Coronavirus, richtiger Umgang und die Folgen für Autisten

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    • Coronavirus, richtiger Umgang und die Folgen für Autisten

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      google.com/amp/s/www.stuttgart…a9-555e7cd526d7._amp.html</p><p><br></p><p>Selbst in Ulm macht am Dienstag die soziale Einrichtung dicht, wo ich ehrenamtlich stundenweise mithelfen und meine Freizeit verbringe. </p><p>Hallenbad, ist schon zu, Kino auch, wie ich 3s verstand. </p><p>Da ich ausser der sozialen Einrichtung in Ulm niemand habe, schaue ich mal. </p><p>Kommt die Sozialarbeiterin vom ambulant betreute Wohnen wenn alles zu ist? </p><p>Meine hat nächste Woche Urlaub. </p><p>Ob sie dannach kommt? </p><p>Bin gespannt wie ihr mit der Krise umgeht, wenn man möglicherweise nicht raus kann. </p><p>Für mich waere es schwierig. </p><p><br></p><p>Ganz liebe Gruesse </p><p>Auf jedenfall Gesundheit. </p><p>L. G. Daniel</p>
      :thumbup: :thumbup:
    • Ich denke, dass ich auch ziemlich Probleme bekomme. Nicht in der nächsten oder übernächsten Woche. Doch wenn ich den irgendwann Stress nicht mehr durch Sport kompensieren kann, bekomme ich Schwierigkeiten. Den ganzen Tag in der Wohnung, wie bei einem Lockdown, würde ich nicht aushalten. Ich habe zwar noch genug Interessen denen ich zuhause nachgehen kann (Lesen Dokus etc) aber es ist doch was anderes die Routine von sich aus zu ändern, mit der Option zur Rückkehr zur alten Version, als die Änderung aufgezwungen zu bekommen. Ohne das Sicherungsnetz (RW) der alte Version. Das wird sich dann erst in Stresssituationen bei mir zeigen in wie weit ich das kompensieren kann. Daher ist die Idee des Threads gar nicht mal so schlecht. Da könnte man sich schon vorher Gedanken machen und sich auf einen Lockdown (ich halte ihn ja für Blödsinn aber nachdem was hier gerade passiert heißt es ja sag nie nie) vorbereiten. Evt. Bücher bestellen oder Materialien kaufen usw.
    • Fidoline wrote:

      Für mich ist das Schlimmste, dass ich freiberufliche Dozentin bin und ab morgen auf unbestimmte Zeit nichts oder fast nichts verdienen werde.
      An dich und andere Betroffene dachte ich auch schon. Bist du nun quasi arbeitslos und erhältst Leistungen von der Agentur für Arbeit - oder wie soll das gehen?


      Wem es übrigens daheim zu langweilig wird: Aktuell werden zumindest bei uns am Ort Freiwillige gesucht, die für Senioren einkaufen gehen usw.
      Surprised by the joy of life.
    • Ok, gestörte Routinen sind doof.

      Tierheim, mein Ehrenamt, muss trotzdem weitergehen und sonst kann man auch von zu Hause aus arbeiten sollte es mehr Probleme geben.

      Bisher finde ich für mich Corona sehr Autistenfreundlich: kein Körperkontakt mehr zu Begrüßung, leerere Öffis, mehr Leute arbeiten von zu Hause aus, niemand ist mehr genervt von einer Verweigerung des Handschlags, weniger Flugzeug und Autolärm...
    • MangoMambo wrote:

      Bisher finde ich für mich Corona sehr Autistenfreundlich: kein Körperkontakt mehr zu Begrüßung, leerere Öffis, mehr Leute arbeiten von zu Hause aus, niemand ist mehr genervt von einer Verweigerung des Handschlags, weniger Flugzeug und Autolärm...
      Ja, das sind für mich auch Vorteile.

      Allerdings habe ich einen Beruf, den man nicht von zu Hause aus ausüben kann. Zurzeit habe ich aber bis einschließlich 31.03. Urlaub.

      The post was edited 1 time, last by Grübler_1988 ().

    • Grübler_1988 wrote:

      Ich denke, für viele Autisten ist die Unvorhersehbarkeit und die Störung der Routinen ziemlich belastend. Einigen Autisten scheint es aber nichts auszumachen, meinem Eindruck nach.
      Ich habe ja noch keine Diagnose, aber auch für mich ist die Unvorhersehbarkeit und der damit einhergehende Mängel an Wissen kaum auszuhalten. Vor dem Virus selbst habe ich keine Angst nur vor den völlig unvorhersehbaren (und teils unverständlichen) Reaktionen auf das Virus.

      MangoMambo wrote:

      Bisher finde ich für mich Corona sehr Autistenfreundlich: kein Körperkontakt mehr zu Begrüßung, leerere Öffis, mehr Leute arbeiten von zu Hause aus, niemand ist mehr genervt von einer Verweigerung des Handschlags, weniger Flugzeug und Autolärm...
      Ja stimmt schon, das sind schon sehr große Vorteile.

      MangoMambo wrote:

      Für mich wäre auch den ganzen Tag in der Wohnung kein Problem. Habe hier ein Speedbike (so Richtung Ergometer falls jemand mit dem Begriff nichts anfangen kann) und für mehrere Wochen essen.
      Für mich wäre das ein sehr großes Problem. Zwar muss ich nicht unbedingt jeden Tag nach draußen gehen, aber alleine das Wissen gar nicht raus zu dürfen, würde mich definitiv extrem stressen.
      Wenn man auf eine Party geht, gibt es immer ein Risiko.

      The post was edited 1 time, last by flori1994 ().

    • flori1994 wrote:

      Zwar muss ich nicht unbedingt jeden Tag nach draußen gehen, aber alleine das Wissen gar nicht raus zu dürfen, würde mich definitiv extrem stressen.
      Mich auch.

      Ich rechne damit, dass es soweit kommen wird, dass das Militär auf den Straßen Kontrollgänge macht und aufpasst, dass niemand die Wohnungen verlässt. Das Militär kümmert sich dann um die Versorgung der Zivilbevölkerung. So unwahrscheinlich finde ich dieses Szenario ehrlich gesagt nicht.
    • Grübler_1988 wrote:

      Ich rechne damit, dass es soweit kommen wird, dass das Militär auf den Straßen Kontrollgänge macht und aufpasst, dass niemand die Wohnungen verlässt.
      Da ist glücklicherweise die Verfassung vor. Derartige Einsätze im Inneren sind nicht erlaubt, nur Unterstützung ziviler Institutionen. Das müsste schon die Polizei machen.
    • @Grübler_1988

      Ausschließen kann man nichts, aber ich sehe aktuell auch keinen Grund, von solch einem Szenario auszugehen. Nicht einmal in Italien gibt es solche Zustände und noch ist es möglich, dass wir ein Szenario wie in Italien abwenden.

      Lange Schlangen vor Supermärkten, weil jeder viel Abstand halten muss und Rationierung (man darf nicht palettenweise Dinge kaufen) ist jetzt erst einmal das Schlimmste, wovon ich versorgungstechnisch ausgehen würde.
    • HCS wrote:

      Da ist glücklicherweise die Verfassung vor. Derartige Einsätze im Inneren sind nicht erlaubt, nur Unterstützung ziviler Institutionen. Das müsste schon die Polizei machen.
      Das kann schneller gehen als man(n) /Frau denkt. Wenn die Politik im Panikmodus ist würde ich nichts ausschließen.
      bundesverfassungsgericht.de/Sh…en/DE/2010/bvg10-035.html
      So wie ich das verstanden habe hat das BvG den Antrag nur abgelehnt, weil die Grünen nicht antragsberechtigt waren.
    • platzhalter wrote:

      Das kann schneller gehen als man(n) /Frau denkt.
      Es macht aber einen gewaltigen Unterschied, ob die Bundeswehr Hilfestellung leistet (im von Dir zitierten Fall: Aufklärung fliegt) oder selbständig polizeiliche Aufgaben wahrnimmt. Ersteres ist nur stark umstritten, letzteres eindeutig verboten. Dabei müsste immer die Polizei die Führungsrolle haben.

      Ganz abgesehen davon könnte die BW schon aus rein zahlenmäßigen Gründen hier nur eine nachgeordnete Rolle spielen, haben wir mittlerweile doch deutlich weniger Soldaten als Polizisten in Deutschland.
    • HCS wrote:

      platzhalter wrote:

      Das kann schneller gehen als man(n) /Frau denkt.
      Es macht aber einen gewaltigen Unterschied, ob die Bundeswehr Hilfestellung leistet (im von Dir zitierten Fall: Aufklärung fliegt) oder selbständig polizeiliche Aufgaben wahrnimmt. Ersteres ist nur stark umstritten, letzteres eindeutig verboten. Dabei müsste immer die Polizei die Führungsrolle haben.
      de.m.wikipedia.org/wiki/G8-Gipfel_in_Heiligendamm_2007
      Abschnitt Kontroverse um Bundeswehreinsatz

      Am 13. Juni 2007 sah Rainer Arnold in seiner Eigenschaft als verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Gegensatz zu Teilen der SPD und der Grünen, die den Einsatz von Tornado-Aufklärungsflugzeugen zum Ausspähen der Gegner des G8-Gipfels in Heiligendamm im Mai und Juni als Verfassungsbruch kritisierten, lediglich einen klassischen Fall von Amtshilfe nach Art. 35 des Grundgesetzes: „Entscheidend ist, dass die Bundeswehr keine polizei-hoheitlichen Aufgaben übernimmt, wie Absperrungen vornehmen, Menschen kontrollieren oder Häuser durchsuchen.“
      [...]
      Das Bundesverwaltungsgericht stellte 2017 einen faktischen Eingriff in die Versammlungsfreiheit fest, da „der Überflug des Kampfflugzeuges über das Camp in einer Höhe von nur 114 m aus der Sicht eines durchschnittlichen Betroffenen im Hinblick auf die extreme Lärmentfaltung, den angsteinflößenden Anblick und die Überraschungswirkung im Kontext der Vorbereitung der Demonstrationen gegen den G8-Gipfel einschüchternde Wirkung [hatte]
    • Für mich ist es sehr belastend weil ich so eine Situation noch nie hatte und diese auch nicht planbar ist. Ich wünsche mir schon jetzt Normalität zurück. Bei uns in Bayern wird alles bis auf das Notwendige dicht gemacht. Ich versuche es so gut es geht positiv zu bleiben und mich trotzdem zu Hause sehr gut beschäftigen und hoffen dass es bald vorbei geht.
    • @platzhalter
      Was meinen Aussagen mit keiner Silbe widerspricht. Die Rechtslage hat sich seither insofern geändert, als die BW auch unter Führung durch die Polizei eigentliche polizeiliche Aufgaben wahrnehmen kann, etwa bei der Terrorabwehr auch bewaffnet. Aber die Führung verbleibt (wie damals in Heiligendamm) eben bei der Polizei.