fühle mich falsch - Wieso leide ich so unter der Situation und andere finden es eher gut?

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    • Garfield wrote:

      Cinnamony wrote:

      Ich bin so bedacht darauf, diese 1,5 m Abstand einzuhalten, dass ich mich auf den Einkauf nicht mehr konzentrieren kann.

      Ich würde auch sagen, dass in diesem Fall nicht die Autistin in Dir leidet, sondern die Phobikerin.
      Nein, das kann ich ganz klar so sagen. Den Einkauf musste ich nun zwei Mal schon abbrechen, nicht weil ich Angst bekam oder eine Panikattacke hatte, sondern weil mich das Fehlen meiner Einkaufsroutine und die vielen Regeln, auf die ich nun achten muss so gestresst haben, dass bei mir nichts mehr ging. Ich kann mich ganz schlecht an neue Situationen gewöhnen, wenn etwas neu / anders ist, verzerrt sich auch irgendwie meine Wahrnehmung. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll oder ob jemand versteht, was ich meine. Das war schon immer so. Wenn sich in der Schule früher zum Beispiel etwas optisch verändert hat (Pflanze im Flur, die sonst woanders stand), fand ich mich nicht mehr zurecht, ich erkannte den Schulflur nicht mehr, obwohl ich rational wusste, dass es der gleiche Schulflur war. Dennoch sah er auf einmal komplett anders aus und ich bekam Angst und fing an zu weinen. Ich konnte das damals aber nicht in Worte fassen, wie auch, war noch zu klein und deswegen wunderten sich immer alle, dass ich ständig Angst bekam und weinte und es hieß, ich wäre halt ein Kind, das sich sehr anstellt und das nur mal richtig einen Klaps bekommen muss, damit sie nen Grund hat zu weinen...
    • Garfield wrote:

      Hyperakusis wrote:

      Ob es derzeit weniger ist?
      Ja, gestern hab ich eine Statistik gesehen. Nur noch 70.000 Flüge pro Tag statt der üblichen 170.000. flightradar24.com/data/statisticsWobei das immer noch gigantisch viel ist.

      MonaLisa wrote:

      die fehlende Logik für den Einzelnen bei solchen Sondermaßnahmen (Mr. Spock würde mir da sicher zustimmen)
      Spock hätte sofort durchschaut, dass der Einkaufswagen durch eine Abmessungen perfekt geeignet ist, um Abstand zu halten.

      Pompeji wrote:

      Und ja, die Autofahrer sind explizit ausgenommen.
      Hast Du eine Quelle dazu?
      "Um alleine oder mit Personen oder Haustieren, die im gemeinsamen Haushalt leben, hinaus zu kommen an öffentliche Orte im Freien."

      sozialministerium.at/Informati…fig-gestellte-Fragen.html
    • Pompeji wrote:

      "Um alleine oder mit Personen oder Haustieren, die im gemeinsamen Haushalt leben, hinaus zu kommen an öffentliche Orte im Freien."

      sozialministerium.at/Informati…fig-gestellte-Fragen.html
      Da steht nicht, dass man mit dem Auto jegliche Ziele anfahren darf, mit den ÖPNV aber nicht.
      Diesen Punkte meinte ich aber. Wo steht, dass es mit dem Auto keine Einschränkungen gibt?
      Ich sehe da keinen Unterschied, ob man mit dem Auto oder dem Bus "ins Freie" fährt - wo ich auch immer das liegt.
      Oder anders ausgedrückt: So manch ein Autofahrer wird sich womöglich wundern, wenn er fernab der Wohnung spazieren geht und dabei erwischt wird. So ist es zumindest in Deutschland, da ist das Verkehrsmittel egal, es muss in fußläufiger Umgebung des Wohnorts sein.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!
    • sempron wrote:

      MonaLisa wrote:

      Wenn ich in einen Laden gehe und nur ein Teil brauche, ist es nicht notwendig, einen Einkaufswagen zu nehmen. Wenn aber genau das die Voraussetzung dafür ist, dass ich überhaupt erst hineinkomme, bin ich gezwungen, einen zu nehmen, auch wenn es unbequem ist und ich das Ding anfassen muss
      Ich finde aber gerade diese Sache mit den Einkaufswagen sehr sinnvoll, denn sie ermöglichen, Abstand zu erzwingen. Die Einschränkung für dich ist wahrlich gering und, wie ich finde, absolut zumutbar, der potentielle Nutzen aber in der Tat groß. Es gibt meiner Ansicht nach wesentlich schlimmeres, worüber man sich ggf. aufregen könnte.

      Es ist und war mir vollkommen klar, dass es um den Abstand geht!
      Ich habe aber auch deutlich darauf hingewiesen, dass es für mich ganz individuell unlogisch oder - besser gesagt - unnötig ist, da ich durchaus in der Lage bin, den gebotenen Abstand auch ohne Einkaufswagen einzuhalten. Es ging mir lediglich um mein ganz eigenes Empfinden bei dieser Sache, und das ist in diesem Forum ja nun nichts Ungewöhnliches.
    • Cinnamony wrote:

      Ich kann mich ganz schlecht an neue Situationen gewöhnen, wenn etwas neu / anders ist, verzerrt sich auch irgendwie meine Wahrnehmung. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll oder ob jemand versteht, was ich meine.
      Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich mich teilweise besser an Situatuationen anpassen kann als mein Umfeld. Das sind dann aber die Ausnahmesituationen, welchen ich aus einem inneren Antrieb heraus rational begene, während die anderen sich scheinbar noch gegenseitig emotional in dem Unglück bestärken anstatt die Situation zu analysieren.
      Ich möchte damit nicht sagen, dass ich damit keine Probleme habe. Das Gegenteil ist der Fall.

      Wenn ich jedoch zu Normalzeiten einkaufen war, dann hatte ich diese Möglichkeit nicht, sondern war damit ausgelastet so schnell wie möglich meinen Einkauf einzusammeln und wieder draußen zu sein. Das hat sich für mich als ein Punkt klar zum positiven hin gewandelt, denn Regeln kamen für mich keine neuen dazu. Die Veränderungen sind lediglich 3 Klebebandmarkierungen vor der Kasse, der Spuckschutz und ein freundlicher Security im Kassenbereich.
      Die neue Abstandsregel ist für mich ein Stück weit die Erfüllung eines Wunsches, von dem ich mir erhoffe diesen zumindest zu einem Teil behalten zu können.
      Endlich halten sich jetzt die meisten an meine Regel. :twisted: :oops:

      Die Entschleunigung, wie es @Hyperakusis sehr treffend nannte ist für mich die Lebensqualität. Der Himmel ist flugzeuglos, die Landstraßen sind leer, die Supermärkte weitestgehend bis fast menschenleer. Ich kann in Ruhe meinen Tag leben - jeder so wie er sein soll, so wie die letzten Monate. Die Tage sind für mich verlässlicher und geordneter geworden, es gibt so gut wie keine Überraschungen und Störungen mehr mehr. Selbst die Hubschrauber knattern jetzt überwiegend in eine andere Richtung.

      Das ist die andere Seite, der negative Gegenpol. Denn die Hubschrauber knattern jetzt zur Stadt, hier im Dorf ist es ruhiger geworden, während die ohne Garten, Felder und Wald nicht meinen Luxus genießen. Mein Wunsch ist nur wahr geworden, weil die Menschen Angst haben. Ich kome mir manchmal vor als würde ich in ein Parallele, bzw. alternative Realität blicken. Wenn ich sehe woher die Menschen ihre Angst beziehen, kann ich diese nachvollizehen. Über Wochen konstant mit Todes- und Infiziertenzahlen, dogmatischen Extremwertbetrachtungen und beständigen Katastrophenszenerien überschüttet. Immer und immer wieder. Zu anderen Zeiten wurde das Folter und Gehirnwäsche genannt.

      Dies ist ein Rektalvirus, welcher hoffentlich mehr Schaden durch seine erkannte Existenz auslöst, als tatsächlich durch seine Verbreitung.
      Denn der Schaden im Getriebe, welchen diese winzige Teil ausgelöst hat ist schon jetzt eine Katastrophe für sich selbst.
      Meine Hoffnung besteht darin, dass dies hinterher als großer fehlgeschlagener Stresstest verstanden wird und wir die erkannten Probleme im System angehen.

