Fehlbehandlung bei Asperger/Schizoide PS

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    • Im DSM 5 steht zu Schitzoide PS "Außerdem müssen Symptome im frühen Erwachsenenalter begonnen haben."

      Im Gegensatz zu einer PS zeigt sich Autismus ab Geburt. Eine PS entwickelt sich erst in der Kindheit während Autismus eine angeborene Entwicklungsstörung ist. Autismus zeigt sich schon mit 1-4 Jahren, in der Frühkindheit eine PS in der Regel nicht.
    • das hieße, dass eine Differentialdiagnostik mit der einen Diagnose die andere zwingend ausschließen kann. aber einige Quellen die ich jetzt so gefunden habe, sprechen von verhältnismäßig hoher sog 'Komorbidität', also beide Diagnosen werden zusammen vergeben. ganz vorsichtig theoretisiert sehe ich jetzt auch keinen Grund, dass eine von Geburt an bestehende Entwicklungs-Störung nicht zu einer solchen Entwicklung der Persönlichkeit führt, dass dann auch eine Persönlichkeitsstörung vorliegt. wie auch immer, die Diagnosen vergeben ja die Experten; bloß ob man bei mir die angesprochenen frühen Zeiten rekonstruieren kann ist eher fraglich, es steht für eine Befragung niemand zur Verfügung und ich habe keine Erinnerung. also ob das zu klären ist ? werd ich hoffentlich sehen in näherer Zukunft …

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    • Pechblende wrote:

      MangoMambo wrote:

      Im anderen Thread zu dem Thema hatte ich das schon mal konkret und genauer erläutert, aber das Kriterium was am einfachsten unterschieden werden kann ist finde ich der übliche Beginn in der Frühkindheit (AS) vs. im jungen Erwachsenenalter (SP).Nochmal ausführlich:
      Autismus ist angeboren und ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, Schitzoide PS ist eine Persönlichkeitsstörung und tritt erst im Laufe der Jugend auf, auch in den Symptomen gibt es deutliche Unterschiede
      dazu also zur PS habe ich auf wikipedia gefunden:

      Kollektiv wrote:

      Nach vorherrschender Auffassung nimmt diese Persönlichkeitsstörung in der frühen Kindheit oder Jugend ihren Ausgang
      [...]

      "In der frühen Kindheit manifestieren" und "in der Frühen Kindheit ihren Ausgang nehmen" sind nicht das selbe...

      "in der Frühen Kindheit ihren Ausgang nehmen" und in der Jugend / im frühen Erwachsenenalter manifestieren schließt sich in keinster Weise aus.

      Austismus hingegen ist, wenn auch manchmal nur retrospektiv beurteilbar, eigentlich immer auch schon in der Kindheit symptomatisch und beochbachtba, und führt auch für gewöhnlich dann auch schon zu Problemen...
      ...schon unterwegs!
    • Man könnte fast sagen, dass es für einen Autisten geradezu sinnvoll ist, eine schizoide PS zu entwickeln: Wenn man sich schon so unheimlich schwertut mit sozialen Kontakten, dann wäre es doch das einfachste, man bräuchte auch gar nicht so viele davon. :prof:
      Teile dieser Signatur könnten die Bevölkerung verunsichern.
    • Irgendwo in der psychiatrischen Literatur las ich vor Jahren dass die Diagnose einer schizoiden PS die Diagnose eines Aspergersyndroms ausschließt und umgekehrt aber dass eine hohe Anzahl der AS-Patienten (25%? 33%? 50%, ich weiß nicht mehr) die Diagnosekriterien für eine schizoide PS erfüllen. Ziemlich abstrus.
    • Geisterfahrerin wrote:

      Autismus ist angeboren, eine Persönlichkeitsstörung erworben.
      Meine zukünftige Psychotherapeutin sagte mir dass wo man früher Schizoide Persönlichkeitsstörung diagnostizierte, diagnostiziert man heutzutage Asperger.

      Ein typisches Beispiel für schizoide PS soll jemand sein der sich mit abstrakten mathematischen Begriffen beschäftigt allein in seinem Büro und nicht versteht warum man Freunde haben soll. Das könnte aber genauso gut ein Autist sein.

      Dann liest man dass schizoide Menschen ein tiefes Misstrauen haben und versucht bei sich selber ein tiefes Misstrauen zu finden und findet keins. Warum sollte der Mensch in dem Beispiel ein tiefes Misstrauen haben? Er liebt seine Formel und findet sie spannender als herumzuhängen mit Freunden. Das ist nicht misstrauisch. Eventuell neigen autistische Menschen in der Isolation zu landen und schizoide auch aber ich finde dass die Gründe anders sind.
    • Abendstern wrote:

      Wenn man sich schon so unheimlich schwertut mit sozialen Kontakten, dann wäre es doch das einfachste, man bräuchte auch gar nicht so viele davon.
      Einen jungen Mann kenne ich, der benimmt sich wegen seiner Schwierigkeiten, auf andere (bei Interesse!) zugehen zu können, wie der Fuchs bei den hoch hängenden Trauben: Och, die sind bestimmt zu sauer, also: was soll's.... :roll:

      Aber so tun als ob es einen nicht juckt, wenn man keine Sozialkontakte hat, oder sich innerlich wirklich davon distanzieren, was den Umgang mit anderen Menschen betrifft, das sind m.E. zwei Paar Schuhe (RW).
      When you're hot, you're hot - and when you're not, you're not (Jerry Reed)
    • Godot wrote:

      Pechblende wrote:

      also ein tiefes Misstrauen hab ich - gegenüber mir selbst und gegenüber anderen
      ...das kann auch paranoid sein. :d
      vielleicht ist 'Misstrauen' auch der falsche Ausdruck, vielleicht ist Nicht-Vorhandensein von Vertrauen richtig. paranoide PS ist jedenfalls klar ausgeschlossen.
      aber eigentlich und grundsätzlich gehts mir darum, wie die Verdachtsmomente ASS und SPS zusammengehen :question: da irgendwann Klarheit reinzubekommen
    • Geisterfahrerin wrote:

      Autismus (Entwicklungstörung) und Persönlichkeitsstörungen grenzen einander nicht aus.
      Auch Autisten können Persönlichkeitsstörungen und andere Störungen entwickeln. Autisten sind auch nur Mensche
      Bei der Diagnostik wird deshalb auch ein IPDE (International personal disorder examination) Persönlichkeitsstörungen, wie z.B. shizoide PS, ängstlich vermeidend, Zwangstörung, soziale Phobie etc., damit eine PS ausgeschlossen werden kann, weil eine ASS Diagnose sonst ausgeschlossen ist.

      Eine ASS kann Syptomatiken von Persönlichkeitstörungen beinhalten. Diese Syptomatik ist allerdings nicht ausreichend, um eine Persönlichkeitstörung zu diagnostizieren.

      Eine ASS kann mit Depressionen und Ängsten verbunden sein, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben.

      Gestört aber geil und das von Natur aus. ;) Ohne Macke ist halt kacke. :)
    • Tux wrote:


      Geisterfahrerin wrote:

      Autismus (Entwicklungstörung) und Persönlichkeitsstörungen grenzen einander nicht aus.
      Auch Autisten können Persönlichkeitsstörungen und andere Störungen entwickeln.
      Bei der Diagnostik wird deshalb auch ein IPDE (International personal disorder examination) Persönlichkeitsstörungen, wie z.B. shizoide PS, ängstlich vermeidend, Zwangstörung, soziale Phobie etc., damit eine PS ausgeschlossen werden kann, weil eine ASS Diagnose sonst ausgeschlossen ist.
      dazu gibt es offensichtlich jetzt einander widersprechende Informationen, ob PS und ASS Diagnosen einander auschließen :roll:

      MangoMambo wrote:

      @Pechblende bei der Diagnostik wird man sich die Symptomatik in deiner frühen Kindheit ansehen wollen. Da kommt dann z.B. ein Fragebogen wie der MBAS ausgefüllt durch jemand der sich in der Zeit zwischen 1 und 4 um dich gekümmert hat in Frage etc.
      mal schauen, das sind Schritte, die wenn dann später kommen. für dieses Alter gibts bei mir niemanden, Vater ist tot und zur Mutter hab ich kaum Kontakt.
      ich hab die Ergebnisse aus der Klinik und den Screening Test, und ich hoffe, dass ich damit mal bei einem spezialisierten Psychiater vorstellig werden kann
    • Im Diagnostikgespräch wird über dein bisheriges Leben gesprochen und ob es dort Auffälligkeiten gibt. Ab dem Alter von 3 Jahren ist wichtig. Ich hatte meinen Onkel angerufen und nachgefragt, ob meine sprachliche Entwicklung altersentsprechend oder mein Wortschatz unmfangreicher war.

      Ich hatte in dem Alter ein Stofftier das hies PI. Ohne PI, waren zu der Zeit Ausflüge üder sonstige Reisen bzw. Kurzstreckenfahrten nicht möglich. Ohne PI keine "Spritztour".

      Die Diagnose kannst du in Autismusambulanzen durchführen lassen. Die Wartezeiten schwanken zwischen 8- 24 Monate.

      The post was edited 1 time, last by Tux ().

    • Im Diagnostikgespräch geht es viel um die Kindheit also ab einem Alter von 3 Jahren. Du wirst auf jeden Fall eine Menge Fragebögen ausfüllen müssen und hast dann
      auch noch sehr ausführliche Gespräche.

      Ich würde mich jetzt schon auf die Warteliste einer Autismus-Ambulanz setzen lassen, da die Wartezeiten doch recht lang sind und jetzt aufgrund von Corona noch
      länger werden.