F84.0 Vielzahl unspezifischer Probleme, wie Phobien, Schlaf- und Essstörungen, Wutausbrüche und (autodestruktive) Aggression

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    • F84.0 Vielzahl unspezifischer Probleme, wie Phobien, Schlaf- und Essstörungen, Wutausbrüche und (autodestruktive) Aggression





      https://www.icd-code.de wrote:

      Diese Form der tief greifenden Entwicklungsstörung ist durch eine abnorme oder beeinträchtigte Entwicklung definiert, die sich vor dem dritten Lebensjahr manifestiert. Sie ist außerdem gekennzeichnet durch ein charakteristisches Muster abnormer Funktionen in den folgenden psychopathologischen Bereichen: in der sozialen Interaktion, der Kommunikation und im eingeschränkten stereotyp repetitiven Verhalten. Neben diesen spezifischen diagnostischen Merkmalen zeigt sich häufig eine Vielzahl unspezifischer Probleme, wie Phobien, Schlaf- und Essstörungen, Wutausbrüche und (autodestruktive) Aggression.




      habt ihr auch phobien, schlsfstörungen, esstrungen, ggf. Aggressionen und der gleichen.

      Wenn ja, welche?

      Ich hab z.b. Angst vor Puppen und vor spitzen Gegenständen.
      Aber nur bestimmte Puppen und spitze Gegenstände nur, wenn sie in meine Richtung zeigen.

      The post was edited 2 times, last by Chelidon_Hirundinis ().

    • Ja da hab ich so einiges. Ist aber teilweise nicht alles offiziell diagnostiziert und ich werde es auch nicht machen lassen. Lieber lese ich Unmengen von PDFs oder Gesundheitsseiten im Internet um mich da selbst zu behandeln, als das ich etwas davon in meine Krankenakte schreiben lassen. Was da drin steht, kommt auch zu 99,9% nicht mehr raus. Egal wie einschränkend, unwahr oder lange dieser Eintrag her ist. (Ich hoffe hier lesen nicht allzuviele Ärzte und Psychologen aus meinem Umfeld mit. Wir sind ja hier unter uns und anonym. :sarcasm: ) Mir wurde schon gesagt, dass ich mir Schmerzen, aufgrund meiner "Krankenvorgeschichte" (Stress) einbilde und nach nem selbstbezahlten Labortest bei einem Privatunternehmen folgten eine Magen- und zwei Darmspiegelungen und knapp ein Jahr Tablettenkur.
      Mal ein harmloser Auszug
      • Durchschlafstörung
      • repetitives Verhalten (diverse Formen)
      • Essstörungen (fehlendes Hunger/Durstgefühl)
      • Depression
      • Panikattacken (zum Glück selten und nur nach einem bestimmten Trigger)
      • Gefühlsschwankungen
      • sensorische Über/Unterempfindlichkeit
      • autodestrucktives Verhalten (früher - hab mir vor 11 - 13 Jahren während meiner Ausbildungszeit Zigaretten an mir ausgedrückt, da ich mit mir und meiner damaligen Situation überhaupt nicht klar kam. Damals wusste ich noch nichts vom Autismus.)
      Naja könnte noch weiter gehen. Muss es jetzt aber nicht.

      The post was edited 1 time, last by platzhalter ().

    • platzhalter wrote:

      Durchschlafstörung

      repetitives Verhalten (diverse Formen)

      Essstörungen (fehlendes Hunger/Durstgefühl)

      Depression

      Panikattacken (zum. Glück selten und nur nach einem bestimmten Trigger)

      Gefühlsschwankungen

      sensorische Über/Unterempfindlichkeit

      autodestrucktives Verhalten (früher - hab mir vor 11 - 13 Jahren während meiner Ausbildungszeit Zigaretten an mir ausgedrückt, da ich mit mir und meiner damaligen Situation überhaupt nicht klar kam. Damals wusste ich noch nichts vom Autismus.)
      Sind nicht fast all diese Dinge auch auf AS zurück zu führen?
      Zumindest die aller meinsten davon sind bei Autisten wenn sie unter Stress stehen doch sehr oft zu finden.

      Ich selbst kenne auch einige der Symptome, sie treten aber auch nur zeitweise auf bzw sind vom Umfeld sehr abhänging.

