Werde auf alle Ewigkeit ein VA bleiben

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    • Werde auf alle Ewigkeit ein VA bleiben

      Hallo,
      bin seit Ende April in einer schweren Krise, hab mich entschlossen Frau Preißmann anzuschreiben um mich bei ihr auf ASS untersuchen zu lassen. Das fand dann auch 09.05. statt und das Gespräch dauerte 1 1/2 Stunden. Sie erstellte eine gutachterliche Stellungnahme, aufgrund von fehlenden Elternberichten, meiner akuten Krise und meiner umfangreichen psychiatrischen Krankengeschichte kam sie zu dem Ergebnis, dass sie den Verdacht auf ASS hat. Meine Eltern haben die private Rechnung getragen, habe aber nichts von einer Autismusdiagnostik erzählt, die sind um die 80 Jahre alt, die hätten das nicht verstanden, oder im ungünstigsten Fall auch gar nicht gezahlt/zugelassen. Danke an dieser Stelle, dass sie es trotzdem gemacht haben! Auf jeden Fall solle ich mit der Verdachtsdiagnose zufriedengeben, meinte Frau Preißmann. Hab letzten Sonntag das ATZ Köln angeschrieben, die sagten mir das sie nur regionale Menschen nehmen würden und verwiesen mich nach Mannheim. Ich kotze, ich hab schlechte Erfahrung mit Mannheim, hatte schon genug Kontakt zu denen ...
      Wie kann es dann sein, dass zB der youtuber weltseele_ in mehreren Regionen seine Diagnose hat bestätigen lassen können?
      Hab den Faden verloren, euer VA :(
      „we must never stop watching the sky with our hands in our pockets“
      (the weakerthans)
    • Dass Dr. Preißmann nur eine Einschätzung gibt, hat sie glaub ich schon auf ihrer Homepage geschrieben oder irgendwo mal gesagt. Jedenfalls kommt mir das bekannt vor.
      In der Gegend um Köln gibt es ja die Uniklinik Köln und noch die Autismusambulanzen in Düsseldorf und Dortmund, glaub ich. In Baden-Württemberg müsste es in Heidelberg noch was geben. Theoretisch noch Freiburg und Tübingen, aber die nehmen auch nur regional.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Bist du in psychiatrischer Behandlung und willst mit einem Psychiater darüber sprechen? Wenn er den Verdacht stellt, wirst du wahrscheinlich eher eine Stelle finden, die es abklärt. Aber du musst meistens mit langer Wartezeit rechnen.
    • Ich war damals in der LVR Klinik in Bochum. ich wohne da zwar auch recht nah drann, aber ich wollte damit sagen das nicht nur Autismusambulanzen die Diagnosen geben können.
      Ich würde einfach mal wie Mambo schon angedeutet hat, verschiedene Unikliniken anschreiben und fragen ob sie Autismustests machen würden, da du eine Verdachtsdiagnose hast und die Diagnose brauchst um Therapien und Hilfen in anspruch nehmen zu können.
      Ich brauchte damals recht schnell die Hilfe und Dortmund wäre eine gut zu erreichende nächste Stelle gewesen, hatte mich da auch angemeldet aber da hat es ein ganzes Jahr gedauert bis die mir überhaupt einen Termin anbieten konnten.
      In Bochum war alles nach einem halben Jahr schon fertig.
      Ich bin aber über diese Aussagen der Ärzte etwas erstaunt wenn die sagen das sie einen nicht nehmen wenn man von woanders herkommt. Was ist denn mit der freien Krankenhauswahl?
      Ich habe das immer so verstanden das man, wenn man sich behandeln lassen will, sich aussuchen kann in welches krankenhaus man geht.
    • Ja,

      Verschiedene Unikliniken kontaktieren und mich auf die Warteliste setzen lassen.

