ja das weiß ich natürlich, was ich damit aber sagen wollte ist, das es mich wundert das er in einer Werkstatt für geistig Behinderte arbeitet und nicht in einer für seelisch Behinderte, da er mir eben nicht geistig behindert vorkommt.
      Klar hat er Einschränkungen aber er kommt mir nicht so vor als wäre er geistig zurückgeblieben oder wie man das nennt wenn jemand sich wie ein 6-jähriger verhält.
      Die art wie er sich ausdrückt und was er über sich mitteilen kann, kommt er mir eher vor wie ein Teenager oder junger Erwachsener und nicht wie ein Kindergarten oder Grundschulkind, auch wenn er halt gern mit diesen elektrischen Spielsachen spielt und sicherlich eine Betreuung braucht weil er sonst sein ganzes Geld für diese Teile da ausgibt, aber das tun viele andere Autisten auch, haben aber dennoch gute Schulabschlüsse und studieren oder sowas.
      Ich will damit nicht sagen das er jetzt anfangen soll zu studieren, ich bin nur verwundert darüber das man ihn in diese art von Werkstatt steckt.
      Wenn er sich da wohl fühlt ist das ja auch völlig okay, er hat da ja scheinbar auch Freunde dadurch, das finde ich toll, ich würde mir sowas auch wünschen, das dürfte in einer Werkstatt für seelisch Behinderte aber vielleicht schwer werden da ich mich selbst mit Leuten die Borderline, Schizophrenie oder so haben eher schwer tun werde als mit anderen Autisten oder eben Menschen mit geistigen Behinderungen, ist irgendwie so, keine Ahnung warum. Ich bin wirklich gespannt was mich in der Werkstatt für Leute erwarten, wie die so sind.
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      2hoch8 wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      Ich finde es interesannt das er in einer Behindertenwerkstatt arbeitet wo scheinbar gemischte Behinderte arbeiten, wohl mit geistiger Behinderung. ich dachte Autisten werden immer von geistig Behinderten getrennt?
      Ganz ehrlich gesagt: Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Autisten hat auch eine geistige Behinderung. Vor allem bei denen, die in Werkstätten arbeiten.
      Leider landen sehr viele Autisten, die keine geistige Behinderung haben, in Werkstätten, oft auch gegen ihren Wunsch. Meinem Eindruck nach passen Werkstätten oft von der Arbeitsumgebung überhaupt nicht zu den Bedürfnissen vieler autistischer Menschen. Laut, Gruppenbeschäftigung oft mit "schwierigen" Menschen, wenig Rückzugsmöglichkeiten, Tätigkeiten, die entweder eintönig sind oder motorisches Geschick verlangen (was Autisten oft nicht haben). Auch für Autisten mit kognitiven Einschränkungen wird das oft nicht passend sein.

      crocodylia wrote:

      Es ist echt traurig, dass ihm niemand hilft, seinen Traum vom Mädchensein wirklich umzusetzen.
      Ich bin mir nicht sicher, ob das so einfach ist. Es müsste genau nachgeforscht werden, ob er/sie wirklich Transgender ist, das Gefühl hat, in seinem Körper und mit seiner Geschlechtszuschreibung "falsch" zu sein und damit unglücklich ist. Oder ob es sich beim "Mädchensein" eher um ein Spiel handelt und er eigentlich zufrieden ist als der, der er ist. Davon abgesehen wäre es natürlich schön, wenn die Welt, was diese Zuschreibungen angeht, noch offener wäre und Menschen sich da in ihrer Identität gar nicht so festlegen müssten.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

      The post was edited 1 time, last by Leonora ().