      Ich schlafe fast nie durch aber solange ich wieder einschlafe und nicht ins grübeln verfalle, schlafe ich gut, ich brauche aber 9-10 Stunden schlaf. Das ist durchschnittlich gesehen eher viel wenn auch noch normal soweit ich weiß.

      Repetitives Verhalten habe ich auch, jedenfalls neige ich dazu eine feste Tagesstruktur zu haben, da wo mir das möglich ist, gibt mir das Halt und Sicherheit und ich vergesse nicht welchen Tag wir haben, darum mag ich auch keine Feiertage, die bringen alles durcheinander >_>
      Bei SIs, mache ich auch gern lange immer das gleiche bis ich mir ein neues Thema suche was dann bis zum x-ten Mal durchgekaut wird.

      Essstörungen, naja nicht wirklich. Ich hatte mal eine Phase wo ich extrem viel aß und dennoch kaum zugenommen habe, aber ich bin und war schon immer recht wählerisch was die art der Lebensmittel angeht, es gibt einfach viele Konsistenzen und Geschmacksdinge die ich nicht mag.

      Depression, ja hab ich, habe ich sogar eine eigene Störung diagnostiziert bekommen.

      Panikatacken, hatte ich schon ziemlich oft, meist wenn ich wo nicht sein wollte (als Kind unter der Dusche oder heute in vollen Räumen)

      Gefühlsschwankungen, nein nicht das ich wüsste.

      Sensorische Überempfindlichkeit, habe ich wohl bei vielen Dingen, alle Sinne egal ob Ohren, Nase, Zunge, Haut, Augen.
      Ich kann mich konzentrieren und denken/einreden "ist nicht so schlimm" aber leider klappt das ja nur bedingt und nicht ständig aufrecht erhaltbar, also kann ich vieles nicht so gut ab wie vielleicht andere.
      Ich bin dann schnell mal emotional überfordert oder gestresst.

      Das führt dann zu entweder Panikatacken oder letzterem, selbst verletzendes verhalten, wobei letzteres eher selten ist.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Sind nicht fast all diese Dinge auch auf AS zurück zu führen?Zumindest die aller meinsten davon sind bei Autisten wenn sie unter Stress stehen doch sehr oft zu finden.
      Naja teilweise, aber nicht alles. Die Liste könnte ja noch länger sein. Ich will nun nicht alles im Internet breittreten. (RW)

      Die Schlafstörungen hab ich erst seit ein paar Jahren. Ich hatte diese auch schon öfter wieder in den Griff bekommen. (RW) Es ist wohl gerade ein Mix aus emotionalem Stress und schlechter Schlafhygiene.
      Das repetitives Verhalten beinhaltet nicht nur die Routinen an sich, sondern auch manchmal das Wiederholung ein und derselben Sache. Besonders in Stresssituationen. Damit ist jetzt nicht das Stimming gemeint, sondern ist eher als direkte Stressreaktion zu verstehen.

      The post was edited 1 time, last by platzhalter ().

    • Chelidon_Hirundinis wrote:

      Wenn ja, welche?
      Ja, diverse.

      Könnte da jetzt viel zu viel zu schreiben.

      Kurzfassung: schon immer sehr kurz schlafen, schlecht Durchschlafen, schlecht Einschlafen
      Angst die Straße zu überqueren, selektiven Mutismus, Angst vor Motorrädern ...
      immer nur das Gleiche essen wollen, Konsistenz und Temperatur vom Essen sind wichtig usw.
      Aggression und Autoaggression im Rahmen von Meltdowns und Overloads
    • platzhalter wrote:

      Durchschlafstörung

      repetitives Verhalten (diverse Formen)

      Essstörungen (fehlendes Hunger/Durstgefühl)

      Depression

      Panikattacken (zum Glück selten und nur nach einem bestimmten Trigger)

      Gefühlsschwankungen

      sensorische Über/Unterempfindlichkeit

      autodestrucktives Verhalten (früher - hab mir vor 11 - 13 Jahren während meiner Ausbildungszeit Zigaretten an mir ausgedrückt, da ich mit mir und meiner damaligen Situation überhaupt nicht klar kam. Damals wusste ich noch nichts vom Autismus.)

