Völlig die Fassung verlieren

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    • @Mugwump:

      Fassung verlieren ist nicht peinlich, sondern das rauslassen von allem was sich angestaut hat und hilfreicher als es in sich hineinzufressen. Wichtig ist das man offen bzw. ausspricht was die Ursachen waren und die beteiligten eine Lösung finden, damit das nicht noch mal passiert.

      Für mich ist es wichtig, dass man mir offen und direkt sagt, was los ist oder was ich gesagt bzw. getan habe. Es ist sonst leider möglich, dass ich den gleichen Mist erneut mache und das ist nicht meine Intention. Feedback ist für mich immens wichtig.
    • @Tux
      Leider war es kein Rauslassen, sondern eher ein Weinen und Anschweigen.
      Aber ich hatte heute die Chance mit meiner Therapeutin darüber zu reden. Ich habe ganz gut hinbekommen, zu sagen, wie es mir ging, und dass ich es grenzüberschreitend fand (nochmal danke @Chch). Wirklich in die Reflexion sind wir aber nicht gegangen, sie hat sich bspw nicht entschuldigt, wir haben dann noch ein wenig rumgeeiert, dass sie nicht will, dass sie sich total auf mich einstellt, sondern sie meint, dass Therapie auch fordern muss und ich mir klarwerden soll, ob ich mit ihr und ihren Vorstellungen klarkomme. Habe dann erstmal gesagt, dass ich mich gefühlt schon sehr stark auf andere Menschen einstelle und sie war dann auch ziemlich überrascht, dass sie mit mir ein "normales, strukturiertes" Gespräch führen konnte. Ich kann mir das nur so erklären, dass meine verzweifelte Abwehrversuche von ihr als Vermeidungs- und Kontrollverhalten ausgelegt wurden, obwohl ich schon sehr viel ertrage.
      Gegen Ende der Stunde riet sie mir auch, da nicht so viel auszuhalten und mehr vorbeugend zu agieren (generell auch in anderen Situationen), das fand ich sehr nett von ihr bzw sowas brauche ich an Tipps, denke ich.
    • Mugwump wrote:

      @Tux
      Leider war es kein Rauslassen, sondern eher ein Weinen und Anschweigen.
      Aber ich hatte heute die Chance mit meiner Therapeutin darüber zu reden. Ich habe ganz gut hinbekommen, zu sagen, wie es mir ging, und dass ich es grenzüberschreitend fand (nochmal danke @Chch). Wirklich in die Reflexion sind wir aber nicht gegangen, sie hat sich bspw nicht entschuldigt, wir haben dann noch ein wenig rumgeeiert, dass sie nicht will, dass sie sich total auf mich einstellt, sondern sie meint, dass Therapie auch fordern muss und ich mir klarwerden soll, ob ich mit ihr und ihren Vorstellungen klarkomme. Habe dann erstmal gesagt, dass ich mich gefühlt schon sehr stark auf andere Menschen einstelle und sie war dann auch ziemlich überrascht, dass sie mit mir ein "normales, strukturiertes" Gespräch führen konnte. Ich kann mir das nur so erklären, dass meine verzweifelte Abwehrversuche von ihr als Vermeidungs- und Kontrollverhalten ausgelegt wurden, obwohl ich schon sehr viel ertrage.
      Gegen Ende der Stunde riet sie mir auch, da nicht so viel auszuhalten und mehr vorbeugend zu agieren (generell auch in anderen Situationen), das fand ich sehr nett von ihr bzw sowas brauche ich an Tipps, denke ich.

      Tränen vergießen ist rauslasen. Es müssen nicht immer Worte sein. Kleine Fortschritte sind auch Fortschritte und wichtige Meilensteine, an denen man sich aufbauen kann.
    • Ich war wegen Husten bei einer Hausärztin und sie hat katastrophale Lungenwerte gemessen, obwohl ich mein Spray nehme. :nerved: :nerved: :nerved:
      Sie meinte, sie gibt mir eine Überweisung und jetzt überlege ich zu einer anderen Lungenärztin zu gehen...
    • @Mugwump

