Laute Wohnung

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    • Laute Wohnung

      Hilfe, ich habe eine laute Wohnung!

      Gestern war es so wieder so weit. Der Mieter unter mir der täglich nach der Arbeit seine Stereoanlage auf voll dreht (2 - 4 Lieder) drehte die Anlage für 2 Stunden (!!!) auf voll. Ich konnte mich in meiner Wohnung auf gar nichts mehr konzentrieren. Zwecklos das ich TV sah mit Kopfhörer. Ich schickte ihm ne Whatsapp das gleich die Polizei kommt. Als Antwort würde ich zwei Minuten per Whatsapp Sprachnachricht beleidigt. Der Mieter rechtfertigt sein Verhalten weil er nur so Frust abbauen kann den er auf der Arbeit anstaut.

      Wie so oft bin ich zu meiner Mutter (Eigentümerin) gegangen und habe mich über den Lärm beschwert. Meiner Mutter ist es egal und schreibt keine Abmahnung oder Kündigung.

      Heute habe ich dem Mieter die Paragraphen für sein Fehlverhalten geschrieben. Eingesehen hat er es nicht. Er meinte dann müsse ich zum Gericht gehen und er zum Mieterbund.

      Nächste Woche spätestens ist er wieder laut. Ich stehe aufrecht in meiner Wohnung. Ich wohne kostenfrei und will nicht umziehen. Was kann ich machen?
    • Markus7733 wrote:

      Nächste Woche spätestens ist er wieder laut. Ich stehe aufrecht in meiner Wohnung. Ich wohne kostenfrei und will nicht umziehen. Was kann ich machen?
      Was ich nicht verstehe ist, dass deine Mutzter dich da anscheinend hängen lässt. Eigentlich die sind Bedingungen ja optimal für dich, die Vermieterin auf deiner Seite zu haben. Daher wäre das eigentlichd ie beste Anlaufstelle, aber da ist gar nichts zu erreichen?
    • Wenn er dich über whatsapp beleidigt, könntest du das dann nicht der Polizei zeigen? Vielleicht würden die mal mit ihm reden.
      Ob das was bringt, ist natürlich unsicher, aber manche beeindruckt es vielleicht.

      Ansonsten gibt es noch einen Trick, wie man Musik besser ausblenden kann, aber ob es gut ist für die Ohren weiß ich nicht. Jedenfalls mache ich es oft so, dass ich Ohrstöpsel benutze, darüber die Kopfhörer trage, und dann über die Kopfhörer fernsehe oder Musik höre. Damit man dann noch was hört, müsste es schon sehr laut sein. Hätten die Kopfhörer zusätzlich noise cancelling, wäre das Problem wahrscheinlich auch beseitigt, nehme ich an. Ich habe aber nur normale Kopfhörer.
      Alles wird galaktisch gut.

      The post was edited 1 time, last by Shenya ().

    • Shenya wrote:

      noch eine Trick, wie man Musik besser ausblenden kann, aber ob es gut ist für die Ohren weiß ich nicht. Jedenfalls mache ich es oft so, dass ich Ohrstöpsel benutze, darüber die Kopfhörer trage, und dann über die Kopfhörer fernsehe oder Musik höre.

      Zum Ausblenden von Musik Musik zu hören ist vielleicht keine immer so passende Strategie... :sarcasm:

      Zumal @Markus7733 ja so auch genötigt wäre, Dinge zu tun, die er in diesem Moment gar nicht tun will oder kann, weil er anderes zu tun hat.

      Und es geht auch einfach nicht, dass sich jemand die Ohren bis zum Gehtnichtmehr verstopfen muss, nur weil ein anderer absolut rücksichtslos ist. Ich fürchte, ohne eine vernünftige Aussprache aller Beteiligten funktioniert es nicht; vielleicht kann man sich ja darauf einigen, dass der Stressabbau des Nachbarn irgendwie anders vonstatten geht.
    • Markus7733 wrote:

      ....habe ich dem Mieter die Paragraphen für sein Fehlverhalten geschrieben. Eingesehen hat er es nicht. Er meinte dann müsse ich zum Gericht gehen und er zum Mieterbund.
      Kann dich voll verstehen - Krach dieser Art ist im Grunde ja vermeidbar, das macht's nur schlimmer 8o und ständiger Krach kann krank machen.

      Es gibt noch (also vor Gericht etc.) die Möglichkeit eines Schiedsverfahrens. Ich weiß nicht, ob das richtig so heißt, aber dabei geht man mit dem Problem und den verschiedenen Parteien vor eine Schiedsfrau/Schiedsmann und trifft gemeinsam eine Einigung im Guten.
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)
    • Hattest du als erstes mal mit dem Mieter persönlich gesprochen, oder hast du alles gleich schriftlich durchgeführt, einschließlich Zitieren von Paragraphen usw.?

      Ich glaube, es kommt immer sehr schlecht an, wenn man schon gleich mit Paragraphen oder Polizei ankommt. Ich kann es zwar verstehen, weil ich auch ungern zu jemandem persönlich hingehe, aber dennoch ist die Situation wohl so, wie ich es beschrieben hatte.

      Ich bin übrigens auch gerade wieder höchst angespannt, weil einer der Nachbarn wieder sich lauthals bei offener Balkontür unterhält und grundsätzlich, weil bei denen immer alles aufsteht, auch beim ungemein belästigenden Fernsehen. Da sich alles aber nicht in einem extremen Rahmen abspielt, käme dafür auch keine Polizei.
    • Schlage ihm vor, er soll die Musik über Kopfhörer zu sich nehmen. Dann kann er so laut und so lange hören, wie er will.
      So lange das nicht in der Ruhezeit stattfindet, also nach 22 Uhr, hast Du rechtlich wenig Handhabe.
      Wohnt Deine Mutter auch im Haus und bekommt den Krach weniger mit ? Dann würde ich JEDES Mal zu ihr gehen und dort die Zeit abwarten, bis wieder Ruhe ist. Vielleicht merkt sie dann, wie sehr es Dich stört.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      So lange das nicht in der Ruhezeit stattfindet, also nach 22 Uhr, hast Du rechtlich wenig Handhabe.
      Da bin ich zwar nicht ganz sicher, aber ich meine, mich zu erinnern, dass der Musikgenuss auch gewissen Regeln außerhalb der Ruhezeiten folgen soll.
      Also nicht "ich mach was ich will in meinen vier Wänden", sondern gewisse Lautstärken sollen auch z. B. um 16 Uhr nicht überschritten werden.
      Den genauen Sachverhalt kann ich leider nicht angeben.
      Einen Rechtsanwalt für Mietrecht oder eine findigen Mietervereinsberater kann man sowas sicher fragen.

      Dass die Mutter kein großes Interesse an solchen Auseinandersetzungen ihrer Mieter hat, kann ich einerseits nachvollziehen, finde es aber andererseits zu kurz gehoppst (RW): Sie sollte doch Interesse dran haben, dass sich alle im Haus gut verstehen. Möglicherweise ist nicht nur ihr Sohn von der Musikbeschallung genervt.
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)
    • Capricorn wrote:

      Dass die Mutter kein großes Interesse an solchen Auseinandersetzungen ihrer Mieter hat, kann ich einerseits nachvollziehen, finde es aber andererseits zu kurz gehoppst (RW): Sie sollte doch Interesse dran haben, dass sich alle im Haus gut verstehen. Möglicherweise ist nicht nur ihr Sohn von der Musikbeschallung genervt.
      Das Problem könnte sein, dass sie das Anliegen des Sohns für lächerlich hält. Mein Vater ist auch der Meinung, dass es in meiner Wohnung nicht laut ist, da ich ja in einer fußgängerzone wohne und nicht an einer viel befahrenen Straße. Aber mal ehrlich könnt ich euch eine leise Fußgängerzone in einer Großsstadt vorstellen? Da ist fast 24 Stunden was los.
    • Fidoline wrote:

      Aber mal ehrlich könnt ich euch eine leise Fußgängerzone in einer Großsstadt vorstellen? Da ist fast 24 Stunden was los.
      Kann ich bestätigen.
      Kaum zu glauben, aber ich habe zwei Jahre direkt an der Shopping Mall einer Großstadt gewohnt.
      Die Wohnung war nicht übel. Riesengroß (ca. 150 Quadratmeter), aber das Umfeld...
      Danach sind wir auf's Land geflüchtet :lol:
      Ist aber auch schon über 25 Jahre her...
    • Ich kenne das problem mit solchen Nachbarn und unwilligen Vermietern selber. Laut meiner Erfahrung kann man da kaum was machen wenn nichtmal der Vermieter helfen will. Er könnte die Person erstmal ermahnen, und dann abmahnen/kündigen wenn sie dennoch nicht hören will.
      Wenn der Typ so laut ist, kannst du Lärmprotokolle machen, es aufnehmen und diese Mails wo du beleidigt wurdest und die Nachrichten der Mutter/Vermieterin auch aufbewahren und damit zum Mieterschutzbund gehen und dich da beraten lassen.

      Das problem ist das nicht jeder gleich lärmempfindlich ist.
      Meine Mutter ist inzwischen schwerhörig bzw sie hört jedenfalls definitiv nicht so gut wie ich, ich nehme die laute Musik auch nicht nur über die Ohren war, ich spüre sie auch was es für mich noch unangenehmer macht.

      Ich finde auch das es nicht okay ist sich selbst abschotten zu müssen bzw dazu genötigt zu werden. Kopfhöhrer helfen nur bedingt (siehe oben) und drücken auch nach wenigen Stunden und tun dann weh, also auch keine Lösung.

      Was den lärm an sich angeht gibt es Regelungen aber ich glaube die richten sich nicht nur danach wieviel Uhr wir haben, sondern auch wo man lebt. In Industriegebieten gibt es glaube ich andere Lärmpegel die akzeptiert werden müssen als in reinen Wohnsiedlungen. Es kann daher sein das wenn dem sein Lärm gemessen wird, es nicht laut genug sein könnte, wenn der Lärm um bestimmte Uhrzeiten auftritt.
      Ab 22 darf man in Wohngebieten glaube ich nur noch Zimmerlautstärke hören, aber da ist auch die Frage, was definiert das?
      Man könnte sagen nur so laut wie jemand sich unterhalten würde, also normal reden, aber wenn welche selbst schwerhörig sind, haben sie auch selbst alles lauter, als andere.
    • Ich habe noch einmal darüber nachgedacht und am Anfang dachte ich auch, krass, dass die eigene Mutter nicht mehr Verständnis zeigt.Aber ich glaube echt, dass NTs (falls die Mutter eine ist) und vor allem, wenn sie nicht wenigstens hochsensibel sind, das Problem nicht sehen. Für zwei Stunden Lärm am Tag soll sie einen Mieter verärgern, der ansonsten vllt super ist? Da prallen halt echt zwei Welten aufeinander ...
    • RegenbogenWusli wrote:

      Wenn der Typ so laut ist, kannst du Lärmprotokolle machen, es aufnehmen und diese Mails wo du beleidigt wurdest und die Nachrichten der Mutter/Vermieterin auch aufbewahren und damit zum Mieterschutzbund gehen und dich da beraten lassen.
      Was soll dabei denn rauskommen? Üblicherweise mindert man als Mieter dann die Miete, um den Vermieter so unter Druck zu setzen.
      Das ist ja in diesem Fall nicht möglich. Als kostenlos wohnender Mieter könnte man da bestenfalls noch Schmerzensgeld verlangen, wenn Ärzte entsprechende Schmerzen gerichtsfest nachweisen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Was soll dabei denn rauskommen? Üblicherweise mindert man als Mieter dann die Miete, um den Vermieter so unter Druck zu setzen.
      Nein das nicht wirklich, ich dachte eher das sie als Beweiskraft helfen können zu zeigen das die Person wirklich darunter leidet und nicht nur "labert".
      Dann wird vielleicht eher geglaubt und nicht nur gesagt "der spielt sich nur künstlich auf und ist überempfindlich".