Kopfschmerzen und müdes Schwindelgefühl bei Reizüberflutung?

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    • Kopfschmerzen und müdes Schwindelgefühl bei Reizüberflutung?

      Hallo Community,

      mich quälen ständige Kopfschmerzen und die Müdigkeit dadurch,schon mein ganzes Leben lang! Ich denke mir mal, dass es eventuell durch die ganzen Reizüberflutungen kommt.

      Bei mir fühlt es sich an als hätte man starkes Fieber,wie ein heißes schwindschwindeligesdes Gefühl im Kopf,das mich schwer müde macht.Dazu spüre ich auf der ganzen Schädeldecke gleichzeitig einen pochenden Druck ,der so stark ist als,würde man den ganzen Tag kopfüber hängen.

      Ich frage mich, ob ich damit nur ein Einzelfall(Auch wenn ich streng genommen nur als Verdachtsautist gelte!)
      wäre oder,ob es welche unter euch gibt,bei denen sowas ähnliches auftritt.

      Ich freue mich auf eure Antworten!

      Silas
    • Wenn ich in den Zustand einer
      Reizüberflutung komme ,fühlt es sich für mich an ,als würden die ganzen Reize( Hauptsächlich akustische Sinneseindrücke)
      wie ein Kreuzfeuer auf mich einschlagen!
      Ich bekomme dann für einen Augenblick
      auch nichts mehr von meiner Umwelt mit.
    • MangoMambo wrote:

      Körperliche Ursachen wurden hoffentlich ausgeschlossen?
      Hormone,Nährstoffe,Kieferorthopädie?
      Chronische Migräne? HNO?

      Stress kann fast alle körperlichen Symptome auslösen leider.
      Sind Kopfschmerzen und Schwindelgefühle etwa nicht typisch für einen Overload? Ich habe mich hier im Forum ein bisschen darüber informiert. Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle wurden nicht als Symptome von Overloads erwähnt.
      Keiner deiner. genannten Aufzählungen scheinen auf mich zuzutreffen!

      Mugwump wrote:

      Ich bekomme auch Kopfschmerzen bei Stress. Ich vermute das ist wie bei anderen chronischen Krankheiten auch Auslöser Nr 1.Steht denn bei einem Overload nicht unter Stress? Von einer chronischen Krankheit weiß ich von mir Persönlich nichts!
      Steht man bei einem Overload nicht auch unter Stress?

      The post was edited 1 time, last by Silas_2001 ().

    • Ja bei einem Overload steht man unter Stress. Der ist in der Regel nicht so dauerhaft, dass man währenddessen Kopfschmerzen hat. Häufiger Stress kann chronische Probleme auslösen und die treten dann besonders auch bei Stress akut auf.

      Das WICHTIGSTE ist aber bei möglicherweise von der Psyche kommenden Beschwerden, wie du sie beschreibst, gründlich ORGANISCHE URSACHEN auszuschließen. (Die Großschreibung soll nicht schreien nur verdeutlichen.)
    • Moi wrote:

      Es gibt die (wohl recht anerkannte und durch Versuche untermauerte) Theorie, nach der Migräne die Folge einer genetisch bedingten Reizverarbeitungsstörung ist.

      (Und damit haben ja auch viele Autisten zu kämpfen.)
      Ich habe zwar starke Schwindelgefühle ,aber ich muste mich dadurch noch nie dabei übergeben. Den Kopfschmerz ,spüre ich dabei als pochenden und drückenden Schmerz mittlerer Intensität über meiner ganzen Schädeldecke auf beiden Schädelseiten verteilt.

      The post was edited 1 time, last by Silas_2001 ().

    • Silas_2001 wrote:

      Ich habe zwar starke Schwindelgefühle ,aber ich muste mich dadurch noch nie dabei übergeben. Den Kopfschmerz ,spüre ich dabei als pochenden und drückenden Schmerz mittlerer Intensität über meiner ganzen Schädeldecke auf beiden Schädelseiten verteilt.
      Das Pochende ist für meine Migräne - und, glaube ich, für Migräne generell - charakteristisch. Es entsteht wohl durch die "entzündeten" Gefäße, in denen der Blutdruck sich schmerzhaft bemerkbar macht.

      Übergeben muss ich mich eher selten, schwindelig dagegen ist mir eigentlich immer in einem Anfall. Als Kind hatte ich die Migräne immer auf beiden Seiten.
    • Hallo,

      ich habe vor allem Probleme mit optisches Reizen. Gerade in letzter Zeit habe ich bei mir auch beobachtet, dass mir regelrecht übel wird, wenn ich zu lange auf einen flimmernden oder zu hellen Bildschirm schauen muss oder in manchen Geschäften die Ausleuchtung grell und in verschiedenen Farben ist.
      Es flimmert dann regelrecht vor den Augen und mir wird übel.
      Mit Freude im Leben udn Freunden an der Hand ist schnell jeder Kummer im Leben gebannt.
    • Mein Nervensystem kommt nicht hinterher, wenn sich optisch Dinge stark ändern.

      Was mich diese Woche sehr überrascht hat, daß ich vollkommen verdattert reagiere, wenn ich mit der AbW-Helferin ein Zimmer komplett auf Vordermann (RW) bringe und den Staub entferne. Das ich mit der Exekutive mein Problem habe war schon immer so - ist vielleicht meine optische Überempfindlichkeit sogar die Ursache?

      Mit der Stück-für-Stück-Taktik komme ich nicht wirklich weiter - auch deswegen das ambulant betreute Wohnen.
    • Also ich bekomme bei Stress immer Schwindel und leichte Sehstörungen. Als ob ich unterzuckern würde. Sobald ich mich wieder etwas "gefangen" habe, gehen die Symptome auch wieder weg. Meist folgen dann aber Kopfschmerzen und wenn es viel Stress war, dann auch Migräne mit Übelkeit.
      Dauermüdigkeit und Dauerkopfschmerzen können ein Warnsignal deines Körpers sein, dass du seine Signale schon länger ignorierst und daher einen autistischen Burnout hast/bekommst.

      Du solltest also versuchen, dir Hilfe zu holen oder Entspannungstechniken suchen, die dir gefallen.
    • Silas_2001 wrote:

      Bei mir fühlt es sich an als hätte man starkes Fieber,wie ein heißes schwindschwindeligesdes Gefühl im Kopf,das mich schwer müde macht.Dazu spüre ich auf der ganzen Schädeldecke gleichzeitig einen pochenden Druck ,der so stark ist als,würde man den ganzen Tag kopfüber hängen.
      Dieses Druckgefühl im Kopf, verbunden mit Schmerzen und Benommenheit, nach Reizüberflutung (meist akustisch oder optisch/akustisch) kenne ich auch. Es fühlt sich an, als wenn im Schädel ein Überdruck herrscht, der sich durch den Migränekopfschmerz entlädt.

      Moi wrote:

      Es gibt die (wohl recht anerkannte und durch Versuche untermauerte) Theorie, nach der Migräne die Folge einer genetisch bedingten Reizverarbeitungsstörung ist.
      Sehr interessanter Link. Vielen Dank dafür.
    • monschichi wrote:

      Hallo,

      ich habe vor allem Probleme mit optisches Reizen. Gerade in letzter Zeit habe ich bei mir auch beobachtet, dass mir regelrecht übel wird, wenn ich zu lange auf einen flimmernden oder zu hellen Bildschirm schauen muss oder in manchen Geschäften die Ausleuchtung grell und in verschiedenen Farben ist.
      Es flimmert dann regelrecht vor den Augen und mir wird übel.
      Hallo monschichi, mir geht es ganz genauso. Manchmal verstehe ich auch gar nicht, wieso mir plötzlich so übel ist, bis ich auf die mögliche Ursache komme. Beseitige ich die Ursache, geht es mir langsam wieder besser (es sei denn, ich halte mich zu lange in solchen Zuständen auf - dann reagiere ich mit meiner Immunabwehr mittlerweile), aber ja.. Übelkeit und Bauchschmerzen sind ständige Begleiter von mir seit der Kindheit und ich habe eine ganze Odyssee an Arztbesuchen hinter mir bis ins Erwachsenenalter. Heute weiß ich endlich, was los ist und kann entsprechend eingreifen und auch vorbeugen.

      infla wrote:

      Mein Nervensystem kommt nicht hinterher, wenn sich optisch Dinge stark ändern.

      Was mich diese Woche sehr überrascht hat, daß ich vollkommen verdattert reagiere, wenn ich mit der AbW-Helferin ein Zimmer komplett auf Vordermann (RW) bringe und den Staub entferne. Das ich mit der Exekutive mein Problem habe war schon immer so - ist vielleicht meine optische Überempfindlichkeit sogar die Ursache?
      Bei mir ist es zum Teil so. Wenn ich visuell überstimuliert bin (oder auch auditiv), komme ich manchmal nicht mehr "vom Fleck" als würde ich erstarren. Ich bin dann auch nicht im Stande, mein Chaos zu beseitigen, weil mir die Kraft fehlt (nur die Dinge, die routiniert sind funktionieren einwandfrei - da funktioniere ich wie eine Art "Aufziehmännchen").

      @Silas_2001

      Ich habe auch oft Kopfschmerzen, aber diese habe ich bisher nicht mit Overloads in Verbindung bringen können - jedoch wird mir extrem heiß, wenn ich überreize und das gibt mir dann meist noch den Rest, weil ich innere Hitze hasse, wirklich hasse..

      The post was edited 1 time, last by LailandaDemia ().

    • Das kenne ich sehr gut: Kopfschmerzen und Migräne nach für mich anstrengenden Situationen. In der Situation selber ist mir meist nur etwas schwindlig und ich fühle mich als ob ich nicht ganz da wäre, die Kopfschmerzen kommen meist erst wenn ich die anstrengende Situation überstanden habe.
      Was mir dabei zu schaffen macht, ist, dass es eigentlich ganz normale Situationen sind, die mich so anstrengen: Ich war gestern beim Orthopäden und musste erst (wegen Corona) lange vor der Tür an einer roten Ampel warten (obwohl ich einen Termin hatte) und drinnen dann auch, es war allerdings voll,heiß und stickig; kein offenes Fenster und die Wartenden ziemlich dicht beieinander (trotz Corona). Insgesamt habe ich dort nur eine Stunde verbracht, hatte dafür aber den ganzen Nachmittag Kopfschmerzen und war völlig erschöpft.
    • Ist bei mir auch so. Mit 27 habe ich zu den Kopfschmerzen noch Migräne bekommen, die als ich 42 war dann chronisch wurde. Zeitgleich noch Fibromyalgie nach Belastung.
      Ich vermute, dass die autistischen Züge oder Autismus( bin ja noch nicht diagnostiziert) die Ursache von all dem sind.
      Psychische und andere Probleme kamen ja noch dazu( Depression, PTBS, soziale Angst, Krebs).
      Ich war jahrzehnelang überlastet :cry:
      Liebe Grüße von Celsiana * Ich bin die ich bin
    • Ich hatte ab dem ersten Lebensjahr somatische Beschwerden, für die sich nie organische Ursachen fanden und die ich daher lernen musste klaglos auszuhalten und zu ignorieren, denn wo ein Arzt nichts findet, kann das ja nur Theater oder eingebildet sein :nerved: : starker Juckreiz, der zu entzündeter Haut führte, heftige Bauchkrämpfe, ab etwa 16 Kopfschmerzen, die mit Ende 20 in Migräne übergingen, die sich ab Mitte 40 rapide verschlimmerte bis zum Zusammenbruch. Nach der ASS-Diagnose und entsprechender Psychoedukation sowie grundlegender Lebensveränderung (u.a. keine Berufstätigkeit mehr) habe ich die Anfallshäufigkeit von 3mal wöchentlich 1-2 Tage lang massiv (Bett, dunkel, still trotz Mediktion) auf 1mal alle 4 - 6 Wochen für einen halben bis 1 Tag moderat (Ruhe, Alleinesein, sehr früh schlafen, kein Lesen /TV/ Internet) senken können. Min Leben ist allerdings meistens maximal reizarm, von sehr vielen Routinen geprägt, frei von jeglichem Druck und nur Kontakten mit Partner und Therapeutin. Sobald etwas anders ist (Arztbesuch, Einkauf, andere Kontakte, plötzliche und unerwartete Abweichung von Routinen, folgt meist ein bis 2 Tage später die Migräne.