Corona: Gemeinsam denken: Welche Exit Strategien könnten funktionieren?

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    • Ani wrote:

      Was haltet Ihr von der Idee mit der App, die gerade im Gespräch ist?
      Da will uns einer ein X für ein U vormachen - denk ich.
      Bewegungsdaten via Handyapp - sicherlich - aber nicht zur Eindämmung von Ansteckungen sondern für ganz andere Zwecke - nämlich im Zusammenhang mit der Früherkennung von terroristischen Aktivitäten im Bereich "Terrorismusbekämpfung" ...
      Was man mangels Verfassungsgesetzkonformität nicht durchbekommt, versucht man vielleicht auf Basis des Seuchenschutzgesetzes...

      Verarschen kann ich mich selber, dafür brauch ich keinen Corona-Virus...
    • Ani wrote:

      Was haltet Ihr von der Idee mit der App, die gerade im Gespräch ist?

      Es soll wohl eine App geben, die aufzeigen kann, wann wer wo mit wem war. Die App verständigt sich mit den Handys anderer via Bluetooth. So kann man dann im Falle einer Infektion nachvollziehen, wer mit dem Infizierten in Kontakt war und die Betreffenden isolieren. Die App soll die Leute dann verständigen, die in Isolation müssen (das spart auch Personal, anders wäre die Nachverfolgung irgendwann nicht mehr zu leisten).

      Die Verwendung soll freiwillig sein und keine persönlichen Daten verwenden, außer dem Standort und die Verbindungen mit den anderen Handys.

      Ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Ich wäre sogar bereit, vorübergehend den Datenschutz ein wenig außer Kraft zu setzen, sofern die Daten nach einer bestimmten Zeit zuverlässig gelöscht werden
      Eine nette Idee. Aber um zu funktionieren, müsste schon so gut wie Jeder die App dann auch installieren und nutzen.
      Gerade ältere Leute sind selten damit ausgestattet.
      Und die, die durch die Gesundheitsmaßnahmen das Ende der Demokratie herbeireden, werden die app auch nicht freiwillig installieren.
      In China ist ja mindestens eine Anti-Corona-App Pflicht und ohne deren OK darf man dort z.B. nicht in den ÖPNV.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • So eine App werde ich mir ganz sicher nicht installieren. Wozu auch - wenn ich unterwegs bin, liegt mein Smartphone eh zu Hause.

      Shenya wrote:

      Von mir aus kann jeder eine tragen, der sich damit wohl fühlt, aber einen allgemeinen Zwang wird es nicht geben.
      Dabei wäre das der beste Schutz. In Südkorea funktioniert das prima. Wenn wirklich jeder eine Maske tragen würde, ist die Ansteckungsgefahr minimal. Zum einen behält jeder seinen Auswurf bei sich - und das wenige, was vielleicht durchkommt, wird durch die Maske des anderen abgefangen.

      Und was heißt schon Zwang... Rausgehen nur noch mit Maske - wer keine tragen will, bleibt halt daheim.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Ich glaube, flächendeckende Antikörpertests würden helfen. Das würde mal ein klareres Bild geben, wer schon immun ist. Diejenigen könnten dann auch wieder in die Jobs- oder ihre Angehörigen im Altenheim/KH besuchen und mit versorgen und so das Personal entlasten.
    • Leseratte wrote:

      Und was heißt schon Zwang... Rausgehen nur noch mit Maske - wer keine tragen will, bleibt halt daheim.
      Ich denke, solch eine Regelung wird nicht nötig sein (vermutlich aber trotzdem kommen), da reicht eine nachdrückliche Empfehlung - der soziale Druck wird es dann schon richten. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie die paar Vollpfosten, die einem immer noch an der Supermarktkasse beinahe in die Hacken treten, aber wenn sich 80% dran halten, ist schon viel erreicht. Sie denken trotzdem schon laut drüber nach, jetzt müssen sie nur noch dafür sorgen, dass es genügend Masken gibt, und da lauert halt der Engpaß. gestern kam von der Schule meiner Tochter ein Bettelbrief, man möge sich am Nähen von Masken für Krankenhaus und Altenheim beteiligen - solange noch einmal die versorgt werden können, läuft eine Verpflichtung ins Leere.
    • Wenn sie wollen, dass man nur noch mit Maske rausgehen kann, dann muss der Staat erst einmal dafür sorgen, dass auch jeder so eine Maske kaufen kann. Sie haben ja jetzt noch nicht einmal genug
      für die Krankenhäuser und Pflegeheime.
    • Vulkan wrote:

      Wenn sie wollen, dass man nur noch mit Maske rausgehen kann, dann muss der Staat erst einmal dafür sorgen, dass auch jeder so eine Maske kaufen kann. Sie haben ja jetzt noch nicht einmal genug
      für die Krankenhäuser und Pflegeheime.
      Österreich hat gerade angekündigt, es werde ab vorraussichtlich Mittwoch Maskenpflicht für Supermärkte eingeführt. Und es werde genügend Masken dafür geben, sagt Herr Kurz, die Masken werden von den Supermärkten verteilt werden.

      Schaun 'mer 'mal...
      ...schon unterwegs!
    • Leseratte wrote:

      Dabei wäre das der beste Schutz.
      Nee, der Beste Schutz ist Abstand. Die Masken helfen vor allem dann, wenn man den Abstand nicht einhalten kann. Aber sie müssen regelmäßig getauscht oder zumindest entkeimt werden, sonst geht der Schuss nach hinten los. Selbst unter vielen Medizinern sind die Masken umstritten, da sie einen Schutz vorgaukeln, der gar nicht so hoch ist und damit zu mehr Sorglosigkeit verleiten.

      Vulkan wrote:

      Wenn sie wollen, dass man nur noch mit Maske rausgehen kann, dann muss der Staat erst einmal dafür sorgen, dass auch jeder so eine Maske kaufen kann. Sie haben ja jetzt noch nicht einmal genug
      für die Krankenhäuser und Pflegeheime.
      Das muss definitiv erstmal der Fall sein. Wenn ich in Jena wohnen würde, würde ich mir in der nächsten Apotheke erstmal schriftlich geben lassen, dass Masken ausverkauft sind. Selbstgehäkelte Masken werden zwar auch akzeptiert, aber bieten nun wirklich Null Schutz.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Nee, der Beste Schutz ist Abstand. Die Masken helfen vor allem dann, wenn man den Abstand nicht einhalten kann. Aber sie müssen regelmäßig getauscht oder zumindest entkeimt werden, sonst geht der Schuss nach hinten los. Selbst unter vielen Medizinern sind die Masken umstritten, da sie einen Schutz vorgaukeln, der gar nicht so hoch ist und damit zu mehr Sorglosigkeit verleiten.
      Abstand plus Maske ist der beste Schutz... ...plus Händedesinfektion / -wäsche.

      Die FFP 2/3 Masken geben vollwertigen Arbeitsschutz, wenn man sie zwischendurch nicht absetzt. Nach innen. Obwohl es halt auch welche für Iso-Patienten gibt, die schützen dann aber auch nur von innen nach außen. Für ventil-lose Atmung ist der Filter zu dicht.

      Die Mundschütze... ...eher weniger. Die sollen halt dem Patienten helfen, über dessen offene Bauchhöhle man sich stundenlang beugt. Und ein Stück weit tun sie das auch. Allerdings... ...haben OP-Teams, die das Reden nur auf's wesentliche beschränken weniger Post-OP-Infektionen als die, die nett plauschen. Insofern hat das mt der "falschen Sicherheit" schon Gewicht.

      Trotzden schützen auch die Mundschütze halbwegs gut vor eigenem und fremdem Niesen. Nur halt nicht absolut sicher, eher so 99.9%.

      Garfield wrote:

      [...] Selbstgehäkelte Masken werden zwar auch akzeptiert, aber bieten nun wirklich Null Schutz.
      Naja, größer Null ist das schon, selbst bei Häkeln. Ein Seidentuch, doppellagig schützt hingegen schon ziemlich gut, insbesonders wenn's dicht abschließt. T-Shirt-Baumwolle dreilagig auch. Je feiner das Gewebe, und je dicker die Gesamtschicht, desto länger hält der Schutz. Man kann sich im Prinzip schon vernüftige Dinger basteln, wenn man weiß was man haben sollte, und wie's geht. Und wie man sie richtig anlegt. Nasenbügel braucht's dafür übrigens auch, gerne auch aus etwas stabilerem Draht.

      Tip aus einem NY-Bericht neulich gegen's Durchfeuchten: Auf Mund-Nasen-Höhe eine Hygiene-Einlage aus der Damenabteilung einkleben.


      Was auf jeden Fall stimmt ist, dass man die Dinger nach dem nach Hause kommen direkt in die Waschmaschine tun sollte...

      Pulver-Vollwaschmittel ist erstaunlich wirksam gegen Keime jeder Art, Feinwaschmittel-Pulver etwas weniger, und Flüssigwaschmittel noch etwas weniger. Davor natürlich den Nasenbügel 'rausnehmen...

      Handwäsche mit Hygiene-Waschmittel, alkoholische Desinfektion etc. funktionieren auch - man hat ja nicht jeden Tag eine Maschine Wäsche in Arbeit...


      ...falls jemand da mit Eigenbauten experimentieren wollen sollte.
      ...schon unterwegs!
    • Godot wrote:

      Die FFP 2/3 Masken geben vollwertigen Arbeitsschutz, wenn man sie zwischendurch nicht absetzt. Nach innen. Obwohl es halt auch welche für Iso-Patienten gibt, die schützen dann aber auch nur von innen nach außen. Für ventil-lose Atmung ist der Filter zu dicht.
      Es gibt auch FFP3-Masken ohne Ventil. Beispiel:
      3mdeutschland.de/3M/de_DE/unte…1240516+3292802717&rt=rud

      Godot wrote:

      Naja, größer Null ist das schon, selbst bei Häkeln. Ein Seidentuch, doppellagig schützt hingegen schon ziemlich gut, insbesonders wenn's dicht abschließt. T-Shirt-Baumwolle dreilagig auch. Je feiner das Gewebe, und je dicker die Gesamtschicht, desto länger hält der Schutz.
      Ja, jede Art von Textil könnte zumindest die Tröpfchen aufhalten, in denen die Viren sind. Das bringt schon einigen Schutz.
      Die Viren selbst kann man mit irgendwelchen selbstgebastelten Masken natürlich niemals ausfiltern.
    • 65536 wrote:

      Godot wrote:

      Die FFP 2/3 Masken geben vollwertigen Arbeitsschutz, wenn man sie zwischendurch nicht absetzt. Nach innen. Obwohl es halt auch welche für Iso-Patienten gibt, die schützen dann aber auch nur von innen nach außen. Für ventil-lose Atmung ist der Filter zu dicht.
      Es gibt auch FFP3-Masken ohne Ventil. Beispiel:3mdeutschland.de/3M/de_DE/unte…1240516+3292802717&rt=rud
      Ja, geben tut's die. Nur ist das mit dem längeren Tragen so eine Sache... ...tolle Dinger, wenn man 'mal fix was mit der Dose lackieren will. Oder etwas Blut abnehmen oder so.

      8 Stunden anstrengende Arbeit in so einem Teil ohne Ventil sind allerdings eher was für junge Leute, bei denen die Lunge noch viel Reserven hat. Und auch nur, wenn man keine Brille tragen muss, oder eine abgedichtete Schutzbrille. Hinter Faceshield gehen die ganz gut, für eine Weile.
      ...schon unterwegs!
    • Ich persönlich hätte gar nicht das Einkaufen können an sich eingeschränkt, sondern lediglich das Bummeln durch die Läden. Das lässt sich an vielen Stellen dann auch noch ohne weitere Probleme eine Weile aufrechterhalten.

      Hier ist seit Mittwoch der Wochenmarkt wieder offen. Mit der Auflage keine Selbstbedienung und eben Abstand.
      Man stellt sich an und sagt was man braucht, funktioniert ohne Probleme. Das gleiche hätte ich auch bei Supermärkten toll gefunden (stattdessen finden hier Pseudodesinfektionen der Einkaufswagen durch mangelhaft geschützte Studenten statt).
      Es hätte den Vorteil, dass niemand zum Bummeln in den Läden ist, was meiner Beobachtung nach noch ein Hauptproblem ist. Klar ist das dann auch nicht wenig stressig, wenn dann Verkäuferinnen ganze Großeinkäufe zusammenstellen müssen, aber sie würden so wenigstens unter sich bleiben (haben also weniger Risiko) und es würde nicht jeder die Waren angrabbeln. Ich gehe sogar davon aus, dass es die derzeitigen Schlangen vor den Läden (Vorallem Drogerien) sogar reduziert, weil eben die Bummler wegfallen. Gerade Baumärkte, die hier aktuell geschlossen sind, könnten auf dieser Ebene wieder öffnen.
    • Exit ganz einfach: Wenn GENUG Intensivbetten u. Beatmungsgeräte da sind, lässt man die Leute wieder raus aus ihren Löchern. Die gewöhnen sich langsam aber sicher an ein Leben mit diesem Virus, wie an alles andere auch...

      Übrigens, was hat das mit Autismus zu tun, sind wir etwa anfälliger als der Rest?
    • Polarlicht wrote:

      Es hätte den Vorteil, dass niemand zum Bummeln in den Läden ist, was meiner Beobachtung nach noch ein Hauptproblem ist.
      Wenn ich Klamotten kaufe, dann kann ich die nicht einfach wie bei Aldi aus dem Regal in den Einkaufswagen packen. Die müssen schließlich auch anprobiert werden und die Auswahl ist einfach riesig. Das geht nicht ohne ein Mindestmaß an "bummeln". Auch bei Lebensmitteln möchte ich mir weiterhin die Zeit nehmen, um das Produkt mit den wenigsten Giften zu kaufen - dazu muss man erst einmal das Kleingedruckte auf den Packungen lesen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Wenn ich Klamotten kaufe, dann kann ich die nicht einfach wie bei Aldi aus dem Regal in den Einkaufswagen packen. Die müssen schließlich auch anprobiert werden und die Auswahl ist einfach riesig. Das geht nicht ohne ein Mindestmaß an "bummeln". Auch bei Lebensmitteln möchte ich mir weiterhin die Zeit nehmen, um das Produkt mit den wenigsten Giften zu kaufen - dazu muss man erst einmal das Kleingedruckte auf den Packungen lesen.
      Klar bei Kleidung funktioniert das nicht. Da wird es auch interessant wann die Läden wieder öffnen könnten.
      Vermutlich wird alles wo direkter Warenkontakt und häufiges zurücklegen Tagesordnung ist am längsten geschlossen bleiben. Im zB Baumarktbereich ist das einfacher umsetzbar. So viele verschiedene Schrauben der gleichen Größe gibt es da meist nicht.
      Was Lebensmittel angeht haben wir persönlich tatsächlich bereits in den meisten Fällen "unsere Sachen" gefunden. Ich könnte also gezielt sagen "die von xyz im Glas". Die meisten Menschen kaufen immer das gleiche (das billigste, das in Bio, Demeter bio) so extrem schwierig ist es also nicht. Für die ganz neugierigen kann man es ja online entsprechend aufarbeiten (dm bietet das zB sowieso an, online vorbestellen, am Laden abholen). Dann wären auch die, die online vorbestellen können aus der Warteschlange schnell raus. Klar sieht man so keine neuen Produkte, aber es ist ja nicht für ewig, sondern lediglich für den Übergang. Vermutlich ist die Verkäuferin auch schneller als ich falls sich die Farbe der Verpackung geändert hat. Das ist bei mir nämlich meist eher ein Problem dann "mein" Produkt überhaupt zu finden.
    • floater70 wrote:

      Exit ganz einfach: Wenn GENUG Intensivbetten u. Beatmungsgeräte da sind, lässt man die Leute wieder raus aus ihren Löchern
      Naja, wenn Du dann gleich Deinen Plan vorstellst, wie wir auf 250.000 Intensivbetten einschließlich des Personals kommen können, dann könnte das realistisch sein. Wenn nicht (wovon ich mal ausgehe): das gerade ist doch das Hauptproblem, dass wir beim exponentiellen Anstieg unweigerlich irgendwann an den Punkt kommen, wo die Zahl der Kranken jede noch so großzügig ausgebaute medizinische Versorgung sprengt. Dein Gedanke ist deshalb leider illusorisch.