sinnvolle Freizeitbeschäftigung während Corona

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    • sinnvolle Freizeitbeschäftigung während Corona

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      Hallo,
      vor kurzem hatte ich die Diagnose Asberger bekommen. Davor war ich schon im Krankenstand. Meine Ärzte meinen ich solle ne berufliche Reha machen. Da bin ich auch noch nen paar Wochen im Krankenstand. Jetzt ist alles wegen Corona geschlossen. Schwimmbäder, Fitness Studios.
      Ich kriege ne Depression vom rumsitzen. Irgendwie sehe ich nur TV, spiele im Internet und lese ein wenig. Was kann ich machen. Ich kann doch nicht nur blöd rumgammeln und zusehen wie ich eine Depression kriege.
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      Markus7733 wrote:

      Ich kriege ne Depression vom rumsitzen. Irgendwie sehe ich nur TV, spiele im Internet und lese ein wenig. Was kann ich machen. Ich kann doch nicht nur blöd rumgammeln und zusehen wie ich eine Depression kriege.
      Ist bei mir auch so, nur dass ich schon eine habe, aber sie wird natürlich noch schlimmer. Wenn Corona vorbei ist, bin ich reif für die Psychiatrie ... :(
      Ich kann dir leider auch nicht helfen. Mein Plan für mich ist ja, mich wieder mit Schreiben zu beschäftigen, aber es ist schwer nach längerer Pause (aus vers. Gründen) wieder einen Anfang zu finden und vor allem, wenn es einem so schlecht geht. Ansonsten habe ich noch meine Tiere und wenn man ab morgen einen Zuschuss als Freiberufler erhält, werde ich vielleicht die Zahl der Tiere erhöhen, da ich für meine Verhältnisse schon relativ wenig habe und meine Wohnung jetzt leider so groß ist.

      Hast du irgendwelche besonderen Leidenschaften oder hattest du mal welche, die sich alleine ausüben lassen? Vielleicht auch was Kreatives?
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      Ich kenn es selbst aus Erfahrung, wenn man lange zu Hause ist, dass einem die Beschäftigungsideen ausgehen. Vor allem wenn jetzt viele Aktivitäten wegfallen.

      Ich habe zum Beispiel mein altes Musikinstrument entstaubt und etwas geübt.
      Einen neuen Fernkurs begonnen um mich weiterzubilden (Wozu leider auch für nötigen finanziellen Mittel nötig sind).
      Zur Zeit die ganze alte Wolle zusammen gesucht und mich an die Strick- und Häckelnadeln gemacht.
      Mal wieder in Ruhe puzzeln oder ein Buch lesen.
      Einen Brief schreiben an jemanden mit dem man länger schon kein Kontakt hatte.
      Ausgedehnte Spaziergänge oder Joghingrunden und da bei die aufwachende Natur genießen.
      Selber wieder mehr Backen und Kochen und gemeinsam genießen.
      Mit Freude im Leben udn Freunden an der Hand ist schnell jeder Kummer im Leben gebannt.
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      Ich spiele Spiele, mache kleine Spaziergänge zum Wald, ich gehe auf den Balkon wenn es schön ist, man kann auch etwas basteln oder malen. Ich benutze tatsächlich auch Straßenkreide oder spiele auf dem Balkon. Man kann aber auch eine eigene Geschichte oder so schreiben
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      Aufgrund Corona hat sich meine Depression auch wieder verstärkt. Ich versuche mich jedoch mit meinen SI abzulenken. Da ich u.a. Sprachen als SI habe, habe ich da
      viele Möglichkeiten eine neue Sprache zu lernen. Im Moment beschäftige ich mich mit der Grammatik von Polnisch und Russisch. Das lenkt mich dann schon ein wenig
      ab. Auch versuche ich bei dem schönen Wetter jeden Tag einen Spaziergang im Wald zu machen. Dort ist es so schön ruhig.
      Ich denke, es lässt sich immer etwas finden mit dem man sich die Zeit vertreiben kann.
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      ich habe auch probleme damit. meine betreuerin ruft mich jeden morgen um die gleiche zeit an.

      ich versuche folgende aktivitäten:
      - fahrrad säubern und reparieren soweit möglich
      - jeden tag etwas spazieren gehen oder eine radtour machen. durch die krise habe ich tatsächlich sogar einen see entdeckt in ca 45 minuten entfernung, wo man gut spazieren kann. das versuche ich jetzt jeden 2. tag zu machen. das dauert ein paar stunden. ich packe essen und trinken ein und lade mein handy voll auf um fotos zu machen
      - fotografieren ;)
      - postkarten/ briefe/ mails schreiben
      - postkarten sortieren (ich habe eine große sammlung)
      - ggf. telefonieren (mag ich sonst nicht besonders und finde es eher anstrengend, aber gerade hilft es trotzdem etwas)
      - malen/ zeichnen/ collagen basteln, steine anmalen (merke: es ist für dich und hat keinen künstlerischen anspruch!) ich bin da nicht gut drin, aber eigentlich mache ich es ab und zu ganz gern, vor allem wenn es um themen geht, die mich eh interessieren.
      - aufräumen/ ausmeisten/ entstauben
      - ich habe einen kleinen blumenkasten aufgestellt mit samen und beobachte jeden tag wie die keimung voranschreitet. das erfreut mich sehr. ich fotografiere es auch. (kann man auch mit kresse machen, das dauert nicht lange, schmeckt gut und lebt nicht monatelang)
      - kochen
      - versuchen ein Buch zu lesen
      - schreibtisch aufräumen
      - kleidung sortieren (ich habe größere gewichtsschwankungen und deswegen grade ziemlich chaos im kleiderschrank)
      - yoga üben
      - fitnessübungen zwischendurch machen
      - puzzeln
      - vögel bestimmen, die vor meinem fenster rumfliegen


      Ich versuche mir 1-2 Sachen pro Tag vorzunehmen, möglichst konkret (z.b. "Fahrrad reparieren" war zu global weil es eigentlich mehrere sachen daran zu machen gibt. Ich habe mir vorgenommen: "die Pedale auswechseln" und eine genaue Zeit, wann ich es machen wollte)
      Es ist zuerst anstrengend, aber es funktioniert besser wenn ich es möglichst konkret mache
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      Ich male sehr viel (mit PC programmen, aber auch auf Papier)
      Falls dir sowas spaß macht, versuch es doch einfach mal.
      Du kannst die Bilder auf facebook oder auf deviantart.com hochladen (bei letzterem findet man zumindest recht schnell Leute die dann Kommentare schreiben und so). Ist zwar leider überwiegend auf englisch weil amerikanische Seite.

      Meine Mutter räumt gerade ihre Kleiderschränke auf.
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      jeden Tag Sport, denke ich, braucht der Körper, für das "seelische" Gleichgewicht (vermutlich irgendwelche Hormone, aber das ist ja egal wenn es funktioniert).
      Ich wechsele seit dem Tag X zwischen 2 Std. Rad und 1 Std. Jogging. Pro Tag.
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      Ich gehe spazieren. Mindestens 6 km/Tag, gerne mehr, mal langsam, mal schnell. Toll, dass das Wetter gut ist und nebenan ein riesiger, in großen Teilen parkartiger, Friedhof.
      Das ist zumindest für mich sinnvoll, was sich unmittelbar an meiner Migränefrequenz ablesen lässt. Seit 3 Wochen kein Anfall, mir geht es gut.

      Sinnvoll für andere ist hoffentlich, dass ich für Bedürftige (Pflegende etc.) Gesichtsmasken genäht habe.

      Meine sozialen Kontakte pflege ich durch Telefonate.
      „Erst die Selbsterkenntnis und Anerkennung des eigenen Strukturiert- und Gefangen-Seins in den psychobiologischen Gesetzmäßigkeiten der eigenen Persönlichkeit ermöglicht es, die Begrenzungen der anderen zu erkennen und sie zu akzeptieren – und sie nicht als intentionale Angriffe auf die eigene Welt zu deuten, gegen die es sich zu wehren gilt.“
      (Ludger Tebartz-van Elst: Autismus und ADHS. Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit. S. 19.)