Fitnesstudio trotz Autismus - Symptome ? Vor - und Nachteile?

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    • Fitnesstudio trotz Autismus - Symptome ? Vor - und Nachteile?

      Guten Tag liebe Forenmitglieder,
      folgender Gedanke kommt immer wieder zum Vorschein:
      Dachte ich frage euch mal um eine Meinung:
      Wie würdet ihr das machen? Vorweg: Ich mein ich geh´ einerseits - aber nur einerseits, d. h. wenn ich mich sicher(er) und stabiler fühle, was aktuell aber weniger der Fall ist gerne unter Menschen, aber wenn ich dran denke in ein gut besuchtes Fitnesstudio mit allem drum und dran (Kurse, Sauna,... ) zu gehen, wo sich oftmals ein Gefühl der Reizüberflutung die auch dann mit Ängsten ankoppeln entwickelt, stehe ich wieder mal vor Fragezeichen: Soll ich oder nicht? Ich habe andererseits mein eigenen kleinen Fitnessraum hier, ganz klar ja ohne Kurse, aber dortdrin trainiere ich zwar von zuhause aus aber fühle mich sicherer. Ich weiß nicht ob das jetzt ein Zwang ist, trotzdem wieder alles riskieren zu müssen, denn die Jahresveträge sind bindend. Aber der Vorteil bei einem öffentlichen Fitnesstudio wäre dieser, ich käme mal vor die Türe, aber es bereitet mir sofern bis hin maximalen Stress und ich weiß noch: Damals hatte ich mich schon mehrere Male in versch. Fitnesseinrichtungen angemeldet - war dann aber zu manchen Zeiten höchstens 1 x wöchentlich dort am trainieren und dann wurden meine Präsenszeiten dort immer weniger und das Kündigungsverfahren ging auch wirklich nur (Damals wurde aber noch kein Autismus erkannt bei mir beim Hausarzt) aus Kulanz, weil einige wussten was mit mir los sei und ohne die zusätzliche Unterstützung vom Hausarzt wäre ich wahrscheinlich noch einige Monate in dem Vertrag hängengeblieben - deswegen meine Vorsicht.
      Es ist so, dass ich tatsächlich auch hier zuhause mit der Reizüberflutung (Internetkonsum, lange Gespräche am Telefon oder am Tisch) Probleme habe und dann wenn ich an draußen denke, sofort den Schutzmechanismus entfalte.
      Alsoooo: Guten Rat könnte ich gebrauchen: Also würdet ihr an meiner Stelle erstmal weiterhin im vertrauten Umfeld trainieren und warten bis wenigstens etwas besser geht, sofort trotz allen Symptomen hingehen woanders oder grundsätzlich davon absehen? Ich meine einige Skills habe ich gelernt, aber aktuell ist mein Kopf auch noch so zu... Ich will mich etwas stabilisieren :)

      Fröhliche Grüße trotzdem in die Runde!
      8-)

      The post was edited 1 time, last by Matrix210 ().

    • Es gibt ja auch Fitnesstudios mit monatlicher Kündigungsfrist, Tageskarten oder 10er Karten. Dann wärst Du zumindest nicht finanziell gefangen, aber müsstest Dich auch selbst ein wenig mehr motivieren.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!
    • Hallo Matrix, bist du denn auf die Hauptgeschäftszeiten angewiesen ? Es gibt Fitnessstudios, da ist zwischen 9.00 und 12.00 alles ruhig, billiger ist es oft auch.
      Ich selbst finde das Konzept für Aspes gar nicht so schlecht, weil man schön systematisch seinen Trainingsplan abhaken und alles in der eigenen Geschwindigkeit machen kann.

      Je nach dem wie viel Geld du ausgeben möchtest - die teureren sind auch etwas ruhiger als die Billigketten.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Naja, also es ist schon so, dass ich halbtags arbeite und nachmittags mit Lernen verbringe und da bleibt nur abends die "Qual der Wahl". Ist für mich schon eine Herausforderung aber irgendwo möchte ich es. Das mit den Tageskarten hatte ich ja genutzt. Du hast Recht, die teuren Buden sind meist klein, familiär und übersichtlicher.. Vielleicht warte ich noch bis es mir besser geht und trainiere hier solange :) LG
    • Ich würde da lieber Fitness auf die Mittagszeit legen und abends lernen. Bei mir bleibt dann am meisten hängen, wenn ich quasi mit dem Lernstoff ins Bett gehe.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
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    • Hallo, ich kann die Situation gut verstehen. Ich habe letztes Jahr mit Karate angefangen. Jeweils Freitag Abends für 2 Stunden. Zum einen weil mir die Sportart gefällt und ich auch ein bisschen unter Menschen sein wollte um auch meine sozialen Fähigkeiten zu verbessern. In dem Training waren immer ca. 20 Personen, und ich habe von Anfang an gemerkt wie mir das zuviel ist. Aber ich wollte auch nicht gleich wieder aufgeben und bin weiterhin hingegangen. Aber nach etwas mehr als 5 Monaten konnte ich nicht mehr und habe es dann wieder aufgegeben. Das Problem war, das die Anfängergruppe nur am Freitag Abend Training hatte. Da habe ich aber schon eine ganze Arbeitswoche hinter mir und dann noch so eine Situation, das war dann einfach zu viel.
      Jetzt schreibst du das Du Morgens / Vormittags arbeitest und am Nachmittag lernst und somit nur Abends ins Studio gehen könntest. Wäre es denn möglich dass du nach Arbeit zuerst ins Studio gehst und danach nach Hause zum lernen ? Ich könnte mir vorstellen dass in der Zeit von 13.00 - 16.00 h das Studio vielleicht nicht ganz so stark frequentiert und gefüllt ist. Kenne mich da aber nicht aus, war noch nie in einem Studio. Aber vielleicht mal mit einer 10 Karte testen, dann brauchst du nicht gleich einen Vertrag abschließen.
    • Noch eine Info hinterher: Ich bin bei Kieser-Training (ich weiß nicht, ob es ein Studio für dich in erreichbarer Nähe gibt) und freu mich, dass es dort nur Kraft-Maschinen gibt, keine Sauna, kein Schwimmbad, keine Kurse, auch keine Ausdauergeräte. Jeder trainiert für sich allein, man redet nicht miteinander, sondern zieht schweigend sein Programm durch. Ganz wichtig für mich: Der Proll-Faktor geht gegen null, also keine aufgeblasenen Mucki-Typen. Trainer sind gut ausgebildet und immer ansprechbar.
      Es gibt so viele Menschen, die darauf brennen zu sprechen. All dieses Gerede ist der Welt kaum von Nutzen. (Mahatma Gandhi, Mein Leben)
    • Ich habe eine zeitlang öfter im Fitnessstudio trainiert und aus ebendjenen Gründen, voll, viele Leute, laut, dann wieder aufgehört. Dabei fand ich Krafttraining ganz gut, man hat wenige Übungen, immer dieselben und einen festen Plan..
      Viele Bekannte von mir gehen vormittags (vor der Arbeit), da ist es wohl recht leer. Ich fand zudem auch immer entspannter, wenn eine vertraute Person, also ein Trainingspartner mit war. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass dir Kurse vielleicht noch eher liegen? Kleine Kurse in kleinen Fitnessstudios? Weil das dann doch noch vorhersehbarer ist.
    • Ich habe mich dagegen entschieden, weil mich auch immer der Weg stressen würde. Trainieren tue ich jetzt zu Hause. Zwei Gewichte, Klimmzugstange, Hocker, Boden und Speed Bike sind hier und für den Sommer auch Laufschuhe. Alles da, was ich brauche, Schwierigkeit kann man auch beim Körpergewichtstraining höher schrauben. Falls dich das interessiert ließ mal zum Thema Calisthenics und Bodyweight Training als Suchstichworte.
    • Ich habe es mir auch jetzt überlegt neben der Angst vor Reizüberflutung abends und auch bedingt durch den Corona - Verlauf: Ich trainiere zuhause in meinem eigenen mit TV ausgestatteten Fitnessraum (3-4 Trainingsmöglichkeiten) und versuche wenn es wärmer wird dann mehr in die Natur zu gehen - auch alleine.

      Ich denke immer zurück, wie selten ich dort war, wenn ich mal in einem Fitnesstudio angemeldet war. Tageskarten wären da dann doch wohl die einzigsten Optionen wenn ich mal einen Kurs mitmachen mag oder so. Danke für eure wertvollen Tipps! :)
    • Ich war auch einmal in einem Fitnessstudio. Habe dort sogar Rehasport gemacht, was aber so überhaupt nichts für mich war und das obwohl die Gruppe recht klein war. Hatte da ständig bei den
      Übungen Koordinationsschwierigkeiten. Im Studio selbst war es mir manchmal einfach zu laut und dann noch die ständige Musikberieselung. Das Krafttraining dort hat mir allerdings gut getan
      und so mach ich jetzt halt einiger der Übungen zu Hause, da man diese auch ohne Geräte ausführen kann.
    • Du hast dich nun zwar schon entschieden, aber falls du dich mal wieder umentscheiden solltest würde auch ich dir zu einem beispielsweise monatlich kündbarem Vertrag raten. Weil du damit weniger Druck hast. Sonst denkt man immer, man sollte wegen dem Geld.

      Ich war 2 Mal in zwei verschiedenen Studios. Ein Mal mit einer Freundin und ein Mal alleine. Jedes Mal war das Hauptproblem, dass die Fitnesstrainer ständig Smalltalk führen wollten und dazu dann auch andere Kunden einbanden, als wäre man dort vor allem zu Unterhaltungsszwecken. Dabei waren die alle anfänglich und teilweise später auch noch sehr nett. Aber wir wollten dort ja vor allem Sport machen und hätten wir uns einbinden lassen, hätte der wenigste Teil des Zeitraumes für Sport stattgefunden. Heute würde ich von dem her auch nur noch in eine Kette gehen, bei denen man so wenig Kontakt wie möglich mit anderen hat, es sei denn ich habe noch mal Bock drauf es zu versuchen.

      Zuletzt hatte ich mich ja auch für eins (und gegen die Kette mit montl. Kündigungsfrist) entschieden, was regelmäßig eine Kundenparty veranstaltete, damit ich da hingehen und Leute kennenlernen kann. Aber ich habe mich nicht überwunden, was aber nicht bedeuten muss, dass es bei dir genaus ist. Also maximal sobald deine Nerven ausreichend Puffer für eventuell negative Erfahrungen haben, würde ich es wieder probieren und dann am besten mit einem Motivations- und Übungsplan, was du hier und da versuchen willst + Toleranz-Worst-Case, dass du damit rechnest, es vielleicht nur 2 - 3 Monate durchzuziehen und das schon gut ist. Wenn du eher negativ gestimmt bleiben solltest, tu dir diesen Zwang nicht an. Aber ich kenne das mit dem Rauskommen. Auch wenn ich meistens allein war, so machte man doch auch irgendwie gemeinsam Sport, auch kamen da ja mehrere alleine und auch manch andere redeten nicht mit anderen. Und man war mal woanders. Es ist auch weniger ablenkend von PC & Co, so wie Vielfalt an Geräten. Beides war zu Zeiten, als ich kaum Radfuhr und ritt. Vielleicht magst du ja sonst mal einen anderen Sport ausprobieren, bei dem man gut trainiert und wo weniger bei Smalltalk geführt werden kann.