In Depression hineinrutschen?

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    • Leonora wrote:

      Nur ist es für mich oft nicht einfach, ein solches letztlich positives Akzeptieren und Abwarten von Resignation und Stagnation zu unterscheiden.
      Auch ich weiss nicht, inwiefern bei mir Resignation und Stagnation stattfindet, aber die Angst davor macht es dann eher schlimmer als besser merke ich.
      Mir bleibt letztlich wohl eine Art Vertrauen, dass "Lebenskraft", wenn man sie lässt, immer einen Weg finden wird sich auszudrücken :roll: .
    • ifi wrote:

      Auch ich weiss nicht, inwiefern bei mir Resignation und Stagnation stattfindet, aber die Angst davor macht es dann eher schlimmer als besser merke ich.
      Ja. Deswegen vermeide ich normalerweise auch, über solche "Zustände" ("Winterschlaf") passt da teilweise ganz gut) mit anderen zu sprechen. Denn dann kommen Hinweise und Anmerkungen genau in die Richtung, und das empfinde ich dann wieder eher als zusätzlichen Druck.

      ifi wrote:

      Mir bleibt letztlich wohl eine Art Vertrauen, dass "Lebenskraft", wenn man sie lässt, immer einen Weg finden wird sich auszudrücken .
      Ja - schön gesagt. Dieses Vertrauen hatte ich auch in richtig depressiven Phasen. Sofern das irgendwann verloren geht, vielleicht mit dem Älterwerden, kann es erst richtig schwierig werden, denke ich.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Seit ca. 4 Jahren mache ich im Herbst eine Kur mit Vitamin D für 10 Tage und nehme dann einmal die Woche eine Kapsel. Seitdem habe ich noch keine wirklich schlimme Depression gehabt, obwohl ich die letzten 34 Jahre mindestens einmal im Jahr komplett abgerutscht bin. Ich hoffe inständig, dass das nicht nur Zufall ist!!! Das Zeug ist ein Tipp von einer Ärztin, die auch Alternative Methoden anwendet und heißt: D-Form 20.000 K2+...kennt das von Euch jemand ?
    • Hier noch ein Buchtipp für den Winter zum Thema Depression, falls es hier nicht eh schon aufgetaucht ist: Matt Haig, "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben". Mir hat das Buch schon ganz gut geholfen.

      Literarisch wertvoll, finde ich, hat Ferdinand von Schirach seine Depressionen beschrieben, ich glaube in "Kaffee und Zigaretten". Ich habe ihn das in der Lesung vorlesen hören und musste mich sehr zusammenreissen, um nicht gleich loszuheulen. Ist also nur was für wunderbare sonnige Sommertage. Aber sehr eindrucksvoll.

      Das hätte mir an dem Tag noch gefehlt, stellt Euch mal vor: ich bin ganz heroisch nach Bremen gefahren, weil ich UNBEDINGT Ferdinand von Schirach lesen hören wollte ..lange Fahrt, dann der Riesensaal, in dem ich noch nie war .. viele, viele, viele Leute da drin, ich keine Ahnung von den Regeln, .. also eh schon komplett am Limit, .... und dann noch bei der Kurzgeschichte mit der Depression einen haltlos hysterischen Heul- und Schluchzkrampf kriegen, als einziger natürlich ... das wärs noch gewesen. :) :irony: Ich hätte mein Haus mal wieder für Monate nicht mehr verlassen... :)

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