      Garfield wrote:

      So manch ein Autofahrer wird sich womöglich wundern, wenn er fernab der Wohnung spazieren geht und dabei erwischt wird. So ist es zumindest in Deutschland, da ist das Verkehrsmittel egal, es muss in fußläufiger Umgebung des Wohnorts sein.
      Aus welchem Text beziehst du diese Information? Für BW ist mir keine Stelle mit dieser Aussage bekannt.

      The post was edited 1 time, last by Hutmacher ().

    • @Garfield

      Ich habe mir überlegt, dass die Regel mit dem Einkaufswagen tatsächlich nicht besonders logisch oder zumindest bezüglich des Virus wenig nutzbringend ist: Nehmen wir einen großen Discounter. Die einzige Situation, in der Einkaufswagen als Abstandhalter Sinn machen, ist in einer Schlange, und die gibt es - unter normalen Einkaufsbedingungen - nur an der Kasse. Genau dort sind aber auf dem Boden schon Klebestreifen im Abstand von 2 m angebracht, der Einkaufswagen erübrigt sich also - bei entsprechender Disziplin. Aber vermutlich hapert es bei Vielen gerade daran...? :roll:
      Ansonsten kann ich innerhalb des Ladens meinen Wagen natürlich auch irgendwo stehenlassen, und dann ist er als Abstanhalter sowieso nutzlos. Oder Jemand geht mit seinem Wagen ganz dicht an mir vorbei.. 8o
      Ich selbst bin zwar bezüglich einer Schmierinfektion nicht so besorgt wie viele Andere, mich wundert aber schon, dass man dann einen Wagen nehmen soll, den zuvor andere Kunden angegrabbelt haben (das mit der Desinfektion klappt vor Ort oft nicht).
    • Hutmacher wrote:

      Aus welchem Text beziehst du diese Information? Für BW ist mir keine Stelle mit dieser Aussage bekannt.
      Stimmt, das ist mal wieder eine Ländersache. Streiche Deutschland, setze Sachsen ein.
      "14.Sport und Bewegung im Freien vorrangig im Umfeld des Wohnbereichs"
      coronavirus.sachsen.de/downloa…sCoronaSchVO_31032020.pdf
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!
    • MonaLisa wrote:

      Genau dort sind aber auf dem Boden schon Klebestreifen im Abstand von 2 m angebracht, der Einkaufswagen erübrigt sich also - bei entsprechender Disziplin. Aber vermutlich hapert es bei Vielen gerade daran...?
      Bei meinem ersten Besuch in so einem Klebestreifenmarkt musste ich jedenfalls von der Kassiererin in sehr warnenden Ton auf die bunten Streifen auf dem Fußboden aufmerksam gemacht werden.
      Ich schaue normalerweise nicht die ganze Zeit auf den Boden und selbst wenn ich den Streifen gesehen hätte, es war halt nur ein Streifen - wofür auch immer. Erst an der Kasse hing dann ein kleiner Zettel als Hinweis.
      Mit dem Einkaufswagen ist es einfach "idiotensicher" (was mich mit einschließt oder jeden anderen verträumt herumspazierenden Einkäufer).
      Und nur in einer Schlange ist der Abstand auch wichtig, weil man dort länger als einen Augenblick mit einer anderen Person zusammen steht. Eine bloße Begegnung auf dem Gang ist wie schon erwähnt, viel zu kurz, um genug Viren auszutauschen - außer man wird direkt angehustet.
      Ja, der Wagen birgt das Risiko einer Schmierinfektion. Aber Disziplin (nicht ins Gesicht fassen!) und Hände waschen nach dem Einkauf neutralisieren das.
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    • Ein Einkaufswagen erzwingt einfach den Abstand; sich angeblich freiwillig an den Abstand zu halten (siehe @MonaLisa), ist das eine, den Abstand, den andere einhalten, aber durchzusetzen, das andere.

      Das kann man drehen und wenden, wie es einem beliebt, es überzeugt einfach nicht, sich gegen den Gebrauch eines Einkaufswagens auszusprechen, die Argumente dagegen taugen in meinen Augen nichts. Das eigene Empfinden hat sich im übrigen den Vorschriften oder Regeln zu beugen, zumal es, wie bereits geschrieben, auch die Möglichkeit gibt, den Einkaufswagen eben an einer weniger üblichen Stelle anzufassen. So ein kleines Opfer an Bequemlichkeit finde ich vertretbar.

