Ist der Autismus Test aussagekräftig? Fühle mich nicht autistisch...

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    • Zum Beispiel hatte in der Klinik wo ich vor zwei Jahren war eine Therapeutin, die war genau dieser Ansicht. Fuck the ED hat sie zwar nicht gesagt...aber wenn icj irgendwas anfing zu Plappern von wegen Perzentilenzahlen, Kalorienzahlen, usw....sie hat micj den ganzen Bullshit zwar reden lassen, aber eben drüber gelacht...oder sowas gesagt wie „Ich geh dann mal schlafen“. Das fand ich ziemlich cool. So cool, dass ich wiederum das Gefühl hatte sie ist ein Übermensch. Sie weiß alles.

      Ich glaube Problem war, dass mir die Therapeutin kein kontra gegeben hat. Sie mir zwar immer wieder vermittelt, dass das was ich da an Essstörungsgedanken tag ein tag aus vor mich hindenke totaler Bullshit ist. Und da war ich gleicher Ansicht. Ich war froh, dass ich endlich jemand gefunden hatte, der da gleicher Ansicht war mit mir. Jedoch hat sie es mir nicht begründet...Migration Theorie, Set Point Theorie, Minnesota Studie, usw. ... all das musste ich eben jetzt nach 8 Jahren Essstörung selbst irgendwie draufkommen mittels Internet.
      Und das ist grad eben so die neuste Ungerechtigkeit , die mich so beschäftigt, nämlich dass
      1) Essgestörten nicht klipp und klar gesagt wird: Fuck the ED.
      2) Dass ihnen nicht gesagt wird wieso das so ist.
    • Ani wrote:

      Ich finde es wichtig und hilfreich, ein Ideal von sich selbst zu haben, das man anstrebt, unabhängig von äußeren Ansprüchen, Diagnosen und Einflüssen.
      Ja, das stimmt. Ich halte es auch nicht für gut, sich selbst auf die Diagnose bzw. Behinderung zu reduzieren. Allerdings kann es autistischen Menschen durchaus passieren, dass sie aufgrund der merkwürdigen Widersprüche in ihrer Persönlichkeit, der Mischung zwischen Stärken und (solange man keine Diagnose hat) "unerklärlichen" Schwächen, voller Selbstzweifel sind und keine stabile positive Ich-Identität entwickeln können. Ich kenne das von mir selbst sehr gut. Wenn die Diagnose dann zu einem Zeitpunkt kommt, wo an seine "Nische" nicht gefunden hat, kann es schwer sein, jenseits von "Pathologisierungen" noch ein positives Selbstbild zu entwickeln.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • @Leonora

      Ja, ich stimme Dir voll und ganz zu. Mir wäre das auch nicht gelungen, wenn ich nicht so kompetente Hilfe gehabt hätte. Und: Es hat gedauert. Ich habe meinen Blog ja nicht umsonst "maskierte-identitäten" genannt.

      Autismus macht Identitätsprobleme, Essstörungen dasselbe und beides miteinander- ich glaube, dazu muss ich nicht viel sagen!

      @Anuschka01

      Es kann Dir kein anderer Mensch sagen, was Du tun sollst, was Du brauchst und wer Du bist. Identität ist in Dir, nicht in anderen. Du hast doch eigentlich schon ein ganz gutes Gefühl dafür, was sinnvoll ist und was nicht.
      Wenn Du wieder mal versucht bist, jemanden nach seiner Meinung über Dich zu fragen: Do the opposite ;) Lass es. Schreib Emails so viel Du willst, aber schick sie nicht ab. Tagebuch schreiben kann auch helfen.

