In Depression hineinrutschen?

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    • In Depression hineinrutschen?

      Hallo ihr Lieben,

      durch Corona und die Ausgangssperre, gleichzeitig viel Druck und Stress im Job, ein fehlendes soziales (freundschaftliches) Netz und noch private Belastungen, die sich durch Corona ergeben haben, schlafe ich immer schlechter und mir fehlt immer mehr Energie. Seit Wochen wache ich mitten in der Nacht auf und kann nur noch selten wieder einschlafen. Vielleicht ginge es mir auch ohne Corona so, keine Ahnung.

      Zuerst habe ich versucht, mit Johanniskraut dagegen anzugehen. Dann mit Sport. Aber ich werde immer müder und fühle mich immer einsamer. Ich habe keine Kraft mehr, etwas zu lesen, was ich sonst gerne tue. Auch meine Spezialinteressen sind mir seit einiger Zeit total egal und geben mir nichts. Ich bin viel zu müde dafür.
      Deshalb glaube ich, dass ich momentan in eine Depression abrutsche.

      Was sind Eure Anzeichen dafür, dass ihr in eine Depression hineingeratet? Was tut ihr dagegen?

      Lieben Dank im Voraus.
    • Schreiberling wrote:

      Seit Wochen wache ich mitten in der Nacht auf und kann nur noch selten wieder einschlafen. Vielleicht ginge es mir auch ohne Corona so, keine Ahnung.
      Das habe ich zur Zeit auch. Bei mir liegt es gerade aber an einer schlechten Schlafhygiene. Vielleicht hilft dir das ein wenig. dgsm.de/downloads/dgsm/arbeits…011/Schlafstoerung_A4.pdf

      Schreiberling wrote:

      Zuerst habe ich versucht, mit Johanniskraut dagegen anzugehen. Dann mit Sport.
      Es ist schon mal ein guter Ansatz. Sport hilft bei mir auch. Leider nur noch stundenweise. Jedoch sind es bei mir eher depressive Phasen als eine tagelange / wochenlange Depression.
      Ansonsten versuche mal dein Stimming mit einzubeziehen. Bei mir hilft kurzfristig Musik wenn ich merke, dass ich gedanklich abrutsche.
      Wichtig ist auch eine Ursachenforschung. Ich weiß warum ich abrutsche (RW) und vermeide daher auch aktiv Dinge die mich triggern können. (Funktioniert nur nicht immer. Manchmal reicht schon ein Satz und das Kopfkino(RW) geht los) Für mich ist die Vorgehensweise daher ähnlich wie bei einem Overload.

      The post was edited 1 time, last by platzhalter ().

    • Gegen die Schlafprobleme hilft bei mir autogenes Training (einfach mal auf YouTube o.ä. gucken).

      Gegen die Probleme am Tag eine klare Tagesstruktur und Routine zu Ideen für Sachen die man machen kann gibts schon einige Threads.

      Außerdem hilfreich: genug schlafen, immer zur gleichen Zeit schlafen gehen, genug trinken, gesund essen, jeden Tag frische Luft und Sonne ob Fenster, Balkon oder ein einsamer Spaziergang.

      Ich habe regelmäßige Telefonzeiten mit einer Person ausgemacht, das hilft.

      Sonst: merke ich besonders heute, wie es mich sehr schlaucht noch isolierter zu sein als sonst und die ganzen Veränderung führen bei mir leider zu einem starken Verlust an Selbstständigkeit und Überforderung.
    • MangoMambo wrote:

      Sonst: merke ich besonders heute, wie es mich sehr schlaucht noch isolierter zu sein als sonst und die ganzen Veränderung führen bei mir leider zu einem starken Verlust an Selbstständigkeit und Überforderung.
      Ja genau, so geht es mir auch zur Zeit :( . Tagesstruktur habe ich, stehe sehr früh auf, dann langer Arbeitstag mit Mittagspause (Spaziergang in der Sonne), dann Zusammenbruch abends zuhause. Ende des Tages.

      platzhalter wrote:

      Ansonsten versuche mal dein Stimming mit einzubeziehen. Bei mir hilft kurzfristig Musik wenn ich merke, dass ich gedanklich abrutsche.
      Gute Idee mit der Musik. Zur Ursachenforschung bin ich zu erschöpft :m(: , aber normalerweise ist das natürlich eine wichtige Idee. Danke Dir.
      P.S.: Sehe erst jetzt, dass Du nicht "Stimmung", sondern "Stimming" geschrieben hast. Das ist wirklich eine gute Idee.
    • Schreiberling wrote:

      gleichzeitig viel Druck und Stress im Job
      Hab ich leider auch extrem. Ich versuche, mich dagegen zu stemmen. Inzwischen schreibe ich immer mehr Kollegen: Thema XY muss warten - keine Zeit. Damit gebe ich einen Teil des Stresses an die Kollegen ab. Die müssen dann nämlich zu meinem Chef gehen und das tun sie nur, wenn es wirklich dringend ist.

      Heute habe ich zudem eine sehr lange Mittagspause draußen in der Sonne gemacht. Sonne/Licht hilft extrem gut gegen schlechte Stimmung.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Sonne/Licht hilft extrem gut gegen schlechte Stimmung.
      Ja, das geht mir auch so. Das derzeitige Wetter kommt mir gerade recht.

      Mit Isolation habe ich aber kaum Probleme. Ich bin eher gerade froh, dass einige Aktivitäten wegfallen und ich mehr Zeit für mich selbst habe. Es dürfte sogar noch mehr sein, weil ich noch 3 Tage/Woche arbeite. Lediglich den Redebedarf muss ich manchmal decken, dann schreibe ich Mails oder bin im Forum.
      Mein ehrenamtlicher Helfer ist mutig und kommt trotz Corona weiterhin. Er ist dann der einzige, mit dem ich längere Gespräche führe. Am Arbeitsplatz wurde alles so geregelt, dass man sich möglichst wenig begegnet, daher bin ich dort jetzt relativ für mich. Fühlt sich etwas seltsam an, aber noch nicht belastend.

      Schreiberling wrote:

      Deshalb glaube ich, dass ich momentan in eine Depression abrutsche.
      Hast du professionelle Unterstützung? (Psychiater, Therapeut, sonstige Person?)
      Alles wird galaktisch gut.
    • MangoMambo wrote:

      Gegen die Probleme am Tag eine klare Tagesstruktur und Routine zu Ideen für Sachen die man machen kann gibts schon einige Threads.

      Außerdem hilfreich: genug schlafen, immer zur gleichen Zeit schlafen gehen, genug trinken, gesund essen, jeden Tag frische Luft und Sonne ob Fenster, Balkon oder ein einsamer Spaziergang.
      das sind auch Wege die ich gehe wenn die Depression spürbar wird. leider kanns dann zu einem Punkt kommen, wo mein Empfinden umkippt, wo ich mich zusätzlich zu den anderen Problemen auch noch in Routine und Ödnis eingesperrt fühle statt dass es mir Halt gibt. und dann wird die Depression noch stärker
    • Schreiberling wrote:

      Was sind Eure Anzeichen dafür, dass ihr in eine Depression hineingeratet? Was tut ihr dagegen?
      Ich merke dann normalerweise ein großes Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Leere, aber auch ganz große Angst, vor allem vor der Zukunft. Je nachdem, wie schlimm es ist, dominiert die Angst, oder einfach nur die Hoffnungslosigkeit und Apathie. Manchmal auch der Schmerz. Eine Sehnsucht nach meinem früheren Ich, nach glücklicheren Zeiten, so stark, dass sie beinahe körperlich schmerzt. Wenn es noch nicht so akut ist, merke ich vor allem, dass ich zwanghafter werde, meine Interessen an Inhalt verlieren, es mehr nur noch ein "Abhaken" ist. Leider habe ich meine Interessen, meine "lebendige" Freude in den letzten Jahren immer mehr verloren. Nichts interessiert mich mehr wirklich, nichts reizt mehr, ich bin mir allzu bewusst, dass die besten Zeiten meines Lebens hinter mir liegen. Auch, wenn ich oft versuche, mir anderes einzureden (zu den Momenten, wo es mir etwas besser geht). Wenn die Angst dominiert, versuche ich, mich irgendwie zu beruhigen und abzulenken, was mir mal besser, mal schlechter gelingt. Auch ansonsten versuche ich am ehesten, mich irgendwie abzulenken und zu "betäuben".
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Ein "Problem" in meinem Fall ist, dass ich eine Depression selbst als angemessene und passende Reaktion auf mein verpfuschtes Leben sehe. Auch mein "umgebautes" Selbstbild als Behinderte statt als Totalversagerin ändert daran nicht viel, da es das Leben als solches und meine Zukunftsperspektive auch nicht erfreulicher macht. Davon, mir selbst Dinge schönzureden, halte ich nicht viel. Aber Demut liegt mir auch nicht. Ich finde, dass gerade in der Depression ein Stück Selbstachtung liegt, ein Stück, sich selbst wichtig zu nehmen, auch in widrigen Umständen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Die Nacht heute war wieder sehr kurz. Ich bin voller Angst, wie ich die nächsten Wochen und Monate schaffen soll, aufgewacht.

      Shenya wrote:

      Hast du professionelle Unterstützung? (Psychiater, Therapeut, sonstige Person?)
      Nein, derzeit nicht. Wobei ich es momentan zu anstrengend finde, mich jemandem verständlich zu machen. Psychologisches Gelaber würde mir nichts bringen momentan, handfeste Tipps schon. Vielleicht auch sehr feste Umarmungen oder wenigstens eine Quetschmaschine à la Temple Grandin ;) .

      Leonora wrote:

      merke ich vor allem, dass ich zwanghafter werde, meine Interessen an Inhalt verlieren, es mehr nur noch ein "Abhaken" ist.
      Kann ich gut nachvollziehen, geht mir seit längerem genauso. Vielleicht ist das der "neue" Normalzustand, wenn man älter wird und einiges schon erlebt hat, was dazu führte, dass man seine naive (?) Begeisterungsfähigkeit abgelegt hat?

      Garfield wrote:

      Inzwischen schreibe ich immer mehr Kollegen: Thema XY muss warten - keine Zeit.
      Danke dafür.

      Leonora wrote:

      Ich finde, dass gerade in der Depression ein Stück Selbstachtung liegt, ein Stück, sich selbst wichtig zu nehmen, auch in widrigen Umständen.
      In der Depression fühle ich mich wie ein verletztes Tier, das im Wald liegt und heilen muss. Körper und Geist schreien nach einer längeren Pause. Das ganze System fährt runter. Es ist keine Kraft mehr vorhanden für den Überlebenskampf. Man fühlt sich eingesperrt in eine ungute Situation, die man nicht (mehr) ändern kann (z.B. ein verpfuschtes Leben). Dann hört der Kampf auf und die Depression übernimmt das Ruder. Vielleicht ist es eine Inkubationsphase. Aber ständig dagegen anzukämpfen funktioniert nicht, weil kein Nachschub an Kraft kommt. Biologisch macht das alles irgendwie Sinn.
    • Schreiberling wrote:

      Vielleicht auch sehr feste Umarmungen oder wenigstens eine Quetschmaschine à la Temple Grandin .
      Hast du schonmal eine Gewichtsdecke ausprobiert? Hier Erfahrungen mit Therapie-/Gewichtsdecken findest du einiges dazu. Ich habe auch eine und mir tut das total gut.

      Schreiberling wrote:

      Dann hört der Kampf auf und die Depression übernimmt das Ruder.
      Ich hatte früher v.a. depressive Phasen, wenn ich nicht akzeptierte, dass ich Pausen-Tage brauche. Also Tage, wo ich nur auf dem Bett liege und Musik höre oder Wolken beobachte. Seitdem ich mir diese Tage bewusst genehmige geht es mir viel besser. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass manche Menschen erst recht abrutschen, wenn sie paar Tage nur herumhängen. Dann ist vermutlich ein strukturgebender Tagesplan besser.
      Surprised by the joy of life.
    • Schreiberling wrote:

      Auch meine Spezialinteressen sind mir seit einiger Zeit total egal und geben mir nichts. Ich bin viel zu müde dafür.
      Deshalb glaube ich, dass ich momentan in eine Depression abrutsche.
      Ja, das ist das fiese an Depressionen. Die ganzen Sachen die einen sonst Spaß machen kriegt man da gar nicht hin.
      Ich hatte die letzten Wochen sehr harte Depressionen (Seit der Ausgangssperre wird es witzigerweise langsam besser)

      Was ich oft gemacht habe war Yoga. Es reichen schon ganz einfache Figuren. Die sind dann nicht so anstrengend aber man bekommt wieder etwas Körpergefühl, ausserdem reguliert sich die Hirnchemie ein bisschen (klappt nicht sofort, aber nach einer Weile)
      Meditationen kann ich fast gar nicht, aber ein bisschen die Leere beobachten...

      Kann mich in letzter Zeit leider nicht gut ausdrücken.
      ADHS & Autismus.
      and I'm an eurasian Crossbreed

      Dummheit ist nicht "Nicht Wissen" oder "Nicht Wissen Wollen", Dummheit ist "Glauben genug zu Wissen"
    • Surprised wrote:

      Ich hatte früher v.a. depressive Phasen, wenn ich nicht akzeptierte, dass ich Pausen-Tage brauche. Also Tage, wo ich nur auf dem Bett liege und Musik höre oder Wolken beobachte. Seitdem ich mir diese Tage bewusst genehmige geht es mir viel besser.
      das hilft mir auch. insbesondere das nicht sprechen "müssen".

      Ich arbeite im Moment zuhause und ich merke sehr stark wie es mich erleichtert nicht ständig Kollegen um mich herum zu haben, umarmt oder sinnlos angesprochen zu werden.

      Ich habe zur Zeit auch das "Glück" das ich an sich sehr gern zuhause bin. Draußen eine Runde laufen darf man ja noch, was ich auch tue wenn ich die Chance habe.

      Wenn ich mir aber vorstelle ich dürfte mich 2-3 Wochen nicht zuhause aufhalten z.b. - kann ich sofort gut nachempfinden wie schlecht es Leuten teilweise gehen muss deren Interesse außerhalb der eigenen 4 Wände liegt und zur Zeit unerreichbar ist. :(

      Wie ich (u.a.) dagegen halte:
      Ich selbst orientiere mich bei negativen Gefühlen extrem stark am begrenzten Zeitraum der jeweiligen Situation.
      Das mache ich allgemeinen immer in/vor unangenehmen Situationen oder Terminen aber auch wenn ich auf etwas warte. (das klappt dann ganz gut. Mal besser und mal schlechter).
      Ich mache mir massiv und ständig klar das es nicht für immer ist!! (und auch das ich absolut nichts dagegen tun kann z.B. und es lieber akzeptiere als davon krank zu werden.)
      - Kann ich was tun - tue ich es.
      - Ich rechne mir die auch noch die verbleibenden Stunden/Tage/Zeiträume vor und rede sie mir wörtlich kürzer.
      - Auch wiederkehrende beruhigende Gedanken habe ich. So wie Mantras. Außenstehende würden es Zwangsgedanken nennen, die mir aber helfen und mich nicht belasten.
      - Ich versuche mich täglich abzulenken. (putzen, backen (es gibt immer Rezepte die noch ausprobiert werden wollen), laufen, mich in Themen zu lesen die ich immer schon mal lesen wollte usw.).
      - Ich höre mir alles mögliche zu Persönlichkeitsentwicklung und Lebensmotivation an.

      An manchen Tagen hilft sowas nicht - an den meisten aber schon!!
      Ich beschreibe nur was MIR hilft! Kann sein das es anderen halt nicht hilft :prof:


      Für die Situation einer echten dauerhaften Depression habe ich leider keinen Vorschlag den andere nicht schon genannt hätten.

      Garfield wrote:

      Hab ich leider auch extrem. Ich versuche, mich dagegen zu stemmen. Inzwischen schreibe ich immer mehr Kollegen: Thema XY muss warten - keine Zeit.
      :thumbup:
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*
    • Ich habe im Augenblick auch eine leichte depressive Stimmung. Versuche dagegen an zu gehen, in dem ich mir eine Tagesstruktur per Tagesplan mache.
      Versuche auch mich mit meinen Spezialinteressen ab zu lenken. Das klappt bis jetzt ganz gut.

      Vielleicht kannst du ja für dich auch so einen Tagesplan erstellen, der dir dann hilft Struktur zu bekommen.
    • Schreiberling wrote:

      Seit Wochen wache ich mitten in der Nacht auf und kann nur noch selten wieder einschlafen.
      Das kenne ich auch, wenn ich einen hohen Stresspegel habe. Damit die körperliche Erholungsphase nicht zu kurz wird, bleibe ich dann trotzdem liegen. Ich kann leichter und schneller wieder einschlafen, seit ich regelmäßig ein Hörbuch mit Sleeptimer zum Einschlafen benutze (sowohl zum initialen Einschlafen als auch beim Aufwachen in der Nacht). Dadurch werden wachhaltende oder -machende Gedanken bei mir relativ gut unterdrückt. Für ganz arge Fälle nächtlichen Erwachens habe ich noch ein Melatonin-Spray am Bett stehen. Als Spray wirkt das Melatonin schneller als die Kapseln, die ich sonst kurz vor dem Schlafengehen einnehme.

      The post was edited 1 time, last by Turtle ().

    • Schreiberling wrote:

      Wobei ich es momentan zu anstrengend finde, mich jemandem verständlich zu machen. Psychologisches Gelaber würde mir nichts bringen momentan, handfeste Tipps schon. Vielleicht auch sehr feste Umarmungen oder wenigstens eine Quetschmaschine à la Temple Grandin
      Beim Psychiater wird man von psychologischen Gelaber meist verschont. Da kann man seine Sorgen erzählen und bekommt evtl. ein mehr oder weniger hilfreiches Medikament verschrieben.
      Eine andere Möglichkeit wäre der sozialpsychiatrische Dienst, da mal nach handfesten Tipps fragen.
      Als Quetschmaschine würde gehen, einen Sack Zement o.ä. im Baumarkt holen und eine Weile auf sich drauf legen. ;)

      Schreiberling wrote:

      Körper und Geist schreien nach einer längeren Pause. Das ganze System fährt runter. Es ist keine Kraft mehr vorhanden für den Überlebenskampf
      Dann ist es Zeit, sich die Pause zu nehmen. Das Problem liegt dann ja nicht in der Depression, sondern die Depression ist Folge des Problems. Das Problem ist die Überlastung, vermutlich hauptsächlich bei der Arbeit. Dafür wäre professionelle Hilfe übrigens auch gut, mal zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt, sich Erleichterung zu verschaffen, durch mal ne längere Krankmeldung, Überlegungen zu Teilzeitbeschäftigung, Stellenwechsel oder was auch immer. Das ganze möglichst bevor die Situation so verfahren ist, dass nur noch Frühberentung hilft.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Vielen lieben Dank für Eure tollen Tipps.

      MangoMambo wrote:

      Ich habe meine Gewichtsdecke, die ich um mich herum wickle, das klappt super.
      Gute Idee, das mache ich jetzt auch. Es gibt so viele hilfreiche Dinge, die ihr hier genannt habt, die ich aber alle vergesse, sobald ich in diesem Depressionstunnel gelandet bin.

      Aber heute morgen war ich schon joggen, dann gesund gekocht, etwas Lehrreiches gelesen, im Forum geschrieben. Jetzt kommt die Gewichtsdecke zum Einsatz.
    • Schreiberling wrote:

      Körper und Geist schreien nach einer längeren Pause. Das ganze System fährt runter. Es ist keine Kraft mehr vorhanden für den Überlebenskampf.

      Schreiberling wrote:

      Aber heute morgen war ich schon joggen, dann gesund gekocht, etwas Lehrreiches gelesen, im Forum geschrieben. Jetzt kommt die Gewichtsdecke zum Einsatz.
      Und passt das so für dich, also dass du heute schon joggen warst, gekocht hast usw.? Das klingt für mich nach viel und ich frage mich, wie kompatibel das mit deinem Wunsch nach weniger bzw. Pause ist? Oder meinst du das mit Pause anders, also im Sinne von längerer Krankschreibung von der Arbeit o.ä.? Hilft es dir viel zu machen? Und hilft dir dann eher, zu erleben, dass du es schaffst viel zu machen? Oder helfen die Tätigkeiten an sich?
      Surprised by the joy of life.