      The post was edited 1 time, last by sempron ().

    • sempron wrote:

      Das kann man drehen und wenden, wie es einem beliebt, es überzeugt einfach nicht, sich gegen den Gebrauch eines Einkaufswagens auszusprechen,
      Wobei ich letztens in der Zeitung was über einen Penny-Markt las, wo der Türsteher die EInkaufswagenpflicht auch für eine Mutter durchsetzen wollte, die mit einem Zwillingskinderwagen einkaufen war.
      Der Türsteher hat zwar die Regel durchgesetzt, aber ohne Sinn und Verstand. Denn wenn die Frau mit Einkaufswagen rein wäre, hätten die kleinen Kinder laufen müssen und wären ohne eigenen Einkaufswagen natürlich anderen Kunden viel näher gekommen als wenn sie festgeschnallt im Kinderwagen waren. Und der Kinderwagen war groß genug, um den Abstand ebenso hinzubekommen. Das hat der Türsteher aber irgendwie nicht begriffen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!
    • Hyperakusis wrote:

      Was sehen "Sie" bzw. was seht ihr?
      Sehr pures blau.

      Heute habe ich zudem drei Flugzeuge entdeckt.
      Das war schon unerhört.
      Wer oder was da wohl drin war?
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • Hyperakusis wrote:

      Darauf tippe ich.
      :!: :d

      Bei mir wurde heute ein Einkaufswagen vom Türsteher desinfiziert, doch
      es bestand keinerlei Einkaufswagenpflicht.
      Das scheint alles jeweils sehr individueller Extraservice zu sein, überall gibts das nicht.
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • @Cinnamony: Da ich keine offizielle Diagnose benötige (z.B. für die kranke Kasse), erspare ich mir das langwierige Ritual.

      Ob nun Aspie oder NT, ich finde mich in deinem Post wieder. Ich fühle mich faltsch, ringe um meinen Humor und die innere Ruhe. Überall gelten neue Regeln. Viele davon halte ich für höchst fragwürdig. Auch kommen ständig weitere Regeln hinzu. Wenn ich mich draußen bzw. unter Menschen bewege, staune ich auf der anderen Seite sehr, wie wenig ich selbst ändern muss. Ich habe mich schon immer mit Abstand bewegt bzw. angestellt, niemanden angerotzt (sondern den Ellenbogen) etc. - Seit wir die aktuelle Situation haben, kommen mir alle anderen Menschen (nicht nur räumlich!) distanzierter vor, oft misstrauisch, (zum Glück noch selten) offen feindselig. Vor dem Laden tief durchatmen und auf Tunnelblick schalten hat mir bislang die innere Kernschmelze erspart. Aber ich spreche nach dem Einkauf meistens länger nicht. *** Edit: Wenn ich SO heimkomme, schweigen die Katzen immer mit ***

      Hab dem Zahnarzt erzählt, dass ich plötzlich mit zusammengekrampftem Kiefer aufwache, das hab ich wirklich noch nie in meinem Leben getan. Zahnarzt meinte, das sei gerade pandemisch unter Leuten, denen die Existenz flöten geht. Ach so! Ja, ich auch...

      *** Edit 2: Ich neige nicht zur Hypochondrie, aber schon dazu, meine Gesundheit aufmerksam zu beobachten. Jedes Zwicken und Zwacken wird gegoogelt. Das eine oder andere Mal hab ich mich umsonst gesorgt. Viele Symptome hab ich dagegen alleine wieder hingekriegt - das ist mein Verständnis von Eigenverantwortung. Manche Zwanghaftigkeit konnte ich sinnvoll umlenken. Haare dröseln bleibt ok, ich ergänze diese beruhigende Stereotype durch die Vorschrift: "Hand merken, mit dieser nicht mehr ins Gesicht, an Speisen etc. fassen." Es musste also nicht mal ein Waschzwang dazu kommen. Nun habe ich bislang hygienisch vieles richtig gemacht und fühle mich trotzdem gerade nicht bestätigt, wo nun sich bitte alle an die Husten-Etikette halten sollen und die Menschen (endlich!) etwas bewusster Dinge (nicht) anfassen. Sobald die Vorschriften aufgehoben werden, werden viele (wie zuvor) ihre Nächsten wieder anniesen, anrempeln oder ihnen durch die Aura trampeln. Weil viele nicht verstehen, was sie da gerade befolgen.
      equo ne credite

      The post was edited 2 times, last by Matou ().