      Hast Du denn derzeit einen Therapeuten/Therapeutin, die Du gut und hilfreich findest. Jemand, der jenseits der Essstörung mal mit Dir an diesem Thema arbeiten kann?
    • @Ani
      Ich habe jetzt seit 2 Wochen keinen Therapeuten. Vorher war ich halt noch in der Klinik, habe da DBT Therapie gemacht und so. Meine Einzelthera war auch ziemlich nett. Es war halt nur so, dass wir die Gespräche damit verbrachten, dass ich ihr erklärte, wie man Essstörungen loswird. Beziehungsweise, dass die gängige Vorgehensweisen bezüglich Essstörungen überarbeitbar sind.
      Sie hat mir erst nicht geglaubt, dass ich das hinkriege, aber hab ich ihr dann mal bewiesen.
      Ich verteilte gezeichnete Kaninchen zum Abschied als Danke, sie kriegte: Danke dafür, dass sie eine super DBT Therapeutin sind, die offen für neue Essstörungsbeseitigungskonzepte ist.
      Sie sagt sie will sich weiterbilden bezüglich Essstörungen.
      Das ist doch mal was.

      Vorher (Klinikaufenthalt 3) hat ich eine, die war so krass übermenschlicj in meinen Augen, dass ich nicht so wirklich was sagte, aus Schiss etwas falsches zu sagen. Aber sie war cool, die beste Therapeutin die ich je hatte, sie war halt einfach da, außer für zwei Monate, wo ich auf die Geschlossene verlegt wurde, da ignorierte sie mich plötzlich zwei Monate komplett. Aber dann hab ich mich wieder „hochgearbeitet“, dem Chef einen 12-seitigen Brief geschrieben, wieso ich keinesfalls suizidgefährdet bin und bekam sie zurück.

      Vorher während meinem Sportzwang hat ich lange keinen und als ich dann doch zu einer ging, wusste die nicjts mit mir anzufangen und ich auch nichts mit ihr.

      Vorher (Klinik 2) hatte ich einen der bekam nach zwei Wochen ein Burn Out (ich glaub wegen Mobbing auf der Arbeit...und weil er andre Vorgehensweisen hatte wie seine Kollegen) und dann hat ich keinen mehr.

      Vorher (Klinik 1) hat ich eine ziemlich nette...ihr erzählte ich bisschen was über meine Kaninchen, Tierschutz, dass ich diesen Magerwahn ja schon immer voll Banane fand und sowas.

      Vorher (6. Klasse) bestand meine Mutter mal drauf, dass ich zu einer Therapeutin namens „Kaiser-Fischer“ ging. Wegen Aufmüpfigkeit in der Schule, Ablehnung meines Vaters und Leistungszwang bezüglich Prüfungen in der Schule. Mit ihr diskutierte ich über Veganismus, da waren wir nämlich ganz verschiedener Ansichten. Und sie fand es nicht gut, dass ich Nägel kaute, seither kaue ich keine Nägel mehr ab.

      Aber ich gehe ja am Montag in eine Wohngruppe. Das ist so eine große Einrichtung und die haben einen zuständigen Therapeuten, somit hab ich dann wieder einen. Aber ich weiß noch nicht so ganz was ich dem nun sagen soll. Mein Essstörungsbeseitigungskonzept geb ich dem vielleicht erstmal.
    • Ani wrote:

      Autismus macht Identitätsprobleme, Essstörungen dasselbe und beides miteinander- ich glaube, dazu muss ich nicht viel sagen!
      Ja, das stimmt. Beim Thema Identität fällt mir auch ein, dass ich Vorstellungsrunden und ähnliche Veranstaltungen absolut hasse. Insbesondere, wenn man sich erst einmal allein einem Partner vorstellen muss. Dabei habe ich gar nicht unbedingt Probleme, Persönliches zu teilen. Aber nur dann, wenn es jeweils inhaltlich um eine Sache geht und ich mich dann in Aspekten wiederfinde und etwas dazu zu sagen haben. Aber diesen Zwang, sich als Person zu "labeln" und zu beschreiben, finde ich ausgesprochen schwierig und zuweilen sogar triggernd. Hat natürlich auch damit zu tun, in den "Eckdaten" der äußeren Lebensverhältnisse nicht so viel "Vorzeigbares" zu haben.
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    • Eine Frage noch: Und zwar habe ich den Klinikbericht zugeschickt gekriegt...ist alles soweit ok was da drin steht, immerhin habe ich keine histrionische Persönlichkeitsstörung, gut zugenommen, neue Skills angewendet, habe gute Leistung erbracht insgesamt steht da drin mal so zusammengefasst, nur ein Satz nicht bezüglich einer Testung:
      Sie klagt über Müdigkeit, Schlafstörungen und sexuelle Beeinträchtigung. Hä? Den sexuell-Teil streich ich immer fett durch, und mit den Schlafstörungen die hatte ich mal, aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr so stark. Vielleicht hab ich mich da verkreuzt.

