Aktzeptanz und selbst helfen

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    • Aktzeptanz und selbst helfen

      Ich darf in der Einrichtung, in der ich lebe, so sein wie ich bin. Davor, auch im Ambulanten wohnen, würde immer versucht mich anzupassen und ich dachte lange das es richtig ist.
      Hoffte auf Hilfe von aussen. Aus den Erfahrungen von jetzt ist mir das garnicht mehr so wichtig und fange an selber Hilfsmittel und Absprachen zu erstellen. Die mir helfen.

      Bei einer Sache hacke ich, meine monatlichen ausraster gegen über Gegenstände und mir. Von außen durch Ärzte und Betreuer erfahre ich kaum Hilfe.
      Deswegen frage ich euch, habt ihr gelernt damit klar zu kommen oder Wege gefunden sich nicht mit den Händen vor den Kopf zu schlagen, beißen oder Kopf irgendwo vorzu knallen?
      Hasse es, möchte es eigentlich nicht, aber weiß nicht wie ich es Umleitung kann..
      Oh my Ge32-Ni28-U92-S16
      ~ Auch das Leben ist Suizidal ~
    • Kommt drauf an, was der Auslöser ist.
      Wenn es ein Overload/Meltdown wegen Reizüberlastung ist, dann muss man in erster Linie die Reizüberlastung beseitigen oder sich überlegen, wie man sich schützen kann.

      Wenn es aber mehr um Wut auf sich selber geht, ich glaube, da muss man dran arbeiten, mit sich selbst nachsichtiger zu sein und auch fürsorglicher. Wenn man die grundsätzliche Haltung sich selbst gegenüber im Lauf der Zeit ändert, dann kann es passieren, dass man plötzlich in der Lage ist, sich in so einer Situation anders zu entscheiden. Man ist z.B. kurz davor, sich zu schlagen o.ä., und anders als sonst kommt noch zuvor ein Gedanke "will ich das jetzt wirklich tun?" "was bringt mir das?" oder auch "das tut aber weh, ich will das nicht", und vielleicht kann man es dann lassen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ja es geht um Meltdowns. Das einzige was ich schaffe ist es ins Zimmer zu flüchten. Lesen tue ich das Erwachsene das weniger haben, mit den Selbstverletzungen. Weil sie gelernt haben im Vorfeld zu reagieren. Kann es bis heute nicht, obwohl ich es laut inet können müsste.
      Skills habe ich probiert, aber nicht wissen wann abzusetzen.
      Wie habt ihr das gelernt und wann das einsetzt?
      Oh my Ge32-Ni28-U92-S16
      ~ Auch das Leben ist Suizidal ~
    • Ich benutze keine Skills in dem Sinn. Ich merke mir die Situationen, in denen Meltdowns auftreten können und versuche sie dann beim nächsten Mal rechtzeitig wieder zu verlassen, bevor es passiert. Bei Geräuschen z.B. rechtzeitig rausgehen oder Ohrstöpsel oder Kopfhörer benutzen.

      Wenn ein Meltdown überraschend kommt (z.B. durch überraschende schlechte Nachrichten, etwas funktioniert nicht, wie es sollte), kann ich ihn meistens auch nicht mehr verhindern. Aber ein bisschen die Heftigkeit verringern vielleicht. Nur wie, das ist schwer zu erklären. Manchmal schaffe ich es noch, den Verstand einzuschalten, und der kann vielleicht noch erkennen, dass die Situation nicht hoffnungslos ist, dass ich keine Lust auf Schmerzen oder versehentliche Verletzungen habe, und dass wenn ich etwas Zeit verstreichen lasse, es auch von selbst wieder besser wird. Aber das hängt dann stark von der Situation ab, ob das geht oder nicht. Für den Notfall habe ich mir Tavor expidet verschreiben lassen, aber der Nutzen davon ist ziemlich begrenzt. Für einen Meltdown ist es zu langsam und zu subtil in der Wirkung. Aber in der Zeit, wo ich die Tablette aus der Packung nehme, muss ich ja schon ein bisschen runterkommen und habe Hoffenung, dass es etwas gibt, das hilft, also hat es dadurch doch einen kleinen Effekt. Ich denke, ein wesentlicher Auslöser von Meltdowns ist das Gefühl von Machtlosigkeit.

      Mit einem Teil der Meltdowns ist es wie mit dem selbstverletzenden Verhalten an sich. Man entscheidet sich immer selbst, sich zu verletzen und der einzige Weg, es nicht zu tun, ist sich dagegen zu entscheiden, auch im Meltdown. Die Umsetzung braucht dann halt Zeit, und es wird nicht immer sofort klappen, aber man ist nicht machtlos.

      Ich denke aber auch, es ist wichtig, sich hinterher zu überlegen, was genau passiert ist, was der Auslöser war, welche Gefühle da waren, damit man für das nächste Mal gut für sich sorgen kann. Früher habe ich Gefühle fast perfekt unterdrückt, dann hatte ich auch keine Meltdowns, aber gut war das auch nicht. Die Gefühle sind ja zu Recht da und wollen gehört werden.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Danke für deine Antwort. Ja eine Art Tagebuch führe ich bezüglich dieser Situationen um im Nachhinein zu überlegen. Oder mit meinem Bezugsbetreuer darüber zu sprechen.
      Also weitermachen und nicht aufgeben. :)
      Oh my Ge32-Ni28-U92-S16
      ~ Auch das Leben ist Suizidal ~