Psychologisch-psychotherapeutische Hilfe(n) während Corona

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Psychologisch-psychotherapeutische Hilfe(n) während Corona

      Hallo zusammen,

      der wirklich gute Leitfaden "Psychisch gesund bleiben während Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen auf Grund des Corona-Virus. Verhaltenstherapeutische Interventionen in einem Kurzprogramm zur Selbstanwendung von Marie Bartholomäus & Prof. Dr. med. Leonhard Schilbach" Quelle:
      jimdo-storage.global.ssl.fastl…che_Gesundheit_Corona.pdf wurde schon an anderer Stelle gepostet (vielen Dank!), aber ich dachte mir es könnte sinnvoll sein in einem gesonderten Thread nochmal Ideen und Links zu sammeln, welche Hilfen es auch im Rahmen eines persönlichen Kontaktes aus der Distanz geben kann.

      Für die, die bereits eine Psychotherapie laufen haben und/oder einen willigen, aber technisch unkundigen Psychotherapeuten für eine zu beginnende Psychotherapie haben, kann es sinnvoll sein diesen auf kbv.de/html/videosprechstunde.php hinzuweisen. Da wird erklärt, wie das geht mit einer Videosprechstunde, die auch mit der Krankenkasse abgerechnet werden kann. Hier ist eine Liste von Videodienstanbietern über die abrechnungsfähige Therapiestunden gehalten werden dürfen: kbv.de/media/sp/Liste_zertifizierte_Videodienstanbieter.pdf Da kostenlos, technisch einfach umsetzbar und wie mir gesagt wurde mit dem deutschen Datenschutz vereinbar wird von Praktikern für Deutschland aktuell vor allem redmedical.de/red-connect-videosprechstunde/ empfohlen.

      Wer keinen Arzt oder Psychotherapeuten hat, der Videosprechstunden anbietet, kann sich z.B. hierüber jameda.de/videosprechstunde/ einen suchen.

      Hier gibt es ein niedrigschwelliges, kostenloses psychologisches Unterstützungsprogramm mit Psychologenkontakt während der Coronakrise: selfapy.de/corona/

      Dann gibt es natürlich noch die gute alte Telefonseelsorge: telefonseelsorge.de/

      Und in vielen Städten gibt es telefonisch oder online erreichbare Krisendienste:

      München: krisendienst-psychiatrie.de/

      Berlin: berliner-krisendienst.de/

      Alles Gute! Kommt gut durch diese Zeit!
      Surprised by the joy of life.
    • Meine Therapeutin bietet zwar sowohl Telefontermine als auch Videokonferenz an, aber das kommt beides für mich nicht in Frage. Mir ist es lieber, wenn ich Mails schreiben kann, und das reicht mir auch aus.
      Ich finde es momentan mit den Mails sogar angenehmer als die normalen persönlichen Termine. Dort bin ich immer sehr angespannt, und beim Schreiben von Mails viel entspannter.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Meine Therapeutin bietet zwar sowohl Telefontermine als auch Videokonferenz an, aber das kommt beides für mich nicht in Frage.
      Telefontermine finde ich zwar sehr anstrengend, ich telefoniere nicht gern lange, aber gehen gerade noch. Video geht gar nicht. ich hoffe, dass weiterhin physische Präsenz termine möglich sind für mich bzw seitens der Behörden, sonst wird es schwierig bzw schwieriger als es eh schon ist
    • Da meine Therapie im Augenblick beendet ist, habe ich jetzt nur einmal im Monat Kontakt zu meiner Therapeutin. Mein nächster Termin ist wegen Urlaubes des Therapeutin
      erst Mitte April. Bin mal gespannt, ob ich dann hinfahren kann oder ob es telefonisch stattfindet.
    • Shenya wrote:

      Meine Therapeutin bietet zwar sowohl Telefontermine als auch Videokonferenz an, aber das kommt beides für mich nicht in Frage. Mir ist es lieber, wenn ich Mails schreiben kann, und das reicht mir auch aus.
      Ich finde es momentan mit den Mails sogar angenehmer als die normalen persönlichen Termine. Dort bin ich immer sehr angespannt, und beim Schreiben von Mails viel entspannter.
      Bei mir geht zur Zeit nur telefonisch und das hab ich auch erstmal abgelehnt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Per Mail wäre mir auch am liebsten, ich schreib eh hin und wieder eine Mail zwischendurch, wenn ich davon ausgehe, dass ich das in der Stunde nicht gut zusammen hängend artikuliert bekomme oder dann doch etwas anderes wieder im Fokus ist von meiner Seite aus etc. - schriftlich funktioniert es einwandfrei und der Therapeut kann aus meinen Mails auch einiges "rausziehen" und geht dann immer gut darauf ein.

      @Shenya Ich bin auch immer sehr angespannt in der Praxis, hinterher bin ich immer richtig erschöpft. Mir würde es vielleicht helfen, wenn ich mich im Raum bewegen könnte während der Stunde.

      @Shenya Wie macht ihr das E-Mail, wie läuft das ab? Kannst mich auch gern per PN anschreiben, ich wollte dich anschreiben, aber es geht nicht.

      The post was edited 2 times, last by Lefty ().

    • Shenya wrote:

      Dort bin ich immer sehr angespannt, und beim Schreiben von Mails viel entspannter.
      Mir ging es als Patientin auch so, dass ich zumindest schwierige Dinge per Mail vorab schicken musste, damit meine Therapeutin wusste, worum es mir geht. Beim Schreiben kann man nachdenken, nochmal lesen, sich sortieren und hat keinen vor sich, der darauf wartet, dass man etwas sagt und dass man es so sagt, dass klar ist, was los ist. Das hat mich oft überfordert.

      Aber bitte habt Verständnis für die Therapeuten, die Probleme nicht per Mail abarbeiten. Ich sitze als Coach manchmal auf dieser Seite und arbeite mit Klienten, die nur schriftlich kommunizieren wollen. Bei einfacher gelagerten Themen geht das, bei komplexen wird es richtig schwierig. Man muss gleichzeitig auf den Patienten eingehen und seines, auch die Methodik!, so rüber bringen, dass eindeutig ist, wie man es meint.

      Man kann nicht sofort sehen, ob die Botschaft angekommen ist und wie. Man muss Emotion schriftlich transportieren können, ich meine wirklich MUSS, sonst wirkt das Ganze wie eine Gebrauchsanweisung. Für mich als Autistin ist das schwer, weil ich mich nicht gleichzeitig auf Inhalt und emotionales Wirken konzentrieren kann, wenn der Inhalt komplex ist.

      Mail Therapie oder Coaching ist ganz anders, als einfach auf eine Mail antworten.

      Per Video geht es super. Das ist ja nicht viel anders als ein persönliches Face to Face Gespräch. Zudem hat der Klient den Vorteil, in seinen eigenen vier Wänden sein zu können. Das gibt Sicherheit und macht es leichter, sich zu öffnen.

      Was habt Ihr denn für Schwierigkeiten bei Videochats?

      The post was edited 1 time, last by Ani ().

    • Ani wrote:

      Zudem hat der Klient den Vorteil, in seinen eigenen vier Wänden sein zu können. Das gibt Sicherheit und macht es leichter, sich zu öffnen.

      Was habt Ihr denn für Schwierigkeiten bei Videochats?
      Ein Teil des Problem ist, dass dann jemand in den privaten Raum eindringt, wo man normalerweise geschützt ist. Man ist mehr auf sich gegenseitig fixiert als bei einem normalen Gespräch, fühlt sich mehr exponiert oder beobachtet. Das andere ist wohl nur, dass es eine künstliche, ungewohnte Situation ist.
      Dann natürlich das gleiche Problem wie beim Telefonieren oder direkten Gespräch, dass man möglichst schnell antworten sollte und nicht genug Zeit hat zum Überlegen. Ich bin dann mehr darauf konzentriert, passende Antworten in der richtigen Weise zu finden, anstatt auf meine Gefühle zu achten.

      Alles geht natürlich nicht per Mail, aber so schlecht ist es auch nicht. Mail wird total unterschätzt.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ani wrote:


      Was habt Ihr denn für Schwierigkeiten bei Videochats?

      ich kann es kaum ertragen, bewusst - Überwachungskameras blende ich mal aus - durch eine Kamera betrachtet bzw auf Video aufgenommen zu werden. also von einem Anderen beobachtet zu werden. mache grundsätzlich auch niemanden Videotelefonate oder Chats oder Skype oder sowas.
      ist eine spezifische Störung, eine Phobie ?
      wobei es nicht isoliert ist, mir sind auch Gespräche in Anwesenheit, bei denen ich sehr im Fokus bin, z.b. auch im Therapiesetting, potentiell unangenehm und anstrengend streckenweise. es hängt dabei aber schon ab davon, wer die andere Person ist und was der Gesprächsinhalt ist. ich komme da leicht in eine Spirale der Beobachtung rein, also mir wird bewusst, dass ich beobachtet werde und dann beobachte ich mich selbst, ob ich irgendwie 'komisch' bin und beobachte noch den Anderen, ob der das beobachtet usw. und dann will ich nur noch weg

      ich habe glücklicherweise weiter die Möglichkeit zu Präsenzterminen
    • Shenya wrote:

      Meine Therapeutin bietet zwar sowohl Telefontermine als auch Videokonferenz an, aber das kommt beides für mich nicht in Frage. Mir ist es lieber, wenn ich Mails schreiben kann, und das reicht mir auch aus.
      Ich finde es momentan mit den Mails sogar angenehmer als die normalen persönlichen Termine. Dort bin ich immer sehr angespannt, und beim Schreiben von Mails viel entspannter.

      Wie läuft denn so eine Therapiesitzung per E-Mail ab? Ich kann mir das grad überhaupt nicht vorstellen. Schickt ihr da eine Stunde lang E-Mails hin und her oder wie geht das?
    • Nein, das ist nicht wie eine richtige Therapiestunde, es ist nur zur Überbrückung, bis wieder Therapiestunden möglich sind. Das heißt, ich schreibe eine Mail, wenn ich etwas loswerden will, und sie antwortet. Das kann dann eine Weile hin und hergehen, aber nicht wie bei einem Dialog. Es dauert manchmal ein paar Tage, bis Antwort kommt, und ich lasse mir dann auch Zeit, wieder was zu schreiben. Im Moment hat meine Therapeutin auch noch Urlaub, jetzt läuft gerade gar nichts.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich finde es eher angenehm über Videokonferenz die Sitzung zu halten.
      Telefonieren klappt dagegen nicht so gut mit ihr Bzw mit mir... :m(:
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock