Völlig die Fassung verlieren

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    • Völlig die Fassung verlieren

      Mir sind gestern zwei Dinge passiert:
      Ich war bei meiner Allergologin, weil mein Asthma die letzten Tage schlimmer war und ich mir gemerkt habe, dass ich vorbeikommen soll, wenn es schlimmer wird. Im Gespräch konfrontierte sie mich gleich zu Beginn, dass sie glaubt, dass die Verschlimmerung nicht vom Asthma kommt, sondern ich mich mal psychisch durchchecken lassen sollte? Ich habe noch ein bisschen versucht dagegen zu halten, aber habe dann erst kein Wort mehr rausbekommen und dann angefangen zu weinen. :m(:

      Dann war ich nachmittags bei meiner neuen Therapeutin (3. Stunde), sie hat mich gefragt wies mir geht, ich meinte: Nicht so gut. Wegen vormittags.
      Habe aber auch gesagt, dass ich aktuell nicht drüber sprechen will/kann (ich hatte einfach Angst, dass ich wieder mit weinen anfange und wollte die Situation vom Vormittag auch erstmal für mich einordnen).
      Fand sie nicht so gut. Wegen des Therapieerfolgs und so. Dann hab ich gefragt, ob ich zumindest was zum schreiben bekommen kann, weil ich mich dann besser konzentrieren kann. Ich habe angefangen zu erzählen (schon ziemlich am Rumschniefen), dann wurde sie laut und meinte, sie könne ihr Klemmbrett nicht mehr benutzen, wenn ich dadrauf schniefe. :m(:
      Dann lege ich das beiseite, entschuldige mich, kriege einen Heulanfall und kauere mich auf dem Sessel zusammen. Danach erzähle ich ihr das kurz vom Vormittag.
      Wir erzählen noch ein bisschen darüber, ob das dann sein musste, dass ich ihr das heute erzähle, aber ich bin jetzt richtig erschlagen und will einfach nur weg.
      Bin dann so richtig aus dem Raum geschlichen und hatte überhaupt keine Energie mehr. Es sind noch ein paar andere unangenehme Sachen gesagt worden, aber am peinlichsten ist mir, dass ich zweimal in absoluten Standardsituationen völlig die Fassung verloren habe.

      Weiß noch gar nicht, was ich als Fazit aus diesen Situationen mitnehme. Habe aber jetzt nicht mehr so Bock auf eine neue Therapie. :m(: :m(:

      Disclaimer:VA-Edition

      The post was edited 1 time, last by Mugwump ().

    • Hallo Mugwump,

      das mit dem Zusammenhang Allergie <-> allgemeiner Streßlevel kann ich mit 20 Jahren Abstand zu meinen großen Krisen (Scheidung Eltern, jahrelang unklarer Sorgerecht-Zustand, Mobbing in der Schule) direkt so unterschreiben.

      Da hat deine Hausärztin / Allergologin vollkommen recht.

      Aus eigener Erfahrung hilft eine längere Auszeit, damit sich die Sinne / Nerven wieder beruhigen können. Ich hatte damals eine 5-wöchige Kur in einer psychosomatischen Klinik gemacht - danach hatte ich 2 Jahre lang Gesprächsstunden mit Thema "machbare Freizeitgestaltung", bis ich in der Lage war, wieder normal am Leben teilnehmen zu können.

      Spreche deine Therapeutin mal auf diese Variante (WIE du an eine derartige Hilfe kommst, und nicht OB du Anspruch auf diese Art der Hilfe hast!) an.

      Freundliche Grüße

      infla
    • Das mit dem Klemmbrett finde ich aber schon ziemlich unempathisch. Man kann ja vielleicht so ein Klemmbrett notfalls auch waschen. Ich bin nicht ganz sicher, wie ich das einordnen soll bei einer Therapeutin. Wie kommst du sonst mit ihr klar?

      Wegen Fassung verlieren, das kommt bei mir auch ganz selten mal vor, wenn sich sehr viel angesammelt hat und sich dann eine Situation ergibt, wo durch irgendwas ein kleines Loch in meine Fassade kommt. Aus dem Loch wird dann unter Umständen ein größerer Dammbruch. Das finde ich auch sehr unangenehm, weil ich das eigentlich nicht so haben will und es als Kontrollverlust empfinde, was es ja auch ist.

      Bei der Therapie sollte es einem nicht peinlich sein, eigentlich, aber bei mir macht es auch keinen Unterschied, wo es passiert, es ist immer unangenehm.

      Was du dich noch fragen könntest: was wäre so schlimm daran, wenn die Verschlimmerung des Asthmas auch eine psychische Komponente hätte? Oder hast du es so verstanden, dass es nur ausschließlich psychisch wäre nach Meinung der Ärztin, und gar nicht körperlich?

      Ich persönlich bevorzuge offene Aussagen. Mir hat glaub ich erst 1x ein Arzt gesagt, es wäre etwas psychisch, und ausgerechnet da war es das meiner Meinung nach nicht. Bei einigen anderen Sachen wäre es vielleicht besser gewesen, wenn ein Arzt mich mal auf psychische Ursachen hingewiesen hätte, dann hätte ich wesentlich früher Unterstützung bekommen könnte, die ich so nicht bekam und statt dessen sehr oft umsonst zum Arzt gelaufen bin.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Mugwump wrote:

      Ich war bei meiner Allergologin, weil mein Asthma die letzten Tage schlimmer war und ich mir gemerkt habe, dass ich vorbeikommen soll, wenn es schlimmer wird. Im Gespräch konfrontierte sie mich gleich zu Beginn, dass sie glaubt, dass die Verschlimmerung nicht vom Asthma kommt, sondern ich mich mal psychisch durchchecken lassen sollte?
      Du hast die Ärztin wörtlich genommen (wiederkommen, wenn es schlimmer wird). Das kann ich gut verstehen, ich nehme solche Ansagen vom Arzt auch meist sehr wörtlich. Ich vermute, sie hatte ursprünglich etwas anderes gemeint und nicht richtig "rübergebracht", und sich beim jetzigen Besuch blöd ausgedrückt. Das mit dem "psychisch durchchecken lassen" ist bei jemandem, der bereits in Therapie ist, ja eigentlich Quatsch. Sinnvoller und sensibler wäre da so eine Erklärung wie die von @infla gewesen.

      Mugwump wrote:

      Weiß noch gar nicht, was ich als Fazit aus diesen Situationen mitnehme.
      Eine Selbstfürsorgemaßnahme würde ich aus der Situation mit der Therapeutin für die Zukunft ableiten:
      Immer einen Stift und einen kleinen Notizblock zum Schreiben mitnehmen, da du festgestellt hast, dass du das in bestimmten Situationen brauchst, um dich konzentrieren zu können. Das macht sicherer und unabhängiger, als wenn du danach fragen musst. (Das ist ein praktischer Ratschlag. Ich hoffe, das klang jetzt nicht unempathisch.)

      Shenya wrote:

      Wegen Fassung verlieren, das kommt bei mir auch ganz selten mal vor, wenn sich sehr viel angesammelt hat und sich dann eine Situation ergibt, wo durch irgendwas ein kleines Loch in meine Fassade kommt. Aus dem Loch wird dann unter Umständen ein größerer Dammbruch. Das finde ich auch sehr unangenehm, weil ich das eigentlich nicht so haben will und es als Kontrollverlust empfinde, was es ja auch ist.
      Das ist bei mir ähnlich. Und wenn das "Loch" erstmal da ist, passiert am selben Tag auch umso leichter noch einmal ein "Dammbruch".

      The post was edited 1 time, last by Turtle ().

    • @Mugwump

      Klingt nach einem krassen Tag, den du da hattest. Darf ich fragen, was dich an der Situation genau stört, das Verhalten deiner Ärztin und Therapeutin oder dass du selbst die Fassung verloren hast?

      Also ich denke auch, dass sich deine Allergologin nicht so exakt ausgedrückt hat. Ich hätte auch Probleme, wenn ich so etwas gehört hätte. Ich habe aufgrund meiner vergangenen Erfahrungen immer Sorge, nicht ernst genommen zu werden. Und die Sorge ist berechtigt. Es gibt Studien, die belegen, dass Beschwerden von Frauen aufgrund immer noch vorhandener unbewusster Vorurteile weniger ernst genommen werden, wenn sie zum Arzt gehen, und dass es teilweise auch tödlich endet. Als Frau mit Autismus oder anderen marginalisierten Zugehörigkeiten trifft es dich mehrfach. Allein der Verdacht, ich könnte mir eine Krankheit einbilden, könnte bei mir irgendwann tödlich enden: Ich nehme es ernst, glaube das irgendwann selbst, hinterfrage alle meine Beschwerden und rede sie klein und gehe dann gar nicht mehr zum Arzt.
      Ich glaube aber, das ist den meisten Ärzten nicht bewusst, also sie machen das nicht mit Absicht.
      Keine Ahnung, ob es dir hilft, aber wenn du möchtest, versuche bitte an Folgendes zu denken: Körperliche und seelische Beschwerden sind miteinander verbunden. Selbst wenn deine Asthma-Verschlimmerung psychosomatisch sein sollte, ist sie verdammt echt, und niemand hat das Recht, dir irgendetwas Anderes einzureden. Du bist die erste Expertin für deinen Körper, noch vor jeder Ärztin, und bis zum Beweis des Gegenteils weißt du am besten, wie es dir geht und was du brauchst und was für dich okay ist.

      Zum Verhalten der Therapeutin kann ich mich nicht mal halb so wollwollend äußern. Ich weiß schon, warum ich niemals eine Therapie machen möchte.
      In meinen Augen war deine Therapeutin übergriffig, weil sie deine Grenzen wiederholt und anscheinend bewusst überschritten hat. Sie hat dich gezwungen, über etwas zu reden, obwohl du "nein" gesagt hast (und sich dann noch über deine Reaktion aufgeregt). Das Schlimme ist nicht, dass du geweint hast, das Schlimme ist, dass sie dein Leid bewusst in Kauf genommen hat, dass sie ihre Schutz- und Fürsorgepflicht verletzt hat. Für mich persönlich wäre das genauso schlimm wie Grapschen und ich hätte da auch die Fassung verloren, nur wahrscheinlich anders. Entweder ich wäre wütend geworden und hätte sie sehr sehr deutlich auf das "Nein heißt Nein"-Prinzip verwiesen, oder ich hätte den totalen psychischen Lock-Down, dann kann ich sowieso für eine Weile nicht mehr sprechen.



      Ich habe gemerkt, dass ich mich vertippt habe und statt "wohlwollend" "wollwollend" geschrieben habe. Aber dann sah das Wort so putzig aus, dass ich es so gelassen habe. :)
    • doxa wrote:

      Ich weiß schon, warum ich niemals eine Therapie machen möchte.
      Zu viel Misstrauen kann aber auch schädlich sein, denn manche Therapeuten können Leben retten, oder zumindest die Lebensqualität erheblich steigern. Die Kunst ist nur, den oder die richtige zu finden.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Da hat Dir Dein gestriger Tag echt übel mitgespielt. Und so wie sich's anhört bist Du auch etwas wackelig hineingestartet. Stress in der Aufnahmezone der ersten Praxis? Seitens Deiner Ärztin evtl. prophylaktisches Abbügeln von "Oh nein, nicht schon wieder einer, der auf Coronavirus getestet werden will..."???

      Und wenn das mit "3. Stunde" bei der Therapeutin (Psycho- 'mal angenommen...) bedeutet "noch in der probatorischen Phase", solltest Du das evtl. bei der nächsten Sitzung nochmal ansprechen...

      Das mit dem Klemmbrett ist eigentlich schofelig, aber vor dem derzeitigen Seuchenhintergrund m.M.n. eher verzeihlich...


      infla wrote:

      Hallo Mugwump,

      das mit dem Zusammenhang Allergie <-> allgemeiner Streßlevel kann ich mit 20 Jahren Abstand zu meinen großen Krisen (Scheidung Eltern, jahrelang unklarer Sorgerecht-Zustand, Mobbing in der Schule) direkt so unterschreiben.

      Da hat deine Hausärztin / Allergologin vollkommen recht.
      [...]
      ...also, eigentlich sind Stresshormone bzw. deren Analoga (sowohl Corticosteroide, als auch Adrenalin/Noradrenalin) genau die Sachen, die in der Asthmatherapie eingesetzt werden. Das habe zwei Jahre lang für Boehringer Ingelheim als Pharmareferent Ärzten nahegebracht.

      Damit muss jetzt die Vermutung der Ärztin nicht zwingend falsch sein, aber die Physiologie spricht dagegen...
      ...schon unterwegs!
    • Godot wrote:

      ...also, eigentlich sind Stresshormone bzw. deren Analoga (sowohl Corticosteroide, als auch Adrenalin/Noradrenalin) genau die Sachen, die in der Asthmatherapie eingesetzt werden. Das habe zwei Jahre lang für Boehringer Ingelheim als Pharmareferent Ärzten nahegebracht.

      Damit muss jetzt die Vermutung der Ärztin nicht zwingend falsch sein, aber die Physiologie spricht dagegen...
      Die Physiologie spricht nicht dagegen, denn es gibt einen deutlichen Unterschied in der kurzfristigen und der langfristigen Wirkung von Cortisol auf das Immunsystem:
      Figure 1: Enhancing versus suppressive effects of stress on immune function and potential consequences for health outcomes (Quelle: Dhabar 2018, "The Short-Term Stress Response"

      Hier noch ein Paper zum Einfluss von chronischem auf den Verlauf asthmatischer Erkrankungen:
      Mind-body interactions in the regulation of airway inflammation in asthma: A PET study of acute and chronic stress (Rosenkranz et al. 2016)
      "The data presented here confirm and extend previous findings that chronic stress is associated with increased expression of asthma symptoms, as well as symptoms of anxiety and depression in asthmatic individuals."
    • Mugwump wrote:

      Bin dann so richtig aus dem Raum geschlichen und hatte überhaupt keine Energie mehr. Es sind noch ein paar andere unangenehme Sachen gesagt worden, aber am peinlichsten ist mir, dass ich zweimal in absoluten Standardsituationen völlig die Fassung verloren habe.

      Weiß noch gar nicht, was ich als Fazit aus diesen Situationen mitnehme. Habe aber jetzt nicht mehr so Bock auf eine neue Therapie.
      Ich finde das jetzt nicht schlimm, es sind doch Ärzte/Psychotherapeut.
      Mir ging das schon immer so, dass ich bei solchen Gesprächen mit psychologischem Inhalt (beim Psychiater, Psychologe, Hausarzt, Sozialarbeiter, Lehrer/Professor, Chef... ) mich in Tränen auflöse. Ich war auch als Kind schon sehr nah "am Wasser gebaut", und durch die depressiven Episoden wurde es natürlich nicht besser... als Kind habe ich mich sehr dafür geschämt (ich habe manchmal deswegen nicht gesprochen, weil ich Angst hatte, ich bekomme Tränen in den Augen), als Kind war das ein sehr großes Problem für mich -- aber seit der ersten depressiven Episode habe ich mich daran gewöhnt und es wurde mir egal (meistens zumindest).
      Ich denke dass deine Ärztin und erstrecht deine Psychologin, weinende Patienten gewohnt ist, und sich dabei nichts Nergatives über dich denkt.
      Wenn du eine Depression hast, kann viel weinen, und schnell die Fassung verlieren, ein Symptom sein (---> es gehört zu dieser Krankheit und du kannst nichts dafür)
    • doxa wrote:


      Selbst wenn deine Asthma-Verschlimmerung psychosomatisch sein sollte, ist sie verdammt echt, und niemand hat das Recht, dir irgendetwas Anderes einzureden. Du bist die erste Expertin für deinen Körper, noch vor jeder Ärztin, und bis zum Beweis des Gegenteils weißt du am besten, wie es dir geht und was du brauchst und was für dich okay ist.

      Beim ersten Satz ist mir nicht klar, was du mit dem zweiten Halbsatz ("niemand hat das Recht, dir irgendetwas Anderes einzureden") aussagen möchtest. Hat das jemand gemacht? Natürlich kann (!) die Verschlechterung psychosomatisch bedingt sein (dürfte bei mir auch so sein). Natürlich muss das nicht der Fall sein.

      Meine persönliche Erfahrung (und somit keine allgemeingültige Aussage) zum zweiten Satz: Total Bullshit ;) Über die Hälfte meiner durchschnittlichen Lebenserwartung habe ich bereits hinter mir und fange allmählich an, überhaupt ein Gespür für meinen Körper zu entwickeln.


      Deine Kritik am Verhalten der Therapeutin kann ich zwar teilweise nachvollziehen, und ich bin da vollkommen deiner Meinung, dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn man weint. Was mich vielmehr irritiert, ist, dass @Mugwump offenbar schon vorher zur Therapeutin gehabt hat. So deute ich zumindest, dass sie nicht über das Arztgespräch reden wollte.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • thelord wrote:

      Meine persönliche Erfahrung (und somit keine allgemeingültige Aussage) zum zweiten Satz: Total Bullshit Über die Hälfte meiner durchschnittlichen Lebenserwartung habe ich bereits hinter mir und fange allmählich an, überhaupt ein Gespür für meinen Körper zu entwickeln.
      Deswegen schreibe ich ja 'bis zum Beweis des Gegenteils'. Was in deinem Fall total Bullshit ist, kann in einem anderen Fall Leben retten.
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      Vielen Dank für alle Antworten.
      Ich weiß, dass mein Asthma mit meinem Stresslevel schwankt (und manchmal auch einfach so, ohne Grund), aber an dem Tag lag es mMn an der hohen Pollenkonzentration. Mein Fazit ist jetzt, dass ich beim nächsten Mal eventuell erstmal wegen Atemnot und Stress zum Hausarzt gehe, aber das überlege ich mir dann, wenn es so weit ist.

      Über meine neue Therapeutin habe ich mir auch nochmal den Kopf zerbrochen und ich habe ihr Verhalten auch jetzt noch sehr negativ in Erinnerung. Im Nachhinein vermute ich, dass sie gedacht hat, ich würde das Erlebnis mit meiner Ärztin so schlimm empfinden, dass ich weinen muss, aber letztendlich war das ihr drängendes Verhalten.
      Ich werde versuchen, nächstes Mal anzusprechen, dass das sehr unangenehm für mich war. Aber ich befürchte auch, dass mein Vertrauen in sie nicht mehr ausreicht.
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      @Chch

      Sowas neumodisches wie E-Mail hat sie nicht. Ich weiß auch nicht wie ich ihr erklären soll, dass sie meine Grenzen überschritten hat. Weil sie das letztes Mal nicht begriffen hat, obwohl ich stumm und zitternd vor ihr saß.
      Was würdest du schreiben? Vielleicht hilft mir das meine eigenen Gedanken zu sammeln (falls du keinen Nerv dafür hast ists auch ok).
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      Mugwump wrote:

      Ich werde versuchen, nächstes Mal anzusprechen, dass das sehr unangenehm für mich war. Aber ich befürchte auch, dass mein Vertrauen in sie nicht mehr ausreicht.
      Ich würde spontan sagen, dass Du da an zwei Leute geraten bist, die beide zufällig einen schlechten Tag hatten. Momentan sind Ärzte und Therapeuten am Anschlag, weil sie ständig mit dem Coronaproblem konfrontiert sind. Vielleicht hatten beide vor Dir einen Patienten, der dieses Problemfeld angestoßen hat. Und Du hattest vermutlich auch nicht Deinen besten Tag, weil Du nah am Wasser gebaut warst. Solche Tage kenne ich auch gut.

      Mit der Therapeutin würde ich nochmals reden und Deine Empfindungen darlegen. Gib ihr noch eine Chance für Dein Vertrauen, jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag. Bei der Ärztin würde ich die Methode "Schwamm drüber" empfehlen.
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      Mugwump wrote:

      @Chch

      Sowas neumodisches wie E-Mail hat sie nicht. Ich weiß auch nicht wie ich ihr erklären soll, dass sie meine Grenzen überschritten hat. Weil sie das letztes Mal nicht begriffen hat, obwohl ich stumm und zitternd vor ihr saß.
      Was würdest du schreiben? Vielleicht hilft mir das meine eigenen Gedanken zu sammeln (falls du keinen Nerv dafür hast ists auch ok).
      hab ich :)
      Schreib ihr dann halt n Brief. Aber auf Papier und nich in Stein meißeln ;) so wg modern und so...

      Guten Tag Frau Scheißtherapeutin, als ich letztes Mal bei Ihnen war, ist was schief gelaufen. Sie wissen doch von dem Autismusverdacht. Wissen Sie auch, dass Autisten andere Wege gehen, um etwas zu verarbeiten? Wenn ich Ihnen sage, dass ich grad nicht drüber reden kann, wäre die ideale Antwort "ok, verarbeiten Sie das erstmal soweit, dann kann ich Ihnen im nächsten Gespräch weiter dabei helfen. Heute machen wir etwas Aufbauendes."
      Und es war ziemlich entwürdigend, dass Sie wegen des vollgeheulten Klemmbrettes laut wurden. Und ich empfinde es als entwürdigend, zu einem emotionalen Gespräch gedrängt zu werden, und sowas erschöpft mich dann auch noch mehr.
      Ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie auf mich eingehen und mir glauben, dass es nicht gut ist, sofort über etwas zu reden.

      Optional: Lesen Sie ein Buch über Autismus. Therapie von Autisten funktioniert anders.
      Ich bin ne Ulknudel... aber ich kann auch ernst ^^