In Depression hineinrutschen?

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    • Schreiberling wrote:

      Aber die letzten Wochen mit totaler Kontaktsperre im privaten Bereich (selbst das Herumlaufen auf der Straße mit einer Freundin war verboten),
      Zumindest das Spazieren gehen mit einer anderen Person müsste ja inzwischen (wieder) erlaubt sein.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!
    • SD_Aspie wrote:

      Den Meltdown damals hatte ich zum Glück allein zu Hause.
      Zum Glück bleibt das bei mir meistens auch unbeobachtet. Aber selbst dann ist es für mich nicht "reinigend", eher anstrengend.

      SD_Aspie wrote:

      Ich habe eine Wiedergabeliste mit ernsten und schwermütigen Stücken, die ich "Depri" genannt habe und die ich in einer Endlosschleife gehört habe, als es mir so schlecht ging. Das Hören von solchen Stücken empfand ich damals tatsächlich als tröstlich.
      Das kann ich gut verstehen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Leonora wrote:

      Aber selbst dann ist es für mich nicht "reinigend", eher anstrengend.
      Habe da auch nochmal länger drüber nachgedacht und kann das immer noch nur bestätigen. Nach einem Meltdown geht es mir nicht besser als vorher, selbst wenn ich aus der Situation raus bin ist es enorm anstrengend und erschöpfend, brauche da bis zu Tage um wieder klarzukommen wenn es ein heftiger war sonst zumindest nen halben Tag.
    • MangoMambo wrote:

      Nach einem Meltdown geht es mir nicht besser als vorher, selbst wenn ich aus der Situation raus bin ist es enorm anstrengend und erschöpfend, brauche da bis zu Tage um wieder klarzukommen wenn es ein heftiger war sonst zumindest nen halben Tag.
      Ja, genau. Ein Meltdown bedeutet ja auch Kontrollverlust. Da fühle ich mich ausgeliefert, auch dann, wenn niemand das beobachtet. Schon allein dadurch laugt es aus. Für mich ist das etwas völlig anderes als sich "abzureagieren" oder mal "die Luft rauszulassen". Letzteres kann manchmal helfen, wenn ich gestresst bin, aber trotz Stress ist es selbst gesteuert. Gerade das trifft bei einem Meltdown ja nicht zu, schon dadurch kann ich den nicht als positiv empfinden.
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    • Leonora wrote:

      MangoMambo wrote:

      Nach einem Meltdown geht es mir nicht besser als vorher, selbst wenn ich aus der Situation raus bin ist es enorm anstrengend und erschöpfend, brauche da bis zu Tage um wieder klarzukommen wenn es ein heftiger war sonst zumindest nen halben Tag.
      Ja, genau. Ein Meltdown bedeutet ja auch Kontrollverlust. Da fühle ich mich ausgeliefert, auch dann, wenn niemand das beobachtet. Schon allein dadurch laugt es aus. Für mich ist das etwas völlig anderes als sich "abzureagieren" oder mal "die Luft rauszulassen". Letzteres kann manchmal helfen, wenn ich gestresst bin, aber trotz Stress ist es selbst gesteuert. Gerade das trifft bei einem Meltdown ja nicht zu, schon dadurch kann ich den nicht als positiv empfinden.
      Nachdem nun eine Woche vergangen ist, muss ich, dass ich, was explizit dieses Auslöser betrifft, entspannter bin. (Bislang keine depressive Phase) Ins Detail will ich nicht gehen, auch weil es persönliche Dinge betrifft, aber meistens kenne ich das auch, dass nach einem Meltdown die Depression (auch während der Aufarbeitung) folgt. Nun ist wahrscheinlich unterbewusst irgendwas passiert. Es war schon ziemlich heftig. In den ersten Tagen hatte ich gar keine Lust mich mit dem Thema auseinandersetzen. Vielleicht weil mir auch die emotionale Kraft dazu fehlte. Nun denke ich "leck mich am A*" (RW). Normalerweise bedauere ich dann auch die Sachen die ich während des Meltdowns getan habe. Nur diesmal nicht. Ich bin sogar ganz froh, das der Ausraster mich zu dieser Handlung bewegt hat. Er hat mir sicherlich schmerzhafte Entscheidungen (RW) abgenommen. Der Auslöser war emotionaler Natur.
    • platzhalter wrote:

      Nun ist wahrscheinlich unterbewusst irgendwas passiert. Es war schon ziemlich heftig. In den ersten Tagen hatte ich gar keine Lust mich mit dem Thema auseinandersetzen. Vielleicht weil mir auch die emotionale Kraft dazu fehlte. Nun denke ich "leck mich am A*" (RW). Normalerweise bedauere ich dann auch die Sachen die ich während des Meltdowns getan habe. Nur diesmal nicht. Ich bin sogar ganz froh, das der Ausraster mich zu dieser Handlung bewegt hat. Er hat mir sicherlich schmerzhafte Entscheidungen (RW) abgenommen. Der Auslöser war emotionaler Natur.
      Das klingt anstrengend, aber eigentlich ganz gut. Als hätte der Meltdown Dich zu einem Schritt gebracht, der irgendwie auch positiv für Dich ist. :)
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    • Ich empfinde ein Overload oder Meltdown auch nicht als reinigen. Ich fühle mich dann mindestens für einen Tag so fertig wie nach einem Marathonlauf. Außerdem bin ich im Nachhinein ständig am Analysieren wie es jetzt mal wieder dazugekommen ist und was ich nächstesmal besser machen kann. Was mich dann eher zusätzlich belastet.

      Was ich moentan wieder feststelle ist, dass meine Fassade um so stärker und glänzender wird um so schlechter es mir eigentlich geht.
      Ich fühle mich wie ein Blender. Meine Eltern hatten früher immer ein schönes Bild für sowas. Nach außen Marmorfassade und dickes Auto vor der Tür und drinn den Kitt aus den Fenstern kratzen, weil es eigentlich am Nötigsten fehlt.
      Mit Freude im Leben udn Freunden an der Hand ist schnell jeder Kummer im Leben gebannt.
    • platzhalter wrote:

      Kenn jemanden die Situation, dass ein Meltdown mal wie ein "reinigendes Gewitter" wirkt? Also die Emotionen, den Frust, die Wut und Hilflosigkeit einmal in einer Explosion rauslassen (RW) und dann erstmal wieder ein paar Tage etwas besser zurecht kommen.
      Und ob ich das kenne. Ich fresse eigentlich immer Frust usw in mich hinein.(RW) Irgendwann kann ich es nicht mehr aushalten und explodiere dann halt. Die Zeit nach der Explosion fühle ich mich dann tatsächlich immer sehr befreit. Quasi so als wäre mir gerade eine Riesenlast von den Schultern gefallen.(RW) Trotzdem Versuche ich wo ich nur kann zu verhindern, dass es zur Explosion kommt.
      Wenn man auf eine Party geht, gibt es immer ein Risiko.