      Der Herr Weltseele ist Autist, ja...
      Aber er hat auch seine eigene Philosophie zum Thema Autismus. Ich habe mir viele seiner Videos angesehen und komme zu dem Schluss, dass vieles was er sagt richtig ist und auch der Wahrheit entspricht aber einige Sachen die wie Gold aussehen, nicht gleichzeitig auch glänzen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Was ist denn mit der freien Krankenhauswahl?
      Ähem....ich glaube, das ist nicht so; eine freie Arztwahl bedeutet auch nicht, dass man bei jedem Arzt angenommen wird. Auch Ärzte können die Behandlung verweigern, wenn es kein Notfall ist. Das widerspricht zwar dem Versorgungsauftrag, aber irgendein plausibel klingender Grund lässt sich wohl immer finden :x .

      Krankenhäuser kann man wohl nicht frei wählen. Lege für die Richtigkeit meiner Aussage aber nicht die Hand ins Feuer(RW).
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)
    • Vulkan wrote:

      Ich würde auch mehrere Unikliniken kontaktieren und mich dann überall auf die Warteliste setzen lassen.
      Aufgrund der seltsamen Auswahl von VA's durch die Ambulanzen und Kliniken muss man das wohl so machen.
      Das klingt nicht sehr sozial, aber es ist offenbar notwendig, wenn du Ergebnisse brauchst, @Powerfix.

      Dabei würde ich nichts von der mehrfach-Anmeldung sagen, wohl aber, dass du an Diagnostik interessiert bist und dass du sie brauchst (zum Beispiel um Hilfen zu bekommen!).

      Ich stimme dir zu, dass es sehr unangenehm sein kann, wenn so streng regional gedacht und gehandelt wird, aber wir werden das so schnell nicht ändern. :(

      War der Termin bei Dr. Preißmann denn nur als Privatzahler möglich?
      Und bist du über deine Eltern krankenversichert?
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    • zaph wrote:

      ....dass die Wartezeiten überall immer länger werden.
      Nicht zwangsweise: Hat man einen Termin in der "passenden" Klinik, sollte man fairerweise die anderen Wartelistenplätze absagen.

      Das wiederum führt dazu, dass andere Leute in der Liste plötzlich "aufrücken".
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    • Capricorn wrote:

      Ähem....ich glaube, das ist nicht so; eine freie Arztwahl bedeutet auch nicht, dass man bei jedem Arzt angenommen wird. Auch Ärzte können die Behandlung verweigern, wenn es kein Notfall ist. Das widerspricht zwar dem Versorgungsauftrag, aber irgendein plausibel klingender Grund lässt sich wohl immer finden .

      Krankenhäuser kann man wohl nicht frei wählen. Lege für die Richtigkeit meiner Aussage aber nicht die Hand ins Feuer(RW).
      Das was ich bislang so gehört habe klang für mich so als könne man sich spezifische Krankenhäuser aussuchen wenn man eine spezielle Behandlung will.
      Selbst meine Psychotherapeutin meinte das es daran liegt das man für bestimmte Behandlungen nicht in ein Krankenhaus kommt das sich dann nicht so gut darauf spezialisiert sind. Zum beispiel riet sie mir für die OPs die ich noch vor mir habe wegen der geschlechtsangleichung, dann mich an Kliniken wende die sich damit auch auskennen und da ist München die erste Wahl.
      Gut das habe ich ja auch nicht vor solange ich noch hier lebe, ich wollte das angehen nachdem ich nach Nürnberg gezogen bin, nicht jetzt schon.
      Das wäre auch wegen der Distanz viel zu umständlich, egal ob die einen nehmen oder nicht.
      Ich wüsste auch keine Klinik die diese OPs für Transgender hier machen, mir wurde nur eine gesagt in Düsseldorf die die Brust-OPs machen, aber dann habe ich über diese Klinik wiederum auch nicht so gutes gehört was Hygiene anbelangt, daher hab ich gedacht, warte ich lieber bis ich in Bayern lebe.
    • Danke für all die Antworten, erstmal ...
      @Capricorn, nein, aus dem Alter von Familienversicherung bin ich raus ...
      und auf die schnelle, halbe Woche, ging nur auf Privatrechnung, da sie auch nur Patienten aus Südhessen in der Klinik in Heppenheim, wieder regional gebunden, auf Kasse behandeln kann.
      Ich war mit ihr in einer Privatpraxis in Darmstadt.
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    • RegenbogenWusli wrote:

      ....könne man sich spezifische Krankenhäuser aussuchen wenn man eine spezielle Behandlung will.
      Das mag so richtig sein.
      Dafür braucht man aber doch eine Krankenhauseinweisung (oder wie das Dings richtig heißt), solange man gesetzlich krankenversichert ist.

      Also ganz von allein spaziert wohl niemand in die Klinik seiner Wahl.

      Wenn du für deine wichtigen OPs sehr sorgfältig die Kliniken aussuchst, ist das schon prima. Es muss dann nicht noch Komplikationen im Heilungsverlauf wegen irgendwelcher vermeidbaren Infekte geben.
      Aber dabei sollten Hausarzt und Therapeutin dich unterstützen.

      Grübler_1988 wrote:

      ....die einzigen Probleme von Autisten seien Selbstzweifel und Selbstmitleid.
      Und solche Autoren, nicht zu vergessen

      Dann ist ja alles gut. :sarcasm:
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      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • Du musst nicht auf ewig VA bleiben. Telefonier nochmal rum bei den ganzen Kliniken, die es deutschlandweit gibt, und wenn dich wirklich keine auf die Warteliste nehmen will, dann bezahlt halt einen Diagnostiker privat, der auch wirklich ne Diagnose geben kann und dem es egal ist wo du herkommst und wo du auch schnell nen Termin bekommst. Z. B. Dr. Teschke in Potsdam.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ich hoffe, du bekommst einen zeitnahen Termin in einer Fachklinik. Das meine ich zutiefst ehrlich, denn auch ich war in einer für mich verzweifelten Situation in 2014. Viel zu lange eben nicht ruhig gestellt mit Psychopharmaka, die mich nur noch mehr kaputt machten, wollte ich den Verdacht meines Psychiaters bestätigt oder entkräftet wissen. Ich kam damals auf eine Warteliste der Uniklinik mit einem Zeitfenster von +/- 1 Jahr. Nach vier Monaten hielt ich es einfach nicht mehr aus und drängte in einem zweiseitigen Brief auf einen vorzeitigen Termin, mit dem Hinweis auf meine damals wirklich desolate psychische Situation. Tatsächlich bekam ich dann einen Termin fast ein halbes Jahr früher.

      Ich will damit sagen, die Dringlichkeit der eigenen Lage kann dem Personal in den Praxen und Krankenhäusern natürlich nicht unbedingt klar sein. Da hilft es deshalb meiner Erfahrung nach, auch auf die spezielle Situation aufmerksam zu machen, in der man sich gerade befindet. Für mich war das zu diesem Zeitpunkt die Rettung vor dem Totalabsturz nach Jahren der Behandlung von Depressionen, die doch nur Komorbidität waren.
      How you gonna win, when you ain't right within? - Lauryn Hill
    • Diagnose 2015 wrote:

      Ich will damit sagen, die Dringlichkeit der eigenen Lage kann dem Personal in den Praxen und Krankenhäusern natürlich nicht unbedingt klar sein. Da hilft es deshalb meiner Erfahrung nach, auch auf die spezielle Situation aufmerksam zu machen, in der man sich gerade befindet. Für mich war das zu diesem Zeitpunkt die Rettung vor dem Totalabsturz nach Jahren der Behandlung von Depressionen, die doch nur Komorbidität waren.
      Traurig, aber wahr. Und leider nicht der einzige Fall.
      Gut, dass @Diagnose 2015 schließlich genug Energie hatte, um den Termin vorgezogen zu bekommen.
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