      RegenbogenWusli wrote:

      Sind nicht fast all diese Dinge auch auf AS zurück zu führen?
      Nur repetitives Verhalten ist Kernsymptom für AS.
      Sensorische Über-/Untermepfindlichkeit ist als zusätzliches Kernsymptom für ASS hinzugekommen.
      Essstörungen wären direkt darauf zurückzuführen, wenn sie aus fehlendem Hunger-, Durst- (oder auch Sättigungs-) Gefühl resultieren.

      Alles andere sind häufige Komorbiditäten. Über die Ursacheb ist zu wenig bekannt, als dass man behaupten könnte, das eine sei auf das andere zurückzuführen.
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Tuvok wrote:

      Alles andere sind häufige Komorbiditäten. Über die Ursacheb ist zu wenig bekannt, als dass man behaupten könnte, das eine sei auf das andere zurückzuführen.
      Achso, ja stimmt, ich sprach das an, weil sehr sehr viele Leute hier eben von solchen Symptomen auch berichten und eben AS haben und nicht diese andere Diagnose.
      Ich weiß auch nicht wirklich was mit Essstörung gemeint ist.

      Tuvok wrote:

      wenn sie aus fehlendem Hunger-, Durst- (oder auch Sättigungs-) Gefühl resultieren.
      Das passiert bei AS ja recht häufig weil man sich in seiner Gedankenwelt verliert oder in dem was man gerade macht, und da vergisst man generell sehr viel um sich herum.
      Ich verstehe unter Essstörung eher sowas wie Magersucht oder sowas. Das ist aber so weit ich weiß was ganz anderes (bei AS zwar nicht unmöglich aber dennoch eine eigenständige Krankheit die behandelbar ist).
      Manche Autisten mögen nur eine gebrenzte Zahl an Lebensmittel was dann schnell wie Magersucht aussehen kann aber andere Gründe hat.
      Diese art von sehr einseitiger Ernährung könnte man auch als Essstörung bezeichnen, ist dann aber nur ein Symptom des AS und keine Magersucht.

      Ich würde auch nicht sagen das sie generell auf AS zurückzuführen sind, aber wenn eine Person gleich so viele auf einmal davon hat, sollte vielleicht geschaut werden ob AS vorliegt, wenn man noch die anderen Symptome zeigt die für AS relevant sind.
    • MangoMambo wrote:

      Oder weil man eben unterempfindlich gegenüber bestimmten Reizen ist. Sowie man anderen gegenüber überempfindlich ist.
      Du meinst man spürt das eigene Magenknurren nicht?
      Das hatte ich jetzt selbst nicht auf dem Schirm (RW), weil ich davon nicht betroffen bin, bei mir ist das eher eine Ablenkung im Kopf, ich spüre sowas normalerweise schon sehr, nur wenn ich in eine bestimmte Arbeit vertieft bin, fällt es mir sehr schwer das zu unterbrechen, auch wenn ich merke das mein magen knurrt.
    • RegenbogenWusli wrote:

      MangoMambo wrote:

      Oder weil man eben unterempfindlich gegenüber bestimmten Reizen ist. Sowie man anderen gegenüber überempfindlich ist.
      Du meinst man spürt das eigene Magenknurren nicht?Das hatte ich jetzt selbst nicht auf dem Schirm (RW), weil ich davon nicht betroffen bin, bei mir ist das eher eine Ablenkung im Kopf, ich spüre sowas normalerweise schon sehr, nur wenn ich in eine bestimmte Arbeit vertieft bin, fällt es mir sehr schwer das zu unterbrechen, auch wenn ich merke das mein magen knurrt.
      das geht mir genauso
    • MangoMambo wrote:

      Mir fehlt z.B. das Durstgefühl.

      So wie ich bzgl. Geräuschen und Licht überempfindlich bin, bin ich z.B. gegenüber Durst und Schmerz unterempfindlich.
      Durstgefühl spüre ich auch nur bedingt, da muss mein Mund schon trocken sein damit ich davon was merke, weshalb ich mit Flüssigkeit seit jeher notorisch unterversorgt bin :-/
      Bei Schmerz bin ich hingegen überempfindlich. Ich neige bei großem Stress zu Svv aber tue mich schwer damit weil ich gleichzeitig stark gehemmt bin mir zu viel anzutun, was ja eigentlich gut ist XD