Stationärer Aufenthalt - Klinik antwortet nicht

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    • Lex wrote:

      Das mit der Re-Traumatisierung kann dir in einer Privatklinik genauso passieren.

      Und diesen Waldorfleuten traue ich eh nicht übern Weg.
      @Lex
      Na ja, du musst diese Art der Behandlung ja nicht gut finden. Es ist nur so, dass ich mich in solch einem Umfeld besser aufgehoben fühle, da ich mich als Mensch gesehen fühle. Geh mal in eine normale Klinik. Wenn du da was nicht machen willst oder deine eigene Meinung äußerst, kommen sie ganz schnell mit Medikamenten zum Ruhigstellen und wenn es richtig schlimm kommt, wirst du fixiert. Das ist in großen Psychiatrien Standard. Die haben auch gar nicht die Zeit, groß Gespräche mit dir zu führen und die Art der Ausbildung vermittelt eher ein funktionales Bild vom Menschen. Mensch ist psychisch krank = kaputt = muss wieder repariert werden. Und die Mittel sind dabei meist nachrangig.

      Ich habe zumindest die Hoffnung, dass in dieser Privatklinik, die ich mir rausgesucht habe, bei möglichen interaktionellen Problemen, nicht als erstes daran gedacht wird, den Patienten ruhig zu stellen. Das kann natürlich auch eine Fehleinschätzung meinerseits sein, aber ich habe bei dieser Klinik ein gutes Gefühl.

      Dass es auch passieren kann, ist richtig. Ich wäge dabei aber die Wahrscheinlichkeiten ab. Sonst könnte ich mich ja direkt aufgeben.

      Ich finde deine beiden Kommentare nicht sehr hilfreich. Es klingt für mich danach, als würde dich das Thema stark emotional aktivieren.

      Aber da ich die Klinik eh nicht bezahlen kann bzw. ich es mit dem Antragsverfahren nicht hinbekomme, hat es sich jetzt erledigt. Ich suche mir andere Mittel und Wege, mich zu stabilisieren.
    • Ich kann leider keine positiven Erfahrungsberichte zu stationären Psychiatrieaufenthalten liefern.

      Und mit dem Thema Antroposophie habe ich mich eingehend beschäftigt. Lies mal ein paar Originalzitate von Steiner, da vergeht dir Hören und Sehen!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Fidoline wrote:

      Vielleicht gibt es auch eine Tagsklinik in deiner Nähe? Selbst wenn die ein anderes Konzept hat, wenn es dir so akut schlecht geht, wäre das vielleicht eine erste Anlaufstelle und du bräuchtest kein Einzelzimmer, da du abends wieder bei dir wärst ...
      @FruchtigBunt, hast du dir @Fidolines Vorschlag mal überlegt ?

      Da werden alle Kosten übernommen.
      Ich habe , als es mir schlecht ging und ich wegen Ängsten nicht raus konnte, sogar vom dortigen Arzt einen Taxischein bekommen. Mehr Service geht nicht.
      Auißerdem arbeitet eine Tagesklinik nicht mit Zwangsmaßnahmen.
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Rhianonn wrote:

      Auißerdem arbeitet eine Tagesklinik nicht mit Zwangsmaßnahmen.
      Eine normale Akutklinik auch nur selten. Das geht nur mit richterlichem Beschluss. Auch Fixierungen gehen nur mit Beschluss.
      Solange man weder fremd- noch eigenaggressiv ist passiert in dieser Richtung gar nichts.
      Es gibt ja auch offene Stationen. Da ist das noch seltener.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Lex wrote:

      Lies mal ein paar Originalzitate von Steiner, da vergeht dir Hören und Sehen!
      Originaltexte habe ich in der Tat noch nicht gelesen, aber ich finde es wichtiger, was von diesen Ideen dann tatsächlich übernommen wird in der Praxis. Mir sagt eben das Menschenbild viel mehr zu. Ich war schon in antroposophischen Kliniken und habe auch schon an Freizeitangeboten in diesem Rahmen teilgenommen. Ich hatte das immer das Gefühl, dass ich dort ich selbst sein durfte.

      @Rhianonn

      In eine Tagesklinik möchte ich nicht. Ich hatte mir mal eine angeschaut und da war der Fokus doch sehr stark auf Gruppenaktivitäten (sehr viel ungelenkt und unbegleitet) gelegt. Das löst bei mir noch mehr Stress und Anspannung aus. Da saßen die Leute z. B. frei herum und sollten sich miteinander beschäftigen, Spiele spielen, die haben Kaffee getrunken und sich unterhalten. Das ist der Horror für mich. Wenn, dann brauche ich einen festen Bezugspartner (Therapeut/in), die (von mir aus auch in der Gruppe) Übungen macht, bei denen man möglichst nicht sprechen muss. Das hörte sich in der anderen Klinik so an. Da gab es kunsttherapeutische Angebote (malen, plastizieren, Holz), Tanzen, Massagen. Durch sowas könnte ich mich momentan entspannen.

      Ich lasse es erstmal einfach sein. Wenn ich jetzt arbeiten müsste und Zeitdruck hätte, würde ich durchdrehen. Aber ich muss ja nichts, außer essen. Wenn es mir sehr schlecht geht, werde ich mir nun gestatten, mich auch den ganzen Tag ins Bett zu legen. Ich muss nur früh genug merken, wann es genug davon ist und ins Destruktive abrutscht. Ich glaube nämlich, dass ich mir ganz schlecht 'genehmigen' kann, nichts zu tun. Ich bin aber sehr erschöpft und müsste eigentlich mal gar nichts tun. Die Klinik wäre eine Erlaubnis dafür. Aber vielleicht kriege ich das auch ohne diese Erlaubnis hin.
      Wobei ich mir das Umfeld mit Kunst und Musik und Tieren in dieser Klinik eben auch tröstlicih und erhellend vorstelle. Das kann ich selbst nicht gut nachbilden. Musik hatte ich bis heute, nun ist auch noch mein Lautsprecher kaputtgegangen. :nerved: Aber ich werde jetzt üben, was mir gut tut. Ich habe ja noch den Sport.
      Kontakte werde ich erstmal ziemlich zurückfahren und ich werde wohl auch die Therapie abbrechen müssen. Es geht einfach nicht mehr. Ein Klinikaufenthalt hätte mir ermöglicht, die Therapie zu unterbrechen und man hätte meine Entscheidung vielleicht besser verstanden und mir danach die Weiterführung der Therapie ermöglicht. Aber ich kann so einfach nicht mehr, deshalb muss ich Kontakte reduzieren. Für mich ist das momentan so "ein Kontakt weniger = ein Problem weniger". :|

      Wahrscheinlich werde ich einen Urlaub buchen. Ich muss unbedingt irgendwohin, wo die Sonne scheint. Vielleicht kann ich nach Mallorca oder so, das ist nicht so teuer und landschaftlich sehr schön. Nur weiß ich nicht, wie man da als Alleinreisende zurechtkommen würde.
    • Lex wrote:

      Genau das Menschenbild ist es ja, was so der Horror ist! Wie gesagt, lies Steiner mal nach!
      Ich meine das Menschenbild, was in antroposophischen Kreisen praktiziert wird (Praxis). Bisher habe ich das nicht als Horror erlebt. Möglicherweise halten die sich nicht sklavisch an das was Steiner vertrat (Theorie).
    • Surprised wrote:

      Ginome wrote:

      Eine normale Akutklinik auch nur selten. Das geht nur mit richterlichem Beschluss. Auch Fixierungen gehen nur mit Beschluss.
      Stimmt nicht. Unter 30 Minuten darf auch ohne richterlichen Beschluss fixiert werden. Vgl. z.B.: aerzteblatt.de/nachrichten/966…ungen-fuer-eine-Fixierung
      Zudem ist Papier sehr geduldig, sprich, in der Situation selbst wird gehandelt. Wichtig ist, dass die Akte hinterher nicht verdächtig ist. Aber selbst das kriegen manche nicht hin. :yawn:
    • Ginome wrote:

      Eine normale Akutklinik auch nur selten. Das geht nur mit richterlichem Beschluss. Auch Fixierungen gehen nur mit Beschluss.
      Solange man weder fremd- noch eigenaggressiv ist passiert in dieser Richtung gar nichts.
      Es gibt ja auch offene Stationen. Da ist das noch seltener.
      Ich sage dazu nichts, weil das nicht Thema des Threades ist , nur so viel : Möge dir dieser Glaube erhalten bleiben.

      @FruchtigBunt , das mit der Tagesklinik verstehe ich. In der , in der ich war, gab es allerdings einen Rückzugsraum mit Tagesbetten ,und die Teilnahme an den Aktivitäten war verhandelbar. Aber das ist wohl örtlich verschieden.
      Mit starken Depressionen würde ich alleine nicht ins Ausland reisen. Das ist im Moment sehr stressig, auch durch die Corona- Angst auf den Flughäfen. Und es werden durch die Stürme gerade sehr viele Flüge gecancelt. All das wäre Stress.

      Wie wäre es denn mit einer Selbstzahler- Kur , sog. Kurlaub oder Kururlaub ( krankenkassendeutsch auch Vorsorgekur) ? Da gibt es sogar Haustürabholung.
      rehakliniken.de/kur/kuren-im-ausland
      krankenkassen.de/gesetzliche-k…rankenkassen/Vorsorgekur/
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Rhianonn wrote:

      Ich sage dazu nichts, weil das nicht Thema des Threades ist , nur so viel : Möge dir dieser Glaube erhalten bleiben.
      Ich war oft (und lange) genug in der Klinik und habe nur ein einziges Mal in der ganzen Zeit eine Fixierung gesehen...
      Häufig ist anders.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich hasse dieses Gesundheitssystem einfach nur.

      FruchtigBunt wrote:

      Es ist doch immer wieder ein Luxus privat versichert zu sein.
      Das lese und höre ich auch von Kollegen immer wieder. So lange man gesund ist, spart es gutes Geld. Aber wenn man krank oder alt wird, fangen die Probleme an. Ein Kollege muss gerade alle paar Monate fast 5stellige Beträge fürs Krankenhaus zahlen und dann mühsam so viel wie möglich davon von der Versicherung einfordern.
      Warum würde ich meinen gesetzlichen Anspruch niemals aufgeben. Ich habe eine Zusatzversicherung für die Zähne, da bekommt man ja fast nix mehr ersetzt von der Gesetzlichen. Und ansonsten lege ich lieber direkt die Mehrkosten drauf, z.B. für den Ostheopathen.
      Mein Vater war ja auch privat versichert. Irgendwie hat er es dann geschafft, wieder zurück in die Gesetzliche zu kommen. Zwar mit einem sehr teuren Tarif (30% der Rente), aber in Anbetracht der Kosten und Umstände für die private Versicherung war das immer noch das kleinere Übel.

      Wenn es nach mit ginge, müsste jeder in die Gesetzliche Versicherung einzahlen (Beamte, Politiker, Selbstständige, CEOs etc.) . Wer mehr will, soll sich eine private Zusatzversicherung zulegen. Dann wäre auch genug Geld da, um die Allgemeinheit gut zu versorgen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Rhianonn wrote:


      Wie wäre es denn mit einer Selbstzahler- Kur , sog. Kurlaub oder
      Kururlaub ( krankenkassendeutsch auch Vorsorgekur) ? Da gibt es sogar
      Haustürabholung.
      rehakliniken.de/kur/kuren-im-ausland
      krankenkassen.de/gesetzliche-k…rankenkassen/Vorsorgekur/
      Da muss ich mich mal erkundigen. Das wird meine PKV aber auch nicht bezahlen. Ich müsste halt irgendwo in die Sonne, weil ich vor allem wegen dem Wetter Depressionen habe und wegen der ganzen ungeklärten Vorgänge. Heute hab ich wieder einen unerfreudlichen Brief bekommen und ein Problem mehr.

      Ich glaube, ich muss mich wirklich auf mich konzentrieren. Mit dem Sport hat es heute gut geklappt, weil es mir danach ziemlich gut ging. Am Besten ich mache das jetzt als Therapie. 1x Sport in der Gruppe, 1x Sport alleine, 1x Schwimmen mit Sauna. Dann habe ich für drei Tage die Woche ein Programm. Ich darf nur nicht wieder körperlich krank werden, so wie vor zwei Wochen. Da konnte ich die ganze Zeit nichts machen, was mich zusätzlich runtergezogen hat.

      Es ist peinlich zu sagen, aber momentan hilft mir Fernseh-schauen etwas. :m(: Ich stelle mir dann vor, dass ich ein anderes Leben hätte und bin dann für die Zeit, wo ich eine Sendung gucke, erstmal abgelenkt.
      Ob das auf Dauer ein Leben ist, sei dahingestellt. Aber ich glaube, es tut mir momentan besser, als mich mit diesem ganzen Zirkus mit den Briefen und ungerechten Entscheidungen herumzuärgern oder in eine Klinik zu gehen, die mir nicht gut tun würde.

      Ich müsste es einfach hinkriegen, mich nicht von diesen unerledigten Vorgängen so in die Knie zwingen zu lassen.
    • Garfield wrote:

      Wenn es nach mit ginge, müsste jeder in die Gesetzliche Versicherung einzahlen (Beamte, Politiker, Selbstständige, CEOs etc.)
      Da bin ich 100% bei dir.
      Mein Psychiater hat mir bestätigt, dass bei der PKV, bei der ich bin, es bekannt ist, dass psychisch Kranke in die Verzweiflung getrieben werden. Das hat System dort. Er wollte mich auch erst gar nicht behandeln, weil er meinte, die Krankenkasse wäre so schlimm und würde immer nur Ärger machen. Tatsächlich hat sie auch direkt nach dem dritten PSychiatertermin die Leistung gekürzt und ich musste vom Psychiater ein Schreiben vorlegen mit irgendwelchen inhaltlichen Sachen, warum die Behandlung erforderlich ist. Das gehört verboten. Am Ende hab ich das Geld erstattet bekommen. Ich bin sehr zäh, aber die meisten Leute kriegen sie vermutlich damit klein. Und jetzt bei der Klinik knicke ich auch ein, weil ich nicht mehr kann. Vielleicht probiere ich es in ein paar Wochen nochmal, bei diesem Wust durchzublicken und finde jemanden, der das für mich klären könnte. Es ist aber so kompliziert, dass ich nicht glaube, dass das jemand klären kann (jedenfalls nicht auf dem Weg, wenn man es vorher verstehen will). Man müsste schon dort anrufen und sich das alles erklären lassen, aber das kann ich wegen meiner Ängste nicht und die Mails widersprechen sich hinten und vorne bzw. sind jedes Mal unvollständig.

      The post was edited 4 times, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Wahrscheinlich werde ich einen Urlaub buchen. Ich muss unbedingt irgendwohin, wo die Sonne scheint. Vielleicht kann ich nach Mallorca oder so, das ist nicht so teuer und landschaftlich sehr schön. Nur weiß ich nicht, wie man da als Alleinreisende zurechtkommen würde.
      Ich kann mir ja nicht vorstellen, wie soetwas klappen soll, wenn es einem so schlecht geht. Ich hasse zwar diesen Spruch, den ein Kumpel mir auch oft gesagt hat, aber es ist etwas Wahres dran: Du musst in kleinen Schritten anfangen. Und so, wie es dir geht, wäre eine Klinik auf Dauer wahrscheinlich echt besser, wobei ich ja eine Tagesklinik bevorzugen würde. Eine andere käme für mich nicht mehr in Frage, weil man da ja nie seine Ruhe hat - und hättest du die Möglichkeit auf ein Einzelzimmer?
    • Ich bin bis vorletztes Jahr immer im Winter in den Süden geflogen, um wieder Kraft und Sonne zu tanken. Doch, das kann klappen. Sonne macht happy. Freie Zeiteinteilung macht happy. Keine Deutsche Griesgrämigkeit mehr - macht auch happy.
      Aber wenn ich mir die Airline-Pleiten, Stürme und andere Katastrophen in den letzten 2 Jahren ansehe, bin ich froh, dass der Urlaub ausgefallen ist. Um so länger wird eben hier der Sommerurlaub.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Fidoline wrote:

      Ich kann mir ja nicht vorstellen, wie soetwas klappen soll, wenn es einem so schlecht geht.
      Na ja. Mir geht es vorwiegend so schlecht, weil ich mit diesem ganzen Kram hier (Briefe, unerledigte Vorgänge, Therapeutin) nicht zurecht komme. Das übt so einen unglaublichen Druck auf mich aus. Ich will an diese Sachen nicht mehr denken und schaffe das momentan nicht, wenn ich hier bin, die wirklich auszublenden (wie gesagt momentan nur durch Sport und Ablenkung durch TV). Ich glaube, dass ich schon fähig wäre, wenn ich außerhalb dieses Umfelds wäre, mich halbwegs normal zu verhalten. Aber es könnte auch gut möglich sein, dass mich diese Angelegenheiten im Urlaub auch noch stressen würden. Deswegen wäre es mir ja am liebsten, wenn das alles erledigt wäre. Aber ich warte nun schon zig Wochen auf eine Erstattung mehrerer hundert Euro und bekomme keine Antwort. In einer anderen Sache anwortet mir die Hausverwaltung nicht und ich kann eine Sache nicht klären, die für eine andere Sache wichtig ist. Ich will einfach nur diese ganzen scheiß Sachen erledigt haben.
      Ich kenne es so, dass es mir meist wieder schlagartig gut geht (das Wetter hat dieses Mal aber auch einen Einfluss), wenn die Sachen geklärt sind. Ich sehe mittlerweile aber kein Ende, weil die Behörde mich so lange schon hinhält und ich nicht weiß, wie lange das Verfahren noch gehen soll und die Hausverwaltung ignoriert mich einfach.
      Dazu würde ich gerne die Therapie beenden, die mir überhaupt nicht mehr gut tut, aber das geht nicht, weil das wiederum von einer der oben genannten Sache und noch einer weiteren Sache abhängt, bei denen ich auch in der Luft hänge. Es ist also alles mögliche miteinander verworren und ich komme damit nicht klar.
    • Ginome wrote:

      Ich war oft (und lange) genug in der Klinik und habe nur ein einziges Mal in der ganzen Zeit eine Fixierung gesehen...Häufig ist anders.
      Das ist auch eines der gerne verbreiteten Vorurteile und hat mit der heutigen Realität so gut wie nichts zu tun. Eine Fixierung geht nur mit richterlichem Beschluss, vor allem, wenn es wiederholt oder mehr als 30 Min stattfindet. Davon ab ist das die schlimmste Situation für die Mitarbeiter und niemand hat da Lust drauf. Vor allem weil man weiß, dass dies die Stimmung und Zusammenarbeit zerstört.

      Aber man erzählt halt gerne alte Geschichten oder "ich hab hier und da gehört".

      Davon ab finden Fixierungen nur auf Akut (geschlossenen) Stationen statt, da Fremd- oder Eigengefährdung dafür vorliegen müssen.

      Wer sich aber in Not Hilfe in einem psychiatrischen Krankenhaus sucht, der kommt nicht auf eine geschlossene Station, sondern auf eine offene.

      Und man wird auch nicht zwangsweise mediziert. Man kann jederzeit Fragen was man bekommt (sollte es sogar) und muss es auch nicht nehmen. Und auch hier gilt es, dass es totaler Unsinn ist, dass man dies einfach so macht. Weil es überhaupt keinen Therapiesinn hat.

      Und ich kann aus sehr erfahrener Sicht sagen, dass kein Mitarbeiter dort arbeitet, weil er Menschen ärgern will. Patienten mit solch kruden Vorurteilen zu helfen, ist aber eine häufige Aufgabe.
    • FruchtigBunt wrote:

      Na ja. Mir geht es vorwiegend so schlecht, weil ich mit diesem ganzen Kram hier (Briefe, unerledigte Vorgänge, Therapeutin) nicht zurecht komme. Das übt so einen unglaublichen Druck auf mich aus. Ich will an diese Sachen nicht mehr denken und schaffe das momentan nicht, wenn ich hier bin, die wirklich auszublenden...... Deswegen wäre es mir ja am liebsten, wenn das alles erledigt wäre. Aber ich warte nun schon zig Wochen auf eine Erstattung mehrerer hundert Euro und bekomme keine Antwort. In einer anderen Sache anwortet mir die Hausverwaltung nicht und ich kann eine Sache nicht klären, die für eine andere Sache wichtig ist. Ich will einfach nur diese ganzen scheiß Sachen erledigt haben.Dazu würde ich gerne die Therapie beenden, die mir überhaupt nicht mehr gut tut, aber das geht nicht, weil das wiederum von einer der oben genannten Sache und noch einer weiteren Sache abhängt, bei denen ich auch in der Luft hänge. Es ist also alles mögliche miteinander verworren und ich komme damit nicht klar.
      Ich weiß, dich interessiert es nicht. Aber vielleicht hilft es jemand anderem.

      Wer so viele Probleme mit Behörden hat, der kann auch für sich selbst eine gesetzliche Betreuung beantragen. Dann kann eine Person der Wahl oder ein gesetzlicher Betreuer diese Angelegenheiten für einen erledigen. Das würde dann z.B. Behördenangelegenheiten und Gesundheitsfürsorge (ohne Aufenthaltsbestimmungsrecht) heißen. So kann diese Person dann alle Schreiben lesen, die Dinge beantragen und klären. Gesetzliche Betreuer sind meist Rechtsanwälte die nichts anderes machen oder Personen, die für Betreuungsvereine arbeiten.
      Einen selbst kostet das Verfahren nichts. Wenn man mit dem Antrag schon seinen Hausarzt benennt oder einen Bericht mit den gesundheitlichen Problemen beilegt, dann geht das Verfahren schneller und meist sogar ohne neues Gutachten.
    • Pummelchen wrote:

      Wer sich aber in Not Hilfe in einem psychiatrischen Krankenhaus sucht, der kommt nicht auf eine geschlossene Station, sondern auf eine offene.
      Man kann auch in die Geschlossene kommen - aber man darf im Gegensatz zu den anderen Patienten, die zwangsweise da sind, um Entlassung ersuchen, wenn man will.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.