    • Cinnamony wrote:

      Nein, das kann ich ganz klar so sagen. Den Einkauf musste ich nun zwei Mal schon abbrechen, nicht weil ich Angst bekam oder eine Panikattacke hatte, sondern weil mich das Fehlen meiner Einkaufsroutine und die vielen Regeln, auf die ich nun achten muss so gestresst haben, dass bei mir nichts mehr ging. Ich kann mich ganz schlecht an neue Situationen gewöhnen, wenn etwas neu / anders ist, verzerrt sich auch irgendwie meine Wahrnehmung.
      OK, so betrachtet kann das natürlich auch sein.
      Vielleicht hilft es, sich die neuen Regeln aufzuschreiben - hier im Forum wurde ja z.B. vieles genannt.
      Dann ist man vorbereitet, was im Laden alles passieren könnte.
      Denn so viele neue Regeln sind es m.E. gar nicht. Der Abstand ist wichtig und es dürfen nicht zu viele Leute auf einmal rein.
      Ansonsten ist in den kleineren Märkten eigentlich alles wie immer, zumindest bei mir in der Umgebung.
      Du wirst aber nicht bestraft, wenn Du die Regeln wegen Reizüberflutung gerade nicht befolgst.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!
    • ich hab nicht alles gelesen.
      aber ich kann sagen, mir tut das ganze ganz und garnicht gut. ich leide sehr darunter. zwischendurch kann ich es manchmal etwas vergessen, wenn ich in der Natur bin und mich auf den Frühling konzentriere. (Ich finde aber, dass hier einige im forum von problemen berichten. es wurde z.b. auch ein artikel verlinkt zu einem wohnheim, wo die autistischen bewohnerInnen große probleme hatten. )
      ansonsten werden meine latenten depressionen jede woche schlimmer und meine verspannungen auch. ich bin bemüht, mich mit yoga u.ä. "über wasser zu halten".
      Heute habe ich versucht kurz vor ladenschluss einzukaufen. es war fast nichts mehr los. das meiste, was ich brauchte habe ich so oder ähnlich auch bekommen (z.B. nur weiße statt braune pilze). meine lieblingsschokolade war aus, das war viel schlimmer. Aber ich habe trotzdem bemerkt, dass ich es kaum ausgehalten habe, obwohl es normalerweise eine vergleichsweise sehr gute situation gewesen wäre. ich bin ständig zusammengezuckt bei geräuschen (die mitarbeiter waren sehr mit waren einräumen beschäftigt). einiges war umgestellt und ich hatte allein davon schon fast tränen in den augen. Es war furchtbar anstrengend. Zuhause habe ich beruhigungsmittel genommen.

      x(
    • Nö, ich wüsste nicht, warum das unter dem Strich für Autisten toll sein sollte. Am Anfang wurde vielleicht gewitzelt oder hat man sich erhofft, weniger unerwünschten Kontakt zu haben, aber auch das hat sich aus meiner Sicht gar nicht bewahrheitet. Wenn man dachte, dass die Leute nun alle zuhause sitzen wurde man schwer enttäuscht, wenn man mal in den Park ging.

      Jeder Autist/Mensch ist unterschiedlich, aber auch Autisten brauchen vielleicht Therapiestunden, die nun ausfallen, leiden vielleicht unter Einsamkeit, aus der man nur noch schwerer herauskommen kann, haben vielleicht Suizidgedanken, Zukunftsängste, die nun stärker werden, usw.

      Dass man niemandem mehr die Hand bei der Begrüßung geben muss (dafür aber einen Mundschutz tragen soll), kann das alles m.M.n. nicht aufwiegen.
    • L84 wrote:



      Jeder Autist/Mensch ist unterschiedlich, aber auch Autisten brauchen vielleicht Therapiestunden, die nun ausfallen, leiden vielleicht unter Einsamkeit, aus der man nur noch schwerer herauskommen kann, haben vielleicht Suizidgedanken, Zukunftsängste, die nun stärker werden, usw.
      Sehe ich auch so. Jeder Autist/Mensch reagiert auf die Situation ja auch anders.