      Nur ein Rat zur eventuellen Beruhigung: Wichtig ist vor allem, wie Du Dich fühlst; die Messwerte der Spirometrie (die Diagnostik bei Hausärzten ist diesbezüglich ja sehr begrenzt) sind zweitrangig und sagen gerade beim Hausarzt wenig aus (ich weiß ja, was für komische Kurven wir selbst in unserer Praxis immer bekommen). Wenn Du zu Deiner bisherigen Pulmologin kein Vertrauen mehr hast, solltest Du vielleicht tatsächlich einen Wechsel in Erwägung ziehen, denn Vertrauen ist wichtig. Allerdings sind gerade chronische Erkrankungen, bei denen es ein ständiges Auf und Ab gibt, oft schwierig zu behandeln, und da kommt es häufig zu "Vertrauenskrisen".
    • Hallo liebe Community,
      heute war ein sehr reizüberflutender Tag für mich und ich habe wie es der Titel schon richtig sagt vollkommen die Fassung verloren. Ich war so wütend und konnte es kaum aushalten. Besonders leide ich an Geräuschen. Auch wenn sie für "normale" Personen unwesentlich erscheinen, nerven sie mich so stark dass ich teilweise echt ausraste und oft sozusagen Meltdowns deswegen hab.
      Kennt ihr eine oder mehrere Strategien um sich selbst runterzubringen oder andere Möglichkeiten solchen Situationen im Alltag und Zuhause etwas vorzubeugen. Nachher schäme ich mich immer total und kann mich selbst nicht leiden und das macht mich dann noch wütender.
      Auch im Supermarkt bin ich manchmal urplötzlich total überfordert und hab dann auch tlw. Angst weil so viele Reize auf einmal einprasseln. Ich will dann schnell da raus aber muss es ja auch schaffen das vorgenommene Pensum z. B einzukaufen.
      Ich würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen.
      LG
      Judith
    • @Judith1096
      Ich gehe meistens mit Kopfhörer einkaufen. Hilft schon mal einiges auszublenden. Es hilft auch zu Zeiten in den Supermarkt, oder Geschäfte allgemein, zu gehen, wenn dort nicht viel los ist. Morgens bis um 11 Uhr gehe ich ungern in den Supermarkt, da sind dann die ganzen Rentner unterwegs. Von 11 bis 14 Uhr geht es. Aber in Shoppingcenter, wegen Klamotten, Drogerie, Friseur oder anderen Kram, kann man bei mir bis um 11 Uhr gehen. Danach wird es dann langsam voll.
      Da es ja eigentlich den gesamten Alltag betrifft musst du halt schauen wo du welche Reize minimierten kannst (Kopfhörer/Orophax) oder durch Stimming versuchen dich kurzfristig runter zu bringen. (RW) Es gibt da verschiedene Methoden. Im Forum wurde auch schon einiges zum Stimming geschrieben. Bei mir klappt das auch nicht immer. Es kommt halt auf den Auslöser an.
    • @Judith1096
      Ich mache es so ähnlich wie Platzhalter. Ich gehe auch entweder schon ziemlich früh am Morgen einkaufen oder erst Abends spät. Da ist es dann noch überschaubar
      in den Supermärkten. Manchmal trage ich auch Kopfhörer. Damit versuche ich dann die Reize aus zu blenden.
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      Judith1096 wrote:

      Auch im Supermarkt bin ich manchmal urplötzlich total überfordert und hab dann auch tlw. Angst weil so viele Reize auf einmal einprasseln.
      Hallo Judith, die von dir bechriebene Situation kenne ich auch - plötzlich das Gefühl zu haben, einen Laden nur noch auf dem schnellsten Weg verlassen zu müssen, weil alles zu viel wird.
      Ich habe mir angewöhnt, überwiegend nur dann einkaufen zu gehen, wenn ich ausgeruht bin und noch genügend Energie übrig ist für einen Einkauf, also z. Bspl. nicht am Ende eines Arbeitstages, wenn ich schon müde und überreizt bin.
      Zudem habe ich eine Einkaufsliste dabei, auf die ich mich ausschließlich konzentrieren kann und nicht lange suchen und überlegen muss, was ich brauche.

      Trotzdem kann es immer noch mal passieren, dass ich einen Einkauf abbrechen und den Laden fluchtartig verlassen muss. Für solche Fälle habe ich einen kleinen Lebensmittelvorrat zu Hause angelegt, auf den ich in solchen Situationen zurückgreifen kann und den ich regelmässig auffülle an Tagen, an welchen es gut möglich ist.

      Hier gibt es auch einen Thread, in welchem ich auch recht hilfeiche Tips gefunden habe.

      Schmackhafte und gesunde Fertiggerichte

      Für den Notfall, wenn fast nix mehr geht, reicht mir eben auch mal ein Fertiggericht, welches ich mir schnell warm machen kann.

      Durch dieses System ist es nun auch nicht mehr so lästig, wenn ich einmal einen Einkauf nicht schaffe, es setzt mich nicht mehr so unter Druck, unbedingt einen mir einmal vorgenommenen Einkauf durchführen zu müssen, es reduziert auch Stress.

      Judith1096 wrote:

      Ich will dann schnell da raus aber muss es ja auch schaffen das vorgenommene Pensum z. B einzukaufen.

      Seit meiner Diagnose weiß ich, dass das "Müssen" nur in meinem Kopf existiert, nirgendwo sonst - ich lerne gerade, mir selbst ein wenig Druck zu nehmen durch z.B. ein System wie das oben beschriebene.
      Vielleicht hilft dir so etwas ja auch ein bisschen :)