      Mit den Testungen ist das ja immer so eine Sache. Ich weiß nicht nie was ich da ankreuzen soll. Wie ich das denn jetzt bewerten soll, ob ich z.B. Schlafstörungen habe oder nicht...ich meine ab wann gilt etwas als Schlafstörung? Wenn es mich beeinträchtigt...aber sogesehen beeinträchtigt es mich eher weniger, die Schlafstörungen als solchen...während meinem Sportzwang ja, aber momentan überhaupt nicht. Trotzdem ist es grad irgendwie so, dass ich nächtelang wach bin und nicht schlafe. Hab damit aber halt kein Problem...weil ich ja keine große Leistung erbringen muss tagsüber. Laufe manchmal rum wie ein Zombie zur Zeit aber eben für mich persönlich ists kein Problem irgendwie. Eben für meine Eltern wiederum ist das ein Problem. Weil sie mich dann fragen was los ist und ich sag: Nichts! Hab halt einfach nicht geschlafen und wenn ich nicht schlafe dann werden meine Augen rot, mein Gesicht blass und meine Bewegungen verlangsamt. Deshalb war das eben auch sehr „schädlich“ während dem Sportzwang, weil ich dann eben beeinträchtigt war bezüglich meiner Leistungsfähigkeit. Aber grad beeinträchtigt es mir ja nicht. Das kaufen sie mir dann nicht ab.

      Und in solche Situationen komm ich halt immer mal wieder...und deshalb weiß ich nie was ich ankreuzen soll. Ich könnte bei diesen depressiv-Fragebögen bei allem 0 ankreuzen, aber ich könnte auch bei allem 3 ankreuzen.
      Begründungen für 0: den anderen gehts viel schlechter wie mir, bin ein Jammerlappen
      Begründungen für 3: wenn ich nun null ankreuzen würde dann würden die Leute wohlmöglich denken ich lüge, also kreuz ich besser 3 an, vor allem bei den Schlafstörungen

      Ich könnte natürlich auch irgendwas dazwischen ankreuzen, das mach ich dann auch meistens. Bei einer Skala von 1 bis 10 ist 5 die sicherste Option. Alles andre fühlt sich gelogen an. Manchmal leg ich mich auch einfach fest und kreuz einfach immer dieselbe Zahl an. In einer Klinik hab ich immer die 7 angekreuzt bei so einem Fragebogen und einmal hab ich dann die 1 angekreuzt zum Scherz, und einmal 10. Manchmal mach ich mir dann eben auch einen Spaß draus.

      Nur eben weiß ich, dass das kein sinnvolles Prinzip ist, dann kommen sich die Leute verarscht vor, also überleg ich dann eben was denn nun ankreuzen. Aber e ist egal was ich ankreuze, fühlt sich immer schlecht an und gelogen.

      Es ist halt so, dass es Testungen gibt von mir, wo ich im Nachhinein weiß, dass es mir ziemlich schlecht ging, aber ich habe bei allem 0 angekreuzt. Gleichsam gibt es Testungen von mir, wo ich bei allem 3 angekreuzt habe, ich im Nachhinein aber weiß, dass es mir verhältnismäßig gut ging. Dann gibt es noch Testungen, da hab ich einfach mal so drauf los gekreuzt nach Zufallsprinzip quasi, orientiert an dem was ich glaube, was andre von mir denken, obwohl ich weiß, nur da es eben unterschiedliche Partein gibt, zum Beispiel meine Eltern, meine Therapeuten, Geschwister, etc. ist das dann ziemlich durcheinander. Manchmal kreuz ich auch genau das Gegenteil an von dem was ich glaube, was andere denken.

      Ich weiß, dass das alles nicht richtig ist. Aber habe eben kein Prinzip, wie ich es anders machen sollen...in mich reinhören klappt nicht, da kommt eben immer 5 raus bei einer Skala von 1 bis 10, die sicherste Option. Bei einer Skala von 0 bis 3 ists dann halt schwierig zwischen 1 und 2 zu entscheiden. Da nehm ich dann wieder das Zufallsprinzip wie oben beschrieben. Es sei denn eben ich bin der Meinung, dass das mit dem reinhören nicht funktioniert...dann überleg ich wieder komplett verkehrtherum oder eben verkehrt-verkehrt herum und so weiter...weiß eben selbst nie was das nun bezwecken soll.

      Geht es irgendwem ähnlich mit den Testungen? Wie soll man bei sowas vorgehen?‘
    • @Leonora:
      „Dabei habe ich gar nicht unbedingt Probleme, Persönliches zu teilen. Aber nur dann, wenn es jeweils inhaltlich um eine Sache geht und ich mich dann in Aspekten wiederfinde und etwas dazu zu sagen haben.“

      So ist es bei mir auch, wenn ich dich richtig verstanden habe. Wenn irgendwer mir was sagt, wo ich denke „Oh so ist das bei mir ja auch“. Dann kann ich sicher sagen „So ist das bei mir“. Wenn dem nicht der Fall ist bin ich immer komplett unsicher und weiß überhaupt nichts über meine Identität. Deshalb such ich quasi immer nach Leuten, die so sind wie ich...

      Ich stelle fragen und hoffe auf Antworten, die irgendwie passen...sehr häufig kommen dann eben solche die nicht passen, oder gewisse Teilsätze die nicht passen irgendwie. Das ist ja eigentlich voll normal, niemand ist schließlich gleich. Sagt der Verstand. Der Clown ist da anderer Meinung. Der will immer dass alles irgendwie passt. Der dumme Kerl. Aber wenn da dann eben irgendwas passt, dann freut sich mein Clown, dann denkt der sich oha. Und dann will der eben noch mehr wissen von der Person die das nun geschrieben hat, weil vielleicht findet sich dann ja noch mehr, worüber der sich freun kann. Und dann immer mehr und mehr. Das führt dann beim Gegenüber oft zur Überforderung erfahrungsgemäß. Vor allem in der realen Welt, ich fixiere mich so auf Leute und lasse nicht mehr los.
      Und da ich mir eben dessen bewusst bin, dass mein Clown diesbezüglich verrückt ist bin ich sehr vorsichtig...denn wenn ich mich auf Leute fixiere (zum Beispiel Therapeuten), dann wird man irgendwann verstoßen. Logisch, würd mich auch verstoßen an deren Stelle. Also pass ich eben auf, dass ich mich erst gar nicht fixiere und wenn ich es dann doch tue, dann denk ich gegenüber dieser Person nur noch: Bitte bitte nehm mich doch einfach nur in den Arm und lass mich nie wieder los. Verrückt! Und dann fängt mein Clown an durchzudrehen. Ekelhaft mein Clown.

      Es gibt so gewisse Risikogruppen: Lehrer und Therapeuten, weiblich, im Alter von ca 30 Jahren mit standhaften Blick...von solchen hält man sich besser fern und in die Augen gucken geht schonmal gar nicht sonst rastet der Clown nur noch mehr aus.

      Ich versuche anhand anderer Leute herauszufinden, wie ich ticke. Und da es mich so ziemlich überfordert, mit mehreren Leuten, fixiere ich mich am liebsten auf eine einzige Person. Und die gilt dann für mich als Übermensch, allwissend. Damit mir sowas eben nicht passiert mit der Fixierung auf Personen benötige ich Zwänge, die mich eben gerade davon abhalten; weil sonst werd ich ja wiederum irgendwann verstoßen.

      Wenn ich Tagebuch schreiben will, fällt mir nichts ein. Weil ich dann eben nur eine leere Seite vor mir hab. Wenn ich hier jedoch quasi Fragen stelle zum Beispiel, dann kommen Antworten, die dann immer wieder zu neuen Fragen führen und ich weiß nicht ob das nun gut oder schlecht ist. Ich habe das Gefühl dieses Forum vollzuspamen. Aber gut es ist ja nur ein Gefühl und die sind bekanntlichermaßen nicht immer stimmig...aber wie weiß ich denn nun ob die Gefühle stimmig sind oder eben nicht?

      PS: Nochmal zum Clown...den hab ich aus dem Hörbuch: Glaub nicht alles was du denkst. Das gand ich voll interessant diese These von der Autorin: Und zwar haben alle einen Clown und einen Verstand sagt sie. Und es ist langfristig nicht möglich den Clown an den Verstand anzupassen, sondern man muss es andersherum machen. Den Verstand an den Clown. Was haltet ihr davon? Denkt ihr die hat Recht?

      Diese „Clowns-Verstand-Mythologie“ (nicht dass ich an sowas glaube, an Mythen und so, ich nutz es ja nur zum beschreiben sogesagt) ist ja identisch mit der ES-Über-Ich-Mythe, die wir im Psychologieunterricht vor 2 Jahren mal hatten. Nur der unterschied ist ja, so ein Clown der ist lächerlich, aber nicht gefährlich. Ein ES ist sehr wohl gefährlich, weil triebhaft.

      Meine Psychologielehrerin war damals im Übrigen nach jahrelanger Totalabschottung, die erste auf die ich mich wieder mal fixierte. Und dann startete ich eben wieder eine Mail Epidemie über ES und Über Ich, dass ich Angst hätte, mein Über-Ich (Sportzwang) bricht bald zusammen und solche Sachen, hab mir das Ganze grad nochmal durchgelesen. Bezog sich halt alles nur auf Essen, Sport, Schule immer. Das war ja mein Über-Ich halt.

      Aber eigentlich sind diese Mythen ja blöd...so meine alte Therapeutin in der Klinik, wo ich zuletzt war hielt da auch nichts von. Nur irgendwie helfen mir die halt irgendwie dabei mich auszudrücken. Und wenn es nub wirklich nur ein Clown ist, dass ist ja das Schlimmste was passieren kann, dass ihr euch über mich lustig macht...und da mich hier ja keiner persönlich kennt, dann ist ja piepegal
    • Also, bei mir waren diese vielen Fragen
      zu dem, wie die Fragen zu verstehen sind und was man denn jetzt bloß ankreuzen soll, weil ja unter dem Gedanken woanders eines gemacht werden müsste als unter einem anderen, dazu fehlt noch die Auswahlmöglichkeit x und y
      eines DER Diagnosekriterien für AS

      (Im Volksmund auch zusammengefasst mit "Du denkst zu viel" :m(: :d )

      Das war übrigens auch schon in der Schule oder der Uni ein Problem, und auch die letzte Führerscheinprüfung hakte daran - alle uneindeutigen, also nicht 200-prozentig nur auf eine Art zu denkenden, multple Choice-Fragen hab ich immer falsch beantwortet.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Was heißt "fuck the ED"?

      -habe ich was überlesen?



      Irgendwie ist für mich (und ich bin ja keine Diagnostikerin) eine "Autismusspektrumstörung" immer eine bestimmte Art zu denken und zu fühlen.
      Vor meinem inneren Auge watet dabei ein Mensch durch hüfthohes Wasser (oder sowas) und kämpft auf dem Weg mit Treibgut jeder Art.

      Uneindeutig formulierte Fragen (manche MultipleChoice-Aufgaben, danke für das Beispiel, @Happy to be!) sind so'n Treibgut :?
      If you're happy and you know it clap your hands.....(three times!)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • @Capricorn
      Das Bild mit dem Hüfthohen Wasser und dem Treibgut gefällt mir.
      Das Wasser steht für die Grundängstlichkeit und Daueranstrengung, das Treibgut ist das, was immer wieder vorbeischwimmt, oder auf einen zu kommt....

      Es geht also darum, das Treibgut zu packen, um auf dem Wasser zum liegen zu kommen, und sich dann mal mit ihm treiben zu lassen, bzw. durch gezielte Strampler in die geeignete Richtung zu lenken.
      Und sich bewusst zu machen, auch die, die "schwimmen" können, werden immer mal wieder von Treibgut erwischt und kriegen was ab.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Pechblende wrote:

      Happy to be wrote:

      @Capricorn
      Das Bild mit dem Hüfthohen Wasser und dem Treibgut gefällt mir.
      mir auch aber das Wasser steht mir bis zum Hals :twisted:
      dann schrabbt man wenigstens nicht über dem Grund, wennn man im Schreck zu heftig strampelt :d
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Capricorn wrote:

      Was heißt "fuck the ED"?

      -habe ich was überlesen?
      ...ED ist, glaub ich, das Kürzel für "eating disorder".
      @Anuschka01, ich kann mich in vielem was du da fragst / denkst, wiederfinden.
      Nicht unbedingt in den Fragen, die waren bei mir andere.
      Aber in der Art zu denken, in der Denkweise, Frageweise.
      Vieles was du von dir schreibst, erinnert mich an mein Selbst, früher, als ich so jung war wie du.
      Nur, dass ich damals nicht wusste, was mit mir los ist, warum mein Kopf so funktioniert. Da hättest du einen "Vorteil" - du hast die Autismusdiagnose dreimal bestätigt.
      Das, was du mit der Fixierung auf eine Person schreibst, kenne ich von mir auch.
      Nur, dass ich es nicht "Clown" nennen würde.
      Das klingt für mich, als würde man das nicht ernst nehmen.
      Und Clowns sind für mich vor allem auch etwas Schreckliches.
      Aber diese Fixierung - da habe ich mit Mitte Zwanzig verstanden, dass die mir immer etwas über mich erzählt. Etwas wichtiges.
      Das die andere Person mir gerade hilft, etwas über mich herauszufinden. Und deshalb ist diese Person wichtig für mich.
      So, wie du schreibst: Ich versuche anhand anderer Leute herauszufinden, wie ich ticke.
      Das geht nur mit ganz wenigen Personen, finde ich.
      Mittlerweile empfinde ich solche Menschen als Geschenk.
      Und versuche, auf meine Art, zurückzuschenken.
      Das Bedürfnis nach Menschen, die einem helfen, herauszufinden, wer man ist, macht sehr, sehr verletzlich.
      Weil man verstossen werden könnte, wie du schreibst.
      Sei nicht böse mit dir, weil du inden Arm genommen werden willst. Das ist doch ein schöner Wunsch. Und auch berechtigt.

      Ich habe mich immer dafür gehasst, mich für das Bedürfnis gemocht / gespiegelt zu werden, selbst abgewertet.
      Ich lerne gerade - auch mit so einem Menschen - mich da auch anzunehmen, das Risiko anzunehmen, verletzt zu werden.

      Weiß nicht, ob dir das jetzt hilft, mein Geschreibsel, vielleicht meine ich ja etwas ganz anderes...?

      Nur soviel noch, die paar Menschen, die meine zeitweise Fixierung auf sie annehmen konnten, meine Fragen ausgehalten haben und mir ihre Freundschaft geschenkt haben/hatten, sind immer noch sehr wichtig für mich.
    • Happy to be wrote:

      Das Wasser steht für die Grundängstlichkeit und Daueranstrengung
      Genau das meinte ich!
      Und für das Treibgut findet jede/r seine/ihre eigene Analogie....

      Danke an @crocodylia für die Erläuterung (eating disorder ergibt einen